Hilfe! Trotzphase! Wie soll ich reagieren?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nunneli 08.09.08 - 20:00 Uhr

Hallo urbianerinnen!
Ich brauche dringend eure Hilfe!! Meine Knoddel (2 3/4 Jahre) ist heftig in der Trotzphase. Das selbst ist nur am Rande das Problem. Ich habe keine Probleme damit, wenn ich weiß, was sie mit einem Wutausbruch erreichen will. Neuerdings ist es aber so, dass sie einfach so, ohne dass was war, ohne Verbot, ohne dass sie was will, meist auch nach dem Schlafen beim Aufwachen einen riesigen Tobsuchtanfall kriegt. Und ich kann da auch irgendwie nichts tun, denn sie will gleichzeitig, dass Mama das Zimmer verlässt und kaum ist man Richtung Tür, heißt es "ich will meine Mama!" Kommst du zurück, sagt sie, ich soll weggehen. Genauso ist es mit Trösten. Will man sie in den Arm nehmen, heißt es "lass mich in Ruhe", lässt man sie daraufhin in Ruhe, will sie getröstet werden und macht man sich dann daran, stößt sie einen wieder weg. Den Anfall zu ignorieren hab ich auch schon versucht. Das klappt nicht. Dann ende ich wieder bei ewiglangem "Ich will meine Mama" und dem Klimbim, was ich bereits beschrieben habe. Und irgendwann, teilweise nach minuten, teilweise aber auch erst nach einer halben, dreiviertel Stunde macht es wie Klick und sie will dann doch getröstet werden und ist wieder ein "normales" weinendes Kind. Manchmal scheint sie sich auch nicht wirklich an ihren Wutausbruch zu erinnern und das macht mir Sorgen. Hat eine(r) von euch mit so einem Verhalten Erfahrungen? Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Versteht mich nicht falsch: ich weiß, dass die Ausbrüche sein müssen und an sich hab ich mit "normaen" Wutanfällen auch kein Problem. Aber mit diesen speziellen Fällen schon, weil ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, weil jedes Verhalten falsch zu sein scheint. Ach ja, wichtig ist vielleicht auch noch, dass unsere Nachbarin, die Mama von ihrer besten Freundin nur kurz reinzuschauen braucht und schon kriegt sie sich wieder ein! Warum kriege ich das nicht hin? Ich schreie nicht mit ihr, weil ich weiß, das bringt gar nichts und weil sie nicht sie selbst ist, sondern bleibe ganz ruhig, sage ihr, dass ich da bin und verstehe, dass sie im Moment ein ganz schönes Gefühlschaos durchlebt. Hilft echt alles nichts... Wer weiß Rat??
Danke für eure Hilfe jetzt schon!!!

Beitrag von jn81 08.09.08 - 20:49 Uhr

Hallo nunneli,
klicke mich gerade seit langem mal wieder ins Forum, weil ich wegen exakt dem gleichen "Problem" kurz vorm verzweifeln bin:-[ Wollte gerade deshalb losschreiben;-)
Mein Sohn 2,5 Jahre macht das im Moment auch, gerade nach dem Mittagsschlaf. Ich freu mich total auf ihn und er flippt total aus, schreit will auf den Arm, dann wieder doch nicht, dann soll ich gehen, dann wieder nicht. Er schreit manchmal 20 min. und lässt sich nicht beruhigen, denke schon manchmal er ist nicht normal#schock An die Trotzphase habe ich noch gar nicht gedacht. Heute sollte er wie jeden Tag zum Abendessen reinkommen, da hat er geschrien wie am Spieß und sich auf den Boden geworfen#schrei Da lag er und hat total gebockt.
Konnte Dir nicht wirklich helfen sorry, bin aber beruhigt, dass ich nicht alleine bin mit meinem kleinen Terroristen#schein
Liebe Grüße Jenny mit Tim

Beitrag von bine3002 08.09.08 - 20:58 Uhr

Also Java hat das auch schon ab und zu, aber (noch) nicht ganz so extrem und auch nicht so oft. Also die normalen Trotzanfälle hat sie schon einige Male am Tag, aber dieses "ich will" und dann "ich will nicht" kommt vielleicht alle 2 bis 3 Tage mal vor.

