Geld falsch überwiesen was kann ich tun oder was passiert jetzt ??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sacht736 09.09.08 - 16:02 Uhr

Hallo ,

ich habe da mal eine Frage und zwar habe ich am 5.9 ne menge Geld an jemanden überwiesen!
Nun stellte sich erraus das, das Geld immer noch nicht auf dem Konto war von der Person.
War daher bei meiner Bank um zu erfahren was los ist denn onlinebanking dauert ja nur 1-3 tage.
Nun ja ich habe bei der Kontonummer die letzte Zahl falsch eingegeben.
Was muss ich jetzt machen ?? Meine Bank sagte abwarten aber wieso abwarten ?? Was ist wenn mein Geld jetzt woanders auf ein Konto gelandet ist ?? Und hätte es nicht schon längst rückgebucht sein müssen wenn was falsch war ??falls es nicht woanders hin ging ??

Man ich hab so schiß um mein Geld ich hoffe hier kann mir jemand helfen ??

Danke :-)

Beitrag von nightwitch 09.09.08 - 16:11 Uhr

Hallo,

ich glaub bei solchen Sachen forschen einige Banken sozusagen nach.

Wenn der Empfänger stimmt und die Kontonr nur minimalst falsch ist, können sie den Betrag dem Konto gutschreiben.

Macht die Bank das nicht und kann sie dem Betrag kein Konto zuweisen, gehts zurück an den Absender. Das kann aber halt ein paar Tage dauern.

Wenn du schon bei deiner Bank warst, werden die dir schon keinen Bären aufgebunden haben.


Sandra

Beitrag von ana78 09.09.08 - 16:17 Uhr

Hallo,

ich habe einmal nicht an den falschen Empfänger, sondern einen zu hohen Betrag (falsche Kommasetzung) überwiesen.

Meine Bank hat bei der anderen Bank angerufen, und weil es dort noch nicht gutgeschrieben war (auch online), konnte es zurück geholt werden. Sonst nicht, da ich es selbst online mit Pin angewiesen hatte. Der Spaß hat mich 8 Euro Gebühren gekostet.

An Deiner Stelle würde mir das keine Ruhe lassen, die Bank kann bei der anderen Bank anrufen und fragen, ob es diese Kontonummer gibt und ob es dort gutgeschrieben ist. Dann kann nur der Kontoinhaber zurück überweisen glaub ich, denn Du hast ihm den Betrag "freiwillig" überwiesen.

Ich würde nochmals zur Bank gehen, abwarten würde ich nicht gelten lassen, denn der 5. war letzten Freitag.

Vielleicht schreibst Du hier mal was Du erreicht hast.

LG Ana (die jetzt alle Zahlen drei mal kontrolliert)

Beitrag von bluehorse 09.09.08 - 16:49 Uhr

Hallo,

ich verstehe nicht, dass die abwarten. Die Bank ist beim Onlinebanking nicht verpflichtet, die Angaben zu prüfen. Wenn der falsche Empfänger das Geld schon abgehoben und ausgegeben hat, könntest du Schwierigkeiten haben, das Geld zurückzubekommen. Auf was genau sollst du denn warten?

LG Tanja

Beitrag von morkel- 09.09.08 - 17:39 Uhr

Hallo
erst letzte Woche ein Urteil ich glaube LG Köln
Das Geld ist futsch- wenn der Empfänger es nicht freiwillig zurück zahlt kannst du klagen aber wenn der eigentlich kein Geld hat schmeißt du noch Geld hinterher
Die Bank kann nichts mehr machen bei einer Überweisung.Hol dir Rat bei einem Anwalt

Beitrag von nick71 09.09.08 - 20:37 Uhr

Normalerweise muss die Bank bei eingehenden Zahlungen prüfen, ob Konto-Nr. und Empfänger übereinstimmen. Sollte die Bank die Zahlung trotz falschen Empfängerdaten gutgeschrieben haben, besteht ein Anspruch an die Bank, den man am besten über das Institut geltend macht, bei dem man die Zahlung in Auftrag gegeben hat. Aber im Normalfall sollte die Verwechslung bemerkt und das Geld zurückgebucht werden.

