"ich will nicht in den Kindergarten!" Mir blutet das Herz.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von isis200278 08.09.08 - 09:09 Uhr

Hallo,

seit 01.09 geht meine Tochter in den Kindergarten und es wird jeden morgen schlimmer. Am 1. Tag ging sie noch gerne und hat auch nicht geweint. Am nächsten Tag hat sie ein wenig gejammert. Das hat sich die nächsten Tage bis heute immer gesteigert. Sie fing heute schon nach dem Aufstehen ja zu weinen hat sich dann wieder etwas gefangen und hat dann im Kindergarten so richtig losgelegt. Die Erzieherinn meint es wäre besser wenn ich schnell gehen so gewöhn sie sich besser daran (alos kurz und schmerzlos). Am Freitag hat sie auch so geweint und lt. Erzieherin soll sie nach ein paar Minuten aufgehört haben. Als ich sie dann abgeholt habe wollte sie auch noch dableiben und noch mit den Kindern spielen.

Es fällt mir so schwer sie schreiend im Kindergarten zu lassen, heute sind mir die Tränen gekommen. Ich weiß nicht was ich machen soll. Soll ich ihr nachgeben und sie noch ein paar Tage oder Wochen zu Hause lassen oder soll ich das ganze jetzt durchziehen und hoffen das es sich in ein paar Tagen gibt.

Würde mich über einen guten Rat freuen.

Bis dann

Tanja

Beitrag von anja1982 08.09.08 - 09:14 Uhr

Hallo Tanja,

einen Rat kann ich dir leider auch nicht geben, aber ich bin eine Leidensgenossin.

Noah geht jetzt schon seit dem 11.08. in den Kindergarten, es war jeden Morgen ein geweine und am 14.08. musste ich dann ins Krankenhaus zur Entbindung. Von da an klappte es total super und er ging auf einmal gerne in den Kindergarten.

Vorletzte Woche Mittwoch wurde er dann krank, Magen Darm Grippe, und seit er jetzt seit letzter Woche wieder geht, blutet mit jeden Morgen mein Herz, er schreit und wehrt sich mit Händen und Füssen gegen alles und jeden.
Ich verabschiede mich dann immer und sage ihm das ich ihn bald wieder abhole und er schön spielen soll.
Laut Erzieherinnen hört er sobald ich weg bin auch ziemlich schnell auf zu weinen und wenn ich ihn am Mittag frage wie es war sagt er immer es war schön.
Aber warum weint er dann so sehr?

Wir haben auch schon überlegt ihn nochmal ein paar Tage oder Wochen zu Hause zu lassen, aber im Grunde bringt das ja nichts, weil er dann in ein paar Wochen wohl noch mehr Theater machen würde weil er ja dann jetzt einmal gemerkt hat das es was bringt.

Ich wünsche dir viel Glück das es schnell besser wird.

LG Anja mit Noah (35 Monate) und Lenya Sophie (23 Tage)

Beitrag von diedani 08.09.08 - 09:26 Uhr

hallo tanja,

erstmal möchte ich sagen, dass du absolut nicht die einzige bist, die so ein problem hat.
ich bin erzieherin und kenne das, wie eigentlich alle anderen erzieherinnen auch.
die erzieherin aus dem kiga deiner tochter hat absolut recht(nach meinem empfinden). auch wenn dir das herz blutet und es so sehr weh tut, was ich wirklich verstehen kann, solltest du die verabschiedungsphase nicht so lange hinziehen. das macht es sonst für das kind noch schwieriger.

es ist ganz normal, dass kinder so eine phase durchmachen, in der sie nicht von mama weg wollen. bei manchen kindern bleibt so eine phase auch aus.
und das sie, wenn du sie abholen willst, nicht mitkommen und lieber dableiben will, zeigt deutlich, dass sie nur den anfänglichen trennungsschmerz hat, sich dann dort aber wohl fühlt.

ich gehe davon aus, dass jede erzieherin es ruckzuck schafft, ein kind so abzulenken, dass es den anfänglichen schmerz ganz schnell vergisst. und so wie du geschrieben hast, hat sie nach ein paar minuten ja aufgehört.

gib der kleinen maus ein bißchen zeit und so hart es für dich auch ist, durchhalten!
ich würde es auch so handhaben, wie die erzieherinnen dort es dir vorgeschlagen haben.

alles gute und viel kraft #blume

dani

Beitrag von soulcat1 08.09.08 - 09:29 Uhr

Guten Morgen! :-)

Ich kann Dir nur den Rat geben einfach durchzuhalten.

