Ehemalige Zahnarztverweigerer? Was wurde aus den Milchzähnen?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von vivia 10.09.08 - 07:58 Uhr

Hallo,
habe hier einen 6jährigen Zahnarztverweigerer mit einigen kariösen Zähnen und zwei Möglichkeiten: Vollnarkose oder alles so lassen.
Mich würde interessieren, was aus den bleibenden Zähnen Eurer Kinder geworden ist, die mal kariöse Milchzähne hatten oder die sog. Kinderkronen trugen.

Gruß
Vivia

Beitrag von jamey 10.09.08 - 12:32 Uhr

ich bin nicht betroffen gott sei dank aber: ein kariöses milchgebiss infiziert auch die nachkommer.man kann geduldig warten bis das milchgebiss sich verabschiedet und dann gleich mit den neuen zähnen zum arzt...wenns hilft ?!

fakt ist....ich als mutter eines sohnes würde es ihm nicht durchgehen lassen nicht zum ZA zu gehen. fängt man zeitig genug an und lässt es regelmäßig machen, dann sind die besuche meist echt nicht dramatisch.

von den zähnen können gefährliche entzündungen aufsteigen, ferner wird dein kind mit fehlenden und/oder ungepflegten milchzähnen auf kurz oder lang zum aussenseiter.....wenn ihr jetzt nicht die kurve bekommt ...wann dann...was sollte ihn dazu bewegen mit den "richtigen" zähnen dann plötzlich zum ZA zu gehen?! ich finde das sehr verantwortunglos

Beitrag von vivia 10.09.08 - 16:27 Uhr

Ich bin ganz und gar nicht verantwortungslos sondern mache mir sehr viele Gedanken um die GEsundheit meiner Kinder. Gerade deshalb konnte ich vor 2 Jahren meine Tochter (12) vor ungerechtfertigten Behandlungen (Einstellung auf Schmerzmittel 2 Wochen stationär) bewahren und habe, weil ich hartnäckig weitersuchte und die vorgeschlagene Therapie ablehnte, die wahre Ursache für ihre Gelenkschmerzen gefunden. Ein paar Wochen nach richtiger Therapie war sie gesund!
Sie kennen mich und meine Situation doch gar nicht. Ich habe nur eine Frage gestellt und wollte nicht beurteilt werden.
Selbstverständlich bin ich mit meinem Sohn regelmäßig beim ZA gewesen. Zuletzt im April, da wurden 2 kariöse Stellen behandelt (was er tapfer über sich ergehen ließ), nun haben sich leider innerhalb dieser kurzen Zeit warum auch immer (er ist kein Dauerzuckeresser und wir putzen sehr sorgfältig!) mehrere kariöse Stellen gebildet. Nun macht er leider nicht mehr mit, was ich auch nachvollziehen kann, weil der ZA leider nicht sehr freundlich zu ihm war.
Zum Thema Ansteckung der bleibenden Zähne durch vorhandene kariöse Milchzähne: Man findet im Internet da leider auch unter Expterten sehr unterschiedliche Ansichten. Die einen sagen, es besteht eine Ansteckungsgefahr, die anderen sagen, eine Ansteckungsgefahr besteht nicht. Ich bin Laie, wem soll ich bitte trauen? Nach meinen bisherigen Erfahrungen bin ich inzwischen leider sehr skeptisch gegenüber Ärzten geworden.
Woher wissen Sie, daß die bleibenden Zähne angesteckt werden? Ich meine das jetzt ernst, ich suche nach persönlichen Erfahrungen. Kennen Sie jemanden, bei dem dies der Fall war?
Oder haben Sie´s nur irgendwo gelesen oder gehört, daß dies so ist?
Gruß
vivia
(und ich mag es wirklich nicht, als verantwortungslos dargestellt zu werden --- Eine Vollnarkose ist ja schließlich auch nicht ungefährlich, ich habe zwei Fälle gefunden, wo Kinder bei so einer ZA-Behandlung gestorben sind)

Beitrag von angi05 13.09.08 - 13:03 Uhr

Hallo Vivia!

Meine Kinder haben leider auch immer wieder Karies, obwohl wir sehr auf Zahnpflege achten und sie keine "Dauer-Zucker- Lutscher" sind!

Unser Kleiner hat eine Zahnkrankheit mit Fehlbildung der Kauflächen. Auch bei ihm konnte die Behandlung nur unter Vollnarkose stattfinden.
Der Arzt hat vorher mehrfach versucht, die Behandlung mit örtlicher Betäubung durch zu führen.
Wir waren bei einem spezielem Kinder- Zahnarzt, der das ganz toll gemacht hat!
Es kam am OP- Tag ein Narkose- Arzt in die Praxis. Der hat natürlich viel Erfahrung und dass finde ich auch besser, als wenn ein Zahnarzt sich selber im Narkotisieren versucht. Da hätte ich kein Vertrauen!

Unser normaler Zahnarzt ist ein sehr ruhiger und netter Mann.
Er hat mir meine eigene Angst vorm Zahnarzt genommen und IMMER alles ganz genau erklärt.

