Ein Bild-Leser zum Thema ALG II

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nightingale1969 05.09.08 - 23:24 Uhr

"Es wäre absolut zu rechtfertigen, jüngere Hartz-IV-lern in Sammelunterkünfte unterzubringen und gemeinschaftlich zu verpflegen. Eine Alternative dazu hat Jeder: Arbeiten gehen"

http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/09/05/hartz-iv-satz-ist-viel-zu-hoch/das-sagen-die-bild-de-leser.html

Ich lass' das jetzt einfach mal so im Raum stehen...

Beitrag von jules1971 05.09.08 - 23:27 Uhr

Hallo,

also, mir gefällt der so richtig gut ... #augen

„Hallo, Hartz 4-Empfänger! Ihr kriegt diese 132 € doch pur! Ihr kriegt doch Wohnung inkl. Nebenkosten, Winterkleidungen, Kühlschränken usw. kostenlos. Dazu noch Hilfe hier, Zuschuss da. Ihr müsst doch keine Steuer, keine Kindergartengebühren, kein Essensgeld etc. zahlen. Ich verdiene über 5000 € brutto. Wir haben nicht einmal so viel zum Leben!“

Von Tuten und Blasen keine Ahnung, aber mal so richtig auf die Kacke hauen ... womit so ein hirnloser Idiot 5.000 brutto verdienen möchte, tät mich ja glatt mal interessieren.

Lg,
Julia

Beitrag von brautjungfer 06.09.08 - 09:15 Uhr

darüber bin ich auch gestolpert.
mir stellt sich die Frage, wenn er doch 5000 brutto verdient und angeblich nicht einmal soviel übrig hat wie ein ALG 2 Empfänger, wo bitte gibt er sein Geld aus?

Beitrag von nightingale1969 06.09.08 - 09:23 Uhr

Das habe ich mich auch gefragt!

Beitrag von brautjungfer 06.09.08 - 10:35 Uhr

könntest du mir evtl. eine Frage per VK beantworten?
mag das nicht öffentlich schreiben.
wäre echt super

Beitrag von nightingale1969 06.09.08 - 09:41 Uhr


http://www.events.at/static/binaries/thn/364/641/9/img_600x600.jpg

;-)

Beitrag von demy 06.09.08 - 10:58 Uhr

#pro LOL
Kann nur so ein "Job" sein.

Wer in den Gehaltsregionen wie 5000,-€ Brutto und mehr angekommen ist, der ist eigentlich normalerweise mit mehr Wissen gesegnet, oder aber weiß, wenn man von etwas keine Ahnung hat das man dann die Klappe hält.

Wobei, Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)

Ich denke aber eher, dass es ein dummer Schnacker war und der im Leben keine 5000,-€ Brutto verdient.

Gruß
Demy

Beitrag von nightingale1969 06.09.08 - 11:31 Uhr

Dazu passt:

"Völlig verrückt: Es ist sogar gesetzlich geregelt, dass sich Hartz-IV-Empfängerinnen offiziell als Prostituierte selbständig machen können – mit einer „Existenzgründungsförderung“ vom Jobcenter.

Experte Markus Klinder, Rechtsanwalt aus Marl: „In solchen Fällen gibt es zu Hartz IV noch 100 Euro Einstiegsgeld extra. Wenn der Sachbearbeiter es für notwenig hält, wird auch die Arbeitsausrüstung wie Strapse, Dildos oder Handschellen bezahlt.“"

Quelle: bild.de

Manchmal denke ich, WIR verstehen die BILD nur nicht. Die meinen das sicher nicht ernst, das ist sicher im Grunde ein Satirezeitung.

Förderung der Existenzgründung einer Prostituierten, aber klar doch, machen wir. Täglich dutzendfach in Deutschland.

Gruß
Ch.

