Schlimm fürs Baby, wenn ich zu viel....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von 251187 06.09.08 - 18:26 Uhr

Zucker zuführe (durch Cornflakes, Marmelade, Krapfen etc.)?

Bin total verunsichert. War heute bei meiner Hebi und die wolllte den MuPa sehen. Dann sagte sie "oh, zweimal Plus beim Urintest, das heißt, dass da zweimal zu viel Zucker drin war" Sie sagte, sobald im MuPa zweimal ein Plus beim Urintest steht, müsse mein Baby nach der Geburt getestet werden oder so (hab nur Bahnhof verstanden) Dann sagte sie irgendwas von dicken Kindern etc. Ich fragte dann: "also lieber nix süßes mehr essen?" und sie: "nein nein, wenns schmeckt, dann iss weiter so" #kratz
Nun bin verwirrt... kann mir jemand helfen?

LG Saskia, die hofft, ihrem Baby nicht geschadet zu haben (27. SSW)

Beitrag von jules-k-77 06.09.08 - 18:28 Uhr

Du kannst einen Diabetestest machen lassen, da musste Blut abgeben und dann eine Zuckerlösung trinken... Frag mal Deine Ärztin. Ansonsten würde ich normal essen, nur vielleicht nicht grad jeden Tag 'ne ganze Tafel Schoki :-)
Gruß Jules

Beitrag von starfire79 06.09.08 - 18:41 Uhr

huhu,

man sagt wenn man zuviel süßes ist dann werden die Babies im Bauch dicker. Ob es stimmt weiß ich nicht.

Ich esse nicht viel süßes in der SS.

Auch wirst Du vielleicht einen Zuckertest machen und wenn der Wert höher ist, wird Dir vom weiter Süß essen abgeraten. Gibt auch welche die auch SS-DIabetis haben dann.


LG Jana 35.ssw

Beitrag von kleinesbambi 06.09.08 - 20:38 Uhr

Ich hab mal in so ner Babyzeitung gelesen, das die Baby´s im Mutterleib quasi schon auf Diabetes und Übergewicht "programmiert" werden und man deswegen das süsse Zeug und so meiden sollte...

Hmm.. ich ess aber auch das, worauf ich Hunger hab.
Hab vor der SS kaum Süsszeug gegessen und tu es jetzt auch nicht

LG
Bambi und Böhnchen 10+0

Beitrag von karbolmaeuschen 06.09.08 - 23:29 Uhr

Liebe Saskia!

Das was Deine Hebamme beunruhigt hat ist, dass Zucker im Urin (bei Dir zweifach positiv, von drei möglichen...) schon ein sehr alarmierendes Zeichen für einen sog Schwangerschaftszucker oder Gestationsdiabetes sein kann...

Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine spezielle Form der Zuckerkrankheit, die sich während einer Schwangerschaft entwickeln kann. Meist tritt sie im letzten Schwangerschaftsdrittel auf und verschwindet unmittelbar nach der Geburt wieder.

Die Krankheit zählt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Sie lässt sich bei etwa ein bis fünf Prozent aller Schwangeren nachweisen. Betroffen sind meist übergewichtige Frauen sowie Schwangere, in deren Familien bereits einmal ein Typ-2- oder sogar Gestationsdiabetes aufgetreten ist.

Neun Prozent der Frauen, die während einer Schwangerschaft an dieser Form des Diabetes leiden, entwickeln in den folgenden Jahren Typ-2-Diabetes.

Die Ursachen des Gestationsdiabetes liegen einerseits an verschiedenen Schwangerschaftshormonen, die den Blutzuckerspiegel erhöhen können (z.B. Östrogen, humanes Plazentalaktogen). Andererseits spielt unausgewogene Ernährung als Ursache eine Rolle. Die Ausschüttung von Insulin erfolgt verzögert und die Empfindlichkeit der Organe für Insulin ist herabgesetzt. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten.

Ein Gestationsdiabetes verläuft meist ohne die typischen Diabetes-Symptome und betrifft eher die kindliche Entwicklung und die Geburt. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte produziert das Ungeborene vermehrt Insulin, wodurch verstärkt Zucker und Fett im Körper gespeichert werden. In der Folge wird das Kind dicker und größer (Makrosomie). Gleichzeitig produziert das Kind mehr Urin, wodurch sich die Fruchtwassermenge erhöht (Hydramnion). So steigt das Risiko für eine Frühgeburt und die Größe des Kindes kann die Geburt erschweren. Frauen mit Gestationsdiabetes werden daher häufiger per Kaiserschnitt oder Saugglocke entbunden. Weil außerdem die Durchblutung des Mutterkuchens und somit die Sauerstoffversorgung des Kindes gestört sein kann, haben die Kinder ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Neugeborenengelbsucht (Ikterus). Außerdem besteht während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Harnwegsinfekte und Bluthochdruck.

Die bisher übliche Urinuntersuchung im Rahmen der Schwangerenvorsorge ist zur Diagnose eines Schwangerschaftsdiabetes zu ungenau. Verschiedene Deshalb wird ein Suchtest bei Schwangeren zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Dabei wird der Frau ein Glukosetrunk mit 50g Glukose verabreicht und eine Stunde später der Blutzucker gemessen. Liegt der Blutzucker über 140mg/dl, besteht der Verdacht auf Gestationsdiabetes und es empfiehlt sich die Durchführung eines Oralen Glukosetoleranztests (OGTT) mit 75g Glucose. Von einem Gestationsdiabetes spricht man, wenn bei 2 oder 3 Kontrollen die Grenzwerte für den Blutzucker überschritten werden.

Siehe auch:
http://www.gestationsdiabetes.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsdiabetes

Lieben Gruß
Silke
exam. Krankenschwester

Ps:
Bei weiteren Fragen schreibe mich gerne an.