Unser Hund kann nicht Fuß gehen

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von dominosteine 07.09.08 - 19:11 Uhr

Wir haben einen 10 Monate alten Golden R. Rüden.

Wenn ich mit ihm alleine rausgehe ist es der liebste Hund und hört auf´s Wort, läuft dann sogar ganz lieb neben mir her, wenn er mal schneller wird sag ich "hier hin" und er kommt sofort neben mir und läuft in meinem Tempo weiter.

Unser Problem:

Wenn ich mit meinen beiden Kindern und Hund draußen bin, zieht er wie wahnsinnig sodaß ich fast selbst hinfalle (er hat ca 28kg). Er will dann nur noch als erster vorweg laufen/rennen und wenn die Kids fangen spielen oder toben rastet er quasi aus und zieht mich komplett weg, das nervt total.

Haben schon einiges ausprobiert, sobald er zieht bleibe ich sofort stehen und wechsle teilw. auch die Richtung (dann jault er schrecklich und will zu den Kids). Habe immer Leckerchen dabei und er wird sofort gelobt wenn er dann nicht zieht. Aber zu 80% zieht er wie wahnsinnig.

hat jemand Tipps/Anregungen wie ich das aus ihm rauskriege, irgendwann lieg ich bestimmt auf der Nase.

Und die Kinds würden auch gern mal allein mit ihm raus gehen (10 Jh+ 8 Jh) aber solang er so zieht geht das ja auf keinen Fall, bei den beiden zieht er nämlich noch mehr wie bei mir.

Haben erst gedacht daß es die "Pubertät"ist? Wobei er noch immer nicht sein Bein hebt beim piseln, sondern immer noch in der Hocke macht. Er "rammelt" auch nicht irgendwen an (der Hund meiner Freundin rammelt alles was nur geht- selbst Tische&Stühle&Kinder #augen)

Etwas lang geworden, aber würde mich über Tipps freuen, wollen ja schließlich Freude an unserem Hund haben

Beitrag von coolmum 07.09.08 - 19:20 Uhr

hallo!

hast du schon mal vom clickern gehört? kann ich dir sehr ans herz legen. google mal ein bisschen.

ansonsten würd ich mal klein anfangen. also geh mal spazieren, nimm nur ein kind mit wenns geht und lass dein kind ein paar schritte vor gehen und wieder hinter euch. in der zwischenzeit versuchst du ihn bei dir zu halten und wenn ers klasse macht, dann spiel mit ihm.

so baust du das ganze auf. immer langsam steigern, irgendwann können deine kids dann auch toben und dein hund wird brav mitlaufen.

da hunde allerdings rudeltiere sind und ihre gruppe gerne zusammen halten ist es auch kein wunder dass er mit laufen will. lasst ihr ihn denn manchmal auch freilaufen und mittoben?

lg

Beitrag von dominosteine 08.09.08 - 09:56 Uhr

Da wir direkt am Wald wohnen, ist er nur an der Straße angeleint, wir laufen ca 4 min zum Wald und ab da darf er rennen und toben wie er will, es verläuft auch dort ein Bach wo er sehr gern reinspringt.

Das mit den Clickern werd ich mir mal durchlesen, danke!

Beitrag von wonka 07.09.08 - 21:01 Uhr

Hallo,

ich würde mein Kind niemals ( nie !! ) mit so einem großen und temperamentvollen Tier allein rausgehen lassen. Ob 10 Monate oder 2 Jahre.
Wenn du ihm per Fuß gehen beinbringen willst, dann besuche eine renomierte Hundeschule, besuche Kurse. Das Erlernte zeigst du deiner ganzen Familie und bringe deinen Kindern bei, dass sie keine Spielgefährten sind für den Hund, sondern höher gestellte Menschen, die nur mit ihm spielen, wenn SIE es wollen.
Warst du jemals in der Welpenschule?

Lukas

Beitrag von dominosteine 08.09.08 - 09:53 Uhr

Ja natürlich, Welpenschule und Junghundeerziehung mitgemacht!

