ss-diabetis (heute festgestellt)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von leniepch 06.09.08 - 20:09 Uhr

hey ihr!
ich hatte vorletzte woche schon mal deswegen geschrieben. da war nämlich mein erste diabetistest. der wert war erhöht und heute wurde dann der 2. test gemacht. ich war zwar noch guter hoffnung, daß es beim ersten mal nur ein ausrutscher war, aber leider hat sich der verdacht bestätigt.
ich war erstmal platt und nachdem mein fa mich aufgeklärt hat auch gleich voller sorge. eine unerkannte ss-diabetis kann ja sogar zum kindstode im mutterleib führen. als er mir das so um die ohren haute, hab ich erstmal geschluckt.
nun bin ich total ratlos. am montag muß ich zum internisten und dann werde ich mit ernährung und überwachung eingestellt.
aber ich trau mich jetzt, kaum was zu essen. überall sind kohlenhydrate, zucker und fruchtzucker drin. dabei hab ich solchen hunger.
es ist zum #heul!!!
dann bin ich so gespannt, was der internist sagt, ob ich vielleicht sogar spritzen muß. und vor allem, wie mein ernährungsplan für die nächsten 10 wochen aussieht.
ich hoffe natürlich, daß meine kleine martha das alles gut übersteht und kein schaden davonträgt. ich würde gern spontan und vaginal entbinden, aber das ist nun alles nicht mehr sicher!
wer kennt sich aus und kann mir etwas darüber berichten?

lg
madlen (30.ssw)

Beitrag von ta.mira 06.09.08 - 20:16 Uhr

ersteinmal keine panik!
das ein kind die ss-diabetes nicht übersteht ist sehr sehr selten!

klar die meisten lebensmittel haben kh aber du darfst die ja auch essen! du reduzierst sie "nur" von 60 auf 50% des tagesbedarfs. und bei mir sind das ca 220g reine kh.

halt dich an lebensmittel die nicht kh reich sind oder eben vollkorn sind.
(z.b. esse ich zur zeit sehr gerne omelettes denn ei, salami und käse haben kaum kh)

Beitrag von luri77 06.09.08 - 20:18 Uhr

Hallo madlen,
bei mir wurde vor etwa 3 Wochen SS-Diabetes festgestellt und ich muss sagen , dass alles nicht so wild ist, wie es sich anhört.
Bei der Diätberatung im Krankenhaus wurde ich gut aufgeklärt und wir haben einen Ernährungsplan, der täglich 16 Broteinheiten umfasst, zusammengestellt. Sie hat mich genau informiert, was ich essen sollte und was nicht und wie viel.
Dann hat mich die FÄ doch noch zu einem Internisten, bzw. Diabetologen geschickt, zu dem ich jede Woche hin sollte. Da gab es nochmals Aufklärung und ein Messgerät. Ich sollte neunmal am Tag den BZ-Wert messen und jede Woche zum Kontrollieren kommen.
Da meine Werte aber durch die Nahrungsumstellung so gut waren, muss ich nur noch sechs mal messen und alle zwei Wochen zur Kontrolle.
Käse, Wurst, Gemüse (ausser Kartoffeln und Mais) kannst Du z.B. normal essen, Nudeln, Reis u.ä. in Maßen, Vollkornbrot ist besser als Graubrot, Obst in Maßen, hm, das so als "Erste-Hilfe-Tip" ;)
Kannst mich gerne über VK anschreiben, wenn Du noch mehr wissen möchtest.
LG,
luri

Beitrag von 29.05.06 06.09.08 - 20:27 Uhr

Hallo,

ich kann deine Ängste gut verstehen.
Bei meiner ersten Schwangerschaft wurde auch SS-Diabetes festgestellt.
Bei mir reichte eine Ernährungsumstellung aus. Ich brauchte keinerlei Medikamente nehmen. Mußte nur 4x am Tag meinen Blutzucker messen.
Mein Sohn kam bei ET - 3 ganz spontan mit einem Gewicht von 3800 g und 53 cm auf die Welt. SS-Diabetes ist kein Grund nicht spontan vaginal entbinden zu können.
Du siehst also, wenn alles gut eingestellt ist und eine engmaschige Überwachung (mußte alle 2 Wochen zur Kontrolle in die Diabetesambulanz) vorhanden ist, kannst du von einer ganz normal verlaufenden Schwangerschaft ausgehen. Die Ärzte müssen halt über den schlimmstmöglichen Verlauf aufklären.
Mach dich nicht verrückt und denk positiv !
Bei meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich übrigens kein SS-Diabetes.

LG und eine schöne Restkugelzeit wünsche ich dir.
Kathrin mit Janik und Lukas

Beitrag von muehlie 07.09.08 - 01:34 Uhr

Hallo Madlen,

wie dein Arzt schon sagte, kann ein UNERKANNTER Diabetes zum Kindstod im Mutterleib führen. Dein Diabetes ist aber nun erkannt und wird jetzt auch behandelt, also kannst du dich durchaus beruhigen.

Leider ist es im Moment noch so, dass viele Frauen (und auch viele FÄ) das Thema Gestationsdiabetes immer noch auf die leichte Schulter nehmen. Auch hier im Forum sind ja viele immer noch der Meinung, dass man sich erst testen lassen muss, wenn bereits irgendwelche Auffälligkeiten sichtbar sind. Vielleicht hat auch dein Arzt reichlich Erfahrungen mit Frauen, die eine eher laxe Einstellung haben, gemacht. Daher haut er den Frauen jetzt die schlimmstmögliche Konsequenz um die Ohren, damit diese aufwachen (auch wenn's in deinem Fall vielleicht nicht nötig war).

Halte dich an den Ernährungsplan und spritze, wenn's sein muss, Insulin. In den meisten Fällen ist der Spuk nach der Entbindung vorbei.

LG
Claudia