Warum stillen so viele Frauen nicht?

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Beitrag von mysterya 08.09.08 - 20:17 Uhr

Hallo Ihr!
Ich habe gerade mein 1. Kind bekommen, eine kleines Mädchen, wir haben sie Julie Marlen genannt. Die Kleine wird jetzt 1nen Monat alt und wird voll gestillt, nach den üblichen Startschwierigkeiten hat das auch super geklappt.

Jedoch ist mir schon im Krankenhaus aufgefallen, dass nur ganz wenige Mütter wirklich gestillt haben. In meinem Zimmer habe ich 4 junge Muttis sozusagen kennen gelernt und sie alle haben ihre Kinder mit Flasche gefüttert. Sie haben nicht mal versucht zu stillen. Deren Kinder waren folglich gleich von anfang an satt und zufrieden und still, während meines bis zum Milcheinschuß natürlich nicht so richtig satt wurde und quengelte. Da ist mir der Verdacht gekommen, dass viele gar nicht stillen wollen, weil das ja am Anfang viel unbequemer und anstrengender ist (die Kinder quengeln, die Milch muss sich erst noch richtig bilden, die Brustwarzen sind erstmal wund usw.)??? Eine Mutti kam sogar zu mir und sagte: "Also das mit dem Stillen würde ich dir nicht empfehlen, das tut weh an den Brüsten." (tss wie hat die dann die Geburt überstanden)


Ich verstehe das jedoch irgendwie nicht. In jeder Broshure, jedem Heft beim Arzt, jedem Buch zum Thema Schwangerschaft und Geburt sthet doch wie gut stillen fürs Kind ist und wie viele Vorteile es hat (Allergieschutz, enge Mutter-Kind-Bindung, günstige und auf das Kind angepasste Ernährung, Nahrung nach Bedarf, sodass man die Kinder nicht so leicht überfüttern kann, Nahrung die immer und schnell verfügbar ist usw.). Ich finde stillen schön. Meine Kleine im Arm zu halten, sie anzugucken während ie trinkt und wie sie dann zufrieden einschläft nach dem stillen - Das ist doch toll. Auch zu sehen wie man selber Milch produziert ist irgendwie naja *gg* ein Erfolgserlebnis.
Forscher haben auch herausgefunden, dass man bei 6 Monaten voll stillen ca. 500 Euro spart.

Also, versteht mich nicht falsch, wenn sich ne Mutti gar nicht mit dem gedanken Milch zu geben anfreunden kann okay, dann gibt sie eben die Flasche, aber warum machen es so viele nicht, wo es doch so viele Vorteile hat?

Mysty

Beitrag von tragemama 08.09.08 - 20:20 Uhr

Hallo Mysty,

ich kann nur von mir sprechen: Ich hatte einen KS bei 37+3, dann erst am vierten Tag den Milcheinschuss. Meine Tocher hatte sehr starke Gelbsucht, davon sind die Kinder sehr müde, ergo: sie trinken schlecht. Gerade Flüssigkeit brauchen sie aber, um das Bilirubin im Körper abzubauen. Ein blöder Kreislauf, wegem dem ich mit Zufüttern früh anfangen musste. Nach drei oder vier Wochen war von einem Tag auf den anderen meine Milch komplett weg und auch mit sämtlichen Hebi-Tricks und tagelangem Anlegen nicht mehr zum Laufen zu bringen.

Andrea

Beitrag von ks83 08.09.08 - 22:30 Uhr

Hast du denn abgepumpt,ich meine zusätzlich zum Anlegen?

Beitrag von tragemama 09.09.08 - 11:04 Uhr

Ja, alle 2 Stunden....

Beitrag von ks83 09.09.08 - 19:25 Uhr

Komisch...Bei mir wars nämlich genau anders rum...Alle dachten,das klappt nie,weil mein Kleiner auf Intensiv lag und ab dem Moment,in dem ich ihn das erste Mal angelegt habe(nach 10Tagen) hat er die Flasche nicht mehr gemocht und das Stillen passte...
Finde es immer heftig,wie unterschiedlich das bei den Leuten ist,wobei ich trotzdem denke,dass bei den meisten(nicht bei dir) ein Stück Bequemlichkeit dabei ist...Und wenn man es dann wenigstens zugibt,finde ich das auch absolut in Ordnung,denn es muss ja jeder für sich entscheiden!!Aber diese Ausreden finde ich schlimm...

LG,Lene

Beitrag von anni0182 08.09.08 - 20:21 Uhr

Warum zerbrichst du dir nen kop darüber???

1 hast du dir ja eh schon antworten gegeben auf deine frage und
2 ist es jedenselbst überlassen was er macht.

