Welche Krankenkasse fürs Baby?

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von ralax 08.09.08 - 14:31 Uhr

Hallo liebe Mit#schwanger,

man geht ja so die ein oder andere Frage während der Schwangerschaft durch und wir sind jetzt bei der Frage angekommen, in welche Krankenkasse das Baby später gehen soll.

Unsere Situation:
Mein Mann ist privat versichert und verdient natürlich auch mehr, ich bin gesetzlich versichert.

Ursprünglich dachte ich, das Kind muss automatisch in die KK desjenigen, der mehr verdient. Jetzt habe ich aber gelesen, dass man ggf. das Kind auch in die gesetzliche KK mitnehmen kann.

Rechnet man die privaten Beiträge mal auf 18 Jahre, kommt man bei gut 20.000 € raus! Das ist ne Stange Geld. Auf der anderen Seite zahlen sie natürlich auch spezielle Therapien und sämtliche Behandlungen die die gesetzliche KK nicht zahlt.

Vielleicht gibt es hier ein paar Mamis mit ähnlicher Konstellation, die sich mit dem Thema schon mal beschäftigt haben und mir ein paar Infos und Argumente für das eine oder das andere geben können?

LG
mo
11+0

Beitrag von muffin357 08.09.08 - 14:35 Uhr

also in der Elternzeit bist du noch über deien alte Krankenkasse weiterversichert -- bis dahin kann dein kind auf jeden fall bei dir mitversichert sein .... -- wenn du nach der elternzeit wieder arbeitest, dann geht das sogar dann auch noch weiter ... - nur wenn du später zuhause bleibst und keinen soz-vers-pflichtigen job hast, müsste dein kind privat versichert werden ... -- also kostenmässig würd ich es so machen ... -- alles andere wäre ja rausgeschmissenes geld... -- und eine zusatzversicherung kann man später ja immer noch abschliessen, wenn man noch heilpraktiker, zahn oder sowas dabeihaben will....

lg und alles gute
tanja

Beitrag von ralax 08.09.08 - 14:42 Uhr

Ich bin selbstständig, aber pflichtversichert (Künstlersozialkasse) und Sozialabgabepflichtig. Werde nach dem Elternjahr offiziell weiter arbeiten und meine Beiträge zahlen.

Beitrag von tinar81 08.09.08 - 14:51 Uhr

Ich würde auch die gesetzliche KK bevorzugen, da ein Kind schon genug kostet. Da du das Kind solange bei dir versichern kannst wie du elterngeld beziehst, bzw. wenn du danach arbeiten gehst auch noch weiterhin, wäre es ja dumm, monatlich einen horrenden Betrag auszugeben.

Zusätzlich kannst du ja eine priv. Zusatzversicherung machen, dann hast du auch mehr Leistungen die die gesetzliche KK nicht bezahlt.

Eine Freundin von mir ist mit einem Versicherungsmakler verheiratet und sie haben 2 Kinder. Er ist selbstverständlich privat verischert, aber da er genau weiß wie teuer eine private Versicherung ist, sind beide Kids bei der Mama versichert. Alle 3 haben eine Zusatzversicherung so dass die Leistungen der privaten in nichts nachstehen, sparen aber monatlich einen wahnsinnigen Betrag (Frauen und Mädchen sind ja privat immer teuerer als Männer und Jungs!)

LG Martina, Sebastian fast 3 J und Viktoria 36+6

Beitrag von schirmi 08.09.08 - 15:32 Uhr

Hallo,

wir sind in der selben Situation und haben uns entschlossen, unsere Maus privat zu versichern.

Das war auch die Empfehlung meines Gyn und meiner Stiefmama (die Kinderärztin ist). Die gesetzliche KK baut immer mehr an Leistungen ab und man muß für eine optimale Versorgung meistens eh zusätzlich privat versichern. Außerdem genießt man als Privatpatient eben Vorteile (schneller Termin, kurze Wartezeiten, alternive Behandlungen, Hausbesuche etc.).

Uns ist es das für unser Baby wert. Wir werden etwa 100 € im Monat für die Versicherung zahlen.

lg schirmi

Beitrag von miau2 08.09.08 - 18:00 Uhr

Hi,
ob ihr die Wahl habt kann dir anhand deiner Angaben keiner definitiv sagen. Denn es gilt, dass das Kind dann nicht in die GKV-Familienversicherung kann, wenn der privat versicherte Elternteil

- das höhere Jahreseinkommen hat UND
- sein Jahreseinkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Den letzten Punkt könnt nur ihr beurteilen.

Wenn diese Punkte erfüllt sind, dann sind die Argumente für oder gegen hinfällig, denn dann habt ihr gar keine Wahl.

