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Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 20:29 Uhr

vielleicht kennt ihr sowas ja auch... ich bin irgendwie traurig.
vor 3 monaten kam meine tochter zur welt, trotz traumschwangerschaft endete die geburt nach 14 stunden im kaiserschnitt. das wollte ich eigentlich nie, aber im nachhinein stellte sich heraus, das eine natürliche geburt für mich sogar lebensgefährlich hätte werden können. ich war also glücklich und zufrieden, dass wir das beide trotz allem gesund überstanden haben.
ich habe von anfang an voll gestillt und wegen hohl/schlupfwarzen stillhütchen benutzen müssen. irgendwie doof, musste man immer sterilisieren und überall hinschleppen, aber ohne ist sie immer abgerutscht, also ging es nicht anders.
ab und zu klappte es nach ein paar minuten mit hütchen, dass sie danach ohne trinken konnte, aber es wäre undenkbar gewesen, die dinger wegzulassen. leider hatte amelie sehr viel luft im bauch, ständig blähungen und ich hatte immer die vermutung, dass diese hütchen da auch eher dazu beitragen... die sind ja fast nie nur mit milch gefüllt.
wir haben uns also 3 monate durchgekämpft, amelie war nie eine große trinkerin. nach der geburt (4130g bei 58 cm) hat sie fast 500g abgenommen, nach 10 tagen wieder alles aufgeholt, aber seither zwar stetig, aber langsam zugenommen. jetzt ist sie erst bei 5050g (nach 3 mon). ich war immer wieder bei der kinderärztin zum wiegen und hatte nahrung zum zufüttern parat, aber sie machte immer den eindruck, satt und zufrieden zu sein.
seit ein paar tagen ist sie unzufrieden und ich habe den eindruck, es ist nicht mehr genug milch da und so hab ich angefangen zuzufüttern. morgen kommt eine hebamme, die ich angerufen hab, weil ich durch den umzug vor 6 wochen meine nicht mehr treffen kann. sie hat mich eben am telefon einerseits beruhigt, andererseits sagte sie, es kann sein, dass ich langsam abstille...
wir werden das morgen besprechen und eigentlich bin ich erleichtert, dass ich das richtige für amelie tue, denn ich will natürlich auf keinen fall, dass sie einen mangel hat und nicht satt wird... andererseits bin ich sehr deprimiert und traurig, wenn das nun wirklich der anfang vom abstillen ist. die letzten tage waren echt furchtbar, es ist ein schreckliches gefühl sein baby nicht sättigen zu können... ich fühl mich echt mies. dabei hatte ich anfangs sogar eine brustentzündung, weil ich zuviel milch hatte... und jetzt zu wenig. und noch dazu denke ich, ich hätte vielleicht schon früher zufüttern sollen, auch wenn die kinderärztin meinte, sie amelie ist sehr aufgeweckt und macht einen gesunden eindruck... sie hat trotzdem zu wenig zugenommen.

ach, es ist furchtbar... zuerst die geburt, bei der ich "aufgeben" musste und ks bekam und jetzt kriege ich sie schon nach 3 monaten nicht mehr satt... ich hatte mir das alles anders vorgestellt. ich fühl mich irgendwie... unzulänglich.

kennt das jemand?

sorry für den "roman", aber das musste ich loswerden..

ich hoffe, ihr habt einen schöneren abend!

claudia


Beitrag von tine9976 08.09.08 - 20:40 Uhr

Hallo Claudia,
ich kann Dir nachfühlen, nur dass bei mir die Schwangerschaft schon besch.... war. Nach der NTM mußte ich ich zur Plazentabiopsie. Dann Kaiserschnitt, weil die Herztöne bei Kontraktionen abgefallen sind. Hatte genau eine Wehe und die über 3 Minuten. Stillen war ne Katastrophe, keine Milch, beim abpumpen aus 2 Brüsten isgesamt 50ml. Mein Kleiner war total unleidlich weil er hunger hatte. Ich hatte dann ne Brustdrüsenentzündung mit hohem Fieber. Hab keine Familie hier, die mir hätte helfen können, mein Freund mußte arbeiten. Jetzt 3-Monats-Koliken oder Schreikind. Ich denke zwar, dass er Blähungen hat, aber die KiÄ hat us in die Schreiamb. überwiesen. Wir gehen aber trotzdem zur Osteopathie.
Trotzdem liebe ich unseren Timi über alles.
Du siehst, viele habens nicht einfach und hoffe es tröstet Dich wenigstens ein wenig.
LG
Tine

Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:15 Uhr

Liebe Tine,

vielen Dank für Deine Antwort. Das mit der Brustentzündung klingt so ähnlich wie bei mir, meine Familie wohnt 400km entfernt und alle die ich kannte mussten arbeiten, ohne meine Hebamme wäre es echt schlimm gewesen.

Du hast recht, egal was da auch noch kommt und wie viele Stunden ich mit Rücken- und Armschmerzen Amelie durch die Gegend tragen muss (weil nur der Fliegergriff ihr wirklich hilft bei Bauchschmerzen) - für sie würd ich alles tun.
Und es gibt sicher Frauen, die mehr durchmachen als ich...

Ich bin glücklich, dass ich sie hab und sie gesund ist.

Danke Dir für Deine Zeilen und alles Gute für Euch,
C*

Beitrag von jackymaus57 08.09.08 - 20:41 Uhr

lass dich erstmal #liebdrueck,jeder hat mal ein tief,bei mir war auch alles anders wie gedacht,kopf hoch und denk an dein baby das erste lächeln,das ists doch werd l.g. jacky

Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:26 Uhr

Das stimmt, sie lacht neuerdings "mit Ton" das ist sooo süß!

Danke für Deine Antwort!

Beitrag von anette-h 08.09.08 - 20:41 Uhr

Hallo Claudia,

sei nicht so streng mit Dir.
...schon nach 3 Monaten...
Ich durfte nach 1 Woche nicht mehr stillen, weil ich nicht genügend Milch hatte und mein BAby bereits an Flüssigkeitsmangel litt, da kann man sagen schon. Aber an erster Stelle sollte doch das Wohl des Kindes stehen, oder?
Aber jetzt warte erstmal den Besuch der HEbamme ab, vielleicht hat sie ja noch eine IDee, dass Du weiter machen stillen kannst.

LG Anette

Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:29 Uhr

Hallo Anette,

ja, natürlich, ich finde den Gedanken unerträglich, dass meine Kleine vielleicht nicht richtig versorgt ist und einen Mangel hat.

Ich werde morgen alles mit ihr besprechen...

Danke für Deine aufbauenden Worte, ich neige in der Tat dazu mit mir nicht sehr nachsichtig zu sein... aber diesmal kann ich wohl nichts ändern.

LG
Claudia

Beitrag von littlerascal 08.09.08 - 20:49 Uhr

Hallo Claudia

Lass dich erst mal #liebdrueck!

Ich finde es super, dass du stillen möchtest und auch die Umstände mit den Stillhütchen auf dich nimmst!

Vielleicht kann ich dir ein paar Tips geben. Ich habe die "Grosse" 9 Monate lang gestillt und bin jetzt auch wieder seit 3 Monaten dran.
Das ging auch nicht immer ohne Probleme und ich habe vor ein paar Wochen auch mal die LecheLiga angerufen, weil ich nicht mehr weiter wusste.
Ich hatte auch zu wenig Milch, obwohl die Kleine gut zunahm, hatte ich immer das Gefühl sie sei nicht satt und zufrieden.
Übrigens denke ich, dass dein Baby, dass mit über 4 kg zur Welt kam einen grossen Vorrat hat und es vielleicht auch gar nicht so viel zunehmen muss!
Das wichtigste ist doch, dass der KiA sagt, sie mache einen gesunden und aufgeweckten Eindruck. Dann muss ja alles in Ordnung sein!

