Schwanger durch Vergewaltigung

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von *Geschockt* 08.09.08 - 15:58 Uhr

Hallo,

ich möchte gern mal eure Meinung hören.

Es geht um meine beste Freundin. Ich habe heute herausgefunden, dass sie vor 3 Wochen anscheinend mit KO-Tropfen "gefügig" gemacht wurde und vergewaltigt wurde. Sie war mit mir im Kino und anschließend in einer Cocktailbar. Nach 2 Cocktails bin ich nach Hause gegangen da sie einen Kollegen getroffen hatte und noch bleiben wollte. Heute ist sie damit rausgerückt, das sie am nächsten Tag morgens in Ihrem Garten aufgewacht ist mit Schmerzen im Unterleib und blauen Flecken an den Oberschenkeln. Sie erzählte das sie so aufgewühlt gewesen war, das sie keinen klaren Gedanken fassen konnte. Die Erinnerung an den Abend hat sie komplett verloren. Sie weiß nur noch das sie noch austrinken wollte, als ihr Kollege bereits gegangen war.
Bei einem Arzt war sie nicht! Die Pille nimmt sie aber anscheinend ist doch was passiert. Sie hielt mir heute heulend einen positiven SST vor die Nase.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht was ich ihr sagen oder tun soll! Wollte sie zu einer Beratungsstelle schleppen aber das hat sie abgelehnt. Bin der Meinung sie braucht professionelle Hilfe aber sie lehnt alles ab.

Was würdet ihr tun?




Beitrag von pupsi-hupsi 08.09.08 - 16:17 Uhr

Uihhh ... ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall für Sie da sein ! ... und versuchen sie doch "umzustimmen" ... dass Sie ersten zum Doc geht ... zweiten eine Anzeige - von mir aus auch gegen unbekannt macht - und dritten zu einer Beratungsstelle geht.

Ich wünsch Deiner Freundin ALLES GUTE ! - es gibt doch nix schrecklicheres für eine Frau wie vergewaltigt zu werden ODER ???!

Beitrag von *Geschockt* 08.09.08 - 16:24 Uhr

Ich bin auf alle Fälle für sie da. Bin nur grad selber ziemlich durch den Wind. Ich kann sie wirklich gut verstehen. Das schlimmste daran ist ja, das Sie sich an NICHTS erinnern kann. Und die Schwangerschaft natürlich...

Habe auch gesagt sie solle sich vom Arzt anschauen lassen, aber sie meinte da gäbe es nichts mehr zu "sehen". Eine Anzeige wird sie definitiv nicht machen, dazu kenn ich sie zu gut. Werde auf alle Fälle versuchen Sie noch zu einem Arzt oder eine Beratungsstelle zu schleppen.

Beitrag von evi-ma 08.09.08 - 18:59 Uhr

kann's voll verstehen, dass du durch den wind bist...
wie steht denn deine freundin zu dem kind? und hat sie einen grund genannt, warum sie noch nicht mal zu einer beratungsstelle will?
wünsch dir viel kraft, für sie dazusein. #liebdrueck
lg, evi

Beitrag von *Geschockt* 08.09.08 - 19:49 Uhr

Sie schämt sich und will das ganze verdrängen. Ich hab Sie heute quasi auf frischer Tat ertappt als ich sie besucht habe, sonst hätte sie warscheinlich nicht mal mir etwas erzählt.

Wie sie zu dem Kind steht weiß ich nicht. Muss vielleicht erwähnen das sie ein Kind und einen festen Freund hat, der als Fernfahrer allerdings viel unterwegs ist. Sie wollte von mir wissen, was sie mit dem ungeborenen Kind jetzt machen soll. Hatte das Gefühl sie realisiert noch nicht das es wirklich um SIE geht. Sie möchte nicht drüber sprechen und nicht darüber nachdenken. Das macht mich ja so hilflos. Ich meine sie kann es ja nicht ewig ignorieren.

Ach Mann... Ich weiß nicht was ich machen soll/kann! Sie möchte ja nicht wirklich was von meinen Hilfsangeboten wissen.

Beitrag von blaue-rose 08.09.08 - 20:53 Uhr

Hallo *Geschockt*,



es ist sehr schwer für deine Freundin und auch für dich mit der Situation umzugehen.

