Steuererklärung

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von sugarliana 09.09.08 - 09:33 Uhr

Hallo an alle,

ich bin so wütend!!!! Warum sagen die denn nicht von
anfang an, dass man nicht die 67 % bekommt, und
nicht die ganze (eh schon Netto-)lohnfortzahlung -
damit meine ich das Mutterschaftsgeld, sondern dass
man das Geld auch noch versteuern muss. Die Dame
bei Finanzamt meinte zu mir, dass es alles in den
beiden Schreiben erwähnt wurde!!!
HAAAAALLLLLOOOOOO!!!!! Merken die noch
was?????????????!!!!!!!!!!!!!!!!! :-[:-[:-[:-[:-[ Also nun
geht es wieder mal auf das NEGATIV-KONTO vom meiner
Liste, ob ich noch ein Kind haben möchte!!!!!!!!!!!!!!!!!
#heul

Musste das mal rauslassen #schein

Vielen Dank fürs Zuhören #blume

Sugarliana

Beitrag von clarissa39 09.09.08 - 09:37 Uhr

Hallo,

ja das ist doch klar das das auch versteuert wird. Das Elterngeld ist bei weitem nicht besser als das vorherige Erziehungsgeld.

Wenn du normalverdiener warst bist du mit 36 x 300 Euro besser drann als 12x Elterngeld (oder besser gesagt 10x)

Wird alles nur schöngeredet. Die reichen habens besser, die Mittelständler gehen wieder schlechter aus.

Letzten endes provitiert der Staat.

lg
clarissa

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 09:40 Uhr

Ich weiß ja nicht, ab wann jemand für dich reich ist, aber ich habe NULL Erziehungsgeld gesehen, weil nämlich nicht beachtet wurde, dass mein LG noch Unterhalt zu zahlen hatte, dass mein Gehalt ja wegfallen würde, wenn ich daheim bleiben würde.

Erziehungsgeld hat man auch nur bekommen, wenn man arbeiten war vorher.

Elterngeld bekommt JEDER!

Gruß

Beitrag von clarissa39 09.09.08 - 09:48 Uhr

Hallo,


Erziehungsgeld hat jeder bekommen. Es wurde nur gekürzt wenn der Ehemann oder bei Unterhalt ein bestimmtes Jahreseinkommen da war.
Bei meiner Großen Tochter wurden mir die ersten 3 Monate gekürzt, dann habe ich es ganz bekommen da ich belegen konnte das der Unterhalt meines Exes nicht das Jahreseinkommen erreicht, das zur Kürzung berechtigt.
Und man konnte noch zusätzlich 19Std/Woche arbeiten, was ja beim Elterngeld nicht mehr möglich ist.

Elterngeld bekommen nicht arbeitende auch nur 300 Euro im Monat, für 1 Jahr, vorher waren es ja 3 Jahre.

Gruß

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 09:51 Uhr

Hallo!

Nix da mit Erziehungsgeld hat jeder bekommen -

http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/familie,did=29952.html

Gruß

Beitrag von sugarliana 09.09.08 - 09:53 Uhr

Meine Freundin hat auch nur 30- Euro Erziehungsgeld bekommen, weil sie mit ihrem Freund ganze 50 Euro über die Grenze lagen.

Beitrag von susaheld 09.09.08 - 10:27 Uhr

Hallo,

Du bist etwas falsch informiert und ich weiß auch nicht, was für dich reich ist! Wir haben gerade mal 6 Monate (!!!!) Erziehungsgeld bekommen, dann war Schluss, weil wir über der Grenze waren. Als reich bezeichnen würde ich aber uns noch laaange nicht!
Wenn Du während dem Geldbezug arbeiten gegangen bist, ist es angerechnet worden.
Jetzt kannst Du sogar bis zu 30 Wochenstunden (!) arbeiten gehen, klar dass es auch angerechnet wird. Der Sockelbetrag von 300 Euro bleibt aber immer erhalten!

