Motorschaden.. meint ihr ein Gutachter bringt da was?

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Beitrag von tatty2612 05.09.08 - 13:16 Uhr

Hallo..

ich schildere mal kurz den Fall meiner Freundin und möchte wissen was ihr davon haltet:

- letztes Jahr haben sie einen gebrauchten Opel Astra bei einem GEbrauchtwagenhändler gekauf, 3 Jahre alt, Diesel, wenig km gefahren, Vorbesitzer Deutsche Bahn

- kurz danach funktionierte keine Heizung, Gebrauchtwagenhänder kontrollierte das Auto: Diagnose: kein Kühlwasser mehr im Kreislauf, Mechaniker meinte: oh dder Motor ist aber schon heiß gelaufen
Grund war eine gebrochene Schelle am Schlauch, Schelle gewechselt

- Kühlwasser lief weiterhin aus, Schelle nochmals gewechselt

- Vor 2 Wochen großer Service durch andere Werkstatt.
Zahnriemen und Wasserpumpenwechsel, Ölwechsel und alle Luftfilter, Auto laut Werkstatt komplett i.O.,Auch Kühlwasser muß wieder komplett aufgefüllt werden,

- seitdem seltsames Pfeifen (keine Ahnung wo es her kommt)

- 4 Tage danach springt das Auto plötzlich nicht mehr an und aus dem Motor oben (Dichtungen?) spritzt Öl,

- Werkstatt (die den Service gemacht hat) schleppt den Wagen ab und überprüft ihn, Dichtringe werden gewechselt und Kühlwasser wird wieder aufgefüllt (!!!), Pfeifen würde sich die FAhrerin einbilden.. keines da

- wieder 4 Tage danach läuft das Auto plötzlich während der Fahrt komplett heiß, Motorwarnleuchte und Motor geht aus.. Auto wird wieder abgeschleppt .. diesmal ist die Zylinderkopfdichtung kaputt

Jetzt stellt besagte Werkstatt plötzlich auch fest, dass es den Kühlwasserverlust dadurch gibt, dass das Wasser einfach nur durch das Überdruckventil entweicht weil es kocht, daher würde dann wahrscheinlch auch das Pfeifen kommen.

Erst jetzt kommt man in der WErkstatt auf die Idee, den Fehlerspeicher auszulesen. Dazu wird sich jetzt erstmal ein Lesegerät geliehen.

Meine Freundin steht jetzt vor einer über 1.000 Euro teuren Autorechnung und weiß grad weder ein und aus.

Was mir aber keine Ruhe lässt! Anfang dieses ganzen Problemes war dieser Kühlmittelverlust gleich kurz nach dem Kauf des Autos. Das Auto war da noch in der GArantie. Garantie lief am 25. SEptember 2008. Kurz danach dieser riesen Schaden.

Der Händler möchte davon nichts wissen. Ist klar..

Kann ein Gutachter prüfen, ob das erste Heißlaufen des Motors wegen der gebrochenen Schelle der Auslöser für diesen Schaden sein könnte?

Meine Freundin hat von Autos keine Ahnung, jedoch füllten sie seit dem ersten Problem mit dem Kühlwasser immer regelmäßig auf. In den letzten 2 Wochen wurde das Kühlwasser mind. 3 mal komplett wieder aufgefüllt.

Ich bin jetzt fast der Meinung, dass man nochmals an den Verkäufer des Autos herantreten sollte. Auch wenn die Garantiezeit abgelaufen ist, ist dieser Schaden durch einen Schaden in der Garantiezeit entstanden.

Meint ihr es gibt da Chancen.. oder bin ich da total auf dem Holzweg.

So einen Motorschaden an einem noch relativ jungen Auto findet man doch normalerweise nicht.

Lg Tatty

Beitrag von aggie69 05.09.08 - 13:27 Uhr

Es ist schade, daß Eure Werkstattreise durch irgendwelche Werkstätten ging und nicht durch eine Fachwerkstatt - oder doch?
Wenn eine Fachwerkstatt ein Fahrzeug wartet und dann solche Schäden auftreten, bei geringer Laufleistung, können die oft über Kulanz mit dem Hersteller was regeln.
Wenn Eure Garantie abgelaufen ist, kann man im Nachhinein schlecht was regeln - aus dem Grund, daß Garantien computermäßig abgerechnet werden. Wenn der Tag rum ist, dann ist der Vertrag aus dem Systhem raus und man kann keine Leistungen mehr erstattet bekommen.
Ständig Kühlwasser auffüllen ist doch keine Dauerlösung. Da muß man was machen lassen!

