neu: Trotzköpfchen:Hilfe. Wie damit umgehen???HIIILFEE!!!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von inese 05.09.08 - 21:03 Uhr

Hallo an alle!!!;-)
Wir haben nun einen bald zweijährigen Trotzkopf zu Hause. Ich rede nicht von dem "neinneinnein" :-[hin und wieder, sondern von Heulanfällen#schrei, weil das 1mx1m Buch über Tiere nicht mit kann#schock, wenn wir mit dem Buggy in die Stadt wollen: Erst hab ich es lieb versucht, versuchte, ihn abzulenken, ihm etwas anderes, kleineres schmackhaft zu machen...kein Erfolg, so kam es, dass er wieder hyperventilierte (fast) #schwitzund in seinem Zimmer auf den Teppich kotzte, und gleich weiterheulte, dass Mama "das" wegmachen solle. Und in der Stadt das gleiche Theater: Er wollte auf den Arm, ok, dachte ich mir, ein kurzes Stück gönn ichs ihm, auch wenn ich das körperlich fast nicht mehr hinkriege: auf die Schultern gehoben, schwerer Rucksack auf und schweren Buggy bergauf schieben. Dann das Problem No.2: Er wollte nicht runter und protestierte mit Wutgeheul, ich bekam Schläge ins Gesicht #schock#schockund er haute seinen Kopf anschließend an einen Zaun, was natürlich wehtat und dann gabs nochmehr Geheul, und er brüllte AUA AUA! MAMA! So laut, dass alle Leute schauten und dachten (oder ich dachte, dass sie das dachten) dass ich meinen kleinen armen Sohn misshandle. Ich muss schon sagen: Ich war auch entrüstet und zu tiefst mit den Nerven am Ende und verspürte eine ungemeine Wut und diese Blicke hat der Kleine zum Teil auch abbekommen. Und in seinen Augen blinkte ein JA! MACHTKAMPF!! Und ich musste dann irgendwann fast lachen. Weil ich mir dachte, ok, da muss ich durch, ich bin völlig verzweifelt, und ich komme per Appell an meinen Sohn nicht ran#schmoll, im Gegenteil, wenn ich versuche, ihm was zu erklären, dann würdigt er dies mit nur noch mehr Geheule. Und meine Nerven zitterten und irgendwann musste ich lachen, aber so ein inneres Nervenlachen, d.h. man spürt, wie die Nerven in der Bauch- und Brustgegend vibrieren...
Und es ging noch weiter: auf dem Rückweg spielte er Wackelpudding, wollte laufen, ging aber kaum, hing nur an meiner Hand,schmiss sich mir vor die Füße, hängte sich abwechselnd an mein linkes und rechtes Bein und wollte nicht in den Kiwa zurück, so dass ich ihn laufen lassen musste. Und dann ging das ewig so, bis wir daheim ankamen und er die Treppen nicht hochkonnte als Wackelpudding...klare Sache. Dann platzte mir der Kragen und ich sagte: Tschüüüß! Und ging die Treppe hoch...alleine. Da kam er aber schnell hinterhergerannt... und innen angekommen: Haut er die Wohnungstür zu und holt sich die nächste Prellung am rechten Ringfinger. AUAAAAUAAA! :-[So wie wir gegangen waren, so kamen wir wieder an. Vor dem Trotzanfall ist nach dem Trotzanfall.

Hilfe! Ist das normal oder habe ich was falsch gemacht, wie soll ich mit diesem Verhalten umgehen???

Danke für eure Tipps!!!!Inese:-D#pro

Beitrag von tinemaus 05.09.08 - 21:24 Uhr

hi du, redest du von meinem Sohn ????:-p

Wirklich genauso so ist er auch !!!!

Ich bin auch mit meinem Latein am Ende....:-(

Deswegen hau ich mich jetzt auch auf die Couch...zum Relaxen, denn morgen geht es ja weiter mit den trotzanfällen....augen zu und durch...

Heute in genau 2 Woche iss er 2....kann ja nur besser werden

und ich dachte immer meiner iss ein sonderexemplar...#schock
nette Grüße
Christine

Beitrag von lotte20567 05.09.08 - 21:26 Uhr

Habe heute zufällig eine Mail mit dem Thema bekommen:

Erste Hilfe im Trotzanfall

Auch die besten Eltern können bei Trotzanfällen nicht immer geduldig und verständnisvoll bleiben. Sie dürfen ruhig auch mal wütend oder "böse" werden, wenn Sie wichtige Grenzen durchsetzen. Das kann Ihr Kind wesentlich leichter aushalten als wenn Sie sich von ihm abwenden oder es auslachen würden. Sie dürfen auch Ihre Gefühle wie Ärger und Enttäuschung ausdrücken. So kann Ihr Kind sie nicht nur erkennen lernen, sondern übt durch Ihr Vorbild auch den konstruktiven Umgang damit.

Ablenken hilft oft, ist aber nicht immer sinnvoll: Natürlich können Sie Ihr Kind mit einem kleinen Auftrag beschäftigen oder auch etwas entscheiden lassen (möglichst zwischen zwei akzeptabeln Alternativen), etwa "Ziehst du heute den roten oder den blauen Pulli an?" Da es in der Trotzphase jedoch nicht um die Sache an sich, sondern um Abgrenzung geht, wird Ihr Kind sicher bald eine neue Gelegenheit finden.

