Suche dringend Hilfe! Frühkindliches ADHS...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von salome.j 09.09.08 - 11:59 Uhr

Hallo,

bin mit meinem Latein am Ende. Vielleicht hat ja irgendjemand die gleichen Erfahrungen wie ich gesammelt und weiß Rat.
Mein Sohn wird im Oktober 2 Jahre alt. Ab dem ersten Tag haben wir festgestellt, dass er ein richtiger Schreihals (Tag und Nacht) ist. Er hatte von Anfang an Schlafstörungen, das Einschlafen dauerte immer Stunden, wenn er dann schlief, waren es 15 – 30 min. Dann ging es wieder von vorne los. Er stand unter ständiger Anspannung, Hände verkrampft, der komplette Körper steif wie ein Brett. Sein Trinkverhalten war ebenfalls sehr nervös, so dass ich abstillen musste. Nach 6 Wochen waren wir im Krankenhaus. Aufgrund des Schreiens, Schlafrhythmusstörungen usw. Diagnose: Dreimonatskoliken. Nach einem halben Jahr und weiteren Besuchen beim Kinderarzt, Schreiambulanzen, Osteopatin, konnte dann keine Rede mehr von Dreimonatskoliken sein. Nach 7 Monaten waren wir bei einer Osteopatin, diese hat schwere Blockaden im Kopf- und Beckenbereich gelöst (waren bei jedem Besuch wieder da). Nach ein paar Behandlungen, hat sich unser Sohn schon hingesetzt, ist 3 Tage gekrabbelt, dann hat er sich schon überall hochgezogen und ist aufgestanden und gelaufen (9 Monate). Sein Schlafrhythmus hat sich zu diesem Zeitpunkt durch strenges Einhalten von einem regelmäßigen Tagesablauf einigermaßen eingestellt. Nach wie vor hatte er einen übermäßigen Bewegungsdrang, hyperaktives Verhalten, ausflippen bei Reizüberflutungen, Unkonzentration, planloses Umherlaufen (gegen Türen gelaufen und Treppen/Stufen einfach runter laufen, ohne gucken). Nach weiteren Besprechungen mit unserem Kinderarzt, haben wir eine Kur beantragt, welche wir genehmigt bekamen und im Mai für 4 Wochen angetreten haben. Die ersten 2 Wochen hat er nur geschrieen (absolute Umstellungs- und Anpassungsstörungen). Die Verlängerung haben wir dann nicht in Anspruch genommen. Nach 4 Wochen Aufenthalt, Diagnose: frühkindliches ADHS.
Seitdem wir von der Kur zurück sind, hat mein Sohn angefangen aus dem Gitterbett (tägl. vor dem Mittag- und Abendschlaf geht das zwischen 1-2 Stunden) zu springen. Mein Mann (Schreiner) hat extra eine Erhöhung gebaut, nützt aber nix. Diese haben wir aufgrund evtl. Verletzungsgefahren wieder entfernt. Wir haben in den letzten Monaten alles probiert, damit er ruhig einschlafen kann, aber nichts hilft – nun weiß ich nicht mehr weiter, hat jemand eine Idee? Außerdem haben wir mit Frühförderung angefangen, u.a. mit Babyschwimmen (das Baden ist das einzige wo er etwas entspannter ist).

Er braucht absolute Aufmerksamkeit (wird von Ihm auch gefordert z.B. durch Kopf irgendwo anhauen, beißen …), hat Machtkämpfe mit seinem großen Bruder (fast 5 Jahre) und setzt sich damit auch z.t. durch. Schreckt bei anderen Kindern nicht vor Alter und Größe ab. Es mag sich ja zum Teil etwas lustig anhören, ist aber nicht immer so. Leider kommt unser großer Sohn viel zu kurz. Ein Geschwisterchen zu bekommen ist ja immer schwer, aber dann noch so ein „Kaliber“. Auf Anraten mehrer Spezialisten, sollten wir als Eltern uns Auszeiten nehmen. Problem ist nur: Keiner will Ihn haben. Er ist halt sehr anstrengend, sobald ich nur das Zimmer verlasse fängt er sofort an zu brüllen.

Am Mittwoch haben wir eine weitere Krisensitzung mit unserem Kinderarzt, hinsichtlich weiterer Behandlungen (Ergo o.ä.). Bin ja mal gespannt.

Ich würde mich freuen, wenn sich jemand meldet, der ähnliche Probleme hat, vielleicht auch mit älteren Kindern oder einfach jemand der mir gute Tipps geben kann um den Alltag (vor allem mit dem großen Bruder) zu vereinfachen.

Viele Grüße und vielen Dank schon mal!
Und an alle Mamas: Gute Nerven und viel Humor!

salome

Beitrag von shari25 09.09.08 - 12:22 Uhr

Hallo Salome,
ich denke in der Frühförderung wird Euch schon ganz gut geholfen. Die Sozialarbeiter/pädagogen haben oft ein gutes Auge auf weitere Maßnahmen.
Natürlich hab ich jetzt überhaupt keinen Blick auf Eure Situtaion, aber ich würde mal behaupten, Ergo ist zu früh.
Dann würde ich eher in die Psychomotorik gehen, oder allgemeines Kinderturnen, um Deinen Sohn auszupowern.
Mit 2 Jahren kann man ein Kind auch schnell mal übertherapieren.

Zum Thema "Auszeit" fällt mir auch nicht wirklich etwas ein. Klar schreckt ein anstrengendes Kind ab. Du könntest es mal über den Familienentlastenden Dienst versuchen, ob Du jmd für ein paar Std. bekommen kannst. Falls es sowas bei Euch in der Stadt gibt?! Wird oft vom DRK oder der Lebenshilfe angeboten.
Ich weiss aber nicht, ob Euer Fall "schwerwiegend" genug ist.
Oder eine Spielgruppe?!
Ich wünsch Euch alles Gute
Bleibt fröhlich!
Shari #blume

Beitrag von thayade 09.09.08 - 20:04 Uhr

Hallo!

Ich kann dir leider nicht helfen, wünsche dir aber viel Kraft! :-)

Vielleicht schreibst du deinen Beitrag nochmal im Forum "Gesundheit"?

LG

thayade