Beitrag von tatty2612 05.09.08 - 13:34 Uhr

Danke..

Ja.. es geht ja ned um uns sondern um meine Freundin.

Die sind leider finanziell immer ziemlich "mies drauf" und waren dadurch natürlich auch nicht in einer Fachwerkstatt.

Das mit der GArantie macht natürlich Sinn.

Ich bin auch der Meinung, dass die kaputte Zylinderkopfdichtung sicherlich nicht der Grund für das ständige Verdampfen vom Kühlwasser ist, sondern eher ein Folgeschaden. Der grundliegende Schaden ist bestimmt ein anderer..

Natürlich ist ständiges Auffüllen nicht die Dauerlösung... und ich hoffe, dass da auch endlich was gemacht wird.

Meine Freundin tut mir trotzdem arg leid. Seit sie das Auto vor nem Jahr gekauft haben gabs alle paar Wochen damit Ärger..

Lg Tatty

Beitrag von aggie69 08.09.08 - 11:11 Uhr

Guckt doch mal, was im Wartungsheft steht. Wenn nur alle zwei Jahre eine Duchsicht vorgeschrieben ist, dann erkennen die das vielleicht noch an?
Sucht Euch eine Markenwerkstatt mit nettem Meister und klagt Euer Leid. Vielleicht können die Euch doch noch mit Kulanz helfen? Fragen kostet doch nichts.


Lies mal, was ich als Antwort aus den Tread weiter unten geschrieben habe.

Beitrag von danella25 05.09.08 - 14:28 Uhr

Defition Fachwerkstatt heißt Werkstatt, die einen Meister als Inhaber hat oder einen Meister beschäftigt. Wenn also die Leute die da arbeiten sich zu dumm anstellen bringt ihnen auch die "Fachwerkstatt" nichts.

Beitrag von aggie69 08.09.08 - 10:53 Uhr

Ich meinte mit Fachwerkstatt eine Markenwerkstatt.
Ohne Meister in der Werkstatt gibt es doch sowieso kein Gewerbe - oder hat sich da was geändert?

Aber wenn man seine Reparaturen und Wartungen z.B. bei ATU machen läßt, braucht der Hersteller des Fahrzeugs das nicht anzuerkennen. Wenn es dann zu Problemen, wie in diesem Fall kommt, dann brauchen die keine Kulanz zu geben.

Wenn das Fahrzeug vorher bei der Deutschen Bahn lief, dann kann man davon ausgehen, daß es in einem Wartungsvertrag lief - heißt: alle Wartungen wurden in einer autorisierten Werkstatt gemacht - ist dann auch in der Fahrzeughistorie nachzulesen. Vielleicht war ein ähnlicher Fehler vorher schon mal da?

Beitrag von nrw2008 05.09.08 - 13:58 Uhr

...........Garantie lief am 25. SEptember 2008.............??????

Beitrag von tatty2612 05.09.08 - 14:00 Uhr

UUUPS.. bin schon dämlich.. August mein ich ... oh man ich leb wohl in der Zukunf...

LG Tatty

Beitrag von danella25 05.09.08 - 14:33 Uhr

Normalerweise muß beim Service der Fehlerspeicher mit ausgelesen werden. Wenn sie also nachweisen können das das nicht gemacht wurde und dadurch der Fehler nicht rechtzeitig entdeckt wurde, könnten sie die Werkstatt eventuell dran kriegen. Außerdem könnten sie es über "Wandlung" des Schadens versuchen, das heißt die Werkstatt müßte die Reparatur machen und das zwar kostenlos. Das sollte aber vorher mit einem Sachverstängigen geklärt werden. Sachverständiger ist was anderes als Gutachter.

Ein Gutachter wird wenig bringen, aber eventuell ein Sachverständiger oder die Innung.

Daniela