Welches Recht hat der Vater bei einer Trennung!?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von atomicbaby 07.09.08 - 14:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,lebe seit mai von meinem Ex-Freund getrennt,er ist der Vater von unserem gemeinsamen Sohn Tobias 2 Jahre und 5 Monate! Wir waren nicht verheíratet,hatten auch die ganzen 5 jahre keinen gemeinsamen wohnsitz angemeldet! Bin meinem Ex draufgekommen das er mich nur belogen und betrogen hat und ich denke das dieser mann einen knax hat,möchte ich den umgang mit unseren gemeinsamen sohn verbieten! Er tut den kleinen nicht gut,es geht uns einfach besser OHNE IHN! Er schlägt ihn nicht oder so,aber seine art,sein umgang einfach alles tut ihm nicht gut! Nun meine Frage,was für rechte hat ein Vater der eigentlich nur am Papier Vater ist? Muss ich etwas beachten oder kann ich ihm "einfach so" sagen das ich ihm den umgang nicht mehr gewähre?


Liebste Grüsse und bitte um Rat Atomicbaby

Beitrag von jules1971 07.09.08 - 14:46 Uhr

Hallo,

NEIN, Du kannst den Umgang nicht einfach so verbieten und Deine Argumentation, warum Du das tun möchtest, erscheint mir erst einmal etwas dünn ... Du bist sogar vielmehr verpflichtet, den Umgang zwischen Vater und Kind zu fördern.

Gruß,
Julia

Beitrag von serlyn 07.09.08 - 14:55 Uhr

Hallo!

Dass dir der Umgang mit dem Ex nicht gut tut, heisst nicht zwangsläufig, dass es eurem Zweijährigen genauso geht. In diesem Fall kannst du gerne für dich sprechen, aber ich finde es ein wenig befremdlich, dass du einfach behauptest, deinem Sohn tut der Umgang mit seinem Vater nicht gut.

Mich macht das infantile Denken (wenn man es denn so nennen kann) mancher Mütter echt traurig.

Selbstverständlich kannst du dem Ex "einfach so" sagen, dass du keinen Umgang gewährst. Wenn er nicht allzu dumm ist, wird er dich allerdings auslachen!

Tanja

Beitrag von christinaf 07.09.08 - 14:55 Uhr

Hallo,

auch wenn du das alleinige Sorgerecht haben solltest wirst du ihm den Umgang nicht einfach so verbieten können.

Ich muss auch sagen, dass was du an Argumenten gebracht hast definitiv nicht ausreichen wird.....
Du bräuchtest schon handfeste Beweise, dass er dem Wohle des Kindes schadet!

Tut er das?

Dazu würde allerdings schon einiges gehören....

Warum tut er dem Kleinen denn nicht gut. Was macht er schlimmes?? Will er sich um den Kleinen nicht kümmern, weil du schreibst er wäre nur Papa auf dem Papier???
Wie steht er denn selbst dazu?
Und wie steht der Kleine zu senem Papa??

lg

Beitrag von mariella70 07.09.08 - 14:56 Uhr

Hallo,
euer gemeinsames Kind hat das Recht auf regelmäßigen ungestörten Umgang mit seinem Vater. Nur weil du ihn nicht mehr toll findest, ändert sich daran nichts.
Würde er sich an dem Kind vergreifen, wäre er drogensüchtig oder schwer kriminell, dann könntest du was daran ändern, bzw, betreuten Umgang einfordern.
Wenn du ihm "einfach so" den Umgang verbietest, verstößt du gegen geltendes Recht und kannst verklagt werden. Es kann zu Zwangsgeldern kommen, zur Abholung des Kindes durch Behördenmitarbeiter/Gerichtsvollzieher und sogar bis zum Entzug des Sorgerechts.
Umgang verbieten oder unterbinden kann nur ein Familiengericht, da brauchst allerdings harte Tatsachen, wie oben beschrieben.
Gruß
Mariella

Beitrag von carrie23 07.09.08 - 16:21 Uhr

Du kannst ihm den Umgang nicht verbieten und das ist auch gut so.
Nicht nur der Vater hat ein Recht darauf sein Kind zu sehen ( ja seines es ist nicht nur deines) sondern auch das Kind darauf den Vater zu sehen.k
Du bist gekränkt weil er dich belogen und betrogen hat, ist auch richtig, aber sowas trägt man nicht auf dem Rücken der Kinder aus und nichts anderes hast du vor.

Du möchtest ihm beweisen das du die Stärkere bist aber da wirst du Pech haben, wenn du ihm den Umgang verweigerst könnte dir sogar im Wiederholten Falle das Sorgerecht entzogen werden.

Da der Kindesvater dem Kindeswohl nicht schadet, du schriebst ja er schlägt nicht, nimmt wahrscheinlich auch keine Drogen ect, hat er das Recht sein Kind REGELMÄßIG zu sehen.

Beitrag von carrie23 07.09.08 - 16:29 Uhr

PS.: damit du nicht sagen kannst "die plappern alle über das deutsche Recht", NEIN das ist auch BEI UNS in Österreich so;-)

Beitrag von pittiplatschbln 07.09.08 - 17:53 Uhr

Hallo.

Da hier ja niemand deine Situation
vor Ort kennt, ist es am besten, dass du dich
erst einmal versuchst, mit dem KV sachlich
und vernünftig auseinanderzusetzen. GGf.
mit einer neutralen Person.

Hast du eine Beistandschaft? Wenn nicht, wäre
es möglich, diese beim JA einzurichten.

Das Jugendamt kann bei euch auch vermitteln,
jedoch kann das JA den Umgang nicht
festsetzen. Dafür ist das Fam.-gericht da.
D.h. erfolgt bei euch keine Einigung über
den Umgang, kann der KV dieses einklagen.

Es ist immer schwierig einen kühlen Kopf zu
bewahren, wenn man emotional so belastet
ist. Aber versuche mal, deinen Sohn da heraus-
zuhalten, ich weiß, dass ist nicht einfach.

Aber wenn es absolut nicht geht, Einzelheiten,
wie sich der KV dem Kinder über verhält, kennst nur
du, würde ich erst mal Abstand wahren, damit das
Kind nicht zwischen euch "aufgerieben" wird.
Das Wohl des Kindes geht vor allem.

Viel Glück.

Gruß
Pitti #blume


Beitrag von schimmelreiter 08.09.08 - 08:49 Uhr

Wenn er so einen "Knax" hat, hättet ihr vielleicht besser kein Kind zusammen bekommen sollen...

Beitrag von zwergenkoenigin21w 08.09.08 - 09:18 Uhr

Ich frage mich gerade, wer hier einen "Knax" hat.

Nur weil Du keinen Bock auf den KV hast, kannst Du ihm noch lange nicht den Umgang verbieten und das ist auch gut so.

Denk mal weniger egoistisch und werde erwachsen.