Wochenbettdepression noch nach 4 Wochen ?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von sneafi21 07.09.08 - 21:58 Uhr

Hi !

Ich glaube das es immer noch net besser ist :-( Die ersten 2 Wochen waren ja ganz schlimm :-(
Ich weiß net was ich machen soll ich schäme mich zum Arzt zu gehen .#schmoll
Ich liebe meine kleine über alles und ich muss doch für sie da sein !
Was macht dann so ein Arzt dann ??

LG Dani +Nele

Beitrag von bine3002 07.09.08 - 22:09 Uhr

Eine Depression hat absolut nichts damit zu tun, ob Du dein Kind liebst oder nicht. Es ist eine Krankheit, für die Du nichts kannst und für die Du dich folglich auch nicht schämen brauchst. Geh zum Arzt. Was der macht richtet sich nach der Schwere der Depression. Von Antidepressiva bis hin zu Klinkaufenthalt ist alles dabei. Aber keine Sorge, selbst wenn Du in eine Klinik musst, wird dein Kind bei dir bleiben, weil eine Wochenbettdepression immer zusammen mit dem Kind behandelt werden muss.

Geh zum Arzt, bitte!

Beitrag von joulins 07.09.08 - 23:35 Uhr

Hallo Dani!

Glückwunsch zum Baby! #herzlich

Mach dich schlau (am besten zusammen mit deinem Mann) unter:

http://www.schatten-und-licht.de/

Dort findet du unter "Fachleute" auch Listen mit spezialisierten Ärzten, Hebammen, Therapeuten in ganz Deutschland. Du kannst auch die Telefonberatung anrufen - dort wird dich dann eine Frau beraten, die selbst die Erfahrung gemacht und lang hinter sich hat, und die dir Adressen von Fachleuten nennen kann. Vielleicht würde es dir schon helfen, einmal mit jemandem vertrauensvoll darüber zu reden, damit dein Leidensdruck ein Ventil findet.

Auch gar keinen Fall ist eine Wochenbettdepression ein Grund, sich zu schämen. Fakt ist, daß du dir Hilfe suchen solltest - je schneller du dir helfen läßt, desto schneller geht es dir wieder besser und wird sich ein "normaler" Alltag mit Kind einstellen können.

Es gibt in Deutschland sehr gute Kliniken für die Mutter-Kind-Behandlung nach einer Geburt. In Regelfall werden die Mütter mit dem Kind aufgenommen (zur Stärkung der Mutter-Kind-Bindung). Nur in extremen Fällen (wenn Frauen nicht in der Lage sind, ihr Kind versorgen zu können bzw. wenn schwere Fälle erst einmal auf Medikamente eingestellt werden müssen) wird eine zeitweise Trennung vom Kind erwogen. So, wie du klingst, wird das bei dir nicht der Fall sein.

Rede darüber. Und zwar schnellstens. Mit deinem Mann, deiner Hebamme, deiner Mutter. Du brauchst jetzt Hilfe. Alles andere ist nachrangig.

Es wird ganz sicher wieder besser werden. #liebdrueck
Ich wünsche dir alles Gute!

Joulins