Ich bin irgendwie gefrustet und traurig...

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ausnahmsweise_schwarz 08.09.08 - 12:41 Uhr

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Im Prinzip ist es ja kein wirkliches Problem, das ich habe. Aber es belastet mich nun mal sehr und ich muss es einfach mal loswerden.

Mein Freund und ich sind jetzt über 4 1/2 Jahre zusammen. Vor gut 3 Jahren hat er mich gefragt, ob ich seine Frau werden möchte. Ich hab ja gesagt. Wir haben uns aber entschieden noch etwas zu warte, bis ich meine Ausbildung abschließe und sich für ihn beruflich etwas besseres ergibt.

Wir haben unsere Ziele erreicht. Allerdings weicht er immer wieder aus, wenn ich das Thema heiraten endlich mal konkretisieren will. Ich hab manchmal das Gefühl, dass er einfach nicht weiß, was er will. Mal macht er mir Hoffnungen, dass ich endlich mit der Planung beginnen könnte und ein anderes Mal sagt er wieder "nein". Ich weiß langsam wirklich nicht mehr was ich machen soll. Dazu kommt noch, dass wir seit Februar auch eine gemeinsame Tochter haben.

Es macht mir einfach traurig immer wieder in die Warteschleife geschickt zu werden. Immer wieder vertröstet zu werden. Ich liebe ihn sehr und würde ihn wegen der nicht stattfindenden Hochzeit nicht verlassen. Aber ich will endlich wissen, was Sache ist! Jedes Mal, wenn ich ihn drauf anspreche, weicht er entweder aus oder er sagt gar nichts zum Thema.

Mag sein, dass das Ganze hier etwas "unreif" klingt. Aber ich bin keine 16.

Danke für zu"lesen".

Beitrag von biene81 08.09.08 - 12:52 Uhr

Ich wuerde das Thema einfach nicht mehr ansprechen, waere mir persoenlich zu doof und ich haette meinen Stolz.
Ganz ehrlich, ich habe genug Selbstbewusstsein und muss da nicht 1000 Mal nachhaken. Das gaebe mir auch das Gefuehl er wuerde es nur machen damit ich endlich die Klappe halte.


LG

Biene

Beitrag von numb3rs 08.09.08 - 12:58 Uhr

Naja, ich könnte mir vorstellen, dass für Deinen Freund die Tatsache nicht verheiratet zu sein, so die letzte Freiheit ist...
Ein Heiratsantrag ist schnell gemacht, aber es dann umzusetzen ist vielleicht nochmal ein viel größerer Schritt.
Natürlich ist es ein besonderes Zusamengehörigkeitsgefühl, wenn man verheiratet ist, aber schau Dir doch mal die Statistiken an, wieviele Ehen scheitern...
Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen.
Mit einer Heirat hat man keine zusätzlichen Sicherheiten dem Partner gegenüber, auch keine Garantie für Glück oder so ;-)
Genieße einfach die schöne Zeit und forder Dein Glück nicht so heraus.
Ein aufmerksamer und liebevoller Freund ist mehr wert, als ein "gefrusteter" Ehemann.

#klee

Beitrag von ausnahmsweise_schwarz 08.09.08 - 13:47 Uhr

Klar weiß ich, dass ich durch eine Heirat nicht unbedingt die Garantie habe, dass mein Freund auch ewig bei mir bleibt. Die hab ich auch nciht in einer Beziehung. Mal abgesehen davon, wenn er mich schon fragt, dann möchte ich doch auch irgendwann Taten sehen. Das ist doch nur logisch oder nicht?

Beitrag von lumincat 08.09.08 - 13:08 Uhr

Vielleicht setzt du ihn zu sehr unter Druck.

Warte mal ab und schneide das Thema erstmal nicht mehr an, vielleicht kommt er dann von selber;-)

Und wenn nicht, dann geniess die Beziehung, so wie sie ist.
Wie meine Vorschreiberin schon treffend sagte, eine Ehe ist keine Garantie fürs Glück.

Alles Liebe#klee

Beitrag von numb3rs 08.09.08 - 13:23 Uhr

Also, das mit dem "unter Druck" setzen kann ich mir auch gut vorstellen.
Eine Bekannte von mir ist seit ca. 3 Jahren mit ihrem Freund zusammen. Bei jeder Gelegenheit (ob mit ihm allein oder unter Freunden) bringt sie das Thema Heirat an.
Er liebt sie und würde sie schon gern mal fragen, hat auch schon längst einen Ring für sie parat, aber ihn ärgert einfach dieser Druck.
Sie ist mit ihren Anspielungen IMMER schneller, er hat gar keine Gelegenheit mal "einfach von sich aus" zu fragen.
Das ärgert ihn und er hat einem Kumpel irgendwann mal gesagt "wenn sie mal einen Monat lang nicht von dem thema anfängt, dann frag ich sie!"
Ich glaub auf die Gelegenheit wartet er schon über ein Jahr!!!
Blöder Kreislauf!!!

Beitrag von ausnahmsweise_schwarz 08.09.08 - 13:45 Uhr

In den letzten 3 Jahre hab ich ihn vielleicht 4 Mal auf das Thema angesprochen. Von Druck - so finde ich - kann also keine Rede sein.

Deine Bekannte würde mich glaub ich auch nerven. Bei jeder Gelegenheit ist wirklich zu viel. Ich finde auch, dass man sowas so wie so unter sich zuerst besprechen sollte. :-)

Beitrag von numb3rs 08.09.08 - 14:18 Uhr

Was versprichst Du Dir denn konkret von der Hochzeit?

Für viele ist es einfach der Mythos der Heirat, einen Tag im Mittelpunkt zu stehen und dass es dann alles ganz anders und toller wird. Am Ende die Beziehung viel intensiver werden soll...

So ist es aber nicht!

Du mußt Deinem Freund auch eingestehen, dass sich seine Grundeinstellung zur Hochzeit geändert haben kann. In 3 Jahren kann viel passieren, man sieht andere Paare zusammen kommen, heiraten und sich trennen.
Da kommt vielleicht auch persönliche Zweifel...

Nagel ihn doch nicht auf diesen Antrag fest...

Wenn er bereit ist wird er von sich aus auf Dich zu kommen!
Rüttel doch nicht an Deinem Glück herum!

#klee

Beitrag von ausnahmsweise_schwarz 08.09.08 - 15:09 Uhr

Zwischen uns wird sich sicherlich nichts ändern, nur, weil wir verheiratet sind. Wir sind schon eine Familie. Mir würde es das Gefühl einer "richtigen" Familie geben.

Du musst doch auch irgendwo verstehen, dass mich die Situation unglücklich macht nach einer bestimmten Zeit.