Hausumschreibung etc.

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von toseva 09.09.08 - 12:02 Uhr

Hallo,

vielleicht kennt sich hier jemand aus und war schon einmal in einer ähnlichen Lage. Also, meine Eltern haben ein Einfamilienhaus. Seit 12 Jahren lebt mein ältester Bruder mit seiner Frau ebenfalls mit in diesem Haus. Es sind zwar 2 Wohnungen daraus gemacht, aber eben nicht abgeschlossen. Sie haben keine Miete, aber dafür den Hauskredit gezahlt (das ist viel weniger gewesen als eine vergleichbare Miete). Meine Eltern können nun die Kosten nicht mehr halten und wollen nun das Haus auf meinen ältesten Bruder umschreiben lassen. Wir Geschwister sollen dann ausgezahlt werden. Wir sind insgesamt 5 Kinder (incl. meines Bruders, der das Haus bekommen soll). Nun haben meine Eltern und mein Bruder nebst Gattin erstmal so beschlossen, das jeder von den Geschwister 5.000 Euro bekommt. Ein Schätzer soll nicht kommen, da der ja wieder zusätzlich Geld kosten würde. Dann hätte mein Bruder für 20.000 Euro ein Haus, welches sicher einen Marktwert von ca. 100.000 Euro hat. Mich würde mal interessieren, wie ihr euch da verhalten würdet? Darauf bestehen, das das Haus ordnungsgemäß geschätzt wird und jeder einen gerechten Anteil bekommt?

Danke für eure Antworten!

LG Silke

Beitrag von drachenengel 09.09.08 - 12:27 Uhr

Hallo Silke,

mein Ex hat mit seinem Vater und seinem Bruder damals eine Summe X gemeinsam vereinbart, die der eine dem anderen mal später auszahlen soll für das Haus...

Ansonsten einfach nach Vergleichsdaten via Internet suchen, Baujahr, Grundstücksgrösse, Renovierungsstau ja oder nein etc... dann habt Ihr einen Anhaltspunkt und könntet es in einer Familienrunde besprechen.

Oder derjenige, der die letztlebenden Eltern pflegt, bekommt 70 % der andere 30 %...

Sollte es mit den 100.000 Tageswert stimmen, dann wären 5.000 arg wenig... ok... aber andererseits kommt es meiner Moral nach auch auf die wirtschaftlichen Verhältnisse, das "Innenverhältnis der Familie" etc an...

je nachdem, was Dein Bruder dort bereits zahlte etc...

ich ganz persönlich würde je nachdem, wie ich mich mit dem Rest der Familie verstehe etc entscheiden, bei uns wird es daher vermutlich eher mal so laufen, dass die Schwägerin alles erhält, uns egal..
allerdings ist es bei uns heut schon der Fall, dass sie "bevorzugt" wird, wir kennen es nicht anders... nur müssen wir auch nicht danke sagen, da wir uns alles selber aufbauen usw..

LG

Beitrag von gh1954 09.09.08 - 12:41 Uhr

Ich würde mich an deiner Stlle nicht auf irgendwelche Mauscheleien einlassen.
Dein Bruder zahlt den Kredit ab und deine Eltern können das Haus nicht halten?

Das verstehe ich nicht so ganz.

Anstelle deiner eltern würde ich das Haus verkaufen, wenn ich o knapp bei Kase wären, es aber doch nicht verschenken..

Aber egal, darum gehts ich.

Ich würde aufeinem Gutachter bestehen.

Die Schulden, die auf dem Haus liegen vom Makwet abziehen und durch fünf teilen.

Falls deineEltern Wohnrecht auf Lebenszeit haben, mindert das nochmal den Verkaufswert.

Beitrag von gh1954 09.09.08 - 12:41 Uhr

Sorry für die vielen Tippfehler.. :-)

Beitrag von bezzi 09.09.08 - 14:07 Uhr

"Ich würde aufeinem Gutachter bestehen.

Die Schulden, die auf dem Haus liegen vom Makwet abziehen und durch fünf teilen. "

Schön.

Und wenn die Eltern das nicht wollen ?

Beitrag von gh1954 09.09.08 - 14:47 Uhr

Die TE schrieb:
>>>Wir Geschwister sollen dann ausgezahlt werden. <<<
Unter "Auszahlen" verstehe ich, in etwa ein gleicher Anteil für jedes Kind.

Wenn die Eltern das nicht wollen, sollen sie dem Kind einen anderen Namen geben: "Wir schenken dem Ältesten das Haus samt Schulden und ihr anderen vier Kinder bekommt ein Almosen."

Denn von "Auszahlen" kann bei 5000 Euro nicht die Rede sein, es sei denn, es ist eine überschuldete Bruchbude.

Beitrag von bezzi 09.09.08 - 14:51 Uhr

Ich gebe Dir da völlig Recht.

Nur erweckte Deine Formulierung bei mir den Eindruck, die Fragestellerin wäre in der Position, auf irgendetwas BESTEHEN zu können.

Das kann sie definitiv nicht. Noch nicht mal auf die EUR 5.000,-.

Beitrag von blaugeislein 09.09.08 - 13:19 Uhr

Hallo,

also wir sind nur zu zweit mein Bruder und ich, und meine Eltern haben vor ca. acht Jahren, das Haus meinem Bruder überschrieben. Mein Bruder wohnt aber nicht da, weil er ein eigenes Haus besitzt. Ich wurde von meinem Bruder in der Höhe von 18.000,- EUR ausbezahlt obwohl das Haus einen Gesamtwert von ca. 150.000,- EUR hat!

Aber erstens wollte ich das Haus nicht, zweitens will ich meinen Bruder nicht in den finanziellen Ruin treiben, drittens hab ich nur einen Bruder und den würd ich gern behalten.
Und überhaupt hasse ich Erbschaftsstreitereien!

Ich bin Stolz, dass ich mir so gut wie alles selbst erarbeitet habe, und wenn ich auf eine Erbschaft angewiesen bin um mir etwas zu schaffen, na dann .....#heul

Schade ist nur wenn es ums Geld geht sogar die eigene Familie nichts mehr zählt!

Und wenn dein Bruder ja eh schon einen Kredit für das Haus abbezahlt, dann muß diese Summe sowieso vom Hauswert abgezogen werden, sonst bezahlt er ja doppelt!

Das ist meine Meinung dazu!

LG
von ebenfalls Silke!

Beitrag von bezzi 09.09.08 - 14:12 Uhr

Hallo Silke,

"Mich würde mal interessieren, wie ihr euch da verhalten würdet? Darauf bestehen, das das Haus ordnungsgemäß geschätzt wird und jeder einen gerechten Anteil bekommt? "

Worauf willst Du denn bestehen ?

Ich glaube Du verwechselst da was:

DEINE ELTERN LEBEN NOCH !

Die können mit ihrem Haus machen, was sie wollen.
Und wenn sie es den Zeugen Jehovas verschenken wollen, können sie das tun, ohne dass Du auch nur den Hauch eines Mitspracherecht hättest.

Beitrag von k_a_t_z_z 09.09.08 - 21:06 Uhr



Sie zahlen doch bereits seit 12 Jahren ab, oder?!
Rechne das mal hoch!

Dann setze das noch gegen die 5000,- pro Geschwisterkind, womöglich kommt das sogar hin?!

Habt ihr denn den genauen Verkehrswert des Hauses?

LG, katzz