Die Erzieher im Kiga haben Recht. Wenn Du gehst - auch wenn es Dir unglaublich schwer fällt - beruhigen sich die Kinder meist ganz schnell.

Es gibts sooo... viele kleine Mäuse die in der Anfangszeit total weinen wenn sie in den Kiga gebracht werden aber da muss man einfach stark sein!

Pass auf, es dauert ein paar Tage oder auch Wochen und dann geht Deine Maus auch so gerne in den Kiga wie alle anderen! :-)

Ich weiß, es ist auch für die mamas nicht einfach aber Kopf hoch und durchhalten! *zwinker*

Ganz lieben Gruß

Petra & Joelina 4 1/2 :-p

Beitrag von prinz04 08.09.08 - 10:03 Uhr

Hallo Tanja,

ich habe das letzes Jahr über 3 Wochen mitgemacht. Es hat dann auf einmal aufgehört, als mein Großer eine Freundin gefunden hat, mit der er dann sofort abgetigert ist.

Klar bricht einem das Herz. Und ich hätte mehrmals einfach heulen können. Aber sobald ich um die Ecke gegangen bin und weg war (ich hab mal gelauscht und die Erzieherinnen haben es mir bestätigt), ist mein Sohn ab zum Spielen und es war kein Thema mehr.

Das einfachste ist, Deiner Tochter einen Kuss zu geben, ihr zu sagen, dass Du sie wieder abholst (das weiß sie ja noch nicht, dass Du auf jeden Fall wiederkommst), sie dann einer Erzieherin in den Arm drückst und dann nichts wie weg. Wenn Du ihr nachgibst, wird es nie besser.

lg
Bettina

Beitrag von felix0907 08.09.08 - 10:09 Uhr

Genau dasselbe habe ich vor einem Jahr mitgemacht...
4 Wochen lang.... es war schlimm, ich hatte Magenschmerzen habe viel geweint.........
aber ich hat ihn jeden Morgen dahin und augenzu und durch..........
Nach 4 Wochen hat es geklappt, heute geht er ein Jahr rein und lieeebbttt den KIGA über alles.!!!!!!!!!!!

Kopf hoch und Augen zu das wird schon !!!!!!!

Ganz liebe Grüße
Tatjana

Beitrag von isis200278 08.09.08 - 10:24 Uhr

#danke

es tut gut zu hören das ich nicht allein bin und es vielen so geht bzw. gegangen ist wie uns. Ich werde wohl durchhalten müssen und hoffen das es bald vorbei ist.

Wenn ich mich nur nicht so schlecht dabei fühlen würde!

Noch mal ein dickes #danke an alle!

Bis dann

Tanja

Beitrag von plauze 08.09.08 - 11:27 Uhr

Hallo Tanja,

hast ja schon einige AWs bekommen. Meine Tochter hat sehr lange gebraucht, um den Kiga zu akzeptieren. Ich kann nur sagen, lass Dir nichts anmerken, wenn die Kinder merken, dass man unsicher oder gar traurig ist, wird es noch schlimmer. Versuche dahinter zu stehen, um so schneller geht das mit dem Weinen vorbei.

Liebe Grüße und alles Gute
Maja mit Lina, 3,5

Beitrag von marysa1705 08.09.08 - 11:23 Uhr

Hallo,

ich finde es auch reichlich früh, wenn ich hier immer wieder lese, dass viele Kinder schon mit 2 Jahren in den KiGa kommen.

Ich selber bin auch mit 3 Jahren in den KiGa gekommen und für mich war diese erste Zeit auch schlimm.

