Heilärztin Diagnose Borreliose

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von schuetzin11 06.09.08 - 21:15 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann (früher Fussballer) kann seit ca. 1,5 Jahren seinem Hobby nicht mehr nach gehen, weil er immer starke Schmerzen in den Gelenken bekommt, und seine Muskeln auch im ruhestand Steinhart sind. Er war auch schon bei 1 Mio. Ärzten, Physiotherapeuten, Orthopäden, aber niemand hat was gefunden.

Jetzt war er bei einer Heilpraktikerin, und diese hat eine Vollblutanalyse bei ihm durchgeführt. Ergebniss: Borreliose. Sie hat ihm dann irgendso ein Wisch gegeben, dass er Tabletten für 55,00 € aus Spanien bestellen soll. Im Internet habe ich aber gelesen, dass dagegen nur ein Antibiotka hilft.

Ich habe Angst, dass wenn das nicht richtig behandelt wird, folgeschäden bleiben (die ihm bei der Arbeit ja auch behindern als Handwerker).

Hat jemand schon mal Erfahrungen gehabt mit Borreliose? Sollte mein Mann doch nochmal zum Arzt und ihm das so erklären? Er will nämlich nicht, er meinte keiner der Ärzte hätten seine Krankheit erkannt, also vertraut er auf Ihre Behandlung.

Sorry, wurde jetzt doch länger als gewollt!

Beitrag von melaena 06.09.08 - 21:26 Uhr

Aber flott zum Arzt mit Ihm!
Wenn er wirklich Borreliose hat muß das vernünftig(!!) antibiotisch behandelt werden. Das kann schlimm enden, wenn nicht!

Er sollte also -Widerwillen hin oder her- noch einmal testen lassen, wenn sich der Verdacht bestätigt führt an der Schulmedizin nichts vorbei, wenn Ihm was an einem normalen Leben liegt. (um es mal dramatisch zu formulieren)

Die Frau Heilpraktikerin würde ich anzeigen. Das ist ja gefährlich, was die da macht! Man sollte sich immer bewusst machen, dass solche Leute lediglich einen Hauptschulabschluß vorweisen müssen und dann nach ablegen einer lächerlichen, noch nicht einmal bundeseinheitlich geregelten Prüfung "praktizieren" dürfen! Keine Ausbildung, nix!

Beitrag von jsteinba 06.09.08 - 21:35 Uhr

Bitte gehe noch mal zu einer "richtigen" Ärztin. Meine Hausärztin ist sehr alternativ eingestellt und verschreibt nur ungerne Antibiotika. Eine der Sache, wo sie sofort Antibiotika verschreibt ist Borreliose.

Gruß Julia

Beitrag von schuetzin11 06.09.08 - 21:47 Uhr

Danke für die schnellen Antworten!

Ich werde ihn gleich am Montag nochmal zum Arzt schicken, damit dieser nochmal einen Bluttest macht und dementsprechend das richtige verschreibt.

Vielen Dank für eure Bestätigung!

Beitrag von pechawa 07.09.08 - 10:39 Uhr

Hallo,

suche dir einen Arzt, der gleichzeitig auch Heilpraktiker ist. Borrelien werden vom Arzt immer mit Antibiotika behandelt. Wenn die Erkrankung allerdings länger zurück liegt, greift das Medikament nicht immer an allen Orten und es bleiben Erreger zurück und diese werden dann leider auch nicht immer im Blut nachgewiesen. Diese Menschen sind dann lt. Arzt gesund, in Wirklichkeit aber nicht und quälen sich weiter. Ein Heilpraktiker mit Fachkenntnissen weiß dann, was zu machen ist,

lG Pechawa

Beitrag von melaena 07.09.08 - 10:46 Uhr

Wie kommst Du denn auf sowas?
Und was genau, wenn ich fragen darf, ist denn dann zu machen?

Beitrag von pechawa 07.09.08 - 11:28 Uhr

Jeder gute Heilpraktiker und klassischer Homöopath verfügt über Behandlungsmethoden (u.a. Imunsystem aufbauend), die im Falle einer nicht erfolgreichen Antibiotikabehandlung greifen - Adressen findet man hier:
http://www.vkhd.de/
Schön, wenn der Patient sich nach einer Antibiotikabehandlung besser fühlt und es auch so bleibt. Bei unerklärlichen Beschwerden danach sollte man am Ball bleiben und gerade die Borreliose nicht auf die leichte Schulter nehmen!

LG Pechawa

Beitrag von melaena 07.09.08 - 12:14 Uhr

Genau. Man sollte am Ball bleiben und zu einem Arzt gehen, nicht zu einem dieser unerträglichen Scharlatane, die sich mit Kügelchen und co gesundstoßen wollen.

Beitrag von heffi19 07.09.08 - 11:01 Uhr

Blödfug!

Es werden doch gar nicht die Erreger im Blut gesucht, sondern die Antikörper. Es besteht die Gefahr, dass man bei einer frischen, aktiven Borreliose keine Antikörper findet, deswegen sollte man bei dem Verdacht auf Borreliose gleich Antibiotika verschreiben und den Bluttest später machen.

Mittlerweile werden 3 versch. Tests mit dem gleichen Blut durchgeführt, um das Ergebnis abzusichern.