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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von eule_ina 09.09.08 - 06:13 Uhr

Huhu,

bei uns geht es sich seit Ewigkeiten schon ums zweite Kind, mein Mann hat immer gesagt er will kein zweites da er Einzelkind ist und dieses absolut toll findet.
Habe mich eigentlich auch damit abgefunden, bis unsere Sarah da war.
Schon sehr früh nach der Geburt kam der Wunsch ihr auch mal ein Geschwisterchen bieten zu wollen.
Christian war aber bisher immer dagegen.
Nun wurde meine beste Freunin zum zweiten mal Schwanger, mit dem zweiten, und ich habe mich damit nur schwer abfinden können.
Noch schlimmer wurde es dann vergangenes WE, da hat sie den kleinen Aaron entbunden und wir waren am Sonntag morgen da, ich musste nach kurzer Zeit raus gehen weil ich es einfach nicht ertragen konnte, habe von da an 1,5 std nur geheult.
Da mein Mann noch zur Kirmes war haben wir an dem Tag nicht mehr drüber gesprochen, aber er wollte am nächten Tag mit mir reden.

Gestern habe ich ihn drauf angesprochen und gefragt was er da noch mit mir bereden wolle da ich ja seine Ansicht und Meinung zu dem Thema kenne.
Nun ja, er meinte er könne es nicht ertragen und es würde ihn fürchterlich traurig machen das ich so darunter leide.
Daher überlegt er schon die ganze Zeit wie er es mir ermöglichen kann, denn derzeit fehlt einfach der Platz und auch die finanzielle Möglichkeit oben aus zu bauenum Platz zu schaffen und ein größeres Auto bräuchten wir dann ja auch, wobei ich denke unser Astra reicht erstmal und bevor er ein zweit Wagen anschafft was er vor dem Gespräch vor hatte, kann er besser ein größeres kaufen..
Davon mal ab würden wir dann auch das zweite Kind in erster Linie wegen meines Wunsches bekommen und nicht unbedingt wegen ihm.
Er verdient jetzt nicht sooo schlecht aber er würde gerne mehr verdienen damit ich mich voll und ganz auf die Erziehung konzentrieren könnte, geht aber nicht da in seinem Beruf derzeit keine höhere Stelle frei ist und vorraussichtlich auch nicht wird.
Er meint halt immer das auch das eines der Kinder so oder so benachteiligt ist,weil man bestimmt einen Liebling unter den Kindern hätte.

Ich weiß im Moment nicht so richtig was ich daraus für einen Schluß ziehen soll und habe ein bischen das Gefühl als wenn er mir alleine nun die Entscheidung überlassen will.
Wie soll ich nun damit umgehen und was ziehe ich da für einen Schluß draus?


Ich lasse es erstmal ein wenig sacken und überleg mir wie man das am besten regeln könnte.

Wäre für eure Antworten echt Dankbar!

LG***Ina

Beitrag von bluehorizon6 09.09.08 - 07:03 Uhr

Also mit einem Satz auf den Punkt gebracht, wiürde er sagen ich will immer noch nicht, wüßtest du wo du dran bist.

Statt dessen erzählt er dir nur gequirlte Scheiße. Er hält dir die Hand hin, und im nächsten Moment zieht er sie zurück.

Was um alles in der Welt ist das für ein Mist.

Welches Kind fragt nach einem Kinderzimmer? Es fragt nach Liebe und Geborgenheit. Klar ist es schön Platz zu haben aber nicht zwingend

Und der Herr braucht für ein Baby ein größeres Auto, soso, er braucht vielleicht ein größeres Auto, ein Baby fragt nicht danach, es wünscht sich getragen zu werden um von einen Ort zum anderen zu kommen. Klar ist es schön Platz zu haben, aber nicht zwingend.

Und noch eine materielle Erfüllungshilfe gefällig. Er würde gerne mehr verdienen damit du dich voll auf die Erziehung stürzen kannst. Aha. Soviel Inhalt mit einem Satz. Pass mal auf.