Wir hatten die Wahl trotz Erfüllung beider Punkte (einer der sehr wenigen Vorteile unverheirateter Eltern ;-)) und haben uns für die GKV entschieden. Gründe dafür waren:

- die hohen Beiträge (im ersten Jahr 160 Euro, danach - gesundes Kind vorausgesetzt, was bei uns dann aber so nicht gewesen wäre - irgend etwas um die 100 - 120 für den Anfang bei einer anderen Kasse, die Kinder ab 1 nimmt, Arbeitgeberanteil mal unberücksichtigt)

- es ist einfach so, dass auch in der GKV für Kinder relativ viel übernommen wird. Und mit meiner KV (Techniker) hatte ich bisher auch nie wirkliche Probleme. Zweibettzimmer gibt es in unserer Kinderklinik ab Kleinkindalter eh nur (und was anderes wäre die PKV von meinem Freund auch nicht gewesen), die Aufnahme eines Elternteils (oder Oma, Opa...) ist sogar bei planbaren Dingen Pflicht und natürlich kostenlos für den Elternteil (inkl. Verpflegung), Oberärzte gucken sich hier auch gesetzlich versicherte an (auch die Chefärzte) - ob also wirklich irgendwo ein Unterschied in allem, was man so als normal im Laufe eines Kinderlebens erwarten kann gemacht wird weiß ich nicht. Evtl. später bei Dingen wie Zahnbehandlung, aber dafür kann man immer noch für erheblich weniger Geld eine entsprechende Zusatzversicherung abschließen.

Umgekehrt haben auch schon einige Mütter privat versicherter Kinder berichtet, dass ausgerechnet ihre doch scheinbar "bessere" Versicherung Zicken macht bei einigen Dingen, die die GKV übernehmen würde.

Wir haben in der PKV einfach keinerlei Vorteil gesehen, der die hohen Kosten rechtfertigen würde.

Ach so, und bei unserem KiA warten alle gleich lang, wie eine Mutter, die nach uns an der Anmeldung stand und betont hat, das ihr Kind privat versichert wäre sehr unsanft erfahren musste. Kann natürlich arztabhängig sein, aber ich hatte sowohl dort als auch beim Facharzt nie Probleme, einen Termin zu bekommen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von lieserl 08.09.08 - 18:05 Uhr

Hallo!

Das ist so nicht ganz richtig! Du musst dein Kind seperat versichern, allerdings kannst du es entweder privat oder freiwillig gesetzlich versichern (was nicht billiger sein muss)!
Wenn deine Elternzeit rum ist musst du dich (falls du keinen Versicherungspflichtigen Job hast) auch privat oder freiwillig gesetzlich versichern.


Grüße
Lieserl, bei der das auch so ist.

Beitrag von 17051976 08.09.08 - 21:14 Uhr

Hallo,
bei uns ist es so :
Ich gesetzlich pflichtversichert,mein Mann ist Privat.
Unser Sohn ist bei mir kostenlos mitversichert über die Fam. Versicherung.
Wir müßen zur Überprüfung der Fam. Versicherung, jedes Jahr einen Steuerbescheid einschicken.
Habe unsern Sohn privat Zusatzversichert für ca. 10 Euro im Monat.Da ist man wesentlich billiger dran wie komplett privat versichert !!

Lg Isa

Beitrag von lieserl 09.09.08 - 07:24 Uhr

Hallo!

Dann ist liegt dein Mann nicht über der Beitragsbemessungsgrenze. Ist meist bei Selbstständigen der Fall...

Grüße

Beitrag von charlotte_n 08.09.08 - 22:38 Uhr

Hallo,

das was miau geschrieben hat ist richtig! Ihr könnt nicht wählen ob privat oder familienversichert werden kann! Ich nehme an, ihr seid verheiratet oder? dann gilt das hier:

(3) Kinder sind nicht versichert, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist; bei Renten wird der Zahlbetrag berücksichtigt.

(Nicht Mitglied einer Krankenkasse = privat versichert)

Dein Kind kann aber freiwilliges Mitglied einer gesetzl. Kasse werden, am besten du erfragst wie hoch der Beitrag bei deiner Kasse ist! Ist meist aber nicht so hoch!

Ich hoffe ich konnte helfen!

LG charlotte_n


Beitrag von ralax 09.09.08 - 10:34 Uhr

Danke für eure Tipps! Ich sehe, ich muss doch mal mit meiner KK sprechen.

Die Erfahrung, dass man im normalen Praxisbetrieb nicht so lange warten muss als Privatpatient habe ich auch noch nie gemacht. Allerdings bekam mein Mann schneller einen OP-Termin.

LG #danke
mo

Beitrag von ralax 09.09.08 - 13:22 Uhr

So, habe eben mit der KK telefoniert. Man, das ist kompliziert.

Also, da mein Mann 2002 noch angestellt und nicht privat versichert war, liegt die Bemessungsgrenze fürs aktuelle Einkommen bei 48.150,- €. Da er mit seinem Gehalt darunter liegt, kann ich einen Antrag für das Baby zur Aufnahme in die Familienversicherung stellen.

Wir können uns also aussuchen, was wir machen :-)

Danke noch mal für eure Hilfe!


LG
mo

Beitrag von miau2 10.09.08 - 17:48 Uhr

Hi,
dann überlegt es Euch gut, denn wie weit ein Wechsel später noch möglich wird weiß ich nicht.

Bereut haben wir unsere Wahl bisher noch nie, das noch als Argument für die GKV ;-).

Viele Grüße
Miau2