Beißt (noch ohne Zähne) und kriegt scheinbar nicht genug - Hilfe!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von ela-ol 06.09.08 - 20:46 Uhr

Nabend!

Ich möchte mein Problem schildern und bitte allerdings darum, keinerlei Antworten zu erhalten wie z. B. "Du MUSST mind. 6 Monate stillen" o. ä.. Das nervt hier nämlich ein wenig... :-p

So - nun zum Wesentlichen! Paul ist bald 5 Monate alt und wird voll gestillt. Neuerdings meint er allerdings den Kopf beim Stillen runterzuziehen und mit den seitlichen Kiefern auf der Brustwarze rumzubeissen. Ist natürlich super-unangenehm!

Normalerweise hat er immer nur 1 Seite getrunken, die Milch floss förmlich und er war danach satt. Nun seh ich in den Mundwinkeln gar keine Milch mehr und nach 1 Brust gibts Geschrei, die 2. Seite wird gierig angenommen und auch manchmal hiernach ist er noch unzufrieden.

Normalerweise geht er ca. 20 Uhr ins Bett und bis 4/5 Uhr haben wir Ruhe. Nun gehts schon um Mitternacht los...

Ich habe nun in Anbetracht der Gesamtsituation die Befürchtung, dass er nicht mehr genug bekommt. Dazu muss ich noch schreiben, dass er ziemlich kräftig ist (nicht dick), wiegt über 8kg und ist 66 cm groß, liegt auf jedem Fall deutlich über dem Durchschnitt.
Kann es sein, dass er mehr braucht?

Habe zwischendurch mal probiert, für den Notfall die Flasche zu nehmen, die verweigert er aber. Ich spiele nun mit dem Gedanken, mit Beikost langsam anzufangen und auf Flasche umzusteigen weil ich mit den Nerven langsam am Ende bin. So habe ich echt keine Lust mehr aufs Stillen - sorry, aber ich liebe meinen Sohn und bin definitiv keine schlechte Mutter, für alle die, die mich jetzt steinigen möchten!

Kurz gefragt, kann sein Verhalten ein Zeichen für unzureichende Nahrung sein? Könnte es sinnvoll sein, auf gehaltvollerer Nahrung (Beikost, 1er/2er-Milch) umzusteigen?

Ups - ist jetzt echt lang geworden aber ich lege Wert darauf, dass ich verstanden werde und es nicht zu Missverständnissen kommt.
So - und nun hoffe ich auf viele viele Antworten

Lieben Gruß und schönen Abend noch
Ela-Ol

Beitrag von nic1979 06.09.08 - 21:05 Uhr

Hi Ela,
Es kann schon möglich sein, das Dein Kleiner Mann vielleicht eine andere nahrung braucht;
mhhhhhh ich sage es jetzt einfach mal probier es mit der Beikost aus und nimm dann ne 1er Milch dazu...aber am besten wird dich da der KiA beraten können. Schilder ihm doch einfach die Situation und erklär ihm das Du mit den Nerven am Ende Deiner Kräfte bist.

Ich denke es muss jeder für sich selber entscheiden ob er abstillen möchte oder nicht.Ich selber habe nicht gestillt,und bin auch schon zeitig mit Beikost angefangen in Absprache mit dem KiA. Deswegen ist man mit Sicherheit keine schlechte Mutter. Auch wenn man hier immer wieder liest wie wichtig es doch ist das das Kind Muttermilch bekommt und Mütter die die Flasche geben "schlechte Mütter" sind....bla bla bla...ich kanns nicht mehr hören...ehrlich...so nun genug gemeckert...

Aber wie schon oben geschrieben, solltest Du am besten Kontakt mit Deinem KiA aufnehmen und es mit ihm besprechen.

Ich weiß jetzt nicht recht ob meine Antwort Dir weiterhilft. Trotzdem eine ruhigr nacht und noch einen schönen Abend,
wünscht Nicole

Beitrag von melaena 06.09.08 - 21:06 Uhr

"Habe zwischendurch mal probiert, für den Notfall die Flasche zu nehmen, die verweigert er aber."