Ich persönlich denke schon, dass ein Zahn, der von Karies befallen ist, die anderen Zähne anstecken kann. Ich bin kein Fachmann, aber die Karies kann sich mit der Spucke im Mund verteilen. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel Karies hatte, als ich ein paar Jahre aus Angst nicht zum Arzt gegangen bin.
Seit ich regelmäßig geh, ist es besser geworden.

Die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen, die kann Ihnen keiner abnehmen... Ich habe grundsätzlich auch kein gutes Gefühl, wenn es um Vollnarkosen geht.

Gruß Angi 05


Beitrag von jeanette1985 10.09.08 - 12:54 Uhr

Ich hatte damals auch ein Trauma weil mich ein Zahnarzt gewürgt hat, meine Zähne mussten auch gemacht werden und so wurden sie mir unter Vollnarkose gezogen und ich habs, wie man sieht, überlebt *g* Heute gehe ich jedes halbe Jahr hin also keine Panik wird schon

Beitrag von vivia 10.09.08 - 16:33 Uhr

Danke.
Bei meinem Sohn wäre es eine Behandlung von mindestens 1 1/2 Stunden Dauer, da ja diese Milchzahnkronen angepasst würden und 2 bereits vorhandene Füllungen erneuert werden müssen, da sich darunter Karies befindet. Zumindest sagt das die Ärztin laut Röntgenbild - was ich ja nicht beurteilen kann.

Wie alt waren Sie denn bei der Vollnarkose und wie lange waren Sie in Narkose?

Gruß
Vivia

Beitrag von paulfort35 14.09.08 - 08:23 Uhr

Karies ist ansteckend, das kann dann sogar die bleibenden Zähne befallen. Dazu braucht man keine persönliche Erfahrung, das wurde in Studien bewiesen. Ich stolpere etwas über den begriff "Zahnarztverweigerer". Es kann doch nicht sein, dass ein 6-jähriges Kind sich erfolgreich vor dem Zahnarztbesuch drückt bzw. dass die einzige Möglichkeit einer Behandlung die Vollnarkose ist. Ich würde den Zahnarzt wechseln. Es gibt auch die Möglichkeit der Behandlung unter Hypnose - oder psychologische Betreuung. Wenn er wirklich eine Phobie vor dem Zahnarzt hat, sollte das behandelt werden.

Meine Kinder hatten ihre 1. Karies mit über 20, ich selber übrigens auch. Vielleicht putzt ihr nicht richtig nach jeder Mahlzeit und mit der richtige Technik?

Beitrag von vivia 15.09.08 - 09:06 Uhr

Er hat sich ja schon behandeln lassen, das lief aber nicht so gut, der ZA war recht ungeduldig. Mein Sohn mußte ständig schlucken, was ja immer ein Zucken des Kopfes bewirkt, er hat dadurch auch Angst gehabt, keine Luft mehr zu bekommen ...:-(
Und natürlich die Panik, bei all den Geräuschen und Dingen im Mund ...
Ich denke schon, daß ich richtig geputzt habe. Abends mach ich das immer bei ihm, morgens putzt er selbst. Seih froh drum, daß deine Kinder keine Probleme mit Karies hatten. Ich selbst habe auch kaum einen unbehandelten Zahn im Mund. Kann mich an lange Sitzungen beim ZA erinnern als Kind. Bei meinem sieht es auch nicht besser aus. Vielleicht ist es doch auch Veranlagung.
Gruß
vivia

Beitrag von paulfort35 15.09.08 - 18:10 Uhr

Ja, die Veranlagung könnte wirklich eine Rolle spielen. ich würde aber den Zahnarzt wechseln und, wenn die Angst andauert, es mit anderen Methoden (Hypnose z.B.) versuchen

Beitrag von tauchmaus01 15.09.08 - 16:19 Uhr

Ich hatte dank meiner Mutter die das mit dem Zähneputzen und Süßigkeiten bei mir nicht so ernst nahm, furchtbat vergammelte Zähne. Alles voller Karies, am Ende nur noch Stumpen im Mund und furchtbare Schmerzen die ich aber nicht zeigte, weil ich Angst vor dem ZA hatte.

Dann kam die Schule und somit die Schulzahnärztliche Untersuchung. Sie hat doch echt gemeint, dass die Behandlung von so kaputten Milchzähnen nicht wehtun würde, da sie ja tot sind. Von wegen....ich hab mir ein paar Löcher ohne Betäubung bohren lassen ( denn die Spritze machte mir auch Angst) und hab jedesmal gelitten....

Im übrigen mach ich heute noch meiner Mutter Vorwürfe, mit richtiger Zahnpflege hätte ich gesunde Zähne...

Die Freundin meiner Tochter hatte vor 2 Wochen eine Zahnop und hat auch eine Krone bekommen, sie ist stolz wie Bolle über ihren Silberzahn...

Lass es bitte machen, auch wenn Dein Sohn es nicht zugeben mag, man hat Schmerzen.......die OP dauert nicht lange und danach ist eben konsequente Zahnpflege ein Muss.....

Ich wünsch Euch alles Gute und das er bald die schönsten Beisserchen in der Schule hat...

Mona