Aber nun zu den Tips:
Es könnte sein, dass deine Kleine einen Wachstumsschub hat und nun mehr Milch verlangt. Dies braucht dann einige Tage um sich wieder einzuspielen.
Das Wichtigste ist, dass du sie ganz häufig anlegst um die Produktion zu steigern. (Ich lege sie dann oft fast stündlich an, wenn wir wieder knapp sind....Das dauert dann so 2 Tage).
Du solltest dir viel Ruhe gönnen und Stilltee trinken (mit Malzextrakt süssen).
Aber das allerwichtigste ist, NICHT ZUFÜTTERN! Das haben sie mir bei der LecheLiga sehr ans Herz gelegt. Weil eben genau damit stillt man dann ab. Weil das Kind nicht mehr genug an der Brust saugt und somit die Milchbildung nicht angeregt wird.
Ich war auch verzweifelt, weil ich dachte, mein Kind müsste hungern aber es hat sich gelohnt durchzuhalten. Jetzt habe ich wieder genug Milch und wir sind beide glücklich!

So, dass war jetzt auch ein Roman#schwitz aber es war mir danach. Mir ist es eben auch ganz wichtig stillen zu könne und kann dir gut nachfühlen!

Liebe Grüsse
Connie



Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:38 Uhr

Liebe Connie,

ich habe wirklich wochenlang mit mir gerungen und das Zufüttern rausgezögert, aber jetzt war ein Punkt erreicht, wo ich echt Sorge um meine Kleine hatte. Sie hat seit der Geburt in 3 Monaten nicht mal 1000g zugenommen. Da sie die ganze Zeit trotzdem zufrieden wirkte, habe ich in Absprache mit der Ärztin abgewartet, aber seit ein paar Tagen sieht sie wirklich traurig aus und ist definitiv nicht satt, das kann ich einfach nicht länger ansehen, zumal sie tagsüber kaum schlafen mag... vielleicht wegen leerem Magen?

Ich lege sie trotzdem weiter an und werde morgen mit der Hebamme besprechen, was ich tun kann, um weiter zu stillen. Das mit dem Schub hatten wir vor ein paar Wochen, da hat sich alles von allein wieder geregelt... ich trinke Fencheltee und Malzbier, kein Pfefferminz... ich beachte all die Regeln, aber die Milch bleibt aus. Vielleicht stresse ich mich zu sehr mit dem Thema?

Ich danke Dir für Deine lieben Worte und hoffe, das war´s bei mir noch nicht mit dem Stillen!

Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von littlerascal 09.09.08 - 18:16 Uhr

Hallo Claudia

Ich hoffe, dass dir die Hebamme behilflich sein konnte!?

Was ich dir sonst noch empfehlen könnte, ist eine Stillberaterin von der Lechelige zu kontaktieren.

http://www.lalecheliga.de/

Die sind ja ausschliesslich aufs Stillen spezialisiert und können vielleicht noch anders helfen als die Hebamme.

Ich wünsche dir alles Gute.
Connie

Beitrag von claudia2708 09.09.08 - 20:28 Uhr

Danke für den Tipp... ich bin aber ganz zufrieden mit der Beratung der Hebamme, werde gleich auch nochmal posten und berichten... trotzdem Danke, ich hätte mich vielleicht früher da hinwenden sollen...

Schönen Abend
Claudia

Beitrag von speedy328 08.09.08 - 20:49 Uhr

Hallo Claudia,

laß dich mal #liebdrueck und laß den Kopf nicht hängen, du bist sicher eine tolle Mutter für Amelie.

Ich kann auch nicht stillen, obwohl ich es liebend gern getan hätte, aber mein Sohnemann hat von Anfang an falsch gesaugt und nachdem er Fläschchen bekommen hatte, ging an der Brust natürlich gar nichts mehr. Hab auch zwei Wochen lang gekämpft, immer wieder angelegt, mit Stilhütchen, ohne - keine Chance. Ich hab auch geheult, weil er meine Brust angebrüllt hat und da fühlt man sich als Mutti echt besch.... eiden. Hab nebenher aber auch immer die Muttermilch abgepumpt und nach den zwei Wochen tierischen Stress und mittlerweile schon harten Stellen in der Brust haben wir entschlossen es ganz sein zu lassen mit dem Anlegen. Hatte dann noch mindestens ne Woche mit der Entscheidung zu kämpfen, weil man als Mutter ja sein Kind ernähren will, aber als ich mich dann damit abgefunden hatte ging es uns allen viel besser. Inzwischen ist er 11Wochen alt und ich pumpe immer noch Muttermilch ab - an manchen Tagen reicht es, an anderen müssen wir noch eine oder zwei Mahlzeiten Pre dazu geben, aber wir haben uns damit arrangiert.

