2-3 vormitt. arbeiten, 5 vormittage krippe??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von engelchen28 08.09.08 - 12:00 Uhr

hallo ihr!

mir blutet ein bisschen das herz. ich habe gleichzeitig 2 angebote bekommen

a) von einer kleinkindertagesstätte, bei der wir schon länger auf der warteliste stehen, in der paulina (15 mon. alt) 5 vormittage betreut werden könnte

b) von einem arbeitgeber, bei dem ich 2 - 3 vormittage arbeiten könnte (von zu hause aus oder aber vom büro aus, absolut flexible arbeitszeit).

auf der einen seite freue ich mich, dass beides durch zufall zusammen kommt (meist hat man ja nur eins und sucht krampfhaft das andere), aber ich habe ein schlechtes gewissen, paulina an 5 vormittagen wegzugeben (platz teilen geht nicht) von 8 - 12.30 uhr und nur an 3 vormittagen zu arbeiten.

ich könnte mir für die 3 vormittage eine tagesmutter suchen, die ist jedoch für 3 vormittage genauso teuer wie die kleinkindertagesstätte (10 kinder insgesamt, 5 davon in paulinas alter, 5 zwischen 2 und 3 jahren) für 5 vormittage.

was würdet ihr machen?

klar hätte ich prima luft, an den übrigen 2 - 3 vormittagen den haushalt zu schmeißen und dann nachmittags komplett für die kinder da zu sein...

wem geht's ähnlich?

lg

julia mit sophie (3 & im kiga vormittags) & paulina (15 mon.) #freu

Beitrag von mondfrau 08.09.08 - 12:14 Uhr

Hallo!

Es tut Euch beiden gut! Also nehm beides in Anspruch.

Ein Beispiel meines Kollegen:

Seine Frau arbeitet Donnerstags und Freitags. Sie hat ihren Knirps auch nur an diesen Tagen in die Krippe. Nach einer gewissen Zeit fing der Kleine an, sich überall nicht mehr einzufügen. In der Krippe nur Terror, zu Hause das Gleiche.

Vorschlag einer Erzieherin war dann, ihn täglich zu bringen, zumindesst für 2 Stunden oder so. Damit er nen festen Ablauf hat. Und seitdem funktionierts.

Ich habe mal gelesen, dass so tageweises in die Krippe geben gar nicht gut ist. Die Kinder schließen keine festen Freundschaften (was will ich mit dem Kind was anfangen, es ist ja morgen eh nicht mehr da!) Sie bekommen Projekte die über ein paar Tage laufen nie ganz mit (Beispiel bei uns: Die Kids haben den einen Tag Obst im Schrebergarten gesammelt, den nächsten Tag habens Obstsalat draus gemacht, am nächsten Tag wurden Bilder von einzelnen Obstsorten gezeigt und gefragt, was sie denn die letzten 2 Tage so gegessen und gesammelt haben, es wurde ein Obstlied gelernt, es geht im Moment alles ein bischen Richtung Erntedank). Ein Kind das beim Obstsammeln und schnippeln nicht dabei war, hat doch am dritten Tag total die Probleme mit dem Programm.

Also ich würde das Angebot Job und KiTa annehmen. Was würde ich drum geben, meinen Haushalt ohne Kind mal geregelt zu bekommen. Deshalb werde ich auch ohne schlechtes Gewissen ab Januar, wenn meine Kurze in den richtigen Kindergarten kommt die KiTa-Stunden erhöhen, meine Arbeitszeit aber nicht und in der "Frei"-Zeit, die ich dann habe, mich um meinen Haushalt kümmern und danach voll für mein Kind da sein.

Gönn es Dir und Deinem Kind!

LG
Cati

Beitrag von jacki.x 08.09.08 - 12:20 Uhr

Hallo,

ich gehe seit mein Sohn Lennart 12 Monate ist wieder arbeiten und er muss sogar 8 Stunden in die KITA. Ich habe es bis jetzt noch nicht bereut, er fühlt sich da sehr wohl unter den anderen Kindern und die machen auch ganz viel schöne Dinge mit den Kindern.

