Bluthochdruck - wie merkt man das?

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Beitrag von shopgirl68 07.09.08 - 10:48 Uhr

Hallo,
mich interessiert es mal ob man selbst an sich was bemerkt wenn man plötzlich höheren Blutdruck hat?
Oder merkt man das garnicht sondern nur beim messen?

Beitrag von heffi19 07.09.08 - 10:52 Uhr

Ich denke dass die meisten es nicht merken. Symptome können Kopfschmerzen, Schwindel, Nasenbluten, Atembeschwerden sein.
Oft kriegen die Hypertonie-Patienten einen roten Kopf und sind "zappelig".

Aber es sind wenige, die es merken...

Beitrag von miau2 07.09.08 - 13:20 Uhr

Hi,
die wenigsten haben doch normalerweise einen normalen Blutdruck und ganz plötzlich einen viel zu hohen.

DANN merkt man es vielleicht wirklich, Schwindelgefähl, Kopfschmerzen, Nasenbluten usw. können Anzeichen sein. Es ist halt doch für den Körper was "besonderes", wenn der normale Blutdruck plötzlich extrem anders ist - genau so würde jemand mit hohem Blutdruck sich vielleicht schlecht fühlen, wenn seine Werte ganz plötzlich in den unteren, noch normalen Bereich "absacken" (daher sollte man z.B. während der Einstellung mit Blutdruckmedikamenten bestenfalls auf Dinge wie Autofahren verzichten).

Aber bei vielen (wohl den meisten) schleicht es sich über Jahre ein, und das gemeine ist eben, dass man es nur sehr selten dann selbst an Symptomen merkt. Und wenn, ordnet man sie vielleicht falsch zu, denn "Schwindel" verbinden die meisten doch eher mit zu niedrigem Blutdruck.

Es kann passieren, dass Menschen mit unerkanntem Hochdruck sich bei bestimmten Wetterlagen (ich meine, massivem Hochdruck mit heißen Temperaturen im Sommer, bin mir aber nicht ganz sicher) plötzlich "unverhältnismäßig" schlecht fühlen und dann der Bluthochdruck diagnostiziert wird.

Aber viele leben damit unerkannt mehr schlecht als recht, bis es irgendwann zu extremen Folgen (Infarkt, Schlaganfall) kommen kann.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sun666 07.09.08 - 13:42 Uhr

Hallo,

ich habe auch Bluthochdruck seit ca. 2 Jahren..

Ich hatte immer so ein pochen im Hinterkopf und einen Druck auf den Schläfen...

Ausserdem habe ich mich immer so eigenartig gefühlt...Da ich Arzthelferin bin, habe ich meine Kollegin angehauen, dass sie mal den Blutdruck mist und ich hatte einen Wert von 210/100 mmHg..

Also muss ich schon länger mit höheren Werten rum gelaufen sein und mein Körper hat mir erst signalisiert, als es aller höchste Zeit war.

Bin jetzt gut eingestellt und habe immer Werte um die 120/30-130/70 mmHg...In der ersten Zeit ging es mir mit diesen Werten garnicht gut, weil mein Körper sich schon an den höheren Druck gewöhnt hatte.

lg

Sun

Beitrag von chica20tr 07.09.08 - 17:43 Uhr

Hallo,

ich hab seit 9 Jahren hohen Blutdruck. Diagnostiziert wurde er bei mir mit 14 Jahren, weil ich öfters umgekippt bin in der Schule.

Lag lange Zeit im KH, musste verschiedene Medikamente nehmen.

Eine Ursache wurde nie wirklich gefunden. Meine Nieren sind wohl geschädigt, aber ob die den Blutdruck verursachen, oder ob die Schäden an den Nieren vom Bluthochdruck kommen, kann man so genau nicht sagen.

Das einzige Medikament, das geholfen hat, war ein Betablocker... die ich aber nicht mehr weiter nehmen durfte, da ich das Raynaud-Syndrom habe... Ich hab dann immer ganz lila Hände und Beine gehabt, weil die Durchblutung total gestört war. Ausserdem ist dadurch bei mir Psoriasis ausgebrochen.

Seitdem lebe ich damit mehr schlecht als recht. Erst habe ich ja nie was bemerkt.. Mein Körper hat sich an die extrem hohen Werte gewöhnt. Ich habe eine Ausbildung in der Systemgastronomie gemacht, der Stress war nicht gerade förderlich. Aber mich hat nie ein Arzt wirklich aufgeklärt.

Dann wurde ich schwanger.. Medis wurden umgestellt. Alles half nichts.. 15 Tabletten am Tag plus Notfallmedikation bzw sogar die Medikamente mit Perfusor direkt ins Blut... nix hat geholfen. Mein Sohn kam dann fast 4 Monate zu früh auf die Welt, da ich schon in der 19. SSW so ne schlimme Gestose hatte, das man nix mehr machen konnte.

In der Elternzeit gings mir soweit wieder ganz gut... Ich hatte ja keinen körperlichen Stress mehr und auch das Mobbing von der Arbeit fiel weg.

