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Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von claudi2712 08.09.08 - 09:50 Uhr

Puh, mir geht´s nicht gut. Meine Kleine ist seit August im Kindergarten und sehr sehr offen und freundlich auf alle Kinder zugegangen. Leider reagieren die Grossen eher genervt auf sie und wollen nichts mit ihr zu tun haben. Meine Tochter ist sprachlich schon ziemlich weit für ihr Alter und fühlt sich auch im Spiel eher zu den grösseren Kindern hingezogen. Im Allgemeinen ist die Stimmung, die ihr entgegengebracht wird sehr abweisend. Noch gibt sie nicht auf und versucht es immer wieder, wird aber immer wieder zurückgewiesen. Sie wollte dort schon weglaufen und hat abends, wenn ich sie ins Bett gebracht habe, schon oft geweint. Ich hatte diesbezüglich auch schon Gespräche mit der Erzieherin und sie wollte aufpassen. Heute morgen dann wieder - Kathrin geht zu den Grossen, die schon am Maltisch sitzen und alle vier Mädels fangen sofort an zu zicken "komm uns bloss nicht zu nahe" und heben abwehrend ihre Hände.
Ich brauche Eure Hilfe und Meinungen - was soll ich tun? Dadurch, dass sie noch nicht trocken ist, wird sie dort auch gehänselt, ich befürchte jetzt, dass sie dermassen verkrampft, dass das mit dem Trocken werden noch länger dauert und sie vollkommen wehrlos den Mädels ausgeliefert ist. Wie kann ich sie bestärken, ihr Hilfestellung geben?

Bitte alle Tips und Ratschläge - ich bin für alles offen.

Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von visilo 08.09.08 - 10:03 Uhr

Warum wendet sich deine Tochter nicht an gleichaltrige Kinder? Ist sie die einzige neue bzw die jüngste? Ich denke es dauert immer eine ganze Weile bis die Kinder richtigen Anschluß finden. Bei meinem Sohn hat es auch mehrere Monate gedauert bis er Freunde gefunden hat, er wurde halt extrem gehänselt weil er sprachlich sehr weit zurück ist. Es gibt doch nicht nur diese 4 zickigen Mädels im Kiga warum versucht sie es nicht mal bei anderen Kindern. Ich würde sie nicht aus der Gruppe nehmen sie muß lernen sich und ihre Interessen durchzusetzen, es ist leider nicht immer alles eitel Sonnenschein im Leben. Glaub mir in einiger Zeit wird sie auch Freunde finden, ich kann gut verstehen warum ältere nicht unbedingt mit den kleinen spielen wollen die haben doch ganz andere Interessen, deshalb sind die Gruppe doch gemischt damit jeder jemanden in seiner Altersklasse findet.

LG visilo+Lukas (16.11.04) der seid Montag in einen neuen Kiga geht und sich an das schlimmste Kind in der Gruppe drangehängt hat ( 6 Jahre auch stark sprachverzögert wie Lukas)#schwitz

Beitrag von claudi2712 08.09.08 - 10:08 Uhr

Oh, das habe ich auch schon mit ihr besprochen... Aber sie geht trotzdem immer und immer wieder zu den Grossen. Im Allgemeinen kann ich die Grossen auch verstehen, dass sie nicht mit der Kleinen spielen wollen aber diese Ablehnung finde ich so traurig.

Sicherlich - Du hast Recht, sie muss sich durchboxen, auf Ablehnung wird sie immer wieder stossen, sicherlich wirst Du aber nachvollziehen können, dass es als Mutter hart ist, dem zuzusehen.

Ich möchte sie irgendwie bestärken, dass sie sich nicht unterkriegen lässt.

Dein Lukas hat sich ja nun auch an einen 2Jahre älteren Jungen gehängt, wie Du schreibst. Das ist im Grunde nichts anderes, die Mädels sind auch 5 und Kathrin 3.

Was machst Du in dieser Situation?

Lieben Gruss,
Claudia

Beitrag von visilo 08.09.08 - 10:24 Uhr

Mein Sohn hat sich an den Großen gehängt weil er das gleiche Problem hat wie er selber, er spricht bei weitem nicht altersgemäß. Im alten Kiga hatte Lukas vorwiegend jüngere Freunde die zudem noch kaum deutsch sprachen, der große Junge findet bei den Gleichaltrigen wegen seinem Sprachproblem keinen Anschluß deshalb hat er sich notgedrungen mit Lukas zusammmengetan, obwohl ich das nicht gut finde da dieser Junge teilweise sehr schlimme Ausraster hat, hab letzte Woche mitbekommen wie er einen Stuhl nach der Erzieherin geworfen hat weil er nicht aufräumen wollte, am Freitag hat er das Essen über seinen Tischnachbarn gekippt weil er ihn kurz angeschaut hat usw.
Lukas ist in einer Integhrationsgruppe ( ist selber ein Integrationskind) und dieser Junge halt auch, in den kleineren Gruppen ist es wohl angeblich leichter Anschluß zu finden.