Beitrag von ue3 06.09.08 - 09:52 Uhr

mion,
kühlschränke, kleidung?
wo bekommt man das denn hinterhergeschmissen?
ich wünsche dir einmal eine woche in die lage zu kommen, dich so mies zu fühlen, da hin zu gehen und lauter anträge auszufüllen und dann noch dich wie eine kleine ameise zu fühlen das gefühl zu haben um geld zu betteln damit du essen kaufen kannst.
ich bin einmal im leben in diese lage gekommen und war erschrocken wie man sich da fühlt und mit wie wenig man leben kann, wenn man muss.
ich habe übrigens keinen küchenschrank hinterhergeschmissen bekommen, ich hatteeinenden du warscheinlich nichtmal ansehn würdest, über den ich mich freute weil ich vorher nur ein holzregal für 10 euro hatte, da ich mir nichts andere leisten konnte.

da ich ohne was aus dem haus musste wegen einem agressiven ehemann und erstmal selber wieder auf die beine kommen musste.
mag es genu andere geben, aber mit 5000 euro sind wir gut ausgekommen als wir das verdient hatten.
und es gingmir verdammt besser meinen kindergarten beitrag selber zu zahlen als da hinzu maschieren und zu bitten.
l.g.

Beitrag von nightingale1969 06.09.08 - 09:56 Uhr

Ähm, sie ZITIERT einen Bildleser und regt sich selbst über ihn auf! Bitte mal genauer hinsehen, ja?!

jules hat das nicht selbst geschrieben, das ist NICHT ihre Meinung also hör auf, sie so schräg anzumachen!!!

Beitrag von colle 06.09.08 - 09:58 Uhr

morgen

einfach nochmal den text lesen ja#aha

#augen olle colle

Beitrag von jules1971 06.09.08 - 11:01 Uhr

Was willst Du denn jetzt von mir ... #kratz

Beitrag von ue3 06.09.08 - 10:14 Uhr

#klatsch

#blume sorry

Beitrag von jules1971 06.09.08 - 11:01 Uhr

Ist okay ...

Beitrag von mariella70 06.09.08 - 23:16 Uhr

Wer bei 5000 brutto weniger übrig hat im Monat, als ein ALGII Empfänger ist ein ökonomischer Vollpfosten und ich frage mich, wer den Text für den getippt hat.
Schwachsinn und schwarze Stimmungsmache.#klatsch
Sowas überhaupt zu diskutieren ist schon zuviel Aufmerksamkeit.
Gute Nacht
Mariella

Beitrag von jules1971 06.09.08 - 23:17 Uhr

"Sowas überhaupt zu diskutieren ist schon zuviel Aufmerksamkeit. "

Da hast Du sowas von wahr ...

Schlaf schön.
Lg,
Julia

Beitrag von nisivogel2604 06.09.08 - 07:59 Uhr

Naja,

wie wird Sammelunterkunft hier definiert? 5 Leute in einem Zimmer? Oder lauter kleine Zimmer (1 p.P) mit Bett und Tisch drin? Mehrere Leute in einem Zimmer halte ich definitiv nicht für in Ordnung. Auch ein Hartz4 Empfänger sollte ein Recht auf Privatsphäre haben.

Wir kriegen ergänzendes ALG2 und müssen schon gucken, wie wir damit hinkommen. Allerdings haben wir noch den Selbstbehalt von meinem Mann (100€) und bekommen momentan noch Elterngeld (170€ p.Monat) und wenn das ausläuft, dann werd ich wieder Arbeiten gehen.

Das was die TU Chemnitz ausgerechnet hat, halte ich für absolut unrealistisch. Wenn der Hartz4 Empfänger komplett vom Leben ausgeschlossen wird, entwickelt er sich nicht weiter, weiß nicht mehr, was in der Welt eigentlich passiert (denn er wird ja auch kein Geld für eine Tageszeitung haben) und Bewerbungen schreiben fällt dann wohl auch flach.

Welchem Hartz4 Empfänger werden eigentlich Kühlschränke und Winterbekleidung nachgeschmissen? So weit ich weiß, muss ich das doch aus meinem Regelsatz bestreiten und kann nicht mal eben hingehen und sagen: "ich brauch ne neue Jacke, rück mal die Kohle raus!" Oder hab ich da was verpasst? Dann würde ja wohl alles etwas aus dem Rahmen laufen. Und nachzuprüfen, ob jemand wirklich eine neue Jacke braucht ist wohl kaum möglich und steht wohl auch in keinem Verhältnis zu den Kosten, da ja die Sachbearbeiter tatsächlich über jeden Schlüpfer und dessen Zustand im Schrank von Frau X im Bilde sein müssten. Würde also bedeuten intensive Hausbesuche bei jedem und zwar regelmäßig.