1. Sagt er dir damit, egal was passiert, kümmer du dich um die kleinen, damit habe ich nichts zu tun! Was für ein Anspruch damit sich die Frau voll um die Erziehung kümmern kann. Hat er dir denn schon das Konzept vorgeschlagen das du erzieherisch verwirklich sollst?

2. Es sind in der Firma keine besser bezahlten Stellen frei. Wow. Jetzt ist die Firam sogar Schuld das du kein Baby bekommen wirst. Und mal so nebenbei bemerkt, mit seinem Arbeitgeber sprechen und seine Möglichekeiten anzubieten Verantwortung zu übernehmen, sich anzubieten für größeres oder weitere Verantwortung hat noch nie geschadet und wird meist honoriert.

3. Wieder wird deutlich das er ein Einzelkind ist, erneut hebt auf die materiellen Werte ab die im wohl sehr ans Herz gewachsen sind. Ein weiteres Kind zu bekommen heißt für ihn verzichten zu müssen, und das ist ihm fremd. Er wurde als Einzelkind erzogen und er hat die Vorzüge erkannt und bejaht, wie kann er da einem 2. Kind zustimmen.

Und jetzt liebe Ina kommt der für mich der absolute Oberhammer der für mich klar macht das dein Dreibein nicht einmal begonnen hat darüber nachzudenken wie wichtig dir es ist noch einmal schwanger sein zu dürfen.
Er könnte eines der Beiden bevor- oder benachteiligen...
Welche edle Gesinnung dieser Mann hat. Ich verzichte auf ein Kind weil ich weiß wie fehlbar ich bin.

In keiner Mehrkinderfamilie gibt es die faire und ausgeglichene Liebe zu den Kindern. Zum einen wechseln die Beziehungen häufig zwischen den Eltern und den Kindern, dann sind Tochter uns Sohn tendenziell auf den glichgeschlechtlichen Teil fixiert, und es entstehen auch Verbindungen die durch den Tagesbetrieb sich entwickeln. Nur eines steht im Vordergrund einer Familie. Man liebt keinen mehr oder weniger weil man sich das aussucht. Aber er tut es und schließt damit schon kategorisch aus ein Kind zu wollen.

Er sagt nur, nein ich will nicht.

Und an diesen Satz kommst du nicht vorbei. Da spielen auch Argumente keine Rolle. Er will nicht.

Was bleibt? Die Traurigkeit und sich mit der Situation abzufinden? Ihn sagen wir mal auflaufen zu lassen und die Verhütung zu vergessen? Oder sich darauf einzulassen seinem inneren Bedürfnis zu folgen und jemanden zu suchen der dir noch ein Baby macht, der vielleicht sogar ein neues Leben mit dir wagt.

Du weißt das du einen Egoisten geheiratet hast, und du wußtest wirklich von Anfang an was Sache ist. Aber du hast dich verändert, hast geglaubt du könntest mit einem Kind zurecht kommen. Es ist nichts Schlimmes festzustellen das an der Lebenserfüllung etwas fehlt. Es schlimm zu wissen das es keine Lösung dafür gibt wenn der Mann in seinen Grundsätzen verharrt. (auch das kann ich verstehen)

Denke mal ganz lange nach wie weit du gehen würdest um ein 2. Baby zu bekommen.

Du gehst erst garnicht los?
Du würdest ewig versuchen ihn zu Überzeugen?
Du bist bereit zu schummeln und das Baby durch eine Verhütungsfehler zu bekommen
Du wärest bereit ihn zu verlassen um eine neue Chance zu suchen...

Wie weit gehst du?

Was stellst du an um deinen Wunsch zu erfüllen. Denke daran, alles handeln hat auch eine konsequenz.

