Schnelle Geburt - aber schlechtes Krankenhaus (lang)

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von moppel.1 08.09.08 - 14:54 Uhr

Am 17.08.2008 wachte ich morgens mit leichten Blutungen auf. Weil mein Mann auf dem Weg zur Arbeit war, fuhr mich meine Mutter ins Krankenhaus. Dort angekommen war die Blutung so gut wie weg. Rann ans CTG - alles in Ordnung. Nachdem die Hebamme 20 min brauchte den diensthabenden Oberarzt zu erreichen, (der duschte grade seelenruhig) sagte ich schon zu meiner Ma - hier kann man sein Kind auf dem Fußboden kriegen und noch kein Arzt in Sicht. Als er es dann doch noch einrichten konnte sah er meinen Mutterpaß ein und meinte "Sie bleiben heute hier die Geburt ist in Gange und am Anfang ihrer Schwangerschaft war ihr Blutdruck so schlecht. Ich war natürlich begeistert#schreiweil mein Blutdruck 125/77 war an diesem Morgen und mein ET war auch erst der 25.08.08
Ich bezog also mein Zimmer und fügte mich meinem Schicksal. In der Nacht machte ich kein Auge zu. Ständig hatte ich so komische Schmerzen im Rücken und zudem schnarchte meine Bettnachbarin was das Zeug hielt.#schmoll Am Montag kam ich ständig ans CTG welches natürlich keine Wehen anzeigte. Am Nachmittag hatte ich schon solche Schmerzen im Rücken, das ich anfing auf die Uhr zu sehen. Alle 10 min!! Ich sagte das der Stationsschwester worauf diese meinte ihr CTG zeigt keine Wehen an. Gegen 18 Uhr verabschiedete sich meine Schwägerin da kamen die Wehen bereits im 4 min Takt. Ich konnte bald nicht mehr vor Schmerzen. Also schleppte ich mich wieder zur Stationsschwester und bettelte das eine Hebamme zu mir kommt um nach meinem Muttermund zu sehen. Sie meinte nur - Sie haben keine Wehen sonst könnten Sie hier nicht mehr stehen. So ne blöde Kuh. Gegen sieben erbarmte sich die Hebi und schaute nach mir und gab mir ein Buscopan Zäpfchen gegen den Schmerz.(half nicht) Später sagte sie mir wenn die nicht helfen dann hat man richtige Wehen. (na toll, ich wußte das ich richtige Wehen habe) Also veratmete ich tapfer auf Station meine Wehen. Gegen 20 Uhr schaute die Hebi nach meinen MuMu und siehe da 5 cm!! Ab da ging alles ganz schnell - Mann anrufen, Sachen für den Kreißsaal zusammensuchen und los ging es. Dort angekommen gab es den Einlauf und noch ne schöne Spritze in den Po für stärkere Wehen und einer schnelleren Muttermundöffnung. #schwitzKurz darauf kam mein Mann und ich aufs Kreißbett. Natürlich war zwischendurch auch noch Schichtwechsel bei den Hebammen und ich eine lästige Nebensache. Als dann die Presswehen anfingen meckerte die neue Hebi nicht pressen es fehlen noch 1-2 cm. Mach das mal. Wer entbunden hat weiß das das kaum möglich ist. Na ja irgendwann war sie dann da - unsere Anna.
Der Horror ging dann in den nachfolgenden Tagen weiter. Die Schwestern waren alle überarbeitet. Kein nettes Wort zu den Patienten. Uns wurde nicht gezeigt wie man sein Kind anlegt. Frauen die nicht stillen konnten mußten ihren Kindern Tee geben, weil es in diesen Kh keine Pre Nahrung für Säuglinge gab. Und zu guter letzt wurde in unser Zweibettzimmer noch ein Bett geschoben weil schon alle Zimmer überbelegt waren. Wir konnten kaum treten und mußten unsere Babys ständig hin und herschieben um mal aufs Klo zu kommen. Für mich war dieses Geburtserlebnis und die schlechte Behandlung in diesen Kh so einschneidend, das ich es einfach nicht verarbeiten kann.

Beitrag von pegasus75 08.09.08 - 15:24 Uhr

wo hast du denn entbunden????in welcher stadt/Krankenhaus??

Beitrag von moppel.1 08.09.08 - 17:19 Uhr

In der Spreewaldklinik Lübben. Beim Kinderarzt habe ich Mütter getroffen denen es ähnlich dort ergangen war. Scheint also keine Ausnahme gewesen zu sein.#schmoll

Beitrag von dida160301 10.09.08 - 15:53 Uhr

Herzlichen Glückwunsch erstmal!

Oje, aber daß ist echt mies. Die Geburt des Kindes ist einer der wichtigsten und prägensten Momente im Leben einer Frau. Es ist echt mies, wenn man diese Zeit dann mit so schlechten Erinnerungen verbindet.

Bei meiner 1. Geburt hatte ich auch eine blöde Hebamme. Daß werde ich auch nie vergessen.

Bei der 2. Geburt hatte ich tolle Leute um mich herum. Auch dann auf der Station waren sie ganz toll.

Und bei unserem 3. Kind werde ich wieder dahin gehen und dann auch meine Nachsorgehebamme als Beleghebamme nehmen, denn die mag ich ganz besonders und so weiß ich auch daß ich nicht wieder eine Hebamme habe die irgendwie keine Lust hat zu arbeiten (wie bei unserem 1. Kind).

LG
Daniela

Beitrag von leonie133 01.10.08 - 20:10 Uhr

tja, also das ist zwar alles nicht so toll aber 1. gibt es keine Krankenhäuser bzw. Geburtsstationen wo Neugeborene auf Dauer NUR Tee bekommen wenn nicht gestillt wird und 2. kann ich es echt nicht verstehen, warum man nicht ein kleines Bisschen investiert in eine Beleghebamme??! #kratz Dann hat man kein Problem mit schlechtgelaunten und wechselnden Hebammen die man nicht kennt, sondern von Anfang bis Ende eine vertraute Person, die sich ausschließlich um Dich kümmert. Immer wieder beschweren sich hier Frauen über die schlechte Behandlung im KH, aber sind zu uninformiert oder zu geizig (??) mal die paar Kröten für eine Beleghebi zu bezahlen...
Trotzdem alles Gute und herzlichen Glückwunsch!!!
LG Leonie

Beitrag von nisivogel2604 04.10.08 - 15:48 Uhr

Hallo Leonie,

hier in Lübeck gab es auch schon mal über 3 Tage keine Pre Nahrung, weil gestreikt wurde und ich denke DU bist nicht so richtig informiert, was Beleghebammen angeht. Die erlauben nämlich viele KHs immer noch nicht. Hier ist es auch nur in der Uni Klinik möglich, und die KS Rate dort liegt bei 83% !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!. Im anderen KH ist sie KS Rate bei 36%, aber keine Beleghebis erlaubt. Wofür entscheidet man sich da wohl??

LG Denise