Halten Sie den Trotzanfall aus: Sind Sie gerade ausgeglichen, bleiben Sie bei Ihrem Kind und versuchen Sie es nach einigen Minuten wieder zu beruhigen, indem Sie es in den Arm nehmen oder streicheln. Zeigen Sie ihm, dass Sie es trotzdem lieben.

Entfernen Sie sich vom Schauplatz: Sind Ihre Nerven schon arg strapaziert, verlassen Sie am besten den Raum und lassen Ihr Kind alleine trotzen. Warnen Sie aber vor und sagen Sie ihm, dass Sie jetzt leider rausgehen müssen, weil Ihnen sein Anfall heute einfach zu viel ist. In Stresssituation wie im Supermarkt klemmen Sie sich das wütende Kind unter den Arm und verlassen Sie so ruhig wie möglich das Geschäft. Die räumliche Entfernung ist meist recht schnell wirksam und Ihr Kind beruhig sich wieder.


Quelle: Dr. Andrea Schmelz, E-Mail Newsletter 05-09-2008


Vielleicht ist ja ein Tipp für Dich dabei.

LG

Lotte

Beitrag von bine3002 05.09.08 - 21:28 Uhr

Jepp ist normal!!!

Das erste Rezept, was ich dir geben möchte, ist ein netter Spruch, den ich von einer Mehrfachmami (mit mittlerweile erwachsenen Kndern) habe: AUCH IGEL KANN MAN STREICHELN!

Soll heißen: Selbst wenn den Kleiner gerade sehr stachelig ist, behalte ihn lieb und drücke ihn im Zweifelsfall gaaaaaaanz fest an dich. Insbesondere wenn er so extrem reagiert und sich sogar übergibt und selbst verletzt, finde ich es sehr wichtig, dass Du ihn mit diesen Anfällen nicht alleine lässt. In deinen Armen wird er natürlich dann auch toben, ist aber geschützt.

Versuche ihm mit Ruhe und sehr viel Geduld entgegen zu treten. Ich würde während eines solchen Anfalls nicht oder nur wenig sprechen. Vielleicht hilft es dir und ihm, wenn Du irgendwas summst oder brummst. Das wirkt beruhigend.

Bring ihm dann bei, wie er seine Wut unter Kontrolle kriegen kann. Du könntest z. B. irgendein Kuscheltier nehmen, dass er dann boxen darf oder zeig ihm, dass er mit den Füßen aufstampfen kann. Alles ist besser als sich den Kopf an einer Zaunlatte einzuhauen oder ins Zimmer zu brechen.

Beitrag von kleinesschwarzes28 05.09.08 - 21:33 Uhr

Hallo,
zunächst einmal die schlechte Nachricht: Ich kann dir keine Tipps geben.
Aber, ich finde deinen Bericht echt lustig geschrieben und es scheint als würdest Du auch in solch anspruchsvollen pädagogischen situationen#freu;-) Deinen Humor behalten.
Mein Sohn wird im Dezember zwei und macht mit Vorliebe Wackelpudding#aerger allerdings ist nach dem drittten Mal Schluß, dann kommt er in den Wagen oder auf den Arm auchwenn er #schrei.
Übrigens, was Du da als inneres Nervenlachen bezeichnest nennen meine Schwester und ich das hysterische Todeslachen.
Fazit, bewahr die deinen Humor und denk Dir einfach: Das ist nur eine Entwicklungsphase, das geht vorbei.
Liebe Grüße und gute Besserung#huepf#huepf

Beitrag von julio 05.09.08 - 21:52 Uhr

Hallo!
Schau mal hier. Unser Kleiner hat vor ein paar Tagen das Trotzen für sich entdeckt. "Zum Glück" war er nur 4 Tage so richtig heftig drauf.
Klick mal den Link an, das fand ich ganz hilfreich.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme.html

LG und Gute Nerven wünsch ich dir
Uschi

Beitrag von inese 05.09.08 - 21:54 Uhr

ooooooooooooooooooh!#danke
Ihr seid ja sooo süß!
Für Euch alle mitleidenden Mamis:#torte#tasse#liebdrueck
Ich danke Euch sooo sehr für Eure Tipps und Eure Einstufungen der Situation. Über das Selbstverletzen und Brechen hatte ich mir jetzt im Einzelnen noch nicht so die Platte gemacht. Also, eine von Euch findet das sehr schimm bzw. "extrem". Ist mein Sohn also ein "Extremtrotzer" und heißt das, dass ich ihn vielleicht zu viel "beglucke"?
Ich werd beim nächsten Mal dann mal BRUMMEN oder so ;-) Und ihm ein Stofftier geben, an dem er sich abreagieren kann. Vielleicht eine gute Sache? Weiß nicht... Heisst das nicht, dass er lernt, sich an "schwächeren" abzureagieren? denn die Stofftiere haben alle eine Seele für meinen Sohn. Oh je, so psychologisch wollte ich gar nicht werden, das ist nie gut. oder?
gute nacht euch allen... ;-);-)#liebdrueck