Stell dir mal folgenden Satz vor:

" Du mein Mensch, mir ist mein Kinderwunsch so bedeutsam, das ich ihn mir erfüllen werde. Ich wünschte du wärest der Mann meines Kindes. Aber ich habe erkannt, dass du es nicht sein willst. Mir ist dieser Wunsch so wichtig das ich mir den Partner dafür suchen werde, tue ich es nicht, werde ich mir ein Leben lang einen Vorwurf machen den ich nicht tragen kann. Es tut mir leid, aber hier scheiden sich unsere Wege."

Wenn du dazu nicht bereit bist, dann solltest du deinen KiWu irgendwie in eine Schublade legen und legen eine Herz dazu und die schönste Blume die du finden kannst, denn das ist es was dein Kind bekommen hätte. Verabschiede dich und schließe die Lade und versuche klar zu kommen und zu klagen.

alles Liebe BlueH6

Beitrag von teh41 09.09.08 - 08:08 Uhr

Guten Morgen Ina,

>>>habe ein bischen das Gefühl als wenn er mir alleine nun die Entscheidung überlassen will<<<

Dein Gefühl trügt Dich mächtig, denn Du entscheidest gar nichts!

Wie Blue schon ausführte, ist jedes seiner Argumente, eines gegen ein zweites Kind, jedes für sich, unter dem Deckmantel vordergründiger "Vernunft" verpackt.
Er versucht mit Euren wirtschaftlichen, häuslich räumlichen und seinen menschlichen Verhältnissen zu argumentieren und schämt sich offensichtlich für nichts.

Alleine seine Argumentation mit dem "wahrscheinlichen" Lieblingskind, ist eine Frechheit in jeder Hinsicht. Damit sagt er nichts anderes als, "Ich werde ein Lieblingskind haben und das weniger geliebte wird unter dieser Tatsache leiden und Du über alles geliebte Mami, wirst schuld sein!"
Ehrlich, würde ich mir auch nur ansatzweise eine solche Hirnschlagbegründung ggü. meiner Frau gestatten, würde ich vermutlich mit meinen Weichteilen einen schrecklichen Unfall am elektrischen Weidezaun erleiden.
Ich möchte Dir keinesfalls Dein angetrautes Unikat zerlegen. Tatsache aber scheint zu sein, er läßt nichts unversucht, Dich einsehen zu lassen, dass ein zweites Kind keinen Sinn für Euch macht, da ihr diesem in keiner Weise gerecht werden könnt und, solltest Du obwohl er so "trefflich" argumentiert, ein zweites Kind bekommen, dann bist Du erstens, verantwortlos unvernünftig und zweitens, hast Du dieses Kind exklusiv für Dich.
Denn er hat Dir ja vorher schon gesagt, warum ihr keines mehr haben sollten,#bla

Kurz gefasst, erspare Dir und Deinem möglichen zweiten Kind einen solchen "Vater", denn dieser ist nicht gewillt, seinen Besitzstand mit einem weiteren Erdenbürger zu teilen.

Übrigens, meine Frau ist auch ein Einzelkind und hat sich stets nach Geschwistern - wenigstens einen kleinen Bruder zum schubsen - gesehnt. Wir haben drei Wunschkinder (8, 2 3/4 Jahre und 11 Wochen alt) und der Blitz soll mich beim Stoffwechseln treffen, sollte ich eines davon bevorzugen wollen!

Ich befürchte, Dir in Deinem Sinne nicht geholfen haben zu können, wäre aber geplatzt, hätte ich nicht zur Tastatur gegriffen.

Alles Gute!