LG denise

Beitrag von galeia 06.09.08 - 08:32 Uhr

Ich gehörte eigentlich zu denen, die noch an den Sozialstaat glauben, doch sogar ich verliere diesen langsam.... Im Tacheles-Forum gibt es genug, die das Dritte Reich wieder hinaufbeschwören, auch das habe ich immer als Unsinn abgetan, wenn ich jetzt jedoch lese, dass Propaganda und Presse dazu führen, dass ein Bild-Leser so etwas veröffentlicht bekommt, bekomme ich eine Gänsehaut?

Haben wir bald wieder Ghettos? :-(

LG H. #klee

Beitrag von nightingale1969 06.09.08 - 09:40 Uhr

Ich habe mir gestern auf rtlnow.de noch im Schnelldurchlauf ein paar Folgen "Mitten im Leben" angesehen. Und frage mich langsam, was das soll. Werden solche Dinge gesendet, weil die Nation sowas wirklich sehen will (klar will sie, wird ja die Klatschsucht und das "Was für ein Glück, sind wir nicht so" befriedigt) oder sendet man sowas auch mit einem Ziel? Die Menschen, die dort gezeigt werden, erscheinen mir wie die "unterste" Schiene unserer Kunden. Und es wird beim Zuschauer der Eindruck erzeugt, dass a) alle ALG II-Emfpänger so seien und b) dass diese Menschen grundsätzlich einfach nur nicht wollen. Du und ich wissen, dass das nicht so ist bzw. dass viele aus den unterschiedlichsten Gründen heraus nicht wollen und zwar oft nicht allein aus schierer Faulheit.

Wie oft hatte ich schon, dass Kunden Jobs ablehnten, weil sie dachten, sie müssten dann allein von diesem Gehalt leben. Erklärte man ihnen dann die Einkommensanrechnung, sah man die Erleichterung, dass wir sie NICHT zwingen, von weniger als ihrem ALG II zu leben. In der Presse wird aber fleißig ein anderer Eindruck vermittelt, so als seien die Arbeitenden meist die Dummen.

Als vor einer Weile diese Sache mit dem Post-Mindestlohn und der PIN-Group (in der Springer ja mit drin hing) hochkochte, da blies Springer-Presse - Welt, BILD - auch schön zum Halali auf ALG II-Empfänger und insbesondere auf die, die sich angeblich "zu fein" sind, für Billigstlöhne zu arbeiten. Da musste man IMHO schon sehr blind sein um keinen Zusammenhang zu erkennen.

Es scheint zu wirken. Statt drauf zu kommen, dass ja wohl etwas nicht stimmen kann, wenn man Menschen in Beschäftigungen zwängen will, bei denen sie teilweise mit 5,- €/Stunde brutto nach Hause gehen (ich denke dann immer daran, dass ich fürs Kekse verpacken 1990 13,- DM brutto erhalten habe...), kommt man nun auf Ideen wie Sammellager. Das ist erschreckend.

LG
Ch.

P.S. Bei Leuten wie unserem Kunden Michael M. (den es wirklich gibt, im zugehörigen Film sagt unser Geschäftsführer ja auch etwas dazu), da geht mir auch das Messer in der Tasche auf. Es wird aber kaum bedacht: Kriminelle Energie gibt es in jeder Bevölkerungsgruppe.

Beitrag von nisivogel2604 06.09.08 - 10:45 Uhr

Ich habe mir diese Woche von dir benannte TV Sendung das erste mal angesehen und war sehr sehr schockiert darüber. Es ist wie du sagst: Den Zuschauern wird vermittelt, dass alle so sind, die staatliche Hilfe empfangen. ich denke auch dadurch wird die Kluft zwischen "arm" und "reich" immer größer: weil immer mehr vorurteile entstehen und die wenigsten sich die Mühe machen wollen, ihre Vorurteile abzubauen.

