Nackenfaltenmessung ja oder nein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von helenlin 08.09.08 - 14:59 Uhr

Hallo ihr Lieben,
nur ganz kurz zu mir, bin 30 J. und zum ersten Mal schwanger, jetzt 8+1 und wir sind ganz furchtbar glücklich darüber. Natürlich kommen jetzt so viele Fragen und Entscheidungen auf einen zu und ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen...
Habt ihr oder lasst ihr eine Nackenfaltenmessung machen? Meine FÄ (fühle mich sehr gut aufgehoben bei ihr) meinte wir sollen uns das gut überlegen, denn das Ergebnis sei oft sehr schwammig und dann mache man sich unnötig viele Sorgen bzw. unternimmt deswegen sogar eine gefährliche Fruchtwasseruntersuchung. Da ein Gendefekt ja auch durch andere Faktoren sehr wahrscheinlich auffällt, wollen wir eigentlich auf diese Untersuchung verzichten. Was macht ihr?
Danke für eure Meinungen und Erfahrungen!
LG Helen

Beitrag von beatchen 08.09.08 - 15:04 Uhr

Hallo Du,

ich hatte mich GEGEN eine NFM entschieden....wenn es keine Konsequenz gibt,warum sich verrückt machen oder mit einer FWU ein Risiko eingehen?

Liebe Grüße
Beate

Beitrag von yvivonni 08.09.08 - 15:04 Uhr

Hallo Helen,

ich bin 36 und bekomme mein 5.Kind.
Ich habe keinerlei Untersuchungen gemacht, ausser die FD in der 19.Woche.
Aus dem Grund, weil sich nichts für uns ändern würde.
Selbst wenn es behindert sein sollte, würde ich es nicht wegmachen lassen, wobei man nicht mal den Grad der Behinderungen sehen kann.

Lg Yvi

Beitrag von paulsliebling 08.09.08 - 15:04 Uhr

Hallo,

ja genau vor dieser Entscheidung stehen wir auch gerade. Uns hat die Frauenärztin nur gesagt, das sie uns da nicht von abraten möchte, aber auch nicht dazu.
Wir sind uns noch nicht 100%ig sicher, aber ich denke das wir es nicht machen lassen werden. Ich bin erst 24 Jahre und in unseren Familien gibt es keinerlei gendefekte.
Ich glaube, ich konnte dir nicht wirklich weiterrhelfen, da ich selbst viel zu unentschieden bin.
lg paulsliebling

Beitrag von anyca 08.09.08 - 15:06 Uhr

Wir lassen es sein. Da hat man dann statistische Werte, aber keine definitive Aussage. Sicherheit hätte man nur durch eine Fruchtwasseruntersuchung, aber die bringt ein Fehlgeburtsrisiko mit sich.

Ich bin insgesamt skeptisch, was die Pränataldiagnostik angeht. Im entfernteren Bekanntenkreis gibt es zwei Fälle, wo den Paaren zur Abtreibung geraten wurde weil das Kind angeblich schwer behindert sein würde - beide Paare haben sich für ihr Kind entschieden und die Kinder sind kerngesund! Wer weiß, wieviele gesunde Kinder jedes Jahr wegen solcher Fehldiagnosen abgetrieben werden?#schock

Beitrag von danisma 08.09.08 - 15:07 Uhr

Hallo, ich bin 8+1 und habe am 30.09.08 meinen nächsten Termin bei dem auch ND gemessen wird.
Tja da gehen die Meinungen auseinander. Man muß vorher abwägen, würde ich mich gegen ein behindertes Kind entscheiden??? Wie gehe ich mit einem möglichen negativen Ergebnis um?? Sicher hört man öfters daß auch falsche Ergebnisse rauskommen, es ist ja auch nur ein 1:irgentwas aber wenn es da weit fehlt....tja ich habe das schon bei meinem Sohn machen lassen und werde es auch diesmal tun. Allerdings hat es bei mir ein soll ich oder soll ich nicht nie gegeben war/bin mir da 100%ig sicher finde es einfach nur beruhigend.
Alles Gute
Danisma

Beitrag von giggi77 08.09.08 - 15:08 Uhr

Hi Helen,

wir haben die NF-Messung und ein Organscreening machen lassen. Im Nachhinein gesehen würd ich beim 2ten Kind (wobei, jetzt muss erst mal das erste raus) nur mehr die NF-Messung machen lassen.

Haben damals auch lange überlegt, uns aber dafür entschieden. Allerdings weiss ich nicht, was wir gemacht hätten, wenn das Ergebnis "negativ" ausgefallen wäre, die Nackentranzparenz also erhöht gewesen wäre.
Denke, dass dich ein positives Ergebnis beruhigt in die Schwangerschaft gehen lässt, auch wenn ein Restrisiko bleibt.

Giggi

Beitrag von conny3483 08.09.08 - 15:09 Uhr

Hi,

ich habe das auch nicht machen lassen, denn wie du bereits sagst ist das Ergebnis eher schwammig und was würdest du denn machen wenn das Ergebnis lauten würde "Ihr Kind wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 % mit einer Behinderung auf die Welt kommen??? Es sind noch 30 % übrig die dagegen sprechen! Wenn du dir jetzt sagst das würde keinen Einfluss haben auf deine Entscheidung für das Kind dann denke ich ist es rausgeschmissenes Geld.

Gruß Conny

Beitrag von sisi08 08.09.08 - 15:12 Uhr

Wir haben uns auch dagegen entschieden, da wir das Kleine auch bei einer Behinderung behalten würden, von daher war es uninteressant.