Thomas

PS: Die Oberfrechheit seitens seiner ist:

>>>"Nun ja, er meinte er könne es nicht ertragen und es würde ihn fürchterlich traurig machen das ich so darunter leide." <<<

Das ist nicht unraffiniert vorgetragen. Die Übersetzung dessen lautet:

" Obwohl ich Dir aufgezeigt habe, dass ein weiteres Kind überhaupt nicht geht, bist Du total unglücklich. Ich möchte nicht, dass Du mir an Deinem Unglück die Schuld gibst, denn es ist nicht mein Egoismus, der Dich weinen macht sondern unsere Lebensumstände und für die kann ich nichts, denn Schuld trägt die Firma, die Raumaufteilung des Hauses, Opel und nicht zuletzt Du selbst! "

Damit setzt er Dich unter Druck, denn obwohl argumentativ für ihn das zweite Kind vom Tisch ist, bereitest Du ihm mit Deinem Unglücklichsein ein Schuldgefühl, dabei ist es doch Dein eigener -unerfüllbarer - Wunsch, der Dir so zusetzt und dafür soll er leiden?!"

Was ein verschlagenes Kerlchen da an Deiner Seite!

Beitrag von nick71 09.09.08 - 08:23 Uhr

Zieh einfach den Schluss daraus, dass dein Mann nicht bereit für ein zweites Kind ist. Egal, wie blöd dir die Gründe dafür erscheinen...es sind halt SEINE Gründe und die solltest du respektieren. Ein Kind sollte man niemandem "zum Gefallen" bekommen, sondern das sollte ein GEMEINSAMER Wunsch sein.

Beitrag von babettina 09.09.08 - 09:08 Uhr

Guten Morgen,
ich sehe das nicht so wie einige meiner Vorschreiber. Dein Mann ist nun mal der Alleinverdiener, so wie ich es herausgelesen habe. Und ich denke, er macht sich halt einfach so seine Gedanken darüber. Ich empfinde Deinen Mann, so wie Du ihn dargestellt hast, nicht als egoistisch oder materialistisch, sondern einfach als jemanden, der die Vor- und Nachteile (wenn man bei einem Kind von Vor- und Nachteilen) reden kann, abwägt.
Habe auch Verständnis für ihn, und bedränge ihn nicht.
Er hat seine Gedanken und Argumente, und die sind genau so wichtig wie Deine. Oder willst Du, dass er jetzt Dir zuliebe zustimmt, und eines Tages, in einer extremen Stresssituation eventuell Dir das Baby in die Hand drückt und sagt, nimm, kümmer Du Dich drum, Du hast es schließlich gewollt. Das wäre auch nicht schön.
Vielleicht hat er ja auch Angst vor der zusätzlichen Verantwortung?
Liebe Grüße, Babettina

Beitrag von madame.de.pompadour 09.09.08 - 09:32 Uhr

Also, ich empfinde nach dieser Schilderung nicht, dass er sich Gedanken macht.

Sätze wie >>... wie er es mir ermöglichen kann... <<< oder >>> würden wir dann auch das zweite Kind in erster Linie wegen meines Wunsches bekommen und nicht unbedingt wegen ihm<<< sind für mich ein ganz klares Nein seinerseits zu einem zweiten Kind.

Wo ich Dir zustimme, ist der Punkt Egoismus. Er hatte von Anfang an klar gestellt, dass er nur ein Kind will und der Rest erscheint mir eher wie ein ungeschickter Versuch, sie gegen ein Kind zu stimmen.

So wie es scheint, ist das schon länger ein Thema und nun greift er zu den wildesten Argumenten, anstatt einfach seiner Linie treu zu bleiben.

>>> bei uns geht es sich seit Ewigkeiten schon ums zweite Kind, mein Mann hat immer gesagt er will kein zweites <<<

Ich denke, er bleibt bei seiner Meinung - ganz egal, welche Argumente dafür/dagegen sprechen.

LG
M

Beitrag von doctor-avalanche. 09.09.08 - 09:26 Uhr

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, warum die ersten beiden Poster so dermaßen aus der Hose fahren müssen.

Dein Mann war zunächst gegen ein 2. Kind und beginnt umzudenken. Dir zuliebe. Natürlich geht das nicht von jetzt auf gleich. Und ich finde es nicht ganz falsch, daß wenigstens einer der beiden Partner ein wenig auf dem Teppich bleibt. Da Du von Deinem Kinderwusch dermassen besessen scheinst, sollte wenigstens einer auch ein bisschen die Ratio bedienen.

