Bericht vom Hebi-Besuch heute (nach Frust-Posting gestern)

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Beitrag von claudia2708 09.09.08 - 21:09 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte mich nochmal für Eure zahlreichen und netten Antworten gestern bedanken und wie versprochen berichten, was sich heute ergeben hat.

Heute morgen ging es noch mit dem Stillen, aber schon gegen Mittag hab ich gemerkt, dass Amelie wieder schimpft, weil nichts mehr kommt und sie noch nicht satt war. Wieder dieses fürchterliche Gefühl, sie nicht sättigen zu können. Noch dazu hab ich seit ein paar Tagen eine sehr entzündete Brustwarze, ich lege sie trotzdem an, aber es tut höllisch weh, vor allem, weil ich jetzt OHNE Stillhütchen versuche...

Die Hebamme hat mir dann beim Anlegen zugesehen (stillen kann man das nicht nennen, es kam ja nix) und ich habe zugefüttert. Sie hat Amelie gewogen, sie wiegt jetzt 5200g, das sind 1070g mehr als bei der Geburt... und viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass sie schon 14 Wochen alt ist. Sie hatte zwar ein kräftiges Ausgangsgewicht, aber die Hebamme sagte, überspitzt ausgedrückt würde sie mir an der Brust verhungern, wenn ich nicht zufüttere #schock

Sie meinte, es wäre ja nicht "nur" ein Schub, bei dem sie mal ein paar Tage nicht so viel kriegt, wir haben das Problem ja schon seit Wochen, dass sie nicht gut zunimmt. Wahrscheinlich liegt es u.a. an den Stillhütchen, dadurch wird der Milchspendereflex nicht so stark weitergegeben wie ohne und die Produktion langsam verringert. Die Hebamme sagte, manche Kinder "stillen sich ab", das sei nicht immer die Entscheidung der Mutter... sie schimpft und weint und dreht sich weg, weil sie einfach die Schnauze voll hat und HUNGER hat.

Ich hab ja wirklich versucht, das Zufüttern rauszuzögern, so lange die Kinderärztin das ok fand, aber ich muss sagen, ich bereue jetzt, dass ich nicht schon früher zugefüttert hab, denn in den letzten 2 Wochen wurde sie immer unzufriedener und jetzt nach den Fläschchen ist sie immer total entspannt, glücklich und zufrieden und sie hat überhaupt keine Blähungen mehr!!! (Wahrscheinlich auch ein blöder Nebeneffekt der Stillhütchen, da ist halt immer viel Luft drin). So überzeugt ich auch vom Stillen bin (am liebsten mindestens 6 Monate, so war mein Plan), an erster Stelle muss stehen, dass Amelie gut versorgt ist... sie schläft jetzt auch tagsüber. Schreckliche Vorstellung, dass sie das vielleicht vor HUNGER in den letzten Tagen nicht konnte.

Ich bin erleichtert, dass die Entscheidung jetzt gefallen ist: ich werde noch nicht gezielt abstillen, sondern sie immer zuerst anlegen und so versuchen, weiter zu stillen. Ich biete ihr anschließend immer die Flasche an, sie trinkt bisher recht unterschiedlich mal nur 70, mal 170 ml nach. So hoffe ich, weiter die Milchproduktion anzuregen (deshalb jetzt nur noch ohne Stillhütchen) und noch eine Weile wenigstens einen Teil Muttermilch zu füttern.

Ich fühle mich viel besser, weil die Sorge, meine Kleine könnte nicht ausreichend bekommen, jetzt abgehakt ist. Und vielleicht hilft die Erleichterung die Milchproduktion wieder zu steigern, denn die Psyche spielt da sicher mit und ich hab mir in der letzten Zeit echt einen Kopf gemacht!

Vielleicht wäre es besser gewesen, mich früher beraten zu lassen, um die blöden Stillhütchen loszuwerden, aber leider ist es nun mal so gekommen und wer weiß, ob das geholfen hätte. Durch den Umzug hab ich halt leider meine Hebamme zurückgelassen...

Ich wollte Euch das alles berichten, weil Ihr Euch gestern so viele Mühe gegeben habt, dankeschön!!!

Schönen Abend,
Claudia

Beitrag von pegsi 09.09.08 - 21:40 Uhr

Erst mal herzlichen Glückwunsch, daß Du die Lösung hast. :-)

Dann: Bereuen solltest Du gar nichts, hättest Du es nicht erst versucht, würdest Du jetzt bereuen, daß Du es "nicht lange genug" versucht hättest oder so etwas. ;-)

Und "Guten Hunger" an Dein Würmchen. :-)

Beitrag von claudia2708 10.09.08 - 06:28 Uhr

Dankeschön!

PS: ich stille gerade, hab wohl über nacht genug "gesammelt", juhu

Beitrag von littlerascal 10.09.08 - 08:03 Uhr

Hallo Claudia

Es freut mich zu hören, dass du nun eine Lösung gefunden hast!
Das Stillen muss ja für alle passen und seinen Zweck erfüllen, sonst hat es keinen Sinn. Und wenn du so trotzdem noch weiterstillen kannst, ist es doch super! Geniess dein zufriedenes Kind und sei froh, dass du nicht zu früh aufgegeben hast. Es wird ihr nicht geschadet haben, im Gegenteil. So geniesst sie es sicher um so mehr;-)!

Und wer weiss...:-). Diese entspannte Nacht hat ja schon mal Wirkung getan!

Liebe Grüsse
Connie

Beitrag von yilwyna 10.09.08 - 09:43 Uhr

Hallo,
schön das du eine Lösung gefunden hast.
Ich musste damals auch abstillen, weil mein kleiner "zu faul" war um kräftig zu saugen, er hat gemeckert, wenn nicht sofort was kam. Ich habe allerdings die Milch, die ich noch hatte, abgepumt. damit er so viel Muttermilch wie möglich bekommt.
Ich denke, wenn ich ein 2. Kind bekomme, werde ich von Anfang an abpumpen und die Milch mit Flasche geben.

LG:Yilwyna