OP Paukenröhrchen obwohl Hörtest gut verlief ? Hörfehler ?

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von stella29 05.09.08 - 12:26 Uhr

Hallo,

nun ist bald die OP von Luca (26 Monate ) und nun folgendes Problem:

Die letzte Untersuchung Mitte August war auffällig mal wieder.. nach ständiger MOE ! Wieder hörte er schlecht, zum X-ten Mal. Nun aber waren wir gestern beim HNO und der Hörtest ergab, er hört wie es sein sollte.

OP wird jedoch trotzdem gemacht am 10.9. - Paukenröhrchen und Polypenentfernung - er meinte, da es wiederholte MOE das letzte halbe Jahr war und um dem vorzubeugen und nun die Sprachförderung in Gang zu bringen.

Nun hab ich jedoch oft gelesen, dass wenn das Ohr wieder gut hört ( was ja momentan bei Luca so ist ) dann klappts ganz schnell mit reden .... Aber wenn Luca nun seit Mitte August normal hört, weshalb redet er immer noch nichts - oder immernohc so babysprache ????

Liegt es doch an etwas anderen ? BERA wurde gestern noch gemacht, aber Auswertung gibts erst am Mittwoch ...

Soll ich die OP machen, oder was meint Ihr dazu ?

Beitrag von daisy36 05.09.08 - 13:09 Uhr

OP hat mein sohn auch hinter sich, da er ständig Mittelohrentzündung hatte. Er war gerade 1 Jahr alt. Er hat alles prima überstanden (ist ja eine sogenannte Routine-OP). Das sprachliche kann ich daher nicht so einschätzen, aber einen großen Vorteil hatte die ganze Sache trotzdem gehabt. Er hatte danach nur noch 1x Mittelohrentzündung und das war als er 6 Jahre war. Mittlerweile ist er 12. Du musst nur nach der OP das Ohr immer gut belüften, aber das sagen und zeigen sie dir alles.

Alles gute für euch.

Daisy

Beitrag von stella29 05.09.08 - 13:14 Uhr

Hallo Daisy,

danke ! Ich werde die OP schon machen lassen - nur mich hat es eben verunsichert, weshalb man die OP macht obwoh der Hörtest gut ist und keine Flüssigkeit mehr im Ohr ist....

Beitrag von fallnangel 06.09.08 - 06:26 Uhr

Das Paukenroehrchen hat nichts mit dem Hoervermoegen zu tun, jedoch koennen vermehrte MOE zu Hoerschaeden durch Vernarbung fuehren. Um das zu vermeiden empfiehlt sich solch eine OP, da dein Kleiner vorbelastet ist und wohl dazu neigt.
Das Paukenroehrchen sorgt dabei nur fuer eine ausreichende 'Lueftung' des Mittelohres. Diese Verbindung besteht zwischen Nasenrachenraum und MIttelohr und sorgt fuer Druckausgleich. Wenn du zB durch einen Tunnel faehrst und danach Druck ausuebst durch Nase zuhalten und Luftdruck oeffnet sich dieses und verschliesst sich danach gleich wieder. Oft wird das Paukenroehrchen spaeter abgestossen oder entfernt.

Beitrag von connie73 07.09.08 - 21:53 Uhr

hi
meine tochter hatte auch seit sie 8 monate alt war, immer wieder mittelohrentzündungen.
teilweise 3x in einem monat. und das von sept. bis mai, durchgehend, wir haben mit dem antibiotika immer wieder roulette gespielt, welches wir dieses mal nehmen können, was wir nicht in den letzten wochen schon hatten.
dann sollten zuerst die polypen raus, da war sie eineinhalb, ich habe gehofft, das es sich viell. über den sommer von alleine gibt, und wegbleibt. aber kaum kamen die kühleren tage, ging es weiter, paukenriss mehrmals, dann war erstmal der schlimmste schmerz weg, aber es kam andauernd wieder, zusätzlich auch noch bronchitis. ein ums andere mal.
wir liessen also die polypen entfernen, kurz bevor sie zwei wurde. drei tage nach der op, kam die nächste moe, und so ging es weiter, einviertel jahr nach der op, haben wir die paukenröhrchen doch ncoh machenlassen müssen. dummerweise bekamen wir weder die bronchitis noch die ohren in den griff, und mussten die op mehrmals verschieben. zum schluss haben wir sogar mit cortison inhalieren müssen, um die op endlich machen lassen zu können.
die op war im mai05. der winter war klasse, klar sie war auch mal erkältet, aber im gegensatz zu sonst, waren die ohren nicht nach 2 tagen dicht, sondern es war ruhe. sprachprobleme hatte sie trotz des ganzen überhaupt nciht, im gegenteil sie war immer superfit mit dem sprechen.
die röhrchen blieben dann eineinhalb jahre drin, und mussten da sie so fest sassen auch operativ entfernt werden. wir wollten nach dem jahr warten, ob sie nicht doch von alleine rausfallen.
und seit dem hatte sie ausser gelegentlichen leichten ohrenschmerzen, die nur mit otovowen behandelt wurden, nix mehr. bin froh die op gemacht zu haben.
lg connie

Beitrag von stella29 08.09.08 - 10:30 Uhr

Danke für Deine Nachricht !

Ich werde die OP machen lassen, allein um ihn dadurch die Chance auf besseres Hören und auch die Sprachentwicklung zu fördern.

Ich war mir nur unschlüßig, da er momentan keinen Erguss hat, ob ich trotzdem die OP machen lassen soll. Jedoch, wenn die erste Erkältung ansteht, dann kann es so wie bei dir passieren, dass wir ständig den OP Termin verschieben müssen und wir eh schon 4 wochen auf den Termin warten musste.