LG denise

Beitrag von atarimaus 06.09.08 - 19:39 Uhr

"Statt drauf zu kommen, dass ja wohl etwas nicht stimmen kann, wenn man Menschen in Beschäftigungen zwängen will, bei denen sie teilweise mit 5,- €/Stunde brutto nach Hause gehen"


Es sollte aber auch nicht verkannt werden, dass diese Jobs eher von Menschen mit geringer Bildung ausgeführt werden können. Und von diesen Menschen gibt es jede Menge. Also bestimmt der Markt den Preis. Viel Angebot (Menschen) > geringer Preis (Arbeitslohn).

Als ersten Schritt einen Mindestlohn einzuführen halte ich für sozial richtig, für wirtschaftlich jedoch eine Katastrophe.
Das Geld sollte eher in Bildung investiert werden, damit es eben nicht mehr soviele Menschen gibt, die wegen zu geringer Bildung solche Jobs annehmen müssen.

Gruß
Beate

Beitrag von zottel 06.09.08 - 20:52 Uhr

Hallo Beate,
so ganz kann ich mich deinem Statement nicht anschließen.

1. Ab, wann genau ist man so gering gebildet das die Arbeit die man verrichtet so wenig wert ist?

2. Gibt es dann auch oft andere Kriterien die dann eine bessere Bezahlung rechtfertigen ( ZB starke körperliche Belastung)

3. Wie soll das gehandhabt werden, wenn das Verhältnis anders ist, viele gebildete Menschen und dennoch muss es den Tellerwäscher und die Fischkopfaussortierein geben, bekommen die dann mehr, weil sie Abitur haben?

Ich finde schon das Arbeit dementsprechend entlohnt werden muß.
Der Gä#rtnergehilfe mit Hauptschulabschluss verdient seinen Lohn dadurch das er bei 30 Grad Ziersteine schleppt zb.
und der Wirtschaftswissenschaftler, weil ihm anstatt die Socken der Kopf qualmt.

Ich hoffe du hast verstanden was ich damit meine.

Zottel

Beitrag von atarimaus 06.09.08 - 22:13 Uhr

Hi Zottel,

klar hab ich dich verstanden ;-)

Nun ist es jedoch so, dass wir uns immer mehr zur Wissensgesellschaft entwickeln. Da bleiben körperlich anstrengende Jobs auf der Strecke, vor allem bei der Bezahlung. Ich ziehe jeden Tag den Hut vor solchen Arbeitern...ich sitz gemütlich in meinem Büro, bei Wind, Wetter und 35 Grad im Schatten, während er dann Straßen teert, Häuser baut, Grünanlagen pflegt, Kohle abbaut, in Fabriken knüppelt und und und.
Solche Jobs wird es immer geben und auch hier gibts ja starke Unterschiede in der Entlohung. Der Fabrikfacharbeiter verdient erheblich mehr als der Grünanlagenpfleger... egal...worauf ich hinaus will, ist, dass Jobs dieser Art immer weniger werden. Die Industrie baut Jobs ab...immer mehr. Wir rationalisieren uns da selbst weg, durch die vermehrte Automatisierung.


Zu deiner ersten Frage:
Gering qualifiziert ist vielleicht schlecht ausgedrückt. Früher hieß es, du brauchst unbedingt einen Schulabschluß und ne Ausbildung, nur so kannst du dein Leben bestreiten. Dann hieß es, ohne Realschulabschluß wirst du nichst. Später hieß es dann, also Abitur muss schon sein...das steigerte sich immer weiter. Die Anforderungen an Schulabgänger wurden immer höher. Die Zahl der Schüler die Abitur machten, stieg immer mehr an. Davon absolvierten viele dann eine Lehre und das wars. Das ist natürlich in ihrem Arbeitsbereich qualifiziert genug, jedoch stehen sie mit der Qualifikation neben 10000000 anderen...wobei der Informatikstudent sich gegen 100 anderen nur beweisen muss.

Verstehst du jetzt, was ich damit sagen will? ;-)

Die Anforderungen an die Arbeitnehmer steigen und nur wenige gehen mit...die, die auf der Strecke bleiben, landen irgendwann im Niedriglohnsektor..trotz Abitur und Lehre.


