Schmerzen an Brust. Heute FA termin

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von teufelchendani 09.09.08 - 08:17 Uhr

Hallo und guten morgen!

Ich pumpe seit der Geburt meiner Zoe MM ab. Sie war ein Frühchen und konnte net an der Brust trinken.

Aber war so froh das nach all den Mühen die kleine seit 3 Wochen an der Brust trinkt nachts. Letzte woche habe ich versucht einen TAg nur Brust zu geben. Haben halben Tag geschafft, dann hat sie theater gemacht und meine Brüste waren am platzen. habe dann abgepumpt und seit diesem Tag schmerzen meine Brüste.

Es tut so weh seit Donnerstag. auch nach dem pumpen noch. Kann nicht mal an die Brust fassen. (eine Stelle, nicht ganze, an beiden Brüsten) sogar beim bücken tut es weh.
Brauche nicht zu erwähnen, dass ich die kleine kaum tragen kann. habe eigentlich einen großen busen und sie liegt ja immer daran.
Heute um 12 habe ich einen Termin beim FA. Aber kann mir einer vielleicht schon mal sagen was das ist? Oder was er dagegen macht?

Irgendwie ist diese pumperei nur Streß für mich, würde mich freuen, wenn er sagt, ich muss aufhören. Aber ich fühle mich so schlecht #heul meiner kleinen gegenüber. Gerade jetzt wo sie nachts so schön trinkt. Ich habe zwar das ganze gefrierfach voll mit MM und in der Klinik liegt auch noch, aber ich habe so gemischte Gefühle. Fühle mich schlecht, weil wir das nie geschafft haben.

danke für euer Ohr und eine #tasse tee für alle

Dani mit Zoe (heute U4 und schläft schön mit vollem Bauch!)

Beitrag von tonka 09.09.08 - 08:20 Uhr

Wie oft pumpst Du denn ab? Hast Du dort, wo es weh tut, eine harte Stelle an der Brust? Wenn ja, dann klingt mir das ganz stark nach nem Milchstau. Was Du machen kannst: Brust ausstreichen. Geht z. B. prima unter der warmen Dusche. Oder Du musst mehr Milch rauspumpen. Am Besten aber: Die Kleine öfters anlegen.

Lieben Gruß, tonka

Beitrag von teufelchendani 09.09.08 - 08:29 Uhr

Danke.
Ich pumpe so alle 4 Stunden außer Nachts, da geht ja die kleine ran.

Und ich pumpe immer do 15-20 min. aber in der regel kommt nicht mehr so lange Milch. und ich massiere die stelle die schmerz während dem pumpen.

Hab eine elektropumpe wie im KH.

Beitrag von christina-s 09.09.08 - 09:57 Uhr

Schmerzende Brüste hat man bei Milchstau. Sicherlich hat Deine Kleine anders getrunken als die Pumpe leer pumpt und da ist ein Teil der Milch zurück geblieben.

Bei Milchstau hast Du harte Stellen auch manchmal mit kleinen Knötchen. Die Brust schmerzt immer mehr und kann rot werden. Dazu kannst Du noch Fieber aufgrund einer Entzündung bei dieser Stelle bekommen.

Was nun hilft:

- Stillöl vor dem Pumpen der Stillen auftragen und die -Brust in kleinen Kreisen massieren.

- Vor dem Stillen auf jeden Fall mit einem warmen nassen Handtuch schön wärmen. Betrifft es beide Seiten, kannst Du ein Badetuch wie eine Acht um die Brüste legen. Dabei aber die Brutwarzen immer aussparen. - das hilft wirklich super, geht es nicht gleich beim ersten Mal weg, dann immer wieder machen

- Am besten Deine Kleine trinken lassen, sie trinkt sie am besten leer. Dabei legt man den Unterkiefer genau dort hin, wo der Milchstau ist. Babys ziehen dort dann am meisten weg.

- lange stillen, damit auch wirklich alles raus kommt.

- nicht ausstreichen, denn erstens bekommst Du es mit Deiner Kleinen immer besser raus, zweitens streicht man die Milch mitunter in andere Bereiche, die dann auch rot werden und drittens bekommt man durch die Massage und den Druck viel schneller eine Entzündung und es tut immer mehr weh.