Ich lasse mich auf jeden Fall nicht hin und her schicken. Wenn sie sagt, dass ich gehen soll, dann gehe ich auch erstmal. Wenn ich dann nach kurzer Zeit wiederkomme, veruche ich es erstmal mit einem kleinen Scherz, d.h. ich versuche sie zum Lachen zu bringen und damit ist dann schon mal das Eis gebrochen und sie lässt sich trösten.

Hast Du das mal probiert?

Beitrag von nunneli 08.09.08 - 21:08 Uhr

Hallo Bine,
nein, hin- und herschicken lasse ich mich auch nicht. Normalerweise sage ich ihr, dass ich dann jetzt ins Wohnzimmer gehe und sie jederzeit zu mir kommen darf und ich mich freue, wenn sie kommt. Aber teilweise kann ich da dann bleiben, bis ich schwarz werde und wenn ich reingehe, schickt sie mich eben wieder raus. Aber die Idee mit dem Scherz klingt gut. Werde ich morgen (tippe jedenfalls leider mal auf morgen) gleich mal ausprobieren. Bisher habe ich es nur auf die liebevolle mitleidige Art versucht. Aber vielleicht ist Ablenken und zum Lachen bringen vielleicht gerade richtig. Oder der Kasper muss mal nachhorchen, was sie hat. Vielleicht kann der ihr helfen...
Vielen lieben Dank!!
Elke

Beitrag von vertigo 08.09.08 - 21:27 Uhr

Hallo,

unsere Tochter (1 1/2) zeigt seit ein paar Tagen genau das gleiche Verhalten. "Mama Arm", will ich sie dann hoch nehmen, will sie nicht und schreit. "Trinken", reiche ich ihr ihren Becher, will sie ihn nicht mehr, um dann aber noch lauter zu schreien, wenn ich ihn dann wegstelle usw., usw.

Bei uns scheint die Lösung im Ignorieren zu liegen. Jeglicher Versuch, sie zu trösten oder abzulenken lässt das Geschrei nur noch lauter werden (Unser Highscore waren glaube ich 1 1/2 Stunden....). Wenn wir einfach nur ruhig bleiben und sie ignorieren, kommt sie relativ schnell runter. Klappt bei uns wirklich.

Ich wünsche Euch, dass Ihr auch schnell eine Lösung findet!
Viele Grüße
vertigo

Beitrag von chips29 08.09.08 - 21:44 Uhr

Hallo,
hat sie solche "Anfälle" immer nur direkt nach dem Schlafen oder auch im normalen "Wachzustand"? Ich frage deshalb nach, weil meine Tochter solche Anfälle manchmal nachts hat. Am nächsten Tag weiß sie nichts mehr davon. Sie hängt dann irgendwo zwischen wach und schlaf und ist nicht sie selbst. Hat glaube ich auch nichts mit dem normalen Trotzen zu tun.
Sie hat doch tatsächlich mal 1 1/2 h lang mitten in der Nacht einen riesen Radau vollführt weil sie nicht wollte, dass ICH in MEINEM Bett liege. Da half auch gar nichts! Einfach nur durchhalten und ruhig bleiben! Sie hatte zwar die Augen auf und hat gesprochen bzw geschrien, war aber definitiv nicht wach!
Nach dem Mittagsschlaf habe ich das zwar noch nicht erlebt aber meine Tochter macht auch schon ewig keinen Mittagsschlaf mehr!
Sorry jetzt ist es lang geworden #bla
Grüße

Beitrag von nunneli 08.09.08 - 22:00 Uhr

Hallo chips29,

so wie du das beschrieben hast, hatte sie es vor einem halben Jahr etwa eine Weile und dann war es wieder gut. Da war sie aber auch so gut wie nicht ansprechbar. Heute ist sie bei ihren Wutausbrüchen komplett wach und sie scheint auch zu wissen, was sie sagt. Nur eben nicht, was sie will. Irgendwie will sie dabei gar nichts außer brüllen und weinen...#schmoll Aber sie ist definitiv wach, denn es ist nicht nur nach dem Schlafen, wenn auch überwiegend.
Danke für deine Hilfe!!!
Lg, Elke