Susanne

Beitrag von touch-of-light 09.09.08 - 10:20 Uhr

"Erziehungsgeld hat man auch nur bekommen, wenn man arbeiten war vorher."

Unsinn. Ich war bei beiden Kindern sowohl vor der Schwangerschaft als auch vor dem Mutterschutz (unfreiwillig) ohne Arbeit und habe bei beiden Kindern die vollen 2 Jahre Erziehungsgeld bekommen.

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 10:26 Uhr

Entschuldige, da habe ich mich vertan, du hast natürlich recht!

LG

Beitrag von phoe-nix 09.09.08 - 10:46 Uhr

Wer ist denn für Dich "reich" und steht mit Elterngeld besser da als ohne Auszeit fürs Kind?

Und inwiefern profitiert der Staat davon, freiwillig diese Gelder zu zahlen?

Dass Elterngeld sich auf das zu versteuernde Gesamteinkommen auswirkt, wurde im übrigen ausreichend publik gemacht.

Beitrag von drachenengel 09.09.08 - 11:10 Uhr

Wo haben die Reichen es denn besser??

Die opfern doch deutlich mehr, als jemand der 67% seines durchschnittlichen Nettoeinkommens bekommt...

Sorry, Clarissa... für mich ist jemand evtl erst später reich, als für Dich..

Doch angenommen, es hat jemand ein Nettoeinkommen von monatlich 4000 Euro vor der Elterngeldzeit... so fallen da mal eben 2200 Euro weg...

Klar, es ist viel Geld, die 1800 Euro... doch es ist trotz allem eine bodenlose Frechheit... denn sollte das Elterngeld ja grad die gutsituierten dazu reizen, ein Jahr für ihre Kinder auszusteigen..

Der Staat profitiert keinesfalls, dafür muss er zuviel Unterstützung zahlen wo keine Steuereinnahmen in dem Fall gegen stehen...

Dieses Anspruchsdenken find ich total daneben ehrlich...

Menschenskinder, warum macht man den Kinderwunsch von staatlichen Geschenken abhängig... warum fordert man mehr anstatt mal zu überlegen, was zu geben man eher selber bereit ist?

Gruss
Mone

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 09:39 Uhr

Hallo!

Warum die das nicht sagen? Weil man es nachlesen kann in den Anlagen zum Antrag.

Elterngeld unterliegt genau wie Mutterschaftsgeld dem Progressionsvorbehalt.

Und: Wieso ist es ein Punkt auf deiner Negativliste? Du bekommst Geld geschenkt #kratz

Gruß

Beitrag von fraukef 09.09.08 - 09:44 Uhr

#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 09:46 Uhr

Na, ist doch wahr, oder?

Maya wurde noch vor dem Elterngeld geboren und Erziehungsgeld - nix! Weil wir ja "reich" sind - klar, wenn ich daheim geblieben wäre, wäre mein Einkommen ja auch noch da gewesen #augen

Unterhalt etc wird ja nicht beachtet.

Elterngeld bekommt doch jeder, auch die, die nicht arbeiten gegangen sind vorher.

Ich hasse diese Meckerei über geschenkte Sachen :-)

LG

Beitrag von fraukef 09.09.08 - 10:55 Uhr

Natürlich ist es wahr...

Judith ist schon ein "Elterngeld-Kind" - aber auch ir ist es völlig klar, dass ich beim Erziehungsgeld keinen Pfennig bekommen hätte... Dazu verdient mein Mann zu viel - und zum Fenster rauswerfen können wir unser Geld auch nicht...

Über Dinge wie Progressionsvorbehalt kann man sich ohne Probleme vorher informieren (ich wusste das - ebenso wie ich wusste, dass die Werbungskostenpauschale abgezogen wird...) - und trotzdem hab ich mich über das Geld, was ich bekommen hab, gefreut - ohne wenn und aber...

Manchmal stell ich mir vor, ich bekomme was zum Geburtstag geschenkt - und schau den Schenker an und frage "Wie das wars? Mehr willste mir nicht schenken???" Wär auch nicht die feine englische Art...

