Hab Mangel wegen Stillen :-(

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 10:33 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 9,5 Monate alt und ich still ihn immernoch voll. Er lehnt Brei total ab. Festes (Dinkelbrot und Reiswaffeln) isst er zwar, aber da bekommt er nur Krümelchen ab, so dass wir von einer Mahlzeit noch meilenweit entfernt sind.
Das Problem: Seit Donnerstag hab ich am ganzen Körper heftigen Muskelkater (fühlt sich zumindest so an), so dass ich mich gar nicht mehr richtig bewegen kann. Am Freitag konnte ich plötzlich meine Hand nicht mehr bewegen und bin in die Notaufnahme. Dort wurde extremer Calcium- und Magnesiummangel festgestellt. Bin dann an den Tropf gekommen und konnte meine Hand wieder etwas bewegen. Nehme jetzt schon extra Magnesiumpulver und sowas ein, aber es wird einfach nicht besser. Hab am ganzen Körper immer noch extremen Muskelkater, meine Arme und Finger sind sehr steif und ich hab keine Kraft (gar keine!!!, ich kann nicht mal mein Kind hochheben, hab schon bei einem vollen Glas Probleme). Ich hab durch das Stillen auch noch abgenommen, obwohl ich vorher schon nicht viel gewogen habe. Wiege bei 1,59 noch 41 Kilo.

Nun ist es so, dass ich in meinem Umkreis so ziemlich gedrängt werde, nun langsam Stillmahlzeiten durch die Flasche zu ersetzen, was ich eigentlich nicht will. Weiß ja selbst, dass es so nicht weitergehen kann, aber ich wollte meinen Schatz so lange stillen, wie er es braucht... Bin echt traurig und im Zwiespalt, ob ich nun die Flasche geben soll oder nicht. Eigentlich hoffe ich, dass es bald wieder besser wird durch die Nahrungsergänzungsmittel, aber glauben kann ich nicht mehr so richtig daran...

Danke fürs Zuhören!!!

Beitrag von xyz74 09.09.08 - 10:35 Uhr

Hi,

wie ernährst Du dich zurzeit?

LG
Lucy

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 10:45 Uhr

Ganz normal sagt ja nicht viel aus. Wahrscheinlich nicht ausgewogen genug.
Jetzt ist mir das erst mal richtig bewusst geworden. Seit Donnerstag achte ich extrem auf ausgewogene Ernährung. Ich weiß, etwas spät! Die frage ist, ob es zu spät ist, ob ich den Mangel schnell wieder beseitigen kann mit meinen Nahrungsergänzungsmitteln und meiner Ernährung...

Ich soll jetzt schon meiner Ärztin aufschreiben, was ich alles esse, damit sie es mal sieht.

Ich denke auch, dass ich nicht besonders viel esse, aber alle nerven und sagen ich soll mehr essen, aber wenn ich satt bin, bin ich eben satt. Kann mir ja nichts reinzwingen???;

Beitrag von xyz74 09.09.08 - 10:49 Uhr

Menge ist nicht ausschlaggebend.

Eher die Zusammensetzung.

Was Dir helfen könnte, wäre als erstes ein Mineralstoffpuler z.B. Basica.
Gibt es auch als Eigenmarke bei DM.

Bei Getreide auf Dinkel und Hirse achten.

Ist beides reich an Mineralien.

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 11:07 Uhr

Danke, schau mich mal danach um...

liebe grüße, mauselkatze

Beitrag von muehlie 09.09.08 - 10:48 Uhr

Das klingt irgendwie schon so extrem, dass ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass das nur vom Stillen kommt. Natürlich zehrt Stillen an den Reserven einer Frau. Aber dass eine Frau davon so geschwächt wird, dass sie sich nicht mehr um das Kind kümmern kann, widerspricht eigentlich den Naturgesetzen. ;-)

Du solltest dich noch mal gründlich von einem Arzt untersuchen und auch deine Ernährungsgewohnheiten und Tagesabläufe genau beleuchten lassen.

LG
Claudia

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 11:06 Uhr

Ja, ich geh auch nochmal zum Arzt und soll ihr aufschreiben, was ich alles esse, sie hat gesagt, da kann was nicht stimmen. morgen muss ich noch mal zu einer blutuntersuchung. mal sehen, ob die da irgendwas feststellen...

find es auch komisch, dass ich so kraftlos bin. vorallem, weil es innerhalb von 10 minuten aufgetreten ist und davor keine anzeichen zu sehen waren...

viele grüße, mauselkatze

Beitrag von qrupa 09.09.08 - 11:30 Uhr

Hallo

also wenn das so plötzlich gekommen ist, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass das stillen wirklich die Ursache sein soll. Dann hätte das ein langsamer schleichender Prozess sein müssen, aber nicht von jetzt auf gleich.

LG
qrupa

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 11:47 Uhr

Das dachte ich auch, das das langsamer hätte vor sich gehen müssen. Aber ich bin an dem Tag normal rumgelaufen, hab Baby und Kinderwagen gehoben, irgendwann hatte ich im Bein Muskelkater, dann im Arm und plötzlich am ganzen Körper und konnte mich nicht mehr richtig bewegen und nichts schweres mehr heben, einfach so, ganz plötzlich...