- etwa weniger trinken und die Brust nach dem Stillen mit einem Quarkwickel etwas kühlen - das nimmt den Schmerz und die Hitzigkeit und bremst erst einmal etwas die Milchproduktion

- Phytolacca C 30 einmal 3 Glob. nehmen, dadurch gehen harte Stellen besser zurück. Hierzu kannst DU Dich an Deine Hebamme wenden

- überhaupt solltest Du Dich an Deine Hebamme wenden. Am besten holst Du Dir ein Rezept vom Arzt, dann kommt sie auch nach dem Wochenbett wegen Stillproblemen zu Dir. Sie weiß in diesem Fall auch besser Bescheid als ein Frauenarzt.

- gönne Dir Ruhe und kümmert Euch heute und morgen nur um die Brust - das muss einfach mal sein, sonst wird es nicht besser. Bei Stress läuft die Milch nicht so gut ab. Natürlich ist es mit Aufwand verbunden, aber dafür dann bald schmerzfrei.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen. Ich habe schon oft Milchstau gehabt und habe einiges ausprobiert. Das warme Handtuch ist wirklich die beste Methode.

Solltest Du Fieber oder eine rote entzündliche Stelle bekommen dann wende Dich sofort an Deine Hebamme. Mit Milchstau ist nicht zu spaßen. Ich hatte bei meiner Großen einen, leider keine Hebamme zur Hand und ganz hohes Fieber. Ich bin dann in die Notaufnahme. Dort wurde die Brust wieder nicht richtig leer gepumpt und dann mit Eisakkus gekühlt. Resultat war eine verhärtete Stelle, bei welcher meine FÄ sofort an Krebs dachte. Ich musste dann während der Stillzeit noch zur Gewebeentnahme mit örtlicher Betäubung, Abpumpen, Zufüttern und dem Resultat: verkapselte Milch, was ich zuvor ja schon immer gesagt hatte.

Ich wünsch Dir alles Gute und baldige Genesung.

Christina

Beitrag von christina-s 09.09.08 - 10:08 Uhr

Noch ein Tip: Mach Dir mal keine Gedanken übers Abstillen oder Weiterstillen. Das macht jetzt keinen Sinn und macht Dich nur noch fertig. Versuche erst mal die Schmerzen loszuwerden.

Du kannst dch langsam versuchen, Deine Kleine an die Brust zu gewöhnen. Leg sie ab und zu mal an und pumpe zwischendurch. Wenn sie nachts trinkt, dann klapp es bestimmt auch bald tagsüber. Du musst nur etwas Geduld haben. Die Pumperei ist anstrengend und macht nicht viel Spaß - stillen aber schon. Würdest Du die Flasche geben, hättest Du auch mehr Aufwand.

Wende Dich doch einfach eine Hebammer oder Stillberaterin. Die unterstützen Dich und helfen Euch einen angenehmen Weg zu finden. Kopf hoch! Das schaffst Du. Und wenn Du es geschafft hast, wirst Du die Zeit genießen.

Mit meiner Kleinen hatte ich auch Anfangsschwierigkeiten. Erst lief es super aber nach einigen Tagen wurden meine Brutwarzen wund und heilten nicht ab. Ich hatte über 5 Wochen Schmerzen. Habe deswegen beim Anlegen jedesmal Hemmungen gehabt und dann hatte ich auch noch zu wenig Milch durch den Stress. Meine Kleine wog viel zu wenig. Es war eine Nerven zehrende Zeit , aber wir haben sie überstanden. Meine Kleine habe ich dann manchmal den ganzen Tag gestillt und sie hat wieder schön zugenommen. Nach kurzer Zeit war sie wieder richtig propper und nun ist sie schwerer als andere. Wir stillen mit fast 9 Monaten immer noch voll. Sie bekommt gerade mal einen halben Fleischbrei und einen halben Obstbrei dazu. Du siehst also, Du kannst alles schaffen, wenn Du einen eisernen Willen hast und den wünsche ich Dir von Herzen.

Christina