Beitrag von cloud07 07.09.08 - 23:51 Uhr

Hi, das Problem ist sicher eineigen hier bekannt.
Ich selbst habe so ein Exemplar, bloß 19kg leichter *g* (Jack Russell).

Wichtig ist das du Konsequent bist und deine Kinder das auch spüren lässt.
Der hund Orientiert sich an den Kindern, da sind seine "Mitwelepn" wenn die machen können was sie wollen, denkt er, er kann das auch!

Wenn ich bei uns in der Welpengruppe Kinder hatte, die mitkamen, gabs immer erst mal "Familientraining".
Das sah in etwa so aus; all rennen rum, Kinder, Welpen, Erwachsene... aber wenn die Mutter/Vater "STOP" ruft, bleiben alle sofort stehen!
Die Kinder machen es so zu sagen vor, auf die erwachsenen hören wir alle!
Meist orientiert sich der junge Hund daran und bleibt auch stehn... spätestens beim 3.-4. mal weiß er wa ssache hat und das, dass ganze Rudel sich danach richtet.

Was machst du sonst mit deinem Hund?
Macht ihr Dummytraining oder ähnliches?
Es ist ganz klar das die Kinder für den Hund VIEL interessanter sind als du! Die bieten ihm Action und Spaß, du dröges "Bei-Fuß".
Das muss sich ändern.
Wie lobst du ihn wenn er bei Fuß geht? Hast du dabei Leckerchen in der Hand das ihn ganz besondrs reitzt (Fleischwurst, gestreckt mit Trockenfutter, das du schon am Abend zuvor in eine Tüte mit geschnittener Wurst packst, wirkt Wunder)!
Das hälst du ihn vor die Nase (Rechte hand Hundeleine, linke Leckerchen) und wenn er neben dir läuft, die Nase schön an der Hand (Die du natürlich an deinen Körper gebogen hällst um ihn bei dir zu halten, nicht frontal vor seine Nase) "klebt" öffnest du die Hand hin und wieder und lässt ihn was fressen mit dem Bestätigunssignal "Fein" oder "gut" oder ähnliches.
Am Anfang halte die Kinder noch bei dir... sonst lenkt es ihn zu sehr ab... mit der Zeit wirds besser.

Schafft euch einen Dummy an oder ähnlcihes Spielzeug, das er nur bekommt um mit dir (nicht mit den Kindern!!!) zu spielen. Damit machst du mit ihm action und bestimmst die Regeln!
1. Spielzwug gibt es nur wenn du es willst, drengeln oder so gilt nicht!
2. Damit wird immer auch ein Gehorsamkeitstraining verbunden (und sei es nur "Sitz" vor dem Werfen, oder halt brav bei fuß...)
3. Du bestimmst wann ihr aufhört (wenns am Schönsten ist... kennste ja den Spruch)

Die Kinder werden nie mit ihm spazieren gehen bevor sie ihm nicht körperlich gewachsen sind, körperlich und psychisch! (so mit 15 jahren warscheinlich)
Sonst ist es einfach unverantwortlich, auch wenn der Hund bei dir gut gehorcht.

Und ich würde dir empfehlen euch einen guten Hundeverein zu sucen um euren Hund auszulasten. Ihr habt da einen Hund der was tun möchte und zwar mehr als nur dröge spazieren gehn.. informier dich mal über Dummtraining, das wird grade für Retriever viel Angeboten oder vielleicht ja sogar Rettunghundearbeit...

Und dann,

Beitrag von dominosteine 08.09.08 - 10:14 Uhr

Also mein Tag mit unserem Rusty (so heißt der Hund) fängt ungefähr so an:

7:45 Uhr ab in den Wald (allein ohne Kids) ich nehme meistens ein Ball o.ä. mit, ich werfe er holt es usw. Zwischendurch renne ich mit ihm ca 3km, dann gehts ab in den Bach (ich nicht:-p). Brauchen dafür 1 Std. Dann gehts ab nach Hause- trinken und dann haut er sich auch direkt hin. Hier ist auch ein anderer Hund mit dabei (Labrador) mit dem spielt er sehr gern im Wald.