Und ich denke, eine gute finanzielle Grundlage bereit zu halten wesentlich vernünftiger und verantwortungsbewusster als gedankenlos und nur den Hormonen folgend Kinder in die Welt zu setzen.

Beitrag von asimbonanga 09.09.08 - 10:31 Uhr

Wow, da bin ich aber überrascht von den ersten beiden Antworten!!!!!!!! Aber ich kann ihnen nur zustimmen.

Das Argument deines Mannes man würde eins der Kinder mehr lieben wiegt nicht so schwer - das ist mangelnde Erfahrung.
Seine Argumentation insgesamt ist nicht logisch.
Du sollst dich jetzt um ein Kind ganztags kümmern? Glaube ich irgendwie nicht - er sieht wohl eher die Möglichkeit , das du bald wieder arbeitest.

Ich kenne diesen Wunsch nach einem zweiten Kind und die leise Trauer bei dem Gedanken " nur einmal im Leben."

Zwischen meiner Ältesten und dem Mittleren liegen 7 Jahre - ich habe meine Familienplanung mit einem anderen Partner fortgesetzt. Es gibt Männer die eignen sich nicht für eine große Familie.
Ein Traum ,den ich nie aufgegeben habe - zum Glück.

Das ist ganz allein deine Entscheidung.

L.G.

Beitrag von kloos 09.09.08 - 10:45 Uhr

Hallo Ina!

Ich kann dich gut verstehen, denn ich habe das gleiche durchgemacht.

Für mein Mann war klar, erst das erste Kind ....danach abwarten, vielleicht wäre es auch bei dem 1. Kind geblieben, wenn ich nicht so hartnäckig wäre.

Das erste war ein ein absolutes Wunschkind, von beiden Seiten. Bei dem zweiten habe ich ihn überredet. Er wollte es nicht, aus den gleichen Gründen wie deiner. Zwar ist er kein einzelkind, aber sein Bruder ist in den jüngeren Jahren verstorben. Er wollte abwarten, das war seine Aussage, aber im inneren hatte er schon mit Familienplannung abgeschloßen.

Wir hatten ein Haus gebaut als das erste auf die Welt kam, somit war die Frage mit dem "Platz" erledigt. Vom teueren Auto in das größere, günstigere gewechselt. Beruflich aufgestiegen ist mein Mann schon, aber nachdem das 2 Kind auf der Welt war.

In der Schwangerschaft mit dem 2 kind hatten wir uns nur noch gestritten. Mein Mann hätte mir ständig vorgeworfen, ich hätte ihn gezwungen, überzeugt, obwohl er noch nicht so weit war für ein weiteres kind. Nach der Schwangerschaft, hatte er sehr, sehr lange gebraucht um eine Bindung zu dem Kind aufzubauen. Er hasste es. Da er dem Kind die Schuld daran gab, das unsere Beziehung dem Bauch runter ging. Es ist unfassbar, wie ein Mensch sich verändern kann, wenn etwas nicht nach seinem Willen verläuft. Es waren nur Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Überforderung.
Zu dem ganzen kam das Kind auch noch zu früh auf die Welt und war ein Schreibaby. Und jedesmal habe ich zu hören bekommen, "du wolltest es ja so, du bist Schuld an der jetzigen Situation". Es waren Worte der Verzweiflung.

Wir haben die Zeit überstanden. Er liebt das Kind über alles, aber er kann mir nicht verzeihen, das ich ihn dazu "gezwungen" habe (nicht, das es hier falsch verstanden wird, er war bei der Zeugung voll und ganz dabei, ich hatte bei der verhüttung nicht geschummelt). Wir haben uns wieder aufgerafft und haben heute ein tolles, vorbildliches Familienleben. Ich habe auch aus meinen Fehlern gelernt!