Jetzt ist Lennart fast 26 Monate und zeigt mir schon ganz stolz seine gemalten Bilder, schläft schon im großen Bett und geht noch immer gern zu den Kindern.

Also wir haben bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht und bei unserem zweiten Kind werde ich das auch wieder so machen.

Grüße Jacqueline, Lennart und Krümmel SW10

Beitrag von biene81 08.09.08 - 12:23 Uhr

Ich mache es genau so. Emma liebt es (sie ist bei einer TM), sie hat eine Regelmaessigkeit die sehr wichtig ist fuer Kinder im dem Alter (finde ich) und ich habe Zeit Haushalt zu machen, den Einkauf zu erledigen, Behoerdengaenge, Arztbesuche, etc.
Ich bin seitdem eine bessere Mutter, ganz ehrlich. Viel entspannter, ruhiger und ich habe auch mehr Zeit fuer Emma.

LG

Biene

Beitrag von susanne1978 08.09.08 - 12:26 Uhr

Hallo Julia,

ich würde auch den 5-Tages-Platz nehmen. Ich kann Dir mal kurz von unserer aktuellen Erfahrung berichten.

Ich habe seit Mai 2 Tage die Woche von 7-14 Uhr auf die Kleine (Lilli) einer Freundin aufgepasst. Lilli ist genauso alt wie meine Anna.
Vor den Sommerferien hat es noch geklappt, aber nach den Ferien war hier die Hölle los. Lilli nur noch am heulen und kreischen, hat Anna angebrüllt, wenn diese mit ihr spielen wollte und war kaum zu beruhigen. Alles in allem echt unerträglich, zumal es sich auch extrem negativ auf Anna und ihr Schlafverhalten ausgewirkt hat.

Ich habe meine Freundin gebeten, sich eine andere Lösung zu suchen und nun wird Lilli zu einer Tagesmutter gehen. Dort ist sie mit mehreren Kids zusammen und auch mehrmals die Woche (mehr als 2 Tage wollte ich nicht Tagesmutter spielen).
Das ist für alle die beste Lösung!

Also, nimm den Platz und genieße Deine kostbare Zeit an Deinen freien Tagen!!!!

LG
Susanne mit Anna (fast 19 Mon.) und Mini (8+3)

Beitrag von venuscassandra 08.09.08 - 13:33 Uhr

Huhu,

wieso tust du dir damit so schwer???
Dein Kind geht doch in der Zeit nicht in eine Militäreinheit oder so...;-)
Bei uns sieht es so aus, dass wir unsere Tochter für nächstes Jahr August angemeldet haben, da wird sie 2 Jahr und 5 Monate alt sein...
Und ich gehe nicht arbeiten, wir fangen nämlich ab nächsten Monat (FREU) mit Nr. 2 an...
Unsere Tochter ist so ein soziales Kind, für sie wird es eine super Sache sein dort betreut zu werden und gleichzeitig viele andere Kinder um sich zu haben...
Genieße doch einfach auch die Zeit ohne deine Kiddies und das du die Zeit mit ihnen richtig genießen kannst weil dann alles andere in Ruhe erledigt wurde!!!

LG
Sandra

Beitrag von engelchen28 09.09.08 - 08:28 Uhr

hi sandra!

ich tue mich damit so schwer, weil paulina keine 2 jahre 5 mon. alt ist (wie dein kind, wenn es in den kiga / krippe geht), sondern erst 15 monate! ich habe irgendwie ein schlechtes gewissen, sie 5 vormittage wegzugeben, wo ich doch nur 2 - 3 vormittage außer haus bin.

zusätzlich ist es so, dass ich rein finanziell betrachtet nicht arbeiten muss - eigentlich war es so gedacht, dass ich die vollen 3 jahre elternzeit bei beiden kindern nehme und dann wieder zeitweise einsteige.