Im übrigen gab es im Bekanntenkreis eine Fehldiagnose diesbezüglich. Es hieß, der Junge würde zu 70 % behindert werden und er ist heute 5 und quitsch-fiedel!

Außerdem sagte mein Arzt mir, dass er es auch auf dem ganz normalen Ultraschall relativ genau sehen kann, ob die Nackenfalte i. O. sei!

Beitrag von fabienne78 08.09.08 - 15:15 Uhr

Hallo Helen,

bevor Du Dich mit dem Thema auseinander setzt, solltest Du Dich fragen, was Du mit einem negativen Ergebnis anfangen würdest.
Und dann das andere Problem: Die NFM errechnet Dir ja auch nur eine weitere Prozent-Zahl aus. Entweder erhöht sich das Risiko oder es wird geringer. Was dann ?
Ich sehe dem allen sehr "skeptisch" entgegen, weil ich nicht vor der Entscheidung "Leben ja oder nein" stehen möchte. Ich werde in ein paar Tagen 30 Jahre alt und mein FA meinte, dass das Risiko in meinem Alter (habe keine weiteren Faktoren, die das Risiko erhöhen) nicht allzu groß sei (es wird von Jahr zu Jahr höher, aber wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit ist noch sehr gering. Habe dazu einen Link:
http://www.humgenpeine.de/pat_pe.php ).

Wie schon gesagt, überlege Dir vorher, wie Du mit dem Ergebnis umgehst. Was ist, wenn Du statt einem Risiko von 1:894 nach der NFM ein Risiko von vielleicht 1: 300 hast. Würdest Du dann eine Fruchtwasseruntersuchung wagen (hier ist aber das Risiko (so weit ich weiß) einer Fehlgeburt bei 0,5 %, also 1:200) ? Das sind alles Dinge, die man sich vorher mal durch den Kopf gehen lassen sollte.

Also, ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, das alles in Ordnung ist und rede mit Deinem Partner am besten Mal in Ruhe darüber, welche Untersuchung Sinn macht und wie ihr mit den Ergebnissen umgehen möchtet.

Alles Liebe, Fabienne

P.S. Hier noch ein interessanter Link für NKM:
http://www.9monate.de/Nackenoedem.html

Beitrag von helenlin 08.09.08 - 15:31 Uhr

Danke euch sehr und eigentlich habt ihr mich darin bestätigt meinem BAUCHgefühl zu vertrauen und davon aus zu gehen, dass schon alles gut gehen wird! Werden da natürlich noch mal in Ruhe drüber reden, aber ich denke, ein negatives Ergebnis würde tatsächlich nichts ändern außer das "gute Gefühl" eben.
Also 1000 Dank und euch allen weiterhin alles Gute!

Eure Helen + #ei

Beitrag von ichliebees 08.09.08 - 15:32 Uhr

Hallo Helen!!

Wir haben eine NTM machen lassen, und ich bin sehr froh darüber! Wir hätten niemals weitere Schritte eingeleitet (auch keine Amniozentese) aber so wissen wir, dass unser Krümel mit keiner schweren Krankheit auf die Welt kommt, wenn es so gewesen wäre, hätten wir uns auch darauf einstellen können. Ich war am Abend vorher recht ... tja, traurig, aufgeregt, und mein Mann wollte den Termin schon absagen, aber ich habe mich dann doch dafür entschieden und das Ergebnis war super, eine Woche später war das Blutergebnis da und wir kriegen eine gesunde Tochter (das Outing kam natürlich erst später).
Allerdings: WENN (!) du eine NTM machen läßt, lies vorher dir nicht alles im Internet durch... Das habe ich getan und deshalb war ich so aufgeregt.
Eine Amniozentese birgt Risiken für das Kind und wenn nicht gravierende Gründe vorliegen, würde ich es nicht machen... Das ist natürlich wie alles andere auch NUR meine persönliche Meinung!!!

Viel Glück und alles Liebe!
Tanja mit #baby 25+4

Beitrag von anyca 08.09.08 - 15:56 Uhr

"aber so wissen wir, dass unser Krümel mit keiner schweren Krankheit auf die Welt kommt"

Nein, wißt ihr nicht. Ihr wißt nur, daß die Wahrscheinlichkeit (!) für bestimmte (!) Erkrankungen gering ist. Gibt genug Krankheiten/Behinderungen, die sich dadurch gar nicht erkennen lassen.

Beitrag von ichliebees 08.09.08 - 16:06 Uhr

okay!

Beitrag von erstes-huhn 08.09.08 - 15:49 Uhr

Ich an deiner Stelle würde es nicht machen.

Gerade die NFM ist ja nur eine Wahrscheinlichkeitsangabe, dafür würde ich das Geld nicht ausgeben. Zumal ein Restrisiko bleibt, das in deinem Fall ja doch sehr gering ist.

Wenn du aber ein hohes Maß an Gewissheit brauchst, für deine SS, kann ich dir nur zu einer Fruchtwasseruntersuchung raten. Da gibt es natürlich das Risiko des Abgangs, aber das liegt bei absoluten Spezialisten bei 0,5%. Allerdings würde ich in deinem Alter auch DAS Risiko nicht eingehen, sondern einfach der Natur ihren Lauf lassen.
Eine echt gute Adresse für diese FU ist www.praenatal. de, da war ich auch in diesem Jahr (in Düsseldorf) sehr professsionel und menschlich.