Nicht jede Geschichte die so anfing, geht gut aus.
Ich würd an deiner Stelle noch ein paar Jahre warten, oder den Wunsch nach einem weiteren Kind mit diesem Mann ganz abhacken. Die Argumente die er da an den Tisch legt, kann man nicht ernst nehmen. Es ist einfach ein Versuch, dich doch von dem Wunsch abzubringen. Er soll von sich aus überzeugt sein, das er das 2 Kind auch will ....sonst kann es in die Hose gehen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Lg

Tanja

Beitrag von trollmama 09.09.08 - 11:08 Uhr

Hallo Ina!

>>Er meint halt immer das auch das eines der Kinder so oder so benachteiligt ist,weil man bestimmt einen Liebling unter den Kindern hätte.<<

Ich denke, daß bei all seinen Argumenten HIER der Hase im Pfeffer liegt! Dein Mann kann sich nicht vorstellen, daß man Liebe auch teilen kann.
Und das muß er auch gar nicht. Denn wenn man 2 Kinder hat, dann braucht man seine Liebe nicht unter ihnen aufzuteilen - denn sie wird sich verdoppeln!

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von eule_ina 09.09.08 - 11:56 Uhr

Hallo,

also eins möchte ich klar stellen, ich bin nicht hormongesteuert, Gedankenlos oder bessesen davon!:-[
Ich selber bin kein Einzelkind und stolz darauf eine Schwester zu haben und ich möchte meiner Tochter einfach die Möglichkeit geben die schöne Erfahrungauch zu erleben.
Das dazu.
Zum anderen ist mein Mann nicht egoistisch oder materialistisch, er kennt es halt nicht und hat Angst davor.
Auch davor das wir es evtl finanziell nicht schaffen könnten weil wir halt ein Haus gekauft haben zu dem Zeitpunkt als ich grade schwanger war.
Wir nagen nicht am Hungertuch und allein Verdiener ist er auch nicht, ich bin Kleinunternehmerin im Reisegewerbe und das kann ich auch ohne Probleme weiter machen.
Es geht sich darum das er sich gerne als Alleinverdiener sieht und mir halt die Möglickeit bieten möchte nicht arbeiten gehen zu "müssen", und nichts anderes.
Er kümmert sich jetzt auch um unsere Tochter und erzieht sie auch, das sollte nicht falsch verstanden werden.
Finde es sehr schade das man teils so nieder gemacht wird wenn man schlicht und ergreifend mal eine Meinung hören möchte und nicht einen Tadel.

Danke aber n die die mich vielleicht etwas verstehen und mich nicht gleich so fertig gemacht haben!!!

Beitrag von danat 09.09.08 - 12:31 Uhr

Hallo,

mhm, ich habe nicht den Eindruck, dass die anderen dich "getadelt" haben, sondern sie haben wohl mit einer Ehrlichkeit Feedback gegeben, mit der du nicht gerechnet hast, oder? Die Antworten rütteln an den Grundmauern eurer Beziehung. Ich habe den Eindruck, dir ist noch nicht ganz klar, wo solch eine grundsätzliche Unstimmigkeit in einer Beziehung enden kann (- nicht muss).

Auch wenn man davon ausgeht, dass vielleicht eine große Angst hinter den Aussagen deines Mannes steht, sind sie doch eher egozentristisch. Er setzt sich und seine Meinung in den alleinigen Mittelpunkt eurer Familie. Das mit dem Auto halte ich für Blödsinn - ein Astra hat doch wohl vier Sitzplätze (... oder etwa nur drei? Fehlt die halbe Rücksitzbank? Das zweite Kind kann doch im zeitlichen Abstand kommen, dass nicht zwei Kiinderwagen benötigt werden). Du sagst, ihr kommt finanziell zurecht ... wahrscheinlich verplant ihr im Moment noch nicht jeden einzelnen Cent am Anfang des Monats ... dann denke ich, ist da auch genügend Spielraum. Zumal du sagst, dass du langfristig auf jeden Fall berufstätig bleibst.