nun habe ich aber das attraktive angebot der firma bekommen und plötzlich reizt es mich doch wieder, auch mal raus zu kommen...!

ich könnte auch die 6 - 8 std. / woche abends arbeiten, wenn die kids im bett sind, doch dann geht a) der haushalt komplett unter und b) sehe ich dann meinen mann an den abenden nicht, was auch nicht schön wäre.

ich bezweifle nicht, dass paulina da gut aufgehoben wäre...und doch habe ich ein schlechtes gewissen, weil ich denke, vielleicht wäre sie zu hause bei mama doch besser aufgehoben....in dem alter.

lg

julia

Beitrag von venuscassandra 09.09.08 - 13:05 Uhr

Huhu,

dann kann ich deine Gedanken sehr gut nachvollziehen!
Mh, da wüsste ich glaube ich auch nicht was ich machen würde...
Habt ihr denn schon eine Eingewöhnungszeit gehabt???
Also für meinen Teil wüsste ich, dass es Lea zum jetzigen Zeitpunkt weniger was ausmachen würde als mir, wahrscheinlich wäre mein Gewissen genauso angeknackst...
Und probehalber das Ganze mal zu probieren, geht das oder ist es ganz oder gar nicht???
Weil schlecht ist es auch, es sausen zu lassen und dann das Gefühl zu haben etwas zu verpassen, hoffe du verstehst was ich meine...

LG
Sandra

Beitrag von engelchen28 09.09.08 - 13:48 Uhr

hallo sandra!

ja, das mit dem "sausenlassen" meinte mein mann auch - wahrscheinlich würde ich mich in einem halben jahr ärgern, beides abgesagt zu haben.

die eingewöhnung fängt im oktober an (3 x pro woche 2 stunden, den ganzen oktober durch). ab november geht sie dann 5 x 4,5 std. hin. paulina ist im november 17 monate alt, also fast 1,5 jahre. klingt in meinen ohren schon viel besser als "gerade 1 jahr alt" #;-)!

doch, ich kann das alles probieren. mit dem job habe ich mich nicht festgelegt (da freie tätigkeit) und auch die krippe kann ich monatlich kündigen.

ist alles eine reine kopfsache. ich bin sicher, dass es bei mir wie bei dir ist: es sind die mamas, denen es bauchschmerzen bereitet, nicht die kinder. ich bin sicher, paulina profitiert von dem umgang mit den anderen kindern, der regelmäßigkeit - und ich zuletzt auch, weil ich vormittags arbeite bzw. den haushalt in ruhe schaffe und mich nachmittags in ruhe zu 100 % den kurzen widmen kann.

liebe grüße an dich,

julia mit paulina (15 mon.) & sophie (3 jahre) #freu

Beitrag von venuscassandra 09.09.08 - 13:55 Uhr

Na denn, ran an die Buletten!!!
Ne mal ehrlich, wenn doch alles so flexibel ist würde ich es wahrscheinlich echt drauf ankommen lassen!

Wünsche euch viel Glück und wenn du dran denskt berichte mal, wie es dann letztendlich gelaufen ist... :-)

LG
Sandra

Beitrag von ma-lu 08.09.08 - 13:52 Uhr

Hallo Julia,

ich bin Kita-Leitung und kann Dir aus Erfahrung nur sagen, dass die Kinder, welche nur zwei bis drei Tage die Woche in der Krippe sind, sich eher schwertun als solche, die täglich da sind. Das Problem liegt darin, dass die Kinder sich jedes mal wieder neu "reinfinden" müssen - die anderen Kinder kennen sich besser, haben intensivere Kontakte zueinander und lassen die "seltenen" Kinder oft nicht in ihr Spiel.
Auch für die ErzieherInnen ist es nicht leicht, diese Kinder in die Gruppe zu integrieren - sie kennen es kaum, das Kind kennt sie nicht richtig, und so entsteht nicht die Beziehung, die man sich eigentlich wünscht.

LG
Andrea