LG

Beitrag von sugarliana 09.09.08 - 09:51 Uhr

Ich habe nicht die Frage gestellt "warum", sondern wollte euch nur mitteilen, dass ich wütend bin, dass es so ist.

Und "Geld geschenkt" - na viellen Dank auch, für meinen 24-std-Job, und dafür, dass mein Kind später mal für alle arbeitslosen und Rentner arbeiten geht (im Normalfall)!!!

Und warum es ein Punkt auf meiner Negativ-Liste ist, weil ich sowieso schon mir nicht so sicher war, ob ich bei meiner finanzellen Lage mir das leisten kann, obwohl ich früher ein sogenannter "Normalverdiener" war und auch für meine 25 Jahre damals genug Geld verdient hatte, und mein Man geht auch volltags arbeiten und bekommt auch eine ganze Ecke mehr als nur 700 Euro, aber man möchte nicht nur für Kinder leben, die Kinder brauchen auch glücklicher Eltern und ich habe mehr Wünsche, als nur Kindersachen kaufen zu wollen.

nicht böse sein - aber so sehe ich das.

LG

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 09:52 Uhr

Dann geh doch arbeiten und verzichte auf das Elterngeld, dann hast du mehr!

Gruß

Beitrag von sugarliana 09.09.08 - 09:56 Uhr

Ja, das werde ich auch tun, nur hatte ich früher immer von einer Familie mit mindestens 2 kids (höchstens 3) gewünscht, weil ich ein Einzelkind war und es nicht so schön fand.

Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 09:57 Uhr

Wir mussten auch rechnen, ob wir uns Maya noch leisten können .

Aber Kinder bekommen sollte doch nicht am Elterngeld liegen, oder?

Das gibts doch eh "nur" ein Jahr.

Versteh mich nicht falsch, ich finde nur, dass man es nicht davon abhängig machen kann, was man vom Staat bekommt

Beitrag von drachenengel 09.09.08 - 10:28 Uhr

Du, nur mal als Rechenbeispiel:

Elterngeld bekommt jeder, egal ob gearbeitet oder nicht...

3600 Euro ein Jahr lang... als MINDESTSATZ

Wer ein vorher gutes/sehr hohes Einkommen hatte... die in Deinen Augen REICHEN... werden auf maximal 1800 Euro beschränkt... einerseits verständlich andererseits eine bodenlose Frechheit... von wegen Gleichbehandlungsgrundsatz..

Denn warum bekommt jemand, der seinen Hintern brav daheim behalten will, anrechnungsfreies EG auf ALG2 drauf... während andere, die evtl via Studium, 80-Std Woche etc wieder mal gekürzt werden...
Bzw mit welcher Logik werden dann diejenigen bestraft, die wegen Krankheit (nicht schwangerschaftsbedingt) vorrübergehend Krankengeld bezogen...

also ich denke mal ganz ehrlich... Elterngeld ist schön und gut.. wenn es einheitlich für jede Familie die gleiche Summe geben würde... oder Elterngeld weg und dafür allen Kindern die gleichen Startchancen geben...

Wenn Du halt unbedingt weitershoppen willst, als Dich einzuschränken... dann entweder vor Kind bereits Rücklagen schaffen oder arbeiten gehen..

Beim Grossen gingen wir LEER aus... wegen 50 Euro über der Grenze... aber mein Netto war schlagartig weg... dieses wussten wir aber, so gingen von Anfang an monatlich 50% meines Nettos an die Seite.. bzw so ging ich direkt nach MuSchu entgegen den Arbeitszeiten meines Mannes jobben...

Und bei der Kleinen ar*** es mich wieder... da ich nur 3 anrechenbare Monate habe... der Rest ist leider nunmal Krankengeld gewesen... somit knallte ich auf minimal über Sockelbetrag runter... während andere, die gar nicht arbeiteten, diesen auch erhalten...

