HCG bei 4000 und nix auf dem US-Bild?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von schroedi76 06.09.08 - 22:50 Uhr

Hallo,

ich habe letzten So. positiv getestet, am Mo. war ich bei der FÄ, nix auf dem US zu sehen. Also wurde Blut abgenommen und HCG-Wert bestimmt. Lag bei 1.300. Wurde am do. zur Kontrolle einbestellt, wieder nix auf dem US, also wieder HCG-Wert bestimmt, lag bei 4.300. Ich lese oft, dass ab HCG 1500 was auf dem Ultraschall zu sehen sein müsste, ansonsten bestünde Gefahr einer nicht intakten SS. Ist das so? Hat jemand andere Erfahrungen?

Danke für eure Hilfe!

VG
Nadine

Beitrag von ydarkangely 07.09.08 - 04:07 Uhr

Hallo Nadine,

ich hab nicht besonders viel Ahnung, vielleicht wiederlegt das was ich schreibe ja auch jemand....

Ich würde darauf tippen, dass deine SS nicht intakt ist und würde da sogar evtl. an einer Eileiterschwangerschaft denken. Hat deine FÄin danach mal geschallt? Ich hoffe ja, denn wenn es so wäre (nicht muss!), dann kann es gefährlich werden.

Ich hoffe natürlich das Beste und drücke ganz fest die Daumen! Ich weiss ja leider wie es ist ein Kind zu verlieren :-(, aber wenigstens habe ich noch meinen Sohn...

Liebe Grüsse

ydarkangely

mit ihrem Sohn an der Hand und #stern im Herzen

Beitrag von schroedi76 07.09.08 - 09:33 Uhr

Hallo ydarkangely,

danke für deine Antwort. Das hatte ich nicht dazu geschrieben, um das Posting nicht so verwirrend zu machen. ich wurde am Do. mit Verdacht auf Eileiterschwangerschaft ins KH überwiesen, am Fr. dann die Bauchspiegelung, aber ohne Befund (zum Glück, denn damit wäre ich weniger klar gekommen als mit einer nicht intakten Schwangerschaft). Am Sa. hat der diensthabende Arzt beim Entlassungs-US dann vermutet, doch eine Fruchthöhle in der Gebärmutter zu entdecken. Da war der HCG-Wert bei 6.300 und er konnte es kaum auf dem US erkennen. Da ist sicher was nicht in Ordnung. Ich bin nur total verwirrt, weil drei Ärzte unabhängig die SS abgeschrieben haben und er der Einzige ist, der für "abwarten" plädiert... Aber allein von dem, was ich hier überall lese bin ich fast überzeugt, dass das alles nicht normal abläuft...

Viele Grüße und noch mal danke für die Antwort!

Nadine

Beitrag von redsea 07.09.08 - 09:43 Uhr

Grunstäzlich müsste man bei 1.500 HCG was am Ultraschall sehen. Der HCG-Wert sollte sich alle zwei Tage verdoppeln. Wenn sich das HCG wesentlich weniger schnell verdoppelt, ist das ein Anzeichen auf eine nicht intakte SSW.
Eine Schwangerausschaft außerhalb der Gebärmutter ist nicht so einfach zu diagnostizieren. Neben den Eileiter kann sich die Schwangerschaft auch in der Bauchhöle oder im Gebärmutterhals angesiedelt haben.

Es kommt aber auch vor, zwar selten aber doch, dass es sich um einen "Eckenhocker" handelt. Dh das er sich zwar in der Gebärmutter angesiedelt hat, aber so versteckt, dass man ihn erst spät sieht.

Und bei der Bauchspiegelung waren die beiden Eleiter definitiv in Ordnung, keine Auffälligkeiten? Was hat man bei der BS noch untersucht?

Unterschiedliche Meinunge von Ärzten sind leider völlig normal.
Ich hatte eine ELSS und es hat einige Tage gedauert bis man eine endgültige Diagnose gestellt bekommen hat. Ein Jahr meinte sogar was in der Gebärmutter zu sehen, der andere im Eileiter, ein anderer meinte der Eileiter wäre ok, etc..
Als das HCG dann bei ca. 9.000 war, sah man dann tatsächlich im Eileiter das Kleine......

Ich drück dir die Daumen, dass es sich um einen Eckenhocker handelt....

