Habt ihr dran gedacht, dass sich der 11.9. ankündigt?

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Beitrag von sunnygirl81 09.09.08 - 14:31 Uhr

Hallo!

Es ist heuer 7 Jahre her, ich hab gar nicht mehr dran gedacht, bis mich gestern mein Schatz drauf aufmerksam machte, weil wieder alles Docus dazu im Fernsehen läufen!

Wie geht es euch? Dran gedacht?

LG
#sonnegirl, die es, wenn sie zurückdenkt, kalt dem Rücken runter läuft!

Beitrag von drachenengel 09.09.08 - 14:35 Uhr

Es wird immer wieder aufleben und jedes Jahr die gleiche Sch**** sein...

Auf einer Seite Befriedigung der sensationsgeilen Affen,
auf der anderen Seite diejenigen, die wirklich betroffen sind...

Wir werden unseren Freund nie vergessen, egal ob es jedes Jahr durch die Medien geht oder nicht... ebenfalls egal ob da jemand einen Thread startet oder nicht...

ich denke mal, die Angehörigen der Opfer und alle, die in einer Art richtig tief betroffen sind, werden dieses auch ohne öffentliche Darstellungen etc machen...

Wieso kommt eigentlich nicht jährlich zu anderen Terroranschlägen eine Dokuflut?

Na, ne Idee????

Beitrag von sunnygirl81 09.09.08 - 14:54 Uhr

Ich meinte eigentlich, wie schnelllebig die Zeit ist! Ich denk auch jedes Jahr im Dezember auf den Tsunami auf, das einzige, was ich nach der Geburt meines Sohnes noch wahrnahm, da mich damals die Medien kalt liesen, dem konnte ich nicht entfliehen!

Beitrag von drachenengel 09.09.08 - 15:16 Uhr

Sorry,

aber wie schnellebig unsere Zeit ist, das stell ich täglich an anderen Sachen fest...

Gestern lag der Grosse noch auf dem Wickeltisch, heute läuft er allein zum Kiga..

Allein an den ganzen Konsumwahnsinnstagen merkt man es..

Sollte man da als Merkmal, wie schnell die Zeit vergeht, nicht lieber die Ereignisse wie Geburt des Kindes, Hochzeitstag etc nehmen!?

Es ist für mich eine perfide Sensationsgier, jedes Jahr wieder auf "quotenreiche" Ereignisse hinzuweisen, tut mir leid..

Wir werden wie immer, KEINE der Dokus ansehen, KEINE massengedenk-Veranstaltung besuchen sondern ganz für uns im Kreis der Angehörigen an unseren Freund denken, wie jedes Jahr an allen möglichen Tagen..

Traurig wenn man nur einmal im Jahr an solche Ereignisse des Wahnsinns denken kann...



Beitrag von seelenspiegel 09.09.08 - 17:57 Uhr

<<<Es ist für mich eine perfide Sensationsgier, jedes Jahr wieder auf "quotenreiche" Ereignisse hinzuweisen, tut mir leid.. >>>

Jap !

Beitrag von clazwi 09.09.08 - 15:30 Uhr

Hätte ich das jetzt nicht gelesen, hätte bei mir vermutlich der Verdrängungsmechanismus prima funktioniert.

Der 11.9.2001 war einer der schrecklichsten Tage für mich.
Ich hatte zu der Zeit etliche Menschen in Washington, die mir ans Herz gewachsen waren/sind (mittlerweile verstorben/verzogen) und ich hatte eine sagenhafte Angst um sie.

Eine meiner Bekannten arbeitete zu der Zeit für den Senat - im bzw. beim Capitol.
Als ich gehört habe, was passiert ist bekam ich eine Angst um diese Menschen, die ich zuvor nie gespürt habe.

Mein damaliger Vorgesetzter schickte mich sofort nach Hause, dass ich nach DC telefnieren konnte - wie durch ein Wunder waren alle Leitungen (bis auf eine) frei und ich konnte alle erreichen.
Das Schlimmste war ein Telefonat mit einer Bekannten, die nahe des zerstörten Pentagon wohnte. Sie konnte von ihrem Fenster das brennende Gebäude sehen, sie sagte immer wieder und immer wieder unter Schock ins Telefon: "Claudia, vor mir brennt alles - vor mir brennt alles. Bitte bete für mich, dass ich morgen nicht zur Arbeit muss, ich habe Angst!" (Sie arbeitete in einem Regierungsgebäude).