Von 9-12 Uhr arbeite ich, dann ist er allein, er darf in der Zwischenzeit im Flur und Küche liegen. Meistens lasse ich ihm noch was zu kauen da.

Gegen 12.30Uhr gehen wir wieder in den Wald, dabei meine Tochter, um diese Mittagszeit sind wir in einem anderen Wald, der an der Schule liegt. Ich pack Rusty vorab in den Kofferraum und holen dann meine Tochter ab und los gehts in den Wald.

Dort darf er natürlich auch toben wie er lustig ist, meistens mit meiner Tochter (die beiden lieben sich sehr).

Danach um 14 Uhr holen wir die große ab und auf nach Hause.

Nachmittags sind die Kids draußen,und Rusty liegt bei schönem Wetter im Garten (400m2 groß) oder tobt dort.

Abends gegen 20 Uhr macht mein Mann die letzte Runde mit ihm. Dabei trifft mein Mann dann meistens wieder auf unsere Nachbarn mit dem Labrador.

Zur Belohnung gibts bei uns oft Fleischwurst mit Brötchen (das liebt er), ich halte das Brötchen in der Hand und erl äuft brav neben mir- dann bekommt er natürlich immer ein Stück und wird gelobt und gestreichelt. Oder eben Hundesnacks

Wenn wir im Wald sind bekommt er auch Mais und Möhren (da ist er besonders scharf drauf) da wir genau an einem Mais&Möhrenfeld entlanglaufen.

Wir haben ihn mit 9 Wochen bekommen und sind 1 Woche später zum Welpentreff gegangen (das war aber nur so ein Spieletreff) als er dann 16 Wochen alt war haben wir einen Junghunde- Erziehungskurs mitgemacht.

Z.zt. sind wir in keinem Hundeverein.

Beitrag von krokolady 08.09.08 - 08:34 Uhr

das mit dem Stehenbleiben und Loben wenn er bei Fuss geht machst genau richtig.
so clickert man die Hunde auch: Wenn sie ziehen bleibt man stehen......geht man dann weiter und die Leine hängt durch, also das er nicht zieht, gibts einen Klick.

aber glaub man: unser Golden ist auch 10 Monate alt, wird auch geklickert, und wir besuchen regelmässig eine gute Hundeschule.
Trotzdem zieht Mercy teilweise wie ein Blöder - auch wenn wir alleine unterwegs sind.

Beitrag von kleinehexe1 08.09.08 - 10:28 Uhr

Hallo Doministeine,

bei unserer Goldihündin war das in dem Alter auch so...
Mit 10 Mon. sind es ja im Grunde noch halbe, etwas zu groß geratene Welpen.

Wir haben uns damals ein Geschirr angeschafft. Das ging erst mal ganz gut..

Aber training muß natürlich auch sein, mit konsequenz und viel Lob und Leckerchen.
Das ging dann auch anschließend meistens ganz gut.

Aber ruhiger und erwachsener wurde unser Hund erst so mit 2 Jahren...

Ihre Tochter ist jetzt auch 2, und sie ist ruhiger. seitdem meine Schwägerin mit ihr Agility macht. Ist halt auch Kopfarbeit...

Aber versuch das mit dem Geschirr, ich hatte unsere Ronja sofort besser im Griff, und sie hat das auch selbst gleich gemerkt, und nicht mehr so gezogen.

viel glück

kleinehexe1

Beitrag von dominosteine 08.09.08 - 21:39 Uhr

Ein Geschirr benutzen wir auch (Julius K Power).

Heut mittag hats super geklappt, obwohl die Mädels vorgerannt sind, er wär natürlich gern mitgerast- aber er blieb bei mir und hat ganz viele Leckerchen bekommen #huepf