Ich finde es sehr gut das du ihr helfen möchtest. Wichtig ist das du für sie da bist, ihr zuhörst wenn sie bereit ist zu reden. Ich kann sie auch verstehen das sie Angst davor hat zum Arzt zu gehen oder eine Anzeige zu machen. Ich denke sie hat große Angst das sie dabei Fragen gestellt bekommt die sie nicht beantworten möchte oder kann, dadurch durchlebt sie alles noch einmal. Ich denke es wird auch sehr schwer zu beweisen das sie vergewaltigt wurde wenn sie nicht zum Arzt war.
Wichtig ist das du für sie da bist wenn sie dich braucht. Eine Beratungsstelle ist auch nicht schlecht, aber sie muss bereit sein dort hinzugehen. Es nutzt nichts wenn du sie unter Druck setzt um dorthin zu gehen. Es könnte dann sein das sie ganz zu macht und auch dir nicht mehr vertraut. Wenn sie bereit ist hinzugehen frage sie ob du mitgehen sollst um sie zu unterstützen.


Freundliche Grüße baue-rose

Beitrag von chris1902 08.09.08 - 21:14 Uhr

Hallo!

„Blaue Rose“ hat es sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich möchte noch etwas ergänzen:

Da Du im Moment die Einzige bist, die an sie herankommt, würde ich Dir vorschlagen, dass Du selbst Dich erst mal informierst, wie Du ihr richtig helfen kannst, ohne womöglich noch mehr Schaden anzurichten.

Sie selbst würde ich in keiner Weise unter Druck setzen – sie hat’s schon schwer genug.

Weiß ihr Freund Bescheid?

Es ist wichtig, dass er nicht die Nerven verliert, wenn er es erfährt. Es muss ihm klar sein, dass sie absolut nichts dafür konnte.

Es hängt jetzt sehr viel von seiner Reaktion ab. Irgendwelches „Rachegetue“ seinerseits ist jetzt ebenso unangebracht wie Vorwürfe ihr gegenüber. Beides kann aber passieren. Wenn Du mit ihr redest, frag‘ sie, ob sie Angst hat, es ihm zu sagen. Bitte tue aber nichts, ohne es mit ihr abgesprochen zu haben.

Welchen Eindruck macht sie auf Dich?

Nicht auf sie einreden und sie zu einer Beratung „schleppen“ (ich weiß, dass Du’s nicht so gemeint hast). Eine Möglichkeit wäre aber, dass DU erst mal dorthin gehst und Dich schlau machst, wie Du Dich verhalten kannst.

Bis bald!


LG

Beitrag von *Geschockt* 09.09.08 - 08:25 Uhr

Hallo Chris,

vielen Dank für deine Antwort.

Bisher hab ich mich im Netz ein bisschen schlau gemacht aber selbst zu einer Beratungsstelle zu gehen, ist eine sehr gute Idee auf die ich nicht gekommen wäre.#danke

Ihr Freund weiß nichts davon. Sie hat ihn seitdem auch erst einmal für 2 Tage gesehen und da haben sie sich anscheinend gestritten, da sie so "komisch" ist. Wie gesagt er ist teilweise sehr wenig daheim. Am Wochenende ist er aber wieder für eine Woche zuhause. Das Sie ihm nichts erzählt hat, kann ich sogar verstehen. Er ist ein ziemlich rauher Typ den ich nie emotional gesehen habe. Da bisher ja quasi "nichts" passiert ist (da sie ja selbst nicht weiß was passiert ist), möchte sie ihm auch nichts erzählen und hat mir gedroht ihm bloß nichts zu erzählen. Mit der Erkenntnis der Schwangerschaft muss sie sich jedoch was überlegen.

Da sie nicht zu einer Beratungsstelle, zum Frauenarzt, Polizei oder sonstwohin wollte, werde ich sie auch weiterhin nicht "zwingen". Ich habe ihr natürlich angeboten mitzugehen aber sie wollte weder mit mir noch ohne mich gehen. Ich denke sie hat einfach Angst das ihr nicht geglaubt wird. Sie hat keinerlei Beweise und kann sich an niemanden erinnern. Ich kann sie da auch wirklich verstehen und würde ich sie nicht kennen, würde ich vielleicht auch anders darüber denken.