Ich war so neben der Spur...wusste nicht wohin mit mir selbst...ich wollte nur ins nächste Flugzeug und zu "meinen" Leuten fliegen - das war natürlich unmöglich....

einige Monate später habe ich sie besucht, habe das zerstörte Pentagon angesehen....

ich meide Dokus und Berichte über diesen Tag. Was ich persönlich erlebt habe, reicht mir allemal...

Claudia

Beitrag von pupsy 09.09.08 - 15:33 Uhr

Hallo,

natürlich war es tragisch. Eine Katastrophe. Die Welt hielt den Atem an.

Aber jedes Jahr die Sensationslust wie schon erwähnt wurde ist doch zum brechen.

Jedes Jahr kommt alles wieder. Dann die Tsunami Katastrophe. Und und und.

Aber, was ist mit uns. Wer denkt an uns. Spendet einer unserem Land etwas? Wer kümmert sich das es unserem Land gut geht. Wer kümmert sich um unsere Straßenkinder und all denen die Ihre Kinder hergeben, weil sie selber sonst nicht überleben:

Ich denke bevor ich mit den anderen Ländern Mitleid habe, denke ich sollte man erst ans eigene Land denken. Sei es noch so schrecklich. Ich denke nach 7 Jahren, wird keiner der nicht betroffen war mehr trauern. So leid es mir tut.

In diesem Sinne

NIcole

Beitrag von pupsy 09.09.08 - 15:40 Uhr

Ist zwar ein blöder vergleich, aber so denke ich.

Kein anderes Land, würde uns so unterstützen wie wir die andern unterstützen.

Und auf kurz oder lang werden wir die Schusslinie der Terroristen werden. Deutschland ist nicht davor bewahrt. War noch groß in der Zeitung.

Also, sollte man vielleicht auch etwas egoistischer Denken.

Ich will damit die Katastrophe in NY, den Tsunami und alle anderen Anschläge nicht schön reden.

Beitrag von nightingale1969 09.09.08 - 19:38 Uhr

"Kein anderes Land, würde uns so unterstützen wie wir die andern unterstützen. "

Noch so ein ungebildeter Stammtisch-Unfug.

Beitrag von pupsy 10.09.08 - 19:59 Uhr

Ich lass mich auch nicht über deine Meinung aus.

Wenn du das so siehst, ist das deine Sache

Beitrag von nightingale1969 09.09.08 - 19:37 Uhr

Genau. Jedes Jahr dann immer wieder das gleiche Geschwafel von wegen "Und wer spendet uns was", "Wer kümmert sich um uns", "Buäh, uns geht's ja sooo schlecht, wer kümmert sich denn mal um uns..." #schrei

Tipp: Informiere Dich mal, WIE VIELE!!! ausländische Helfer teils mit großem Gerät und Massen an Spenden im Gepäck zur Flutkatastrophe 2002 angereist sind. Informiere Dich über die Luftbrücke und über die tausende von Care-Paketen, die in Deutschland nach dem Krieg verteilt wurden - gespendet von der Nation, die eine Menge Söhne auf den Schlachtfeldern in Europa gelassen hatten. Den Schlachtfeldern eines Krieges, den die Nation angezettelt hatte, für deren Kinder sie nun spendeten!

Du solltest Dich was schämen!

Beitrag von devadder 09.09.08 - 22:16 Uhr

Und dafür müssen jetzt auf Ewigkeit zig Generationen dankbar sein oder wie?
Nö. Mit Sicherheit nicht. Von mir bekommt auch keiner auch nur einen Cent.

Beitrag von nightingale1969 10.09.08 - 21:06 Uhr

Ich schrieb nichts von "ewig dankbar" sein. Es war eine Reaktion auf den Quatsch, dass man uns auch nicht geholfen hätte.

Ende der Durchsage.

Beitrag von pupsy 10.09.08 - 19:57 Uhr

Nein, dafür schäme ich nicht.

Das ist meine Meinung.

Beitrag von ruhrpottjunge 09.09.08 - 15:46 Uhr

Im Ernst: Was interessiert es mich, ob sich irgendein schreckliches Ereignis jährt? Jeden Tag jährt sich irgendein schreckliches Ereignis, manche mit mehr, manche mit weniger Toten als die Anschläge vom 11.9.

Solche Tage bedeuten NICHTS, außer für diejenigen, die direkt betroffen sind und für die Fernsehmacher, die ein leichtes haben, das Programm zu füllen.

Beitrag von mani62726 09.09.08 - 16:22 Uhr

Hmmm...
Ich denke, ehrlich gesagt, auch nicht wirklich an den 11.09.2001.

Und wenn, dann nur, weil ich es unbeschreiblich egoistisch finde, was die Amerikanische Regierung tausenenden Zivilisten und Helfern angetan hat, nur um noch mehr Geld zu scheffeln...