Steht da ein uraltes Rollenklischee im Weg? Wie steht es um das Selbstwertgefühl deines Mannes? Die Frau muss doch längst nicht mehr ihr Leben lang zu Hause bleiben um die Kinder groß zu ziehen. Das sind olle Rollenbilder, die längst nicht mehr aktuell sind. Ein guter Ehemann und Vater gibt Liebe und Vertrauen, zeigt Respekt und Wertschätzung. Nicht der Vater mit dem größten Auto ist der beste Papa. Wahrscheinlich solltet ihr mal grundsätzlich eure Wertvorstellungen hinterfragen. Vielleicht kommt ihr dann der Sache schon näher.

Liebe Grüße, Dana.

Beitrag von aggie69 09.09.08 - 13:28 Uhr

Also ehrlich gesagt, ich kann Deinen Mann verstehen! Bin selbst Einzelkind, mein Mann auch und wir finden es toll! Wir wollen nur ein Kind, damit es eine genauso schöne Kindheit bekommt, wie wir hatten. Haben bei Freunden gesehen, was da immer für Streiterein zwischen den Geschwistern waren - na danke!
Das wir nur ein Kind wollen hat keine finanziellen Gründe, sondern daß das Leben mit einem Kind einfach ruhiger und gemütlicher ist. Man kann sich mehr mit einem Kind befassen als mit mehreren.

Beitrag von elawb 09.09.08 - 17:28 Uhr

Hallo Ina,

ich habe mich ein wenig über die ersten Antworten gewundert! Einen Menschen direkt als egoistisch, materialistisch usw. einzustufen nur weil er kein 2. Kind möchte???? Da frag ich mich doch, ob die Frau, die ein 2. Kind möchte und es gegebenenfalls "darauf anlegt" nicht noch viel egoistischer ist.

Die Entscheidung zu Kindern sollte in eine Partnerschaft IMMER gemeinsam getroffen werden, denn BEIDE müssen mit der Situation leben.

Meiner Meinung nach hört es sich so an, dass dein Mann mittlerweile zumindest mal den Gedanken an ein 2. Kind zulässt. Das kann ein Anfang sein. Seine Argumente gegen ein 2. Kind finde ich auch nicht überzeugend, aber ich habe auch eher den Eindruck, dass er diese Gründe vorschiebt, weil er nicht zugeben kann, dass er evt. Angst vor der Situation hat.

Ich finde deinen Mann nicht egoistisch! Er macht sich einfach ein paar Gedanken, wie und ob sich euer Leben verändern würde. Ich finde das vorausschauend und völlig legitim!

LG
ela

Beitrag von eule_ina 10.09.08 - 13:05 Uhr

Hallo ela,

danke für deine Antwort.#liebdrueck
Nein, mein Mann ist auch nicht egoistisch oder materialistisch so gesehen, er hat denke ich wirklich nur Angst.
So war es bei unserer ersten Tochter auch und das hat sich alles als unbegründet raus gestellt.
Drauf anlegen würde ich es ohne sein Wissen und seine Zustimmung nicht, habe ich bei Sarah auch nicht gemacht und da hat es auch 3 Jahre gedauert bis er wollte.
Und es wäre auch kein Grund ihn dafür zu verlassen, dafür liebe ich ihn zu sehr.
Dafür das er das selten macht, fand ich schon toll das er darüber mal nachgedacht hat und den Gedanken daran auch zu lässt.

Es ist sicherlich ok das er sich Gedanken macht, das wollte ich auch nicht mit meinem Posting sagen, ich wollte nur eine Meinung dazu, das war alles.:-D

Beitrag von bluehorizon6 16.09.08 - 06:11 Uhr

Na dann ist ja alles prima. Wenn du vielleicht nur sagen würdest was du sagen willst, dann wäre vielen ein paar Minuten Zeit geblieben.