Beitrag von urbani 10.09.08 - 08:20 Uhr

Wow, das hätte ich mal früher wissen müssen. Bei mir hat sich mal meine Krankenkasse vertan und nach einer Kur MIR die gesamten Kosten in Höhe von fast 4000 Euro aufs Konto überwiesen. Nach einiger Zeit kam von denen die Aufforderung, die zu Unrecht erhalten Zahlung zurückzuzahlen. Hätte ich gewusst, dass es freiwillig ist - wie du sagst, hätte ich das Geld ja auch behalten können. Das kann ja wohl nicht richtig sein, oder?

urbani

Beitrag von parzifal 10.09.08 - 09:04 Uhr

Den Punkt mit der Klage hast Du überlesen.

Wenn Du nicht "freiwillig" zahlst erfolgt eine Klage. Der Anspruch auf Rückzahlung beruht auf "ungerechtfertigter Bereicherung".

Beitrag von parzifal 10.09.08 - 09:07 Uhr

Ob dieses Urteil aber auch von höheren Gerichten bestätigt wird muss sich noch zeigen.

Bis jetzt ist dies eine Einzelfallentscheidung eines Amtsrichters.

Beitrag von sunshine03081977 09.09.08 - 20:57 Uhr

Das kommt automatisch zurück, kann bis zu zwei Wochen dauern. Wenn man nachforschen / stornieren läßt, kostets wohl bis zu 10 euro.
Wenn du Zahen verdreht hast, wirds dieses Konto wohl so nicht geben mit dem Namen, also wird das Geld zurückkommen.
Ist mir auch schon passiert.
LG Steffi

Beitrag von shadow_77 09.09.08 - 22:18 Uhr

Das hatte ich neulich auch. Das Geld war aber nach etwas über einer Woche wieder auf meinem Konto gutgeschrieben. Wenn Kontonummer und Empfänger nicht überein stimmen wird die Empfängerbank das gar nicht gutschreiben, zumal die Möglichkeit groß ist, dass es das von dir angegebene Konto gar nicht gibt.
Beispiel: Unser Konto läuft nur auf den Namen meines Mannes (wir haben es immer noch nciht hingekriegt das ändern zu lassen #augen ). Den Elterngeldantrag habe ich gestellt, ergo, das Geld wurde von unserer Bank unverbucht zurück überwiesen, weil der Vorname nicht gestimmt hat.
Du solltest das Geld in ein paar Tagen wieder haben, mach dir da keine Gedanken. Ansonsten hätte deine Bank dir geraten dies oder jenes zu tun.

Beitrag von urbaner 09.09.08 - 23:06 Uhr

Da musst Du aufpassen: gibt es die falsche Kontonummer tatsächlich und hat der Empfänger das Geld bereits abgehoben und ausgegeben, wird es schwer für Dich. Dann kann die Bank nicht mehr rückbuchen und Du musst Dir das Geld auf dem Rechtsweg zurückholen. Ein aktuelles Urteil dazu kannst Du auf http://www.kredit-und-finanzen.de/ratgeber/falsche-kontonummer.html nachlesen. Betrifft genau den von Dir geschilderten Fall.

Beitrag von urbani 10.09.08 - 08:23 Uhr

Das ist ja echt der Hammer. Wenn der zu Unrecht zu Geldsegen gekommene Kontoinhaber sich nicht einsichtig zeigt, ist das Geld weg??????

Ich habe vor ein paar Jahren zu Unrecht von meiner Krankenkasse fast 4000 Euro überwiesen bekommen. Die meldeten sich dann nach einiger Zeit und ich habe ihnen das Geld zurücküberwiesen. War das jetzt eine freiwillige Handlung? Hätte ich das Geld nicht überweisen müssen? Das kann doch nicht richtig sein. Was war ich blöd! Für mich war klar, dass mir das Geld nicht gehört und ich es nicht behalten kann, aber wieso urteilen Gerichte so komisch???

urbani

Beitrag von morkel- 10.09.08 - 09:19 Uhr

Hallo,
es geht doch nur um den Fall wenn du das Geld nimmst und es nicht freiwillig zurück zahlst können die dich auf herausgabe verklagen.Aber es gibt die Fälle wo jemand sowieso schon pleite ist und es ihn nicht stört ob da noch jemand Geld haben will.Somit hast du richtig gehandelt und das Geld zurück bezahlt