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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kk236 06.09.08 - 19:27 Uhr

Hallo,

da ich ja jetzt auch schon fast seit 17. Wochen zu den glücklichen gehöre, die ein kleines Wesen in sich tragen dürfen, stellt sich bei mich langsam die Frage nach einer Hebamme.
Hab da ein kleines Problem: Mein Freund und ich führen momentan arbeitsbedingt eine Wocheendbeziehung, er Berlin ich Rostock. Wir planen das ich zum Anfang meines Mutterschutzes nach Berlin ziehe...
Nun ist für mich die Frage wann, wie und wo finde ich eine Hebamme. Sollt ich mir hier in HRO schon eine suchen oder mich schon mal an eine Hebamme in B wenden, zwecks Anfrage ob die Möglichkeit der Betreuung besteht????????
Bin mir da unschlüssig und man kommt ja auch nicht spontan mit jedem aus. Mit seiner Hebamme sollte man sich doch 100% verstehen.

Vielleicht mach ich mir da auch zuviele Gedanken...

Schon mal im Voraus Danke für die Antworten.
Kati

Beitrag von littlestone 06.09.08 - 20:56 Uhr

Hebammenlisten findest du im Internet, beim Haus der Familie, in den Kliniken oder beim FA.

Hatte selber eine Beleghebamme und mich da bereits im 4. Monat angemeldet.

Beitrag von karbolmaeuschen 06.09.08 - 23:07 Uhr

Liebe Kati!

Kommt darauf an, was Du von einer Hebi erwartest...

Grundsätzlich wird Dir die Hebi ab Schwangerschaftsbeginn voll von Deiner Krankenkasse bezahlt. Einfach Chipkarte mitnehmen...

Zu den Berufsaufgaben der Hebammen gehört insbesondere die Ausübung der folgenden Tätigkeiten in eigener Verantwortung:

1. in Fragen der Familienplanung aufzuklären und zu beraten,
2. festzustellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt, die Schwangerschaft zu beobachten, die zur Beobachtung des Verlaufs einer normalen Schwangerschaft notwendigen Untersuchungen und Blutentnahmen durchzuführen und bei Beschwerden während des Schwangerschaftsverlaufs Hilfe zu leisten; Nummer 7 bleibt unberührt,
3. über die Untersuchungsmöglichkeiten aufzuklären, die für eine möglichst frühzeitige Feststellung einer Risikoschwangerschaft notwendig sind, und gegenüber der Schwangeren auf die Inanspruchnahme solcher Untersuchungen hinzuwirken,
4. die werdenden Eltern auf die Elternschaft und die Geburt vorzubereiten und sie in Fragen der Hygiene und Ernährung der Schwangeren, der Mutter und des Kindes zu beraten,
5. die Gebärende während der Geburt zu betreuen und das Kind in der Gebärmutter mit anerkannten Verfahren, auch mit Hilfe technischer Mittel, zu überwachen,
6. Geburten durchzuführen sowie einen erforderlichen Scheidendammschnitt auszuführen und zu nähen und einen unkomplizierten Dammriss zu nähen; Nummer 7 bleibt unberührt,
7. bei der Schwangeren, bei der Gebärenden, bei der Wöchnerin oder beim Kind Anzeichen zu erkennen, die ein ärztliches Eingreifen erforderlich machen, und im Bedarfsfall darauf hinzuwirken, dass ärztliche Hilfe hinzugezogen wird,
8. im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett bei ärztlichen Maßnahmen Hilfe zu leisten und bei fehlender ärztlicher Hilfe die notwendigen Maßnahmen selbst zu ergreifen, zum Beispiel die Plazenta manuell abzulösen und anschließend die Gebärmutter manuell zu untersuchen,
9. das Neugeborene in den ersten zehn Tagen nach der Geburt, erforderlichenfalls länger, zu untersuchen, zu überwachen und zu pflegen, Prophylaxe-Maßnahmen durchzuführen, dem Neugeborenen Blut für Untersuchungen abzunehmen und gegenüber den Sorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen hinzuwirken,
10. in Notfällen Rettungsmaßnahmen, zum Beispiel zur sofortigen Wiederbelebung des Neugeborenen durchzuführen,
11. die Wöchnerin zu pflegen sowie den gesundheitlichen Zustand der Mutter zu überwachen und Maßnahmen zur Förderung der Rückbildung durchzuführen,
12. Mütter über die Ernährung und Pflege des Neugeborenen, insbesondere das Stillen, zu beraten und sie beim Stillen anzuleiten,
13. bei der Geburtshilfe und der Wochen- und Neugeborenenpflege Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen zu treffen und auf die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut hinzuweisen,
14. ärztlich verordnete Behandlungen der Schwangeren, der Mutter und des Neugeborenen durchzuführen und
15. Bescheinigungen über Schwangerschaft, Geburt und das Stillen auszustellen.