Beitrag von sofie2000 07.09.08 - 20:14 Uhr

Liebe Nadine,

mir erging es so ähnlixh. Habe am 15.08. positiv getestet. Bin dann regelmäßig zur HCG Kontrolle bei der FA gewesen und gleichzeitig wurde US gemacht. Am 01.09. war ich dann bei meiner FÄ. HCG bei über 7000 und nix im US. Meine FÄ hat mich dann ins KKH geschickt. Bin am gleichen Abend noch operiert worden. Hatte ne Eileiterschwangerschaft die auch schon recht fortgeschritten war. (8.SSW). Seit Freitag bin ich wieder zuhause und nicht mehr schwanger...

Du solltest nicht zulange warten. Ab HCG 1500 muss man eigentlich auf dem US etwas sehen.

Ich drücke dir die Daumen, dass es doch in Ordnung ist.

LG, Sofie

Beitrag von katinchen 08.09.08 - 15:48 Uhr

Hallo Nadine,

meine Eileiterschwangerschaft liegt nun schon länger zurück.
Grundsätzliche Anzeichen(auch für andere Bauchhöhlen oä SS außer richtige in der Gebärmutter) sind:

1) hCG steigt langsamer als bei einer normalen SS(normal ist Verdoppelung mindestens in 2 Tagen, eigentlich täglich)
-bei Dir ist der Wert leider nicht täglich verdoppelt, was auf eine ELSS deuten könnte

2) kein Ei in der Gebärmutter erkennbar
- ist bei Dir leider auch nicht der Fall

3) eventuell leichte Zwischen-Blutungen

4) eventuell Schmerzen (meist nur wenn Eizelle den Eileiter schon aufgerissen hat, ich hatte damals keine, obwohl ich schon der 10 SSWoche war und der Eileiter schon mehr als doppelt aufgetrieben war)

Auf dem Ultraschall kann man je nach Gerät manchmal sehr schlecht was erkennen. Die ELSS bei mir haben sie damals erst kurz vor der OP mit einem 3D Ultraschall gesehen, was für mich eher schrecklich war, da ich alles auf dem riesigen Bildschirm mit angesehen habe.

Ich drück Dir die Daumen, dass es bald eine Diagnose gibt - die Wartezeit ist einfach schrecklich.

LG
Tanja

Beitrag von chica72 09.09.08 - 19:34 Uhr

Hallo Nadine,

ich hatte so einen Fall von Eckenhocker. Der HCG-Wert war ungefähr in deinem Bereich. Ich war an einem Freitag bei meiner Frauenärztin und sie konnte nur eine leere Fruchthülle finden ohne embryonale Anlagen. Bei diesem HCG-Wert müsse man etwas sehen, meine Chancen stünden so 50:50, dass sich noch etwas zeigt. Sie hat mir dann Blut abgenommen, um den HCG zu kontrollieren und ich bekam einen Termin für den darauffolgenden Montag. Ich habe es nicht ausgehalten und morgens in der Praxis angerufen und das HCG war schön gestiegen (es steigt ab einem bestimmten Tag nicht mehr täglich so rasant). Im Ultraschall hat sich der Embryo dann auch präsentiert.
Das Wochenende war die Hölle. Ich bin eine PCO-Patientin und habe ohnehin Probleme mit dem Schwangerwerden.
Aber was soll ich sagen: mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt und quakt neben mir im Babysafe herum, wo ich diese Nachricht schreibe. Es gibt diese Fälle, auch, wenn es nicht unbedingt die Regel sind. Wie es auch kommt: alles Gute wünsche ich dir!

Beitrag von chica72 12.09.08 - 16:50 Uhr

Hallo Nadine,
gibt es etwas Neues bei dir - bin neugierig!
LG, Julia

Beitrag von schroedi76 12.09.08 - 18:25 Uhr

Hallo,

ja, ich war am Mo. noch einmal zur Untersuchung bei meiner FÄ, sie konnte immer noch nichts auf dem US erkennen und mir bestätigt, dass die Entwicklung so nicht normal sei. Mein Mann und ich haben uns für einen Abbruch entschieden, der ebenfalls am Mo. durchgeführt wurde. Der operierende Arzt hat mich auch noch untersucht und mir versichert, dass aus der nur fragwürdig erkennbaren Anlage keine gesunde Schwangerschaft entstanden wäre. Das hat mich noch einmal bestärkt. Ich komme kopfmäßig ganz gut damit klar (ich weiß ja, dass "es" funktioniert, da ich bereits einen kerngesunden fast dreijährigen Sohn habe)., aber mein Körper hat mit den zwei Vollnarkosen in nur einer Woche doch noch ganz gut zu kämpfen. Egal, jetzt ist Wochenende und danach geht es wieder ins Arbeitsleben.

DAnke für deine Nachfrage.

Viele Grüße

Nadine