Ach nochwas...
Und wenn ich dann im Bekanntenkreis höre, der oder die studiert Germanistik und Soziologie...Auweia...auch der/die braucht sich dann später nicht beklagen, das kein adäquater Job da ist. Selbstverständlich soll man seine Interessen, Fähigkeiten und Neigungen im Job verwirklichen, aber gleich ein "Hartz IV-Studium" anzufangen, ist auch nicht der richtige Weg.

Gruß
Beate




Beitrag von nightingale1969 06.09.08 - 22:35 Uhr

"Es sollte aber auch nicht verkannt werden, dass diese Jobs eher von Menschen mit geringer Bildung ausgeführt werden können."

Eine Büroangestellte/-sachbearbeiterin, einen Lagerfacharbeiter, eine Empfangs- und Sicherheitskraft, die mit 7,81 € brutto/Stunde nach Hause gehen, würde ich nun nicht als "gering gebildet" bezeichnen. Als ausgebildete Verwaltungsfachangestellte habe ich über die Zeitarbeit in meinem erlernten Beruf auch eine Weile nur 9,- € brutto gehabt (und musste ergänzend ALG II beantragen).

"Als ersten Schritt einen Mindestlohn einzuführen halte ich für sozial richtig, für wirtschaftlich jedoch eine Katastrophe."

Warum? Schließlich würde die Kaufkraft steigen. Außerdem vertrete ich die These, dass es bei Wirtschaftsunternehmen, die soziale Verantwortung übernehmen und ihre Mitarbeiter für gute Arbeit anständig bezahlen es a) mehr Spaß macht zu arbeiten, wodurch b) die Qualität der Produkte/der Dienstleistung steigt und c) das Unternehmen im Ansehen steigt, d) dadurch mehr Leute dort einkaufen/die Dienstleistung in Anspruch nehmen möchten.

Gruß
Christine

Beitrag von atarimaus 06.09.08 - 23:00 Uhr

Nabend,

gering gebildet umfasst es nicht ganz. Ich will damit sagen, dass es zuviel Leute mit dergleichen Qualifikation gibt.

"Büroangestellte/-sachbearbeiterin, einen Lagerfacharbeiter, eine Empfangs- und Sicherheitskraft"
Die Ausbildung zu diesen Jobs (sofern ich mich als Empfangskraft überhaupt ausbilden lassen kann) ist einfacher und leichter abzuschließen, als eine Ausbildung zum Fachinformatiker oder Ingenieur, beispielsweise.
Und so stehen dann 50000 Bürosachbearbeiterinnen für 500 Stellen da, während 10 Fachinformatiker für 100 Stellen gesucht werden.
Demzufolge wird sich der Preis/Lohn der Bürotanten drastisch nach unten bewegen, während die Fachinformatiker sich aussuchen können, wo sie arbeiten wollen.

Und das wird weiterhin zunehmen. Wo werden den Fachkräfte gesucht? Doch eher in den naturwissenschaftlichen Bereichen. Und wer beginnt freiwillig eine Ausbildung mit viel Mathe, Physik, Zahlen usw...eher die wenigen. Warum das Interesse an naturwissenschaftlichen Jobs in Deutschland so gering ist, müssten wir vielleicht mal die Bidlungsminister der letzten Jahre fragen.

Verstehst du, was ich damit sagen möchte, Christine?


"Warum? Schließlich würde die Kaufkraft steigen. "

Das allein wird nicht reichen um den Niedriglohnsektor einzudämmen. Denn oft erfolgt genau das Gegenteil. Die Menschen bekommen mehr Geld..oh schön, also spare ich mehr. Mmmmm, das is wieder nicht so schön. Höhere Löhne ziehen nicht immer gesteigerten Konsum nach sich.

Das Mittel zur Preisänderung ist immer noch das geänderte Angebot. Gibbet nicht mehr soviel Friseurinnen, dann wird da auch mehr gezahlt.

(Wobei ich mich Frage, warum die sowenig bekommen, bei einem Preis von 50-60 Euro pro Haarschnitt und einem Aufwand von knapp 20 Minuten. :-D)

Gruß
Beate