Bei amazon was verkauft als Privatperson - hat Käufer Rückgaberecht?

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Beitrag von tannenbaum1 05.09.08 - 13:44 Uhr

Hallo,
habe letzte Woche einen gebrauchten Haushaltsartikel für 95 Euro verkauft, habe ihn deutlich als gebraucht ausgewiesen!

Nun möchte der Käufer den Artikel zurücksenden und beruft sich auf das Rückgaberecht- welches, ich bin als Privatperson aufgetreten.
Muss ich darauf eingehen?

Wäre über Antworten dazu sehr froh.

Gruß
Tanni

Beitrag von parzifal 05.09.08 - 14:23 Uhr

Ein generelles Rückgaberecht gibt es in Deinem Fall nicht.

Wenn die Ware aber einen Mangel aufweist und Du die Gewährleistung nicht ausgeschlossen hast bzw. einen Mangel arglistig verschwiegen hast sieht die Sache natürlich anders aus.

Beitrag von tannenbaum1 05.09.08 - 14:40 Uhr

Danke,
habe mir schon so was gesagt.
Habe nichts verschwiegen, zumindest meines Wissens und bei mir hat der Artikel einwandfrei funktioniert.

Mal abwarten, warum der Käufer die Ware zurückgeben möchte, habe ihn um Angabe von Gründen gebeten.
Gruß
Tanni

Beitrag von goldtaube 05.09.08 - 15:44 Uhr

Hast du denn die Gewährleistung, Rückgabe etc. extra ausgeschlossen?

Beitrag von tannenbaum1 05.09.08 - 16:39 Uhr

Hallo,
nein, aber den Artikel als gebraucht verkauft.
Na, mal abwarten.
Wenn sie die Ware zurückgeben möchte, soll sie das über amazon anleiern, sie hat mir nur privat eine Mail geschrieben.
Gruß
Tanni

Beitrag von goldtaube 05.09.08 - 16:47 Uhr

Als gebraucht verkaufen reicht nicht. Denn auch auf gebrauchte Ware gibt es 1 Jahr Gewährleistung usw. Ihr hättet explizit die Gewährleistung etc. ausschließen müssen.

Sie muss dir auch privat eine Mail schreiben. Laut Marketplace-Richlinien muss der Käufer den Verkäufer direkt anschreiben wegen der Rücksendung. Es wird auch ausdrücklich drauf hingewiesen, dass der Käufer die Ware an den Verkäufer und nicht an Amazon schicken muss usw.

Beitrag von parzifal 08.09.08 - 09:34 Uhr

Da hier die Gewährleistung nicht ausgeschlossen wurde beträgt die Gewährleistungsfrist zwei Jahre(und nicht ein Jahr).



Beitrag von risala 05.09.08 - 16:47 Uhr

hi,

das habe ich bei Mr. Google gefunden:
Private Verkäufer haften gemäß §§ 434, 437 BGB für die Sachmängel der verkauften Ware. Ein Mangel wird rechtlich als Abweichung der Ist-Beschaffenheit von der vertraglich vereinbarten Soll-Beschaffenheit definiert. Ein Sachmangel liegt deshalb auch dann vor, wenn die Ware erheblich von der Beschreibung abweicht, ohne aber unbrauchbar (defekt) zu sein. Die Haftung kann durch den privaten Verkäufer jedoch ausgeschlossen werden. Dies gilt allerdings nicht für den Fall falscher Warenbeschreibungen, da der Verkäufer insoweit eine Garantie abgegeben hat, § 444 BGB. In jedem Fall ist die Haftung für Sachmängel ist auf 2 Jahre begrenzt, § 438 Abs.1 Nr.3 BGB.

Das heißt soviel wie, dass Du nur dann haftest und der Käufer ein Rückgaberecht hat, wenn Du etwas verschwiegen hast od. der Artikel von Deiner Beschreibung abweicht.

Kannst Dir die entsprechenden § ja mal genau anschauen.

Gruß
Kim