Im Juni diesen Jahres bin ich dann eine neue Stelle angetreten, wieder in der Gastronomie, hab ja nix anderes gelernt. Fast 3 Monate ging das gut... Schlafmangel, lange Schichten, Nachtarbeit, Überstunden.. bis es auf einmal "bumm" machte.. Ich bin wieder umgefallen. Seitdem ist nix mehr, wie es mal war.

Ich habe nachts Angst, einzuschlafen, aus Angst, ich könnte einen Schlaganfall haben. Mir gehts überhaupt nicht mehr gut seitdem, ich bin den ganzen Tag müde und die kleinste Anstrengung schafft mich. Bei jeder Aufregung bin ich gleich am explodieren und bekomm mich gar nicht mehr runter.

Ich bin seit dem Tag, an dem ich umgefallen bin, krankgeschrieben. Ich kann einfach nicht mehr und ich habe Angst um mein Leben, da ich ja auch nen kleinen Sohn habe. Der Hausarzt hat sich gleich drum gekümmert, wir machen schon ein paar Tests und Untersuchungen. Die Leistung meiner Nieren hat sich weiter verschlechtert, und ich habe dauerhaft eine hohe Eiweißausscheidung über den Urin. Morgen in einer Woche muss ich ins KH, damit die nochmal nach den Nieren gucken, überhaupt, komplett nochmal alles checken, damit man mal sagen kann, wie es überhaupt um meine Gesundheit steht.

Tabletten nehm ich über J ahre regelmässig, immer verschiedene Medikamente und Dosen. Es tut sich nichts.

Ich habe selbst im Schlaf einen Blutdruck von 180/110, obwohl mein Puls ganz normal ist. Bei Anstrengung (z.B. Wäsche aus dem Keller nach oben holen, Treppen laufen) bin ich somit ganz schnell bei Werten über 230/150.

Ich hoffe, dass nun was gefunden wird, was man auch behandeln kann - oder zumindest endlich eine Medikation, die mir hilft. Mein Arzt sagt ganz klar, wenn das so weitergeht, werde ich keine 30 Jahre alt - Und ich bin erst 23!!!! Aber bereits 9 Jahre Bluthochdruck hinterlassen immense Schäden, die man oft nicht mehr reparieren kann.

Meine Gesundheit geht mir momentan erstmal vor alles - der Rest wird sich zeigen.

Wie gesagt, man merkt es nicht unbedingt... das ist bei mir seit dem letzten Kollaps dauerhaft spürbar, vorher wars eher nur phasenweise.

Beitrag von ela_berlin 08.09.08 - 00:49 Uhr

moin moin,

also bei mir wurde erstmals vor guten einem halben jahr zu hoher blutdruck bei der nachuntersuchung meiner fa festgestellt. wollte damals eigenltich nur hormonell verhütten und sie meinte dann, na lassen sie das erstmal und bringen ihren blutdruck in ordnung.

zu dem zeitpunkt hab ich nichts gemerkt, aber mittlerweilen macht er sich bemerkbar durch häufige kopfschmerzen, ich bin leichter reizbar und ich hab teileweise schmerzen in der brust. alles nicht so toll. soll eigentlich auch regelmäßig zum hausarzt gehen und mich überprüfen lassen, aber mit so zwei kindern is das nicht so einfach auf dauer. hab auch meine medis nicht regelmäßig genommen, sodass ich jetzt beschlossen habe, die einfach nicht zu nehmen.

hoffe ja, wenn mein leben irgendwann mal ruhiger wird, wird auch mein blutdruck wieder runter gehen.

lg manuela

Beitrag von miau2 08.09.08 - 12:53 Uhr

Hi,
da bist du ziemlich optimistisch.

Ich verstehe es nicht ganz, WENN man schon weiß, dass man an etwas derart riskantem erkrankt ist, zusätzlich Symptome verspürt und zusätzlich und nicht zuletzt ja nicht nur für sich selbst die Verantwortung trägt, sondern auch für die Kinder, warum man dann nicht ein bißchen Selbstdisziplin aufbringt, um Medikamente regelmäßig einzunehmen. So kompliziert ist das auch nicht, und eh jemand meint, ich wüßte nicht wovon ich spreche: für mich sind bestimmte Medikamente lebenswichtig, da muss man halt einfach lernen mit umzugehen.

Und Arztbesuche lassen sich auch mit Kind(ern) organisieren, entweder nimmt man sie mit (Max muss 1-2 mal wöchentlich zu einem meiner vielen notwendigen Arztbesuche, er ist mittlerweile total verliebt in das lustige Bilderbuch vom Wartezimmer, und Probleme (oder Ansteckung) gab es noch nie) oder man sucht sich halt für die Stunde (wenn überhaupt) jemanden, der zumindest auf eins aufpasst.

Allein zu hoffen, dass die unruhige Lebenssituation dafür verantwortlich ist und sich das alles von alleine wieder einrenkt ist ziemlich riskant.

Viele Grüße
Miau2