"mit Beikost langsam anzufangen und auf Flasche umzusteigen weil ich mit den Nerven langsam am Ende bin."

Na wie denn jetzt? Wenn er die Flasche verweigert, kannst Du ja schwer darauf umstellen. Oder habe ich jetzt einen Denkfehler.

Dass er auf der Brust "rumbeisst" ist kein Beikostzeichen, vielmehr eine Phase, die sicher jede kennt, die stillt.
Dass sich der Stillrhythmus immer mal wieder verändert ist auch normal, die vielgefürchteten Wachstumsschübe lassen grüßen ;-)
Das nervt und tut sicher auch mal weh, wäre für mich speziell aber kein Grund abzustillen (v.a. -entschuldige- nicht vor dem 6. Monat).

Wenn es Dir aber zu viel wird, dann würde ich versuchen auf Flasche umzustellen, und zwar auf Pre, weil dann der Sprung nicht ganz so groß ist.

Beitrag von schnaki1 06.09.08 - 21:22 Uhr

Hallo,

mal eine ganz pragmatische Antwort von einer nicht stillenden Mutter::-p

Also, ich stell mir das furchtbar schmerzhaft für dich vor und hätte wohl an deiner Stelle auch wenig Lust drauf.
Mit fast 5 Monaten sind sie ja noch klein, aber zeigt er denn schon Beikostreife?
Mein Hannes ist auch so ein Brocken, 5,5 Monate, etwas mehr als 8 kg und 68 cm und er hat schon mit 4,5 Monaten versucht mir alles vom Mund zu gucken, Milchpulle raus, wenn er gesehen hat, das andere was besseres haben usw.
Damit hat er mir Beikostreife gezeigt und ich musste mich trotzdem nochmal schlau googeln wegen erhöhter Allergiegefahr, habe ihm dann aber letztendlich doch seinen heißersehnten Brei gegeben.
Von daher dürfte Beikoststart zwar früh, aber nicht undenkbar sein (wenn er denn Interesse zeigt).

Allerdings hab ich beim Lesen deines Threads eher ans Zahnen gedacht.
Hannes zahnt im Moment auch sehr extrem und nimmt beim Trinken den Sauger auch immer so seitlich in den Mund und kaut drauf rum, da ist dann an trinken auch nicht wirklich zu denken.
Sprich: häufiger kleinere Portionen füttern, alles mit weinen und nörgeln verbunden.
Könnte es auch das sein?
Dann schlafen sie ja auch oft schlechter und kommen nachts öfter.
Hört sich jedenfalls nicht so an, als ob er nicht satt wird, finde ich.
Und wenn er die Flasche nicht nimmt, ist es die große Frage, ob du mit den Nerven dann nicht noch mehr runter bist, wenn du das jetzt ausdauernd versuchst und ihm die Brust verweigerst?#kratz
Hast du denn schon Stillhütchen versucht?

Wie gesagt, wenn du das Gefühl hast, er will Brei, dann finde ich nichts verwerfliches dran, wenn du ihm den fütterst, wenn du abstillen willst, dann tu es und lass dir nicht reinreden, aber wenn du nicht so genau weißt, dann versuch doch lieber Hütchen oder hoffe auf eine Phase oder einen Schub und das es schnell vorbei geht...
Wer dich hier verurteilt, der ist eben doof, muss doch jeder selbst wissen, wie lange er stillen möchte.

LG,
Andrea, die auch schon einen "großen" Paul hat (3,5 J.)

Beitrag von hondalogo 06.09.08 - 21:27 Uhr

Ich würde schonmal mit dem Brei, eingeweichten Zwieback... beginnen, mit Tee (ungesüßst) zufüttern und soweit wie es geht stillen(damit du durchschlafen kannst). Wenn der Kleine richtig Hunger hat, dann trinkt er die Milch auch aus der Flasche, falls du deine Brust auch mal ne Pause gönnen möchtest.

Zufüttern kann man meines Wissens schon ab den vierten Monat.

Im Zweifelsfall einfachmal die Hebamme fragen, bzw. ihr mal das Verhalten deines kleinen Knabberer zu zeigen. :-D