Morgen vor einem Jahr begann das Hoffen und Bangen...

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von anna031977 09.09.08 - 20:20 Uhr

Hallo

Ich habe voll Angst vor dem Tag morgen.

Denn genau vor einem Jahr bekam ich eine Cerclage und danach erlebte ich die 10 nervenaufreibendsten Wochen meines Lebens - siehe VK

Ich habe die schreckliche Zeit des Hoffens und Bangens nie vergessen....

Glücklicherweise ist alles gut ausgegangen...

Aber spüre ich die Angst die ich in den vielen Stunden im KH hatte. Noch immer verfolgen mich die Schuldgefühle meine Zwillis in der 33. Woche im Stich gelassen zu haben (obwohl es ihnen gut geht).
Noch immer habe ich Angst ihnen nicht gerecht zu werden, weil sie zu zweit sind.

Ich habe Angst vor morgen.

Bin ich verrückt?

Beitrag von maschm2579 09.09.08 - 20:49 Uhr

Nein Du bist nicht verrückt sondern mußt das ja alles irgendwann verarbeiten.

Hannah kam zwar nur 4 Wochen zu früh aber ich mache mir immer wieder Gedanken warum mein Körper nicht länger durchgehalten hat. Ich habe ja quasi gefleht das sie geholt wird weil ich immer mehr aufgequollen bin. Eine gaaanz schlimme Gestose und 34 kg Gewichtszunahme.

Im nachhinhein denke ich immer darüber nach warum ich nicht länger durchgehalten habe.

Na ich denke wir können uns glücklich schätzen das alles gut gegangen ist und ich bin jeden Tag froh das ich die Maus habe.

Am besten nimmst Du dir morgen die Mäuse und knuddelst sie zu dem Zeitpunkt an dem Du ins KH gekommen bist mal gannz dolle. Dann versuchst Du das Thema abzuhaken und lenkst Dich ab. Hey bei Zwillis wirst Du bestimmt keine langeweile haben, oder? Und immer wenn Du traurig wirst, nimmst Du sie und drückst sie fest.

lg Maren

Beitrag von micnic0705 09.09.08 - 20:56 Uhr

Hi Du,

Du bist doch nicht verrückt. Ich war letztes Jahr im November/Dezember in einer ähnlichen Situation.

Bei mir wurde in der 25. Woche fälschlicherweise Hellp diagnostiziert, ich lag über 2 Wochen im KH und bekam jeden Tag eine andere Hiobsbotschaft.
Die Ärzte wollten sogar einen Notkaiserschnitt durchführen, obwohl es gar keinen Grund dafür gab.

Bin dadurch bis heute noch total ängstlich, was den Kleinen betrifft. Durch den ganzen Stress habe ich dann Frühwehen und eine Gebärmutterhalsverkürzung bekommen. Mika-Finn kam dann in der 35. SSW zur Welt, allerdings mit den Massen eines normalen Neugeborenen. Er ist bis heute topfit.

Habe trotzdem auch immer Angst vor November, weil ich Angst habe, dass da alles noch mal hochkommt.

Du bist also nicht allein und schon gar nicht verrückt!

Schön, dass es Deinen Zwergen heute so gut geht!

LG Nicole