Denn ich bin der Meinung, dass es kein terroristischer Anschlag war, Bush &co. haben die Welt an diesem Tage manipuliert.

Mir tun die Menschen leid, die an diesem Tag ihr Leben lassen mussten bzw. an den Folgen starben oder lebenslang leiden müssen.


Eine #kerze für die Opfer


Beitrag von cassiopeia1974 09.09.08 - 16:25 Uhr

Hallo

Jeder so wie er meint...
Es ist schlimm wenn man einen Geliebten Menschen durch eine fremde Hand verliert. Diese fremde Hand hat auch noch Politische Arme und Beine und das macht mich jedes jahr aufs neue wuetend. Der Tsunami war eine Naturgewallt und mit 11.9 nicht zu vergleichen, klar ist auch dieses "sinnlose" Sterben zu tiefst zu bedauern. Nur diese Welle an Erinnerungen vom 11.9 finde ich etwas daneben, sie sollen mehr berichten ueber die Verantwortlichen. Ueber die jenigen, die es in auftrag gegeben haben. Es waren keine Terroristen, es war geplanter Mord des eigenen Landes. Welch heuchelei, da wird getrauert, und die Jahre gezaehlt und alles wieder aufgewuehlt und warum? Um zu signaliesieren welch armes Land das doch ist?
Ja zu recht Armes Land, wer seine eigenen Buerger Umbringen laesst, um die Neue Weltordnung zu erreichen,hat es scheinbar nicht anders verdiehnt.
So viele Menschen MUSSTEN Sterben weil es jemand so bestimmt hat, aber nur um seine Macht zu beweisen und dieser Terrorist Regiert auch noch das Land.

Lg cassio, die schon wieder voll die wut im Bauch hat

Beitrag von magic-oliver 09.09.08 - 17:06 Uhr

Nur weil ich an dem Tag meine Scheidung war.....#cool

Beitrag von goldauge 09.09.08 - 17:49 Uhr

Ganz ehrlich: ne!
Hab heute Hochzeitstag, DARAN hab ich wohl gedacht;-)

Beitrag von sunnygirl81 09.09.08 - 21:47 Uhr

Meine Mama hat Geburtstag und zu meiner Schande hab ich den auch fast vergessen! (Dabei bin ich bekannt, dass ich mir jedes Datum merke#hicks)

Alles Gute zum HOchzeitstag!

Beitrag von annih 09.09.08 - 22:11 Uhr

Uhaaa. Wir heiraten am Donnerstag. :-)

Beitrag von 221170 09.09.08 - 17:49 Uhr

Ja, ich habe an diesem Tag Hochzeitstag, ich vergesse es zwangsläufig nicht.

Beitrag von seelenspiegel 09.09.08 - 17:56 Uhr

Ja...daran gedacht !

Aber selbst wenn nicht würde es einem sehr schwierig gemacht weil Zeitung, Fernsehen und Internetforen an dem Tag davon überquellen.

Sogar Tage vorher wird man schon darauf aufmerksam gemacht, und allen Leuten läuft es sensationsgeil "kalt den Rücken herunter" o.ä.


Die Welt hat die Relation verloren....schon lange.


10.000 tote "Neger" in Afrika die bei einem Erdbeben ums Leben gekommen sind, oder über Jahre hinweg gesehen Millionen von Bürgerkriegsopfern in Entwicklungsländern findet man (wenn überhaupt) als winzig kleine Anzeige zwischen den Werbeangeboten von Büchsenfleisch....als ob das weniger tragisch wäre.

Desshalb gebe ich ganz offen zu, dass mir der Tag an sich ziemlich an meinen 4 Buchstaben vorbei gehen wird.....das was passiert ist nicht, denn das ist nicht Tagesabhängig.

Beitrag von devadder 09.09.08 - 18:38 Uhr

Sorry, aber die USA gehen mir am Arsch vorbei. Am 11. September denke ich daran, obwohl ich damals noch nicht gelebt habe, dass meine Heimatstadt 1944 zerbombt wurde. Meine Eltern und Ureltern haben mir immer unter Tränen davon erzählt. Das berührt mich weitaus schlimmer als die Geschehnisse in den USA.
Warum den in die Ferne...............................
Immer nur für die Anderen Gedanken haben und die eigenen Dinge verdrängen.
Für mich nicht.

Gruß

Beitrag von nightingale1969 09.09.08 - 20:00 Uhr

"Immer nur für die Anderen Gedanken haben und die eigenen Dinge verdrängen."

Das eine schließt das andere nicht aus. Aber dazu ist eben nicht jeder fähig... *schulterzuck*

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