Beitrag von *unbekannt* 08.09.08 - 21:18 Uhr

Hallo,

es ist wirklich sehr schlimm was deiner Freundin passiert ist.

Berufsbedingt kenne ich auch solche Fälle. Einige, die wahr sind und andere, die aus genau so einem Grund oder auch anderen erfunden wurden (bitte nicht falsch verstehen). Ich will niemanden irgendetwas unterstellen.

Warum will deine Freundin denn keine Anzeige erstatten oder sich professionell beraten lassen?

Das einzige, was du wahrscheinlich im Moment für sie tun kannst ist einfach nur da zu sein und auch später egal welche Entscheidung sie treffen wird. Ein Kind aus einer Vergewaltigung ist bestimmt auch ne heikle Sache mit der man fertig werden muss und das wünsche ich niemanden. Auch hier bitte nichts falsch verstehen, ich bin selber Mutter.

lg unbekannterweise

Beitrag von *Geschockt* 09.09.08 - 08:32 Uhr

Hallo,

also erfunden hat sie das ganze sicher nicht, dazu kenn ich sie einfach zu gut. Wir kennen uns seit Kindertagen und wenn sie fremdgegangen wäre oder ähnliches, hätte sie mir das eher erzählt als so eine Geschichte. Ihr Verhalten hätte glaube ich auch keinem Zweifel gelassen, das tatsächlich etwas passiert ist.

Sie will denke ich nichts unternehmen, weil sie 1. Angst hat das ihr keiner glaubt (ohne Beweise, Indizien usw.) und 2. sie momentan am liebsten alles vergessen würde

Ich würde ihr auch nie etwas raten was diese Schwangerschaft angeht. Ich bin auch Mutter und absoluter Abtreibungsgegner jedoch wüsste ich nicht was ich in so einem Fall machen würde. Deshalb wollte ich mit ihr zu einer Beratung gehen.

LG

Beitrag von bubberly 09.09.08 - 02:05 Uhr

Hi!
Erstmal wirklich daumen hoch, sowas ist schwer und sie braucht jemanden. Ich war schon mal in deinen Schuhen. Meine Freundin war immer eine lebensfrohe und lustige Person und von einem Tag auf den anderen nicht mehr. Ich dachte mir nichts dabei, da gerade eh Schulstress war und ich es darauf bezogen habe. Dann begannen Ferien und sie war immernoch so. Ich sprach sie drauf an, aber von ihr kam nur: " Alles ok, glaub mir"! Jedenfalls sagte mir mein Gefühl das es nicht stimmt. Ich habe nochmal versucht mit ihr zu reden. Immer und immer wieder. Bis sie wirklich verstanden hat, dass ich mich um sie Sorgen mache und ihr helfen will. So erzählte sie mir das ihr "bester Freund" sie vergewaltigt hat. Und das sie nicht mehr weiß was, wo, wie, wann. Ich hab ihr versucht zu helfen zur Beratungstelle, Arzt oder einfach nur ihre Mutter, aber sie wollte nicht. Dann hab ich ihr erzählt wenn sie es nicht macht, wie will sie denn eine Entscheidung treffen und das ich egal was passiert an ihrer Seite stehe. So sind wir zur Beratung. Sie hat sich alles angehört und ich war an ihrer Seite. Dann sind wir zur Polizei und anzeige gemacht. Da sie mir alles erzählt hat durfte ich mit rein und versuche es richtig auszudrücken wenn sie es nicht konnte. Jedenfalls hat sie sich leider gegen alles entschieden. Ich stand trotzdem zu ihr. Der "Mann" wurde festgenohmen. Dann hatte ich ungefähr zwei Jahre keinen Kontakt mehr zu ihr, da ich umzog. Dann sah ich sie wieder nach zwei Jahren. Sie hat mich erkannt und kam angerannt zu mir und warf ihre Hände um meinen Hals und sagte die ganze Zeit nur Danke!
Bitte stehe zu deiner Freundin, wenn sie dir das schon erzählt ist es ein RIEßEN großer Schritt für sie und sie vertraut dir SEHR!!! Helf so gut es geht!

lg bubberly + #baby boy 20.Woche

Beitrag von *Geschockt* 09.09.08 - 08:42 Uhr

Hi,

Danke für deine Antwort.