Du, wir waren uns komischerweise bereits bei der ungeplanten ersten SS bereits ab Feststellung derer bewusst, dass wir unseren Lebensstandard runterschrauben, denn was ist Geld im direkten Vergleich mit dem Glück eines Babys??

Sicher kosten Kinder einen Haufen Geld... doch ich verzichte gerne für meine Kids... so wie es auch bereits meine Oldies und meine Grosseltern für ihre Kids taten..

Weisst Du, ich sehe das Thema Kids anders... denn heute bekommen doch einige (nicht alle) ihre Kids, weil es Elterngeld oder Erziehungsgeld gibt.. und ab Ende dieser staatlichen Gelder kommt das AUA... wei o wei... wenn ich nicht vorsorge muss ich ja arbeiten...

Wir haben zwei ungeplante Kids, da es immer hiess, ich könnte kein Baby austragen... nach dem Grossen hiess es dann, verhüten müssen sie nicht, noch mal kann sich kein Baby einnisten (von 4 Gutachtern)... nun.. mein grösstes Geschenk zum 40. war unsere Prinzessin... die von ihrem Prinzen abgöttisch geliebt wird und dankeswerter Weise GESUND ist..

Denn was ist Geld, was ist Konsum, was ist Luxus der materiellen Art zu dem wahren Luxus des Lebens?

Kannst Du tiefe Liebe kaufen? kannst Du Gesundheit kaufen? Kannst Du Glück kaufen?? nöööö also bleib mal aufm Boden und denk nach...

Alles Gute... das musste jetzt mal raus.. und glaub man, vor den Kids kaufte ich mir auch das was ich wollte und nicht nur das, was realisierbar war...

Wir sollten alle (egal ob arm oder mittelarm oder arm oder was auch immer) eines im Auge behalten..

Kinder sind ein Geschenk der Natur und sollten so behandelt werden, ein Kind muss nicht in Spielsachen ersaufen, muss nicht nur mit den teuersten Marken gekleidet sein... sie sind umso glücklicher, je weniger sie erstickt werden mit materiellem Scheiss...

Kinder haben ein instinktives Grundbedürfnis: die Kombination aus Wärme, Liebe, Geborgenheit und ZEIT...

Tja Du, und ZEIT kann ich auch nicht kaufen... komisch..


Solange Du Dein Glück von Geld abhängig machst, solange wirst Du NIE glücklich sein...



Beitrag von schnuffelschnute 09.09.08 - 10:33 Uhr

Ach Mone ............. #pro

Beitrag von jdasweety79 09.09.08 - 11:01 Uhr

Mone, das hast du toll geschrieben...#pro

LG Doreen

Beitrag von phoe-nix 09.09.08 - 10:49 Uhr

"Und "Geld geschenkt" - na viellen Dank auch, für meinen 24-std-Job, und dafür, dass mein Kind später mal für alle arbeitslosen und Rentner arbeiten geht (im Normalfall)!!! "

Wieder eine, die völlig selbstlos Kinder für den Staat aufzieht und das nicht mal ansatzweise gedankt bekommt?


Beitrag von musi 09.09.08 - 11:58 Uhr

Ich kann dich verstehen.

Uns gings auch so. Erst Elterngeld bekommen, dann wurde das ganze in die Steuerprogression eingerechnet und am Ende durften wir 780 Euro zurückzahlen.

Die musst du erstmal auf der Seite liegen haben, wenn du nicht arbeiten gehst.
War auch ziemlich verärgert.

Die liebe Frau Van der LEyen redet immer alles schön und am Ende kommt nur Sch... bei raus.

Lg Sandra

Beitrag von drachenengel 09.09.08 - 12:14 Uhr

Wieso lest Ihr eigentlich nicht, was auf dem Elterngeldbescheid steht??

Dort ist fett der Hinweis, dass Elterngeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Ebenso wies auch die Frau von der Leyen darauf hin, dass auch Elterngeld eine Lohnersatzleistung ist..

Nicht falsch verstehen, aber dass es Elterngeld gibt, wurde doch auch wahrgenommen... warum dann nicht der Rest?!

Gruss Mone