Ich weiß genau wie du dich fühlst, wir hatten das ja letztes Jahr durch aber plötzlich ist das Eis gebrochen und Lukas hatte Freunde im Kiga, er hatte vorher auch versucht mit den großen Jungs auf dem Bauteppich zu spielen aber die wollten ihn natürlich auch nicht dabei haben weil er viel kaputt gemacht hat ( Feinmotorisch ist Lukas nicht so ein Ass). Lukas hat nach einiger Zeit gemerkt das die Großen ihn nicht dabei haben wollen und hat sich dann halt nach anderen Spielpartnern umgesehen und bei ihm hat es funktioniert. Wir haben ihm halt auch immer gesagt wenn die Kinder nicht mit ihm spielen wollen soll er sich nach anderen Kindern umschauen, hat zwar gedauert aber am Ende hat es bei ihm gut geklappt und das obwohl er sprachlich selbst den jüngeren weit hinterher war und ist.

LG visilo+Lukas

Beitrag von claudi2712 08.09.08 - 10:28 Uhr

Danke visilo,

das gibt mir Mut - ich weiss ja - alles braucht seine Zeit aber man macht sich schon so seine Gedanken und heute morgen war mir das Herz wieder sehr sehr schwer.

Ich danke Dir - durchhalten und Geduld haben - wird jetzt zu meiner Devise.

Lieben Gruss,
Claudia

Beitrag von muggles 08.09.08 - 10:15 Uhr

Ich wuerde die Erzieherinnen bitten, dass sie Deine Tochter mit gleichaltrigen Kindern zusammen bringt.

Das sie noch nicht windelfrei ist, bestaerkt die groesseren Kinder auch in deren Annahme, dass sie noch ein "Baby" ist. Sie soll sich lieber an gleichaltrige Kinder halten, die wohl mit 3 groesstenteils auch schon "trocken" sind. Das klappt naemlich besser, als wenn sie sich an Kinder haengt, die viel weiter sind als sie.

Meine Tochter wird bald 5, und sie haette auch keine Lust, mit einer 3jaehrigen zu spielen.

Liebe Gruesse,

Claudia

Beitrag von rita30 08.09.08 - 10:41 Uhr

Hallo,

ich verstehe die Erzieherinnen nicht, unsere Erzieherinnen würden bei so einem Verhalten, den Großen schon etwas erzählen.#bla

Bei uns einige Sachen auch getrennt wie z.B. das turnen, weil die Großen doch wilder sind als die Kleinen.

Bei Ausflügen müssen die Grossen die Kleinen an die Hand nehmen, was ich sehr gut finde, da die Großen ein wenig Verantwortung haben.

LG#huepf

Beitrag von foerstergeist 08.09.08 - 13:14 Uhr

Ich würde die Gruppe nicht wechseln und erst mal abwarten.
Ich weiß nicht, wie alt Deine Kleine ist, aber Erfahrungsgemäß dauert das gemeinsame Spielen ein wenig.
Gerade die Kleinen spielen am Anfang sehr viel alleine und die Erzieherinnen haben ja auch ein Auge drauf.
Spreche aber Deine Sorge ruhig bei den Erzieherinnen an, dann beziehen Sie Deine Kleine noch mehr mit ein.

LG
Andrea

Beitrag von nessi104 08.09.08 - 15:06 Uhr

das tut mir leid für eure kleine.:-(
da habt ihr aber ein paar besonders zickige exemplare in eurem kiga.
meine maus geht auch seit august in den kiga.sie liegt sprachlich auch etwas zurück,sie spricht zwar viel,aber vieles nicht richtig.
sie wurde soweit ich weiß noch nie deswegen gehänselt.
einmal sagte ein mädel-ihh ws hast du mit den händen?-meinte tochter ganz fröhlich ach,das ist nomitis!(neurodermitis)
danach war das thema abgehakt.
sie spielt viel mit den 5-6j.
die meisten bemuttern sie und wollen sie immer knuddeln und so.
manche haben kein bock auf so eine kleine und schicken sie weg.aber das juckt meine tochter nicht besonders.sie spielt auch mit den kleineren.
ich denke mal,wenn deine kleine nicht mehr die neue ist,wird sie gut in die gruppe integriert werden.

lg