Das Problem bei meiner Freundin ist das Sie gar nicht weiß was in dieser Nacht passiert ist. Die verbliebenen Spuren sind nicht mehr sichtbar und sie hat Angst ihr würde keiner glauben, was ja nicht auszuschließen ist. Deshalb tut sie warscheinlich bisher so als wäre nichts passiert.
Ich hoffe sie überdenkt ihre Entscheidung einfach nochmal und geht doch zu einer Beratungsstelle. Habe auch versucht ihr klarzumachen, das die Ihr dort bei der Entscheidung helfen können. Leider ist sie noch nicht soweit, sie möchte ja noch nicht mal zum Frauenarzt. Ich hoffe sie überdenkt bald ihre Entscheidung.

Ich werde heute selbst einen Termin bei einer Beratungsstelle machen. Vielleicht kann man mir da sagen, wie ich mich jetzt am besten verhalte.

LG

Beitrag von evi-ma 09.09.08 - 11:13 Uhr

hey, du bist ja echt ne treue seele, wie du dich um deine freundin kümmerst. ich denk, das ist eine gute idee, wenn du dich selbst mal erkundigst, wie du ihr jetzt die größte hilfe sein kannst. als gute beratung kann ich dir die profemina.de empfehlen. die werden garantiert sensibel damit umgehen und sich auch ausreichend zeit nehmen. alles gute dir! lg, evi

Beitrag von *Geschockt* 09.09.08 - 15:54 Uhr

Danke für deine Worte aber ich denke es ist doch selbstverständlich ihr zu helfen. Kann sie damit nicht alleine lassen. Ich habe jetzt schon einige Notfalltelefonnummern gesammelt und auch eine persönliche, geschulte Ansprechpartnerin für Sie besorgt. Sie sieht langsam ein das Verdrängung nichts bringt und ich hoffe das sie sich bald irgendwo meldet.

LG

Beitrag von chris1902 09.09.08 - 10:35 Uhr

Hallo Du!

Na ja, ich kann sie verstehen. Die blauen Flecke sind weg, sie weiß vermutlich nicht, wer es war bzw. hat nix mitbekommen und wer weiß, welche Fragen ihr bei der Polizei gestellt würden.

Jetzt machen wir doch mal Folgendes:

Was wissen wir denn sicher?

Wir wissen nur, dass sie von irgendwem schwanger ist und dass der Verursacher nicht ihr Freund ist. An die Vergewaltigung kann sie sich nicht erinnern. Wegen der Schmerzen im Unterleib wäre es trotzdem gut, wenn sie sich untersuchen lassen würde.

Wenn sie es nicht möchte, OK kann man auch nichts machen.

Sie möchte keine Beratung aufsuchen, nicht zur Polizei, nicht zum Arzt. Sie hat Angst. Durch nichts tun geht das Problem aber nicht weg. Sie ist schwanger und sie braucht einen Ausweg.

Gib ihr bitte die folgende Telefonnummer. Dort kann sie jeder Zeit, Tag und Nacht kostenfrei anrufen, wenn sie allein ist und genug Mut gefasst hat. Niemand wird sie nach ihrem Namen fragen. Sie kann sich einen Vornamen ausdenken, damit man sie ansprechen kann.

Darunter ein Link. Dort findet sie Möglichkeiten, wie sie sich per Mail melden kann, am besten über eine extra dafür eingerichtete Mailadresse, zu der sonst niemand Zugriff hat.

Notruf für Schwangere in Notlagen

0800 456 0 789

http://www.sternipark.de/default.asp

Sie soll sich die Nummer irgendwo hinschreiben, damit sie ggf. später anrufen kann, falls sie das jetzt noch nicht schafft. Eine durch Vergewaltigung schwangere Frau IST in einer akuten Notlage – und sie hat Anspruch auf einfühlsame Hilfe und Unterstützung. Beides bekommt sie. Sie allein entscheidet, was sie annehmen möchte und was nicht.

Diesen wirklich kleinen Schritt muss sie aber alleine schaffen.

