ALG1, Arbeitsvermittlung, einige Fragen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mrsromean 05.09.08 - 16:44 Uhr

Hallo,

ich beziehe noch bis zum 30.10.2008 ALG 1. Bin nach meiner Ausbildung arbeitslos geworden, dann schwanger, und nun wieder arbeitslos. Mein Mann nimmt die Elternzeit.

Nun habe ich heute eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma bekommen (über das AA).

Die Stelle wäre bei einer Bank als Privatkundenbetreuer.
Auch für Berufseinsteiger.

Nun zu meinen Fragen:

- Ich habe mit meiner Sachbearbeiterin besprochen, eine Qualifizierungsmaßnahme zu machen, leider hab ich noch keine im Bankenbereich gefunden. Da ich nämlich seit über einem Jahr aus der Materie raus bin und in der Schule auch nicht immer gut aufgepasst habe, traue ich mir eine Stelle als Privatkundenbetreuerin nicht zu.

- Die Stelle wäre 40- 50km von meinem Heimatort weg, die von der Zeitarbeitsfirma meinte, ob es möglich wäre, sich ein Auto anzuschaffen. Nur frage ich mich, von welchem Geld??? Ich würde da max. 1100 EUR verdienen, mein Freund bekommt Elterngeld (nicht gerade viel) und dann noch Kindergeld.
Ein Auto und Benzin heutzutage zu finanzieren, ist gar nicht mehr so einfach.

Mit dem Zug wäre ich jeden Tag insgesamt 2 Stunden unterwegs. Mein Freund hat aber einen Nebenjob für abends (darf ja 30 Stunden pro Woche arbeiten) in Aussicht. Kann ich das als Grund angeben?

Versteht mich nicht falsch, ich bin gewillt zu arbeiten, aber, wie oben schon geschrieben, traue ich mir das einfach nicht zu.

Andererseits muss ich dieses Angebot ja annehmen, da mir sonst das Geld gesperrt wird?!

Wer hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wie soll ich mich verhalten?

Vielen Dank für Eure Antworten.

LG

Beitrag von risala 05.09.08 - 16:53 Uhr

Hi!

Normalerweise bekommst Du von einer Zeitarbeitsfirma Spesen + Fahrgeld. So war es jedenfalls bei mir. Außerdem kannst Du einen Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen lassen. Evtl. gibt es ein Jobticket.

Insgesamt 2h Fahrzeit für Hin- und Zurück finde ich nicht zu viel. Ich bin 6 Jahre lang jeden Tag zw. 45-1,5h (1 Strecke!) gependelt!

Ob Du Dir den Job zutraust oder nicht interessiert eigentlich niemanden. Wenn Du Bankkauffrau gelernt hast, dann solltest Du es können. Es muss ja nicht perfekt sein. Auch, ob Du in der Schule gepennt hast oder nicht interessiert nicht.

Warum bleibt Dein Freund zu Hause? Würde er weniger verdienen als Du? Sonst macht das für mich wenig Sinn.
Nicht, dass ich da generell gegen bin: Mein Mann ist seit 5,5 Jahren Hausmann und ich gehe VZ arbeiten - eben weil ich besser verdiene als er.

Ich würde nicht ablehnen... auch in so einen Job kann man reinwachsen.

Gruß
Kim

Beitrag von phoe-nix 05.09.08 - 20:01 Uhr

Ich denke nicht, dass Du ohne Sperre ablehnen kansnt und genau so wenig, dass der Nebenjob Deines Partners ein Argument gegen eine Vollzeitbeschäftigung Deinerseits ist.

Mich irritiert ehrlich gesagt auch, dass Dein Partner Elternzeit genommen hat, wenn Du ohnehin Zuhause bist und nicht soo scharf auf Arbeit.

Gruß,

phoe-nix