Anti-Diskriminierungsgesetz Wohnungssuche Familien

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Beitrag von wolkiga 06.09.08 - 22:06 Uhr

Hallo,

Ich lese bei Annoncen manchmal wortwörtlich, dass nur Ehepaare ohne Kinder als Mieter gewünscht sind.

Ist diese Aussage theoretisch anzeigbar? Welche Konsequenz wurde sich für den, der die Annonce aufgegeben hat (Makler oder Wohnungsinhaber) ergeben?

Grüße

Beitrag von buzzfuzz 06.09.08 - 22:18 Uhr

warum möchtest du sowas anzeigen? Es gibt nunmal häuser in denen es keine Kinder gibt,zum beispiel weil alles ältere menschen in diesem haus wohnene. Was soll daran Diskriminierend sein? Nur weil der vermieter keine Kinder im haus haben möchte?

Beitrag von melaena 06.09.08 - 22:28 Uhr

kopiere mal aus wikipedia:

"Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Benachteilungen nur, soweit sie an eines der folgenden personenbezogenen Merkmale anknüpfen:

* Rasse und ethnische Herkunft,
* Geschlecht
* Religion und Weltanschauung,
* Behinderung
* Alter (jedes Lebensalter)
* sexuelle Identität"

http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz

Kinder haben oder nicht ist keines der genannten Merkmale.
Anzeigen kann man also solche Vermieter nicht.
Letztlich ist es doch auch für Familien nicht gerade interessant oder gar erstrebenswert, in einem Haus zu wohnen, in dem Kinder nicht erwünscht sind.

Beitrag von mamastern77 06.09.08 - 22:31 Uhr

Kinder haben ein Alter und werden wegen diesem diskriminiert. Also erfüllen sie sehr wohl einen Punkt.

ABER ich finde es ne Frechheit, dass man Leute anzeigen will, nur weil sie sich selber aussuchen wollen, wer oder was in ihr Eigentum einzieht!

Beitrag von buzzfuzz 06.09.08 - 22:33 Uhr

ABER ich finde es ne Frechheit, dass man Leute anzeigen will, nur weil sie sich selber aussuchen wollen, wer oder was in ihr Eigentum einzieht!< stimmt,will nicht wissen nach welchen kriterien so manche die sich über sowas aufregen,ihre mieter aussuchen würden,wenn sie eigentum vermieten würden.
Diana

Beitrag von melaena 06.09.08 - 22:35 Uhr

Die Kinder sind aber nicht der Mieter. Also werden sie auch nicht diskriminiert!#aha

Die Vertragspartner, also die Eltern, erfüllen keines der personenbezogenen Merkmale.

Beitrag von oberhuhnprillan 07.09.08 - 12:36 Uhr

„Kinder haben oder nicht ist keines der genannten Merkmale. ”


Stimmt! Das Gesetzt gibt das nicht her ...



„Letztlich ist es doch auch für Familien nicht gerade interessant oder gar erstrebenswert, in einem Haus zu wohnen, in dem Kinder nicht erwünscht sind. ”

Das kann doch aber kein Argument sein. Schließlich ist es ann auch für Moslems nicht erstrebenswert, in einem Haus zu wohnen, in dem Moslems nicht erwünscht sind; für Schwule nicht erstrebenswert, in einem Haus zu wohnen, in dem Schwule nicht erwünscht sind; für Männer nicht erstrebenswert, in einem Haus zu wohnen, in dem Männer nicht erwünscht sind usw.

Beitrag von melaena 07.09.08 - 13:32 Uhr

Na aber genauso ist es doch.

Ein Homosexueller wird sich in einem schwulenfeindlichen Haus genauso wenig wohlfühlen, wie eine Familie in einem kinderfeindlichen Haus.

Das heißt ja im Umkehrschluss nicht, dass es in Ordnung ist, Kinder Homosexuelle oder wen auch immer auszugrenzen. Mir ging es nur um das Resultat. Und das stelle ich mir eher ungemütlich vor.

Beitrag von sandra7.12.75 06.09.08 - 22:43 Uhr

Hallo

Selbst wenn Du mit einer Anzeige durchkommen würdest,hättest Du ein schwieriges Leben in dem Haus.
Warum immer gleich eine Anzeige???#kratz
Gibt es bei euch sowenig Wohnungen???
Ich finde das Vermieter sich ja wohl ihre Mieter aussuchen dürfen.

lg

Beitrag von sanny27 06.09.08 - 23:25 Uhr

Na siehst doch selbst nun das teilweise nur schwachsinnige Antworten gegeben werden hier.

Ein Widerspruch an sich .

lg

Beitrag von setija13 06.09.08 - 23:36 Uhr

leider kann ich es nachvollziehen, warum manche vermieter keine kinder im haus haben wollen. mein bruder und seine frau haben von ihren eltern ein haus bekommen das zuvor an eine 5-köpfige familie vermietet war. nach nur 5 jahren haben sie es geschafft aus einem haus , das nur 1o jahre alt ist eine einzige ruine zu machen. türen, treppen, armaturen, parkett und fliesen. nichts in dem haus war noch irgendwie verwendbar. du glaubst doch nicht, dass jemand , der solche mieter hatte nocheoinmal kinder in sein haus lässt.
wir haben selbst 3 kinder. aber manchmal kann ich vermieter verstehen wenn sie lieber einen hund nehmen würden.
gruß petra

Beitrag von angel2 07.09.08 - 15:42 Uhr

Hallo

Ich lese gerade das die Mieter bei euch das Haus total verwohnt haben. Das muss aber nicht an Kindern liegen. Bei uns haben die Mieter noch 2 Jahre gewohnt nachdem alles renoviert wurde und die mittlerweile erwachsenen Kinder haben dort auch innerhalb von einem Jahr ziemlich viel mist gebaut.

