Was verstehen eure so mit 25 Monaten?

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Forum: Erziehung

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Beitrag von aureliana 09.09.08 - 20:30 Uhr

Hallo,

ich frage mich manchmal, ob mein Sohn mich ärgern will oder ob er noch nicht versteht was ich von ihm will. In wie weit verstehen Kinder es, wenn man ihnen versucht was zu erklären? Es geht darum, das er seine Puppe, ja er hat ne Puppe, nicht rumwerfen soll da sie sonst kaputt geht.(ist elektrisch) Er weiß was kaputt bedeutet, aber wirft sie dennoch rum, auch wenn ich es ihm erkläre. Auch wenn man mit ihm etwas schimpft, sagt er manche Worte aus meinem Wortschatz nach und mir kommt es so vor, als verstehe er kein Wort, keine Regung, ganz normal halt,als würde ich ihm ne Geschichte erzählen. Ein anderer Junge, im fast selben Alter, der guckt schon dumm, wenn seine Eltern mit ihm schimpfen, aber unserer nimmt das irgendwie nicht ernst.

Es bringt irgendwie gar nichts, auch wenn er schreit und seinen Willen durchsetzen will, man kann reden wie ein Buch, ruhig bleiben, ignorieren und sonstwas, er schreit bis er es letztendlich bekommt. Nur manchmal klappt es, wenn wir ihn ignorieren. Man kann ihm nichts erklären, wir machen es aber seine Reaktionen zeigen mir, das er kaum versteht was wir von ihm wollen. Dabei erkläre ich ihm viel, er hört auch zu aber blabbert wie gesagt, alles nach und macht am Ende die selbe Kacke, die er nicht machen soll.

Darum meine Frage, was verstehen eure in dem Alter? kapieren die das überhaupt schon, wenn man ihnen was verbietet und es erklärt, warum sie das und das nicht dürfen?

Lg
aureliana

Beitrag von sonne_1975 09.09.08 - 22:15 Uhr

"er schreit bis er es letztendlich bekommt"

Ich glaube, darin liegt das Problem. Warum soll er zuhören, wenn er nur schreien muss, bis er etwas bekommt.

Mein Sohn hat mit 25 Monaten eindeutig alles verstanden, ob er es befolgen wollte, ist eine andere Frage.;-)

Ich erkläre ihm auch alles, wenn er weiter schreit, dann schreit er halt weiter. Er bekommt es aber trotzdem nicht (wenn es wirklich einen Grund dafür gibt). Wenn er sich beruhigt hat, erkläre ich es ihm nochmal.

Es klappt eigentlich ganz gut so.

LG Alla und Juri, 28,5 Monate

Beitrag von shippchen 09.09.08 - 22:27 Uhr

Hallo Aureliana,

also ich glaube, dass du vielleicht zu viel redest. Ich würd ihm einfach nur kurz erklären, dass die Puppe kaputt gehen kann, wenn er sie rum wirft und dass du sie ihm weg nehmen musst, wenn er so weiter macht. Na ja, und das dann eben tun.

Eine kurze kindliche Erklärung und eine Konsequenz sind denke ich am Verständlichsten.

Na ja, un dann musst du natürlich auch konsequent bleiben. Wie meine Vorschreiberin schon sagte. Er schreit bis er es letztendlich bekommt geht gar nicht.

lg,
Simone

Beitrag von anyca 10.09.08 - 09:38 Uhr

Ich würde auch sagen, weniger reden, mehr Konsequenz. Klar ist es gut, wenn Du dem Kind sagst, tu dies und jenes nicht weil ... aber es muß eben auch klar sein, wenn Du es trotzdem tust, dann kommt das Teil eben erstmal weg.

Meine Tochter (knapp 26 Monate) kann das schon toll nachmachen, heute morgen hatten wir Apfelschnitze und sie sagte dann zu mir: "Nur noch ein letztes, Mama, dann Schluss!";-)

Beitrag von marion2 10.09.08 - 10:13 Uhr

Hallo,

du argumentierst falsch. Nimm die Puppe weg, wenn er nicht ordentlich damit umgeht. Das versteht er sicher. Erst drohen, dann machen und dann nicht weich werden.

LG Marion

Beitrag von aureliana 10.09.08 - 14:49 Uhr

Hi,

danke für eure Antworten. Aber wir haben halt nicht so die Nerven das Geheule und Gekreische zu ertragen, dann geben wir halt nach :-( Bei Sachen, die er absolut nicht haben darf, greifen wir schon durch, muss ja. Aber wen er beispielsweise ein Gummitier zum spielen benutzt anstatt es zu essen, dann lassen wir ihm den Spaß halt, obwohl ich es nicht gern sehe, wenn er mit Essen spielt. Aber irgendwann isses uninteressant und er lässt es. Aber stimmt schon, wir sollten härter sein wenn wir was verbieten, er tanzt uns ja jetzt schon auf der Nase rum, was soll das in ein paar Monaten werden.

Aber naja, ich denke er versteht schon was ich von ihm will, will sich halt bloß nicht daran halten. Die Puppie habe ich ihm gestern weggenommen und heute, heute wollte er sie rumwerfen und ich habe nur gesagt, Mama nimmt dir die Puppi wieder weg, dann hat er sie vorsichtig auf den Boden gelegt. Mal sehen wie lange das anhält.

Danke nochmal für eure Tipps.

Ines

Beitrag von halbnomadin 10.09.08 - 17:41 Uhr

auch wenn ich jetzt gesteinigt werde:


ein normal entwickeltes 2-Jähriges Kind ist vom Intellekt her einem Schimpansen unterlegen. Würdest Du einem Schimpansen abfordern, dass er komplizierte Erklärungen versteht und sich entgegen seinem spontanen Trieb daran hält? Das ist eine sehr schwere Lernaufgabe, und Dein Kind wird wie jedes andere noch viele Monate damit kämpfen.

Es ist ziemlich normal, dass Zweijährige Dinge durch die Gegend werfen - das entspricht ihrem Entwicklungstand. Hingegen ist meiner Meinung nach elektrisches Spielzeug nicht altersgerecht. Ersetze das empfindliche Ding doch durch eine robuste Stoffpuppe - mit der kann er mindestens gensusogut spielen.

Wenn er sich, Euch oder die Einrichtung mit dem Werfen gefährdet, dann kommt das Spielzeug eben nach einmaliger ANkündigung in einem kurzen Wenn-Dann-Satz für eine Weile weg. Die Verknüpfung "Spielzeug schmeißen - Spielzeug weg" ist leichter zu verstehen.

Und was das Gebrüll angeht: Auch das ist normal. Schließlich muss er erst mühsam lernen Unlustgefühle und Zorn irgendwie zu verdauen.

Ich verstehe schon, dass das ziemlich nervenaufreibend ist, aber ich schätze mal, da gibt es nicht allzuviele Alternativen.

Grüße
halbnomadin