BlueH6

Beitrag von thiui 10.09.08 - 00:31 Uhr

also, da muß ich jetzt auch noch mal meinen senf dazugeben.

hier wird in einigen beiträgen dein mann derart verteufelt, daß ich mal das ganze gerne umdrehen möchte...

dein mann hat viele gründe, wieso er kein zweites kind möchte:

erst mal ist er emotional nicht darauf eingestellt, das sollte ja schon mal reichen, würde man meinen.

aber, nachdem er sich um dich sorgt, versucht er dir auch näherzubringen, daß ihr euch seiner meinung nach nicht an einem punkt befindet, an dem ein zweites kind sinnvoll ist.

ihr habt nicht genügend platz für 2 kinder (das ist für mich ein sehr stichhaltiges argument, nachdem ich mit meiner schwester in einem zimmer mit einer dünnen trennwand großgeworden bin und sie mich dafür gehaßt hat, daß sie immer durch das zimmer der kleinen schwester durchmußte und nie einen privaten bereich für sich hatte)
dazu kommen noch allerlei finanzielle aspekte, die euch das leben erschweren würden, eine besserung/ veränderung ist aber derzeit nicht in sicht.

ich finde es auch eigenartig, daß du heulkrämpfe bekommst, wenn deine freundin ein zweites kind hat und du nicht. dein kinderwunsch in allen ehren, das klingt schon ein bißchen nach emotionaler erpressung, sich wild heulend seinem elend hinzugeben, weil man nicht bekommt, was man will.
ich frage mich also, wieso du dich da so reingesteigert hast, statts dich mit ihm wie erwachsene menschen auseinanderzusetzten (was er ja anscheinend versucht)

mir tut er nach deinem bericht eher leid, weil er die wahl hat, entweder einen schritt im leben zu gehen, dem er weder finanziell noch emotional gewachsen scheint, oder seiner frau dabei zuzukucken, wei sie der hysterie hingibt.
dann wird er hier auch noch als nmensch abgestempelt, weil er nicht sofort nachgibt, wenn du mit fähneklappern und gejammer auffährst.

sollte dich die tatsache, daß er kein zweites kind will wirklich deratig aus der bahn werfen, daß du beim anblick anderleute glück stundenlang heulst, dann würde ich dir ja mal einen gang zum therapeuten nahelegen. schließlich habt ihr ein anscheinend gesundes kind, vielleicht wäre es für dich mit zweien schöner, aber deine reaktion wirkt auf mich sehr befremdlich.

lg, siiri!

Beitrag von eule_ina 10.09.08 - 13:30 Uhr

So, und dazu werd ich dir jetzt mal was sagen!!!
Ich erpresse meinen Mann nicht mit emotionaler hyterie oder sonstigem Scheiß, ich habe so geheult als er nicht zuhause war und es nicht gesehen hat,davon mal ab ist es meine Art es zu verarbeiten.
Und damit du es weißt, mit einer Psychologin hab ich da schonmal drüber gesprochen und die sagte mir das wäre auch ok wenn ich es raus lasse wenn mich was bedrückt,das dazu.
Zum anderen respektiere ich seine Argumente mit Sicherheit und es wäre auch kein Grund ihn zu verlassen, aber ich kann doch wohl auch meine Ansichten zu der Sache vertreten und muss doch wohl nicht auch einfach alles so hin nehemn.
Wie schon gesagt wurde, es gehören immer zwei dazu und das auch zu einer Beziehung und da gilt ja wohl gleiches Recht für alle.
Es kann ja nicht sein das wenn ein Partner sagt nein das es dann auch zwangs läufig so ist!

Ich finds echt nicht ok wie man hier in diesem partnerforum abgestempelt wird!!!:-[

Beitrag von asimbonanga 10.09.08 - 14:39 Uhr

Reg dich nicht auf - keiner stempelt dich ab.
Ich kann dich sehr gut verstehen und
mein Vorschreiber ist ein Mann.
L.G.