Beitrag von pegsi 08.09.08 - 20:22 Uhr

tss wie hat die dann die Geburt überstanden

Vollnarkose? ;-)

Stillen ist auch Moden unterworfen. Vermutlich ist es im Umfeld der Frauen eher unüblich zu stillen, während es bei Dir andersherum ist. Die Forscher sagen ja auch alle paar Jahre mal - stillen gut - stillen schlecht - stillen gut - stillen schlecht
Da muß halt jeder für sich selbst entscheiden, was er - oder besser sie - angenehm findet. Letztendlich ist eine glückliche Flaschenmami immer besser als eine unglückliche Stillmami.

Beitrag von le_sheep 08.09.08 - 20:24 Uhr

hi,

ich fand stillen ätzend.

Gut, ich war nicht informiert und werde es beim nächsten bestimmt wieder probieren, aber hier nur ein paar Gründe,warum ich es nicht prickelnd fand:

-Ich konnte keine halbe stunde spazieren gehen, da lief ich schon wieder aus, hatte ständig nasse shirts etc.
-Nachts hatte ich einmal die stunde ein nasses shirt& nasse bettwäsche.
-Im hochsommer stank ich ständig nach saurer Milch.
-mika hat mich ständig angeschrien, die Brustwarze nicht genommen und nach ner woche auch die stillhütchen ausgespukt.
-Fertigmilch ist planbarer. ich war nur im streß, weil ich ständig angst hatte, dass mika hunger bekommt, mit der Fertigmilch konnte ich mich relativ schnell auf einen Rhythmus verlassen.
-Auch Papa kann mal füttern. Auch er hatte Am Anfang probleme, sich mit der neuen Situation zurecht zufinden. Das Füttern hat ihm sein Kind näher gebracht.


Diese Gründe und noch mehr haben mich dazu gebracht, auf Fertignahrung umzusteigen!

Das finde ich okay so, denn wir waren alle zufriedener und besser gelaunt!

LG
sheep

Beitrag von ks83 08.09.08 - 22:32 Uhr

Finde ich nachvollziehbare Gründe,gerade die Geschichte mit dem Papa,aber warum warst du nass??
Das ist mir in denletzten 6,5 Monaten vielleicht 3mal passiert,und da sind mir die Stilleinlagen verrutscht...

LG,Lene

Beitrag von tiffi74 08.09.08 - 20:25 Uhr

Hallo,

also ich bin auch eine Mutti die nicht gestillt hat.
Ich habe mich gegen das stillen entschieden weil ich eine sehr große Oberweite ( 85 F ) habe die dazu auch wirklich schwer ist. Es sind so ca. 6 kg.
Wenn da noch der Milcheinschuss dazugekommen währe hätte ich das nicht mehr tragen können und ich glaube ich hätte Angst gehabt das mir die Dinger gleich um die Ohren knallen. Ausserdem hätte ich Schwierigkeiten gehabt überhaupt einen Still-BH zu finden. Wenn dann hätte ich in Spezialgeschäften gehen müssen und das währe zu teuer geworden. Ich zahle ja so schon für einen BH um die 50€.

Deshalb habe ich mich von Anfang an für eine Flaschennahrung entschieden. Ausserdem war Papa immer mächtig stolz seine Tochter zu füttern.

Und kuscheln kann man beim Fläschen geben auch.

Liebe Grüße
Britta & Larissa #stern

Beitrag von katjafloh 08.09.08 - 20:47 Uhr

#kratz Das mit der Oberweite ist nicht wirklich ein Grund. Oder? Ich hab 80 G jetzt beim Stillen 80 H. Und? Ist kein Problem für mich gewesen. Natürlich konnte ich nicht in der Öffentlichkeit stillen. Na ja die Blicke kannst Du Dir denken. Aber es geht. #pro Ich habe mit meiner Oberweite 2 Kinder 6 Monate voll und bis 11/13 Monate teilgestillt. Auch wenn die Stillbh´s teuer waren, aber mehr wie 2 Stk. brauchst Du nicht. Und zu teuer? Die Fertigmilch ist auch teuer.

LG Katja

Beitrag von ks83 08.09.08 - 22:34 Uhr

Durch 6 Monate stillen spart man etwa 500 Euro,soviel kosten die BHs doch nicht,oder?
Aber ich kann deine Angst verstehen,gerade,was das gewicht angeht...

Beitrag von janine2785 08.09.08 - 20:27 Uhr

Hallo,

das ist doch jeder Mutter selber überlassen, viele können auch nicht stillen, ist dir das schon mal in den Sinn gekommen?
Vor und Nachteile gibt es bei so vielen Dingen und den Leuten ist es egal.
Klar bist du jetzt stolz auf dich weil du stillst, aber lass es doch jeden so machen wie er will.
Konzentriere dich auf dich und dein Kind anstatt dir den Kopf über sowas unnützes zu zerbrechen. Ändern wirst du es ja eh nicht, und was bringt es dir zu wissen warum es Mütter gibt die nicht stillen???