Hier bei uns in der Schweiz kommen die Kinder frühestens mit 4, viele erst mit 5 (abhängig vom Stichtag) in den Kindergarten. Unser Sohn ist im Juni 5 geworden und geht jetzt seit August in den KiGa.


Es hat kein einziges Kind geweint, als wir die Kinder hin gebracht haben!


In einem gewissen Alter ist es für ein kleines Kind einfach noch zu schwer sich von der Mutter für längere Zeit zu trennen.
Meine Erfahrung - niemand muss sich dieser Meinung anschliessen....

LG Sabrina

Beitrag von angelzoom 08.09.08 - 11:46 Uhr

Jonathan geht jetzt seit fünf Wochen in den Kiga und seit einer Woche haben wir jedes Mal heule (obwohl sein Bruder mit ihm in den Kiga geht).

Ich mach es dann so, dass ich ihn zum Abschied noch kurz drücke und dann gehe!!! Die Erzieherin nimmt ihn dann gleich und lenkt ihn ab.

Ich geh dann immer noch eine Runde um den Kindi rum und wenn ich ins Fenster schaue hockt er dann und lacht und spielt.

Von daher bin ich beruhigt.

Das ist ne Phase, die geht vorbei. Aber wenn du jetzt nach gibst, dann hast du halt in vier fünf Wochen (je nachdem wie lange die Pause dauern soll) wieder geheule. Ausserdem finden die Kinder so ja nie anschluss. Wie soll das also gehen.

Ich denke die Kids realisieren dann einfach in dem Moment, dass sie jetzt auf sich gestellt sind und das fällt am Anfang einfach schwer. Doch es hört auch wieder auf.

Liebe Grüsse Janette

Beitrag von silkew1976 08.09.08 - 14:38 Uhr

Von den ganzen Kindergartenbefürworten werde ich jetzt hier gesteinigt, aber......warum muß man ein Kind gegen seinen Willen in den Kiga schicken? Ich kann das nicht nachvollziehen. Die Kindheit ist so kurz, warum muß man früher als nötig ein MUSS in den Lebensalltag des Kindes bringen. Meine Geschwister und ich waren auch nicht im Kiga, es hat uns nicht geschadet, weder im Kontakt zu anderen Kindern noch was unsere Bildung angeht. Wir haben alle ein Gymnasium besucht und Abi gemacht und danach studiert oder eine Ausbildung!
Meine Kinder gehen auch nicht in den Kiga und ich bin froh darum. Gut ich habe das Glück nicht arbeiten gehen zu müssen, kann mich so also um die drei kümmern .

Erzieher, Eltern....alle sagen es muß schön im Kiga sein, verabschiedet eure Kinder schnell, lasst sie schreien,......wer hat denn mal die Kinder gefragt????? KEINER!!!!!!

Hör auf Dein Herz und auf Dein Gefühl und dann entscheide was für DEIN Kind wichtig ist!!!!!! KEINER kennt es so gut wie DU!!!!!!! Und lass Dir nichts anderes erzählen!

viele Grüße
Silke

Beitrag von gussymaus 08.09.08 - 20:41 Uhr

ich würde sagen, das ist DAS kiga problem.. die kleinen tun sich einfach schwer mit dem abschiednehmen. wenn die ertzieherin sagt sie beruhigt sich schnell würde ich das glauben... est ist tatsächlich meist so... in dem moment wo mam gehen will sind die kleinen tot-traurig und zwei minuten später spielen sie friedlcih und mittags wollen sie gar nicht recht mit heim - das ist übrigens das beste zeichen dass sie sich wohlfühlt!

wenn du jetzt zurückziehst und sie wieder mitnimmst nimmst du ihr diesen wervollen lerneffekt. klar es tut weh, aber dir mehr als ihr... glaubs mir! und da müssen mamas nunmal durch #liebdrueck auch wenns hart ist, deinem kind wird es nicht schaden wenn sie nicht den ganzen vormittag weint bis du wiederkommst hat sie kein großes problem und muss nur das abschied nehmen lernen.