Grad‘ hab‘ ich gelesen, dass es evtl. ganz anders gewesen sein könnte. Das ist egal. Deine Freundin hat ganz offensichtlich Angst und weiß aus ihrer Situation keinen Ausweg. Wenn sie anonym reden kann, fällt es ihr vielleicht leichter, offen zu reden. Sie muss sich für nichts rechtfertigen. Niemand wird ihr Vorwürfe machen, egal, was passiert ist.

Du kannst auch erst mal selbst dort anrufen, dann aber bitte nicht über den Notruf, sondern die Tel.-Nr. auf der Website, damit der Notruf nicht blockiert wird.

Ich hoffe, das hilft ihr weiter.

LG

Beitrag von *Geschockt* 09.09.08 - 15:59 Uhr

Nochmals danke. Hab Ihr jetzt bereits einige Telefonnummern und eine persönliche, geschulte Ansprechpartnerin besorgt wo sie überall anrufen kann. Der Rest liegt bei Ihr. Sie scheint langsam zu verstehen das verdrängen nichts bringt.

LG

Beitrag von connie73 09.09.08 - 16:25 Uhr

hi
mal abgesehen davon , das sie nicht nur vergewaltigt wurde, scheint sie davon auch noch schwanger geworden zu sein, was ja wohl darauf hindeutet, das der oder die täter kein/e kondome benutz haben. sie sollte auch alleine schon wegen hiv infektionen und auch anderen geschlechtskrankheiten, wie auch clamydien untersucht werden.
lg und sei für sie da, aber überzeuge sie davon zum arzt zu gehen.
connie

Beitrag von *noname* 09.09.08 - 21:32 Uhr

Hallo,

es tut mir wirklich sehr leid für deine Freundin. Das ist das schlimmste was einem passieren kann.

Warum will sie denn nicht zur Polizei gehen und erstattet Anzeige gegen unbekannt. Es gibt dort Beamtinnen, die eigens für solche Fälle geschult werden und die einfühlsam mit den Frauen umgehen. Was derjenige getan hat ist eine Straftat und sollte man ihn ausfindig machen (irgendjemand muss doch auch was mitbekommen haben) sollte er dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Mit aller Wahrscheinlichkeit wird sie auch nicht die Einzige gewesen sein mit der er dies getan hat und auch nicht die letzte und es gibt vielleicht schon eine Menge anderer Frauen die bei der Polizei wahren. Jeder noch so kleine Hinweis ist hilfreich und führt evtl. zum Erfolg, aber dafür müssen viel mehr Frauen den Mut finden das zur Anzeige zu bringen.

Zum anderen will ich sagen, dass du jetzt einfach für sie da sein musst. Dränge sie zu nichts, aber wie ich schon gelesen habe kümmerst du dich selbst und gehst zu Beratungsstellen. Das find ich super. Obwohl ich mir denke, dass das auf die Dauer nicht ausreichen wird. Ich stell mir solch einen Vorfall doch als extreme psychische Belastung vor, die professionelle hilfe erfordert. Nicht das alles noch schlimmer endet als es eh schon ist. Vielleicht brauch sie erstmal nur Zeit um das für sich zu verarbeiten und wird dann den Weg zu einer entsprechenden Stelle finde.
Wozu du sie "überreden" solltest ist zum Arzt zu gehen. Allein schon wegen sämtlicher Krankheiten, die sie sich so eingefangen haben könnte.

Kopf hoch und ich finds klasse was du für deine Freundin tust.

Beitrag von *Geschockt* 10.09.08 - 09:03 Uhr

Hallo,

ja ich gebe dir Recht das der Weg zur Polizei sicher anderen Frauen helfen könnte, aber wenn Sie es nicht will werde ich sie nicht drängen. Was den Arztbesuch angeht so muss Sie das früher oder später wegen ihrer Schwangerschaft sowieso, bei diesem Besuch bin ich auch definitiv dabei und werde sie unterstützen.

Das es nicht reicht, wenn ICH zu Beratungsstellen gehe, ist ja klar aber den Schritt dort anzurufen oder hinzugehen muss sie von sich aus machen. Ich kann zwar mitgehen aber diesen Schritt muss sie alleine machen. Ich habe aber das Gefühl das sie zu diesem Schritt bald bereit sein wird, ihn vielleicht sogar schon getan hat.