Du siehst es gibt noch andere Muttis bei denen nicht alles glatt läuft, aber irgendwie gehts weiter und man muss immer das Beste rausholen. Grad deshalb sind wir tolle Muttis!

Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:46 Uhr

Ja, genau das ist es, wenn sie mich mit so traurigen Augen anschaut und enttäuscht ist, weil nix mehr rauskommt... tut gut, dass ich damit nicht allein bin. Ich werde das mit dem Abpumpen auch mal probieren und morgen mit der Hebamme besprechen.

Vielen Dank für Deine lieben Worte und alles Gute für Euch,
Claudia

Beitrag von miss_bucket 08.09.08 - 20:56 Uhr

Hallo Claudia,

wenn Du gerne noch weiterstillen moechtest, dann sag das Deiner neuen Hebi auf jeden Fall. ES kann einfahc sein, dass Deine Kleine grad durch nen Wachstumsschub geht und Dein Koerper muss sich erst darauf einstellen, ergo mehr Milch produzieren. Normalerweise muss man in der Zeit oefter anlegen, damit sich Angebot und Nachfrage regeln. Aber nach ein paar Tagen sollte das ok sein.

Wie gesagt, wenn Du wirklich weiterstillen willst, solltest Du es auf jeden Fall versuchen. Viel Ruhe und Kuschelzeit mit dem Baby, viel Fenchel-Kümmel-Anis Tee oder viel Getränke, wie Wasser etc. Weniger Kaffee, keinen Pfefferminztee, oder Salbeitee, die wirken abstillend. Ansonsten Ruhe, Ruhe, Ruhe. Und dann kann es wirklich sein, dass Du durchaus lange weiterstillen kannst... :)
Weitere Infos gibt es auch noch in der Rubrik Stillen und Ernaehrung.

LG,
Steffi aus Irland, mit Kira (15 Mon) und Kruemel (33.SSW), die auch 10 MOnate gestillt hat...

Beitrag von miss_bucket 08.09.08 - 21:01 Uhr

Ach so, eins hab ich noch vergessen ;-) auf keinen Fall zufuettern...das hat meine Vorschreiberin schon gesagt...das ist der Anfang vom Ende.

Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:49 Uhr

Danke für die Tipps, ich werde das Probieren... Kaffee trinke ich eh nicht, das mit Pfefferminz wusste ich, meine Hebamme hat mir auch einiges schon gesagt, ich fürchte, dass es ein bißchen daran liegt, dass ich mir Streß mache, ich versuche mal, etwas ruhiger ranzugehen.

Dankeschön für Deine Tipps! Ich hoffe, ich kann noch weiter stillen...

Claudia

Beitrag von orchidee08 08.09.08 - 21:35 Uhr

ich würd auch sagen, dass du das zufüttern erstmal sein lassen solltest, solange nicht geklärt ist, was genau mit deiner maus ist.

wie äussert sich das denn, dass du die befürchtung hast, dass sie nicht satt wird?

ich hatte es damals bei meinem sohn, als er knapp 4 monate war. ich hatte es aufgegeben... und was lese ich später?

http://www.stillclub.org/brustschimpfphase.htm

Beitrag von claudia2708 08.09.08 - 21:53 Uhr

hallo,

dadurch, dass ich mit stillhütchen stille, sehe ich, wenn keine milch mehr kommt. Und sie weint und will, aber es kommt nix oder kaum was... sie hat nicht mehr diesen zufriedenen Gesichtsausdruck und sie schläft nicht ein... sie guckt mich mit großen Augen traurig an, als ob sie sagen will: tu doch was!

Nach dem Fläschchen schläft sie ein, wacht auf und strahlt mich an... und da sie in den 3 Mon seit der Geburt nicht mal 1000g zugenommen hat, ist sie nicht gerade üppig genährt. Die Hebamme sagte auch, das sei bedenklich.

Ich werde das morgen mit ihr besprechen!

LG und DANKE für Deine Antwort,
Claudia