18mo.alt,haut und schmeisst sich am boden.

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lexxy 08.09.08 - 13:16 Uhr

was soll ich machen?sobald ich nein sage, schmeisst er die spielzeuge ( was er gerade im hand hat) durch die ganze wohnung, schmeisst sich am boden, weint, wenn ich ihm hochnehme, dann haut mich.das ist nicht normal.

am samstag war ich mit ihm einkaufen. beim metzger hat er schön gespielt solange ich eingekauft hab.ich war fertig mit einkaufen und habe gesagt: komm jetzt gehen wir.nein, er wollte noch spielen.ich habe an die hand genommen, was macht er? schmeisst sich am boden und weint wie am spiess. und alle leute haben geschaut.dann habe ich ihm auf arm genommen und bin ich mit ihm raus. natürlich hat er mich gehauen bis zum auto.mir war so peinlich. und immer wenn ich sage nein , spinnt er ohne ende.
zuhause wenn er sowas macht, bringe ich ihm in sein zimmer, und lasse ihm da bis er sich wieder beruhigt. aber ich habe das gefühl, er versteht noch nicht wenn ich ihm sage, so was macht man nicht, oder das tut mir weh.

wie macht ihr es?

danke.

und, was machen eure kinder mit 18 mo?wie ist es mit spielsachen aufräumen?machen eure schon?

Beitrag von venuscassandra 08.09.08 - 13:25 Uhr

Huhu,

natürlich versuchen alle Kinder mit solchen Aktionen ihren Willen durchzusetzen... sie können ja noch nicht genauso wie wir mit Argumenten diskutieren...
Wir entscheiden der Situation nach wenn es etwas ist, wo wir durchaus mal ein Augu zudrücken können machen wir das, beim Bocken im Geschäft geht es sofort in den Wagen und sie darf etwas festhalten oder Sachen die wir ihr geben in den Wagen packen...
Bei anderen Situationen kommt es auch bei uns mal vor, dass wir sie in ihr Zimmer schicken und sie austoben lassen.
Geschmissen werden bei uns nur Bälle, alles andere wird einmal geworfen mit dem Hinweis, dass es beim nächsten Mal wegkommt... das passiert dann auch... aber mittlerweile brauchen wir nix mehr zu sagen denn sie weiß was dann passiert...
Wir haben von Anfang an auf unsere Konsequenz geachtet, denn das ist etwas worauf sich die Kinder verlassen können müssen!!!
Das Aufräumen wurde bei uns ab da wo es sinnvoll war in das Abendritual aufgenommen... deswegen haben wir bisher gar keine Probleme damit...

LG
Sandra

Beitrag von bokatis 08.09.08 - 13:34 Uhr

He!
Mal keine Panik - das ist GANZ NORMAL! Mein Kleiner ist auch knapp 18 Monate und zur Zeit ziemlich anstrengend......ein Besuch vor kurzem im Zoo war der Horror, weil er nicht zu den Tieren in die Gehege rein konnte bzw. durfte und ich ihn überall wegzerren musste, er hat gestrampelt und geheult und gebrüllt....und macht das gerne auch mal beim Einkaufen, wenn ich weiter will, er aber nicht....jetzt beginnt eben die berühmte Trotzphase, die ist nicht zu verhindern und holt uns alle ein!!!!

Ich versuche dann, ruhig zu bleiben, das Gebrülle weitestgehend zu ignorieren und ihn irgendwie abzulenken. Natürlich erkläre ich ihm auch, was los ist, warum wir jetzt gehen müssen oder warum er was nicht darf, auch wenn er es noch nicht so richtig versteht, das gehört dazu, alles zu erklären.

Peinlich muss dir das wirklich nicht sein, jeder, der mal Kinder hatte, weiß, wie das ist und wird das verstehen! Früher dachte ich auch: Ohje, verzogene Gören usw...aber jetzt weiß ich: Das ist normal und passiert bei jedem Kind!

Grüße und durchhalten!
Kristina

Beitrag von ena71 08.09.08 - 13:45 Uhr

hallo
das ist ganz normal und nennt sich Trotzphase, das ist keine böswilligkeit Deines Sohns, sondern der erste Schritt zur Unabhängigkeit.

Bitte seit nicht böse auf Eure Kinder wenn sie in einen Anfall von Wut und Verzweiflung geraten, sie bekomme das oft Selber nicht mit (ein Trotzendes Kind verliert für Momente den Bezug zur Wirklichkeit, danach vergisst das Kind alles).

So ein Anfall baut sich immer dann auf wenn eine "Begrenzung" erlebt wird, Kind will etwas kann es aber nicht....Kind will wieder etwas, aber darf es nicht..
es hat ein Selbstbild (das möchte ich können, erreichen) aber irgendwie gehts eben nicht... da es noch nicht damit umgehen kann kommts zu diesen Trotzanfällen..(das kind steuert das nicht , das passiert auch mit dem Kind! bewusst eingesetzt wirds, erst mit 3 oder 4! )
Wie lange das gehen kann?
bis es gelernt hat anders damit umzugehen, bis es Kompromisse schließen kann, so ca mit 4 oder 5 eben... aber die heftigeste Zeit beginnt eben mit 12 bis 24 Monaten und geht ca 2 Jahre lang ...

jetzt bedeutet das Gelassen bleiben, nie ein Nein zurücknehmen, Grenzen bleiben bestehen! das sich windende Kind in Ruhe lassen es dauert 5 bis 15 Minuten, einen Rückweg anbieten, ich frage dann z.B. ob sie (ich habe eine totzende Tochter) etwas trinken möchte... und abwarten..., danach kommt das Kind wieder zu Dir..

ich versuche nicht sie zu trösten oder etwas zu erklären geht sowieso nicht...

Bei Hauen halte ich die Hände fest und sage NEIN AUA laut setze sie ab und halte meine Hände zum draufhauen hin, hau hier hin wenn du wütend bist... das sind angestaute Emotionen, kien echten Aggressionen .


Es gibt viel gute Literatur darüber ...

Liebe Grüße
ena

(die Trotzphase haben ALLE Kinder, wenn nicht stimmt was nicht!)