Also Alles, ohne einen Arzt zu fragen.

Eine Hebi darf also alles, was ein Arzt auch darf, ausser operative Eingriffe unter der Geburt durchführen und Ultraschallkontrollen.
Jedoch sind die einzelnen Leistungen der Hebis unterschiedlich: die eine macht Akupunktur, die andere nicht...

Du kannst also alle Vorsorgeuntersuchungen (ausser die 3 Ultraschalls) von einer Hebi machen lassen.

Zudem darf eine Hebi eine Geburt ohne Arzt durchführen, ein Arzt aber nie ohne Hebamme!!!

Wann sollte man mit der Suche anfangen?

Frühzeitig! Bei mir in der 7.ssw!
Habe inzwischen 3 Hebammen:

1. Eine wegen Übelkeit, Erbrechen, Ischiasbeschwerden und Sodbrennen die Akupunktur macht und mich Homöopathisch betreut.
2. Die zweite macht die Vorsorgen bei mir, da das die erste nicht macht (die zweite macht aber keine Akupunktur)
3. Und die dritte macht den Wassergymnastikkurs in der Schwangerschaft.

Wenn Du alle Vorsorgeuntersuchungen von Deinem Frauenarzt machen lassen möchtest, brauchst Du die Hebamme eigentlich erst kurz vor der Geburt. Aber, Du solltest rechtzeitig schauen, da sie anfangs noch nicht ausgebucht sind. Und, ob sie Dir gefällt!
Wenn es nicht harmoniert, such Dir eine andere.

So, nun zu Deiner Frage:
<<Nun ist für mich die Frage wann, wie und wo finde ich eine Hebamme. Sollt ich mir hier in HRO schon eine suchen oder mich schon mal an eine Hebamme in B wenden, zwecks Anfrage ob die Möglichkeit der Betreuung besteht???????? >>

Wenn Du die Vorsorgen bei einer Hebi machen lassen möchtest, oder Schwangerschaftsbeschwerden hast, solltest Du Dir 2 Hebammen suchen.
Eine in Rostock und eine in Berlin.

Da Hebammen auch am Wochenende arbeiten, mach einfach einen Termin mit einer in Berlin aus, die Du Dir am Wochenende anschaust.

Man ruft einfach eine in der Nähe an und vereinbart ein Beratungsgespräch.
Hebammen findest Du in den gelben Seiten im Telefonbuch und auf http://www.hebammensuche.de/


So, etwas lang, aber informativ.

Hoffe Dir geholfen zu haben.
Gruß Silke

Beitrag von kk236 07.09.08 - 10:43 Uhr

Danke dir... das war echt informativ.

Ich werd dann glaub ich mir eine in Berlin suchen, da ich so keine weitern Beschwerden habe und alles mit meinem FA besprechen kann... der kennt schließlich auch meine Zipperleinchen.

Sobald definitiv feststeht in welche Gegend geht es los, Wohnungen müssen wir uns ja auch am WE anschaun.

Kati