LG

Janine

Beitrag von akti_mel 08.09.08 - 20:44 Uhr

"viele können auch nicht stillen, ist dir das schon mal in den Sinn gekommen?"

Viele? Die Zahl der Frauen, die nicht stillen KÖNNEN, ist verschwindend gering.

Und außerdem: Wieso reagierst Du gleich so gereizt?

Gruß

Beitrag von puenktchens.mama 08.09.08 - 20:48 Uhr

Woher weißt Du denn, dass angeblich nur ganz wenige Frauen nicht stillen KÖNNEN? Es sind mit Sicherheit sehr viele mehr, als Du denkst!!!

Beitrag von pegsi 08.09.08 - 20:49 Uhr

im Geburtsvorbereitungskurs wurde uns auch gesagt, dass mindestens 99% der Frauen stillen könnten, wenn sie nicht so schnell aufgeben würden...

Beitrag von puenktchens.mama 08.09.08 - 20:50 Uhr

Ja ist klar. Gut dass alle immer so gut darüber Bescheid wissen #gaehn

Beitrag von akti_mel 08.09.08 - 20:50 Uhr

Und woher weißt Du, dass es sehr viele mehr sein sollen?

Würde es keine Fertignahrung geben, was wäre denn dann? Dann würden wohl alle Kinder verhungern. Komisch, ich glaub, da hat sich die Natur was bei gedacht.

Grüße

Beitrag von puenktchens.mama 08.09.08 - 20:51 Uhr

Meinst Du nicht, dass schon Frauen Stillschwierigkeiten hatten, lange bevor es industriell hergestellte Säuglinngsnahrung gab?

Beitrag von pegsi 08.09.08 - 20:53 Uhr

Ja, im 18. Jahrhundert gab es ganz viele Leute mit Schwierigkeiten - vor allem bei den Reichen. Die mußten dann immer Ammen für ihre Babys suchen. ;-)

Beitrag von akti_mel 08.09.08 - 20:55 Uhr

Mit Sicherheit. Aber die haben dann nicht aufgegeben, weil sie ja keinen Ersatz hatten.

Grundsätzlich können bestimmt mind. 98% der Frauen stillen. Viele geben dann halt leider schnell auf.

Gruß

Beitrag von janine2785 08.09.08 - 20:54 Uhr

Wofür gab es dann damals schon Ammen die die Kinder fremder Frauen gestillt haben?
Und wieso kommst du darauf ich sei gereizt?
Das bin ich keineswegs.

Beitrag von akti_mel 08.09.08 - 20:58 Uhr

Ammen? Die konnten sich doch nur die Reichen leisten. Und die Bauern und die einfachen Arbeiter? Die haben ihre Kinder gestillt. Was blieb ihnen auch anderes übrig, wenn sie es nicht verhungern lassen wollen. Auch bei Stillproblemen.

Es "klang" gereizt.

Gruß

Beitrag von janine2785 08.09.08 - 21:09 Uhr

Also die Familie meines Mannes wohn in Kroatien im hintersten Hinterland in einem Dorf in dem es erst seit 6 Jahren Strom gibt, eine befestigte Straße gibt es dort noch nicht, fließend Wasser ist Luxus. So dort leben ausschließlich Bauern und ob du es glaubst oder nicht dort gibt es noch Ammen die die Nachbarskinder stillen wenn die Frau wieder aufs Feld muss. Meine Oma konnte auch nicht stillen, sie hat meinen Vater mit Mondamin und Kuhmilch groß bekommen (der übrigens nicht 1 einzige Allergie hat) Natürlich gibt es viele Frauen die nicht stillen wollen und sagen das sie nicht können. Aber meine Hebamme sagte uns auch das z.B. durch Stress die Brust von einer Minute auf die adere aufhören kann Milch zu produzieren.
Dazu kommt auch das manche Kinder von der Muttermilch nicht richtig satt werden. So, und wenn du dir jetzt mal die Zahl anschaust wieviele Kinder in der Zeit in der nur Reiche sich Ammen leisten konnten und es noch keine Flaschenmilch gab, verhungert sind oder an den Folgen von unterversorgung gestorben sind, erübrigt sich doch eigentlich die Diskussion.

Gruß

Beitrag von ks83 08.09.08 - 22:38 Uhr

Klar wirkt sich Stress negativ aus,aber kann man den nicht soweit es geht ausschalten?
Und dass die Kinder nicht satt werden - naja,das halte ich in den meisten Fällen für ein Gerücht...
das ist dann eher Bequemlichkeit,weil man nicht jede Stunde stillen will...