Beitrag von snow_white 09.09.08 - 10:52 Uhr

Hey,

bist Du sicher, dass das vom Stillen kommt?
Sind andere Möglichkeiten ausgeschlossen worden?
Für mich hört sich das nach einem neurologischen Prob an (ich weiss, wovon ich rede).

Wie schläfst Du nachts? Bekommst Du genug Ruhephasen?

Ich würde einen Neurologen aufsuchen und auf einen Kernspin-Termin (nicht CT, da erkennt man zu wenig) drängen (den kann man auch wahrnehmen, wenn man stillt).

Ehrlich... aber das ist nicht das Stillen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Ich wiege derzeit bei einer Grösse von 1,78 56 kg (war aber noch nie wirklich mehr, nur in den SS).
Ach ja, und bei 3 Kindern kann ich Dir sagen, dass ich nicht immer die Zeit habe, zum Wochenmarkt zu fahren und mir probiotisches Superessen reinzuhauen.

Vielleicht schliesst Du wirklich erst alles andere aus, bevor Du event. übereilt zum Flasche-Geben gedrängt wirst?


LG und alles Gute...


sw

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 11:20 Uhr

Oh, jetzt bekomme ich ja schon richtig Angst. Also mir wurde gesagt, dass es wahrscheinlich von dem Stillen kommt, weil es ja 9 Monate alle 1 bis 3 Stundn sind... Das zehrt eben an den Kräften. Und ich hab mich eben nicht wirklich ausgewogen genug ernährt.
Weiß nicht, ob es nur davon kommt.
Ruhepausen und Nachtschlaf??? In der Nacht kommt er zur Zeit bestimmt 5 bis 10 mal. Ich vermute einen Schub oder Zähne. Und tagsüber geht es mit Pausen. Er schläft noch ziemlich viel am Tag.

Ich muss morge noch mal zu einer Blutuntersuchung, vielleicht sehen sie da schon mehr und wenn nicht, werde ich deinen Rat befolgen und zu einem Neurologen gehen. Danke!!! Ich will nämlich auch nicht Zufüttern. Jetzt bin ich so weit gekommen, da wollte ich mich noch durchkämpfen mit dem Stillen...

Viele Grüße, mauselkatze

Beitrag von snow_white 09.09.08 - 11:29 Uhr

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen und finde es ganz toll, dass Du nicht so leicht aufgibst.

Hast Du den Kleinen nachts wenigstens bei Dir im Bett? Das hilft ungemein.

Viola will nachts auch extrem oft trinken (über den Tag ist es seltener, weil sie abgelenkt ist), da sie aber direkt neben mir ist, ist es leichter, ich schlafe praktisch direkt weiter und sie auch ;-)

Und: Ich habe meinen jüngsten Sohn 22 Monate lang gestillt, auch nach Bedarf, also ziemlich oft. Er hatte/wollte keinen Schnuller, nur Mama-Busen, Du kannst Dir vorstellen, dass er praktisch an der Brust festgewachsen war.
Und meine Konstitution war nie die beste, ich bin keine pumperlgesunde Bauernnatur.

Bei zarten Personen liegt es einfach nahe, es auf`s Stillen zu schieben ;-)


Alles Gute...

J.

Beitrag von mauselkatze 09.09.08 - 11:40 Uhr

Ja, er schläft seit der Geburt bei uns im Bett. Könnte mir gar nicht vorstellen es anders zu bewältigen. Auch da machen schon alle etwas Druck: Leg ihn doch mal in sein Bett. So könnt ihr viel besser schlafen und seit viel ausgeruhter...

Aber ich höre langsam nicht mehr darauf. Mit Familienbett bekommen wir alle drei am meisten Schlaf!!!

Den Schnuller nimmt er zum Glück, aber nur wenn er total müde ist, hab ihn ja auch die ersten sieben wochen keinen gegeben, aber dann hats mir gereicht :-)

mal sehen, ob sie was feststellen..

danke nochmal!!!

Beitrag von lola44 09.09.08 - 12:24 Uhr


Hallo Mauselkatze,

wurde deine Schilddrüse untersucht?

Meiner Schwägerin ging es genauso nach der Geburt, sie hat 8 Monate vollgestillt, nahm immer mehr ab, irgendwann war es so, dass paar mal am Tag umkippte und war völlig kraftlos. Als sie dann zum Arzt ging, stellte er fest, dass sie Schilddrüsenüberfunktion hatte und ihre Schilddrüse von Knoten und Zysten überwuchert war.
Leider musste Meine Schwägerin operiert werden, danach ging es ihr deutlich besser.

Lasse unbedingt deine Schilddrüse untersuchen, damit ist wirklich nicht zu spaßen. Ich habe auch Untergewicht und lasse mich mind. 1 mal im Jahr untersuchen, besonders jetzt wo ich stille.

Wünsche Dir alles Gute

LG LOla