Solche Mietnomaden gibt es mit und ohne Kinder!!

Gruß Angel

Beitrag von radoki 07.09.08 - 07:53 Uhr

das ist nur diskriminierend, wenn der Vermieter selbst nicht mit im gleichen Haus wohnt. Wohnt der Vermieter im gleichen Haus, darf er sich seine Mieter nach seinen Kriterien aussuchen- wohnt er nicht im gleichen Haus wäre es theoretisch anzeigbar.

Beitrag von phoe-nix 07.09.08 - 09:51 Uhr

Der Vermieter darf sich grundsätzlich seine Mieter nach eigenen Kriterien aussuchen.....

Beitrag von gaeltarra 07.09.08 - 11:14 Uhr

Hi,

wo seht das? Ein Vermieter kann sich seine Mieter nach SEINEM Gutdünken aussuchen. Allerdings sind Fragen nach Schwangerschaft, Kinderwunsch usw. nicht erlaubt bzw. dürfen falsch beantwortet werden - habe ich zumindest so mal gelesen.

LG
Gael

Beitrag von ca2005 07.09.08 - 12:50 Uhr

Es ist schon noch so dass der EIGENTÜMER einer Liegenschaft den Mieter aussuchen darf, egal ob er dort wohnt oder nicht...wenn er nur an punks vermieten will kann er das machen , wenn er nur an christen oder nur an moslems vermieten will ebenso etc...

Beitrag von radoki 07.09.08 - 16:51 Uhr

o.k.- das von mir beschriebene Procedere gilt für Nachmieter, die vom vorherigen Bewohner ausgesucht werden. Da ist es in der Tat so, wie ich beschrieben habe, dass es einen Unterschied macht, ob der Vermieter mit im gleichen Haus wohnt oder nicht. Fragt mal beim Mieterschutzbund nach.

Beitrag von gaeltarra 07.09.08 - 11:28 Uhr

Hi,

nein, dies ist nicht anzeigbar.

Ich verstehe solche Vermieter durchaus. Und möchte mit Kindern nicht unbedingt in einem Haus wohnen, wo sich die anderen Mieter durch Kindergeschrei, -gehüppfe usw. gestört fühlen - das würde ich nämlich auch, wenn ich abends erschöpft von der Arbeit heim komme und einfach meine Ruhe möchte bzw. wenn ich älter bin. Wenn man sich nämlich genau aus dem Grund ein spezielles Haus ausgesucht hat, nämlich eines ohne Kinder, ist es mehr als ärgerlich, wenn dann eine Familie mit Kindern dort einzieht. Hinzu kommt, dass Kinder halt nun doch das eine oder andere kaputt machen - manche sehr viel (was aber an den Eltern liegt). Und es ist der Vermieter, der alles wieder auf Vordermann bringen muss und Handwerkerkosten sind nicht besonders günstig, da sind rasch ein paar tausend Euro beisammen. Wenn der Vermieter diesbezüglich schon mal schlechte Erfahrungen sammeln durfte, wird er nie wieder eine Familie mit Kind/ern nehmen! Und Schuld ist nicht der Vermieter, sondern die Eltern - welche Nachmietern mit Kindern damit einen Bärendienst erweisen.

Ich finde es daher durchaus legitim und vollkommen in Ordnung, wenn der Vermieter bereits in seiner Anzeige darauf hinweist, dass er keine Familie mit Kindern möchte bzw. z. B. nur "an ältere Ehepaare" vermietet u. ä. Es ist schließlich sein Eigentum, das er zur Verfügung stellt - wenn auch nicht unentgeltlich. Trotzdem hat man mit fremden Eigentum pfleglich umzugehen.

LG
Gael

Beitrag von ca2005 07.09.08 - 12:48 Uhr

Hallo
Ist dir etwa lieber dass der Vermieter nichts hineinschreibt, du dir die wohnung ansiehst und ev hoffnungen machst und dann aber erfährst dass du die wohnung nicht bekommst? Du hast du zeit und mühe investiert.-und aber so weißt du dass du dir die wohnung garnicht ansehen mußt.-.-und Gott sei dank ist es noch immer so dass man mehr oder weniger an den vermieten kann an den man will....
LG

Beitrag von wasteline 07.09.08 - 20:08 Uhr

Siehe es doch mal aus dieser Warte: eine Familie mit Kindern erspart sich einen Besichtigungstermin und eine Enttäuschung.

Würde der Vermieter die Wohnungsannonce nicht so formulieren, kämen Familien mit Kindern zur Besichtigung und müssten eine Abfuhr hinnehmen. Dann ist es doch besser, dass gleich mit offenen Karten gespielt wird.