Ist 3-Jährige alt genug für verschiedene Meinungen?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von suspatki 10.09.08 - 09:38 Uhr

hallo zusammen,

wir hatten gestern großen streit mit meiner sm! das verhältnis ist seit langem zerrüttet, ist eine zu lange geschichte, aber mein mann hat sich immer bemüht, dass sie ihre enkeltochter alle 2 wochen für einen tag zu sich nehmen kann.

jetzt geht es um das thema christentum. unsere tochter ist nicht getauft, wir möchten, dass sie sich selbst entscheiden kann, wenn sie groß ist, was sie möchte oder auch nicht! wir haben auch unsere eltern darum gebeten, nichts in der richtung zu erzählen, das übernehmen wir, wenn wir der meinung sind, sie ist alt genug! meine sm hat aber trotzdem ein bilderbuch über das jesuskind, sie erzählt ihr da wohl sehr viel, wie wir leider mitbekommen mussten. mein mann hat sie also angerufen, was das solle, wir wollen es nicht, ende! sie meinte daraufhin, das wir akzeptieren müssen, dass es verschiedene meinungen gibt (was wir durchaus tun), und unsere tochter wäre mit 3 jahren alt genug, das zu hören und wir können ihr nicht vorschreiben, was sie ihrer enkelin erzählt! mein mann daraufhin, er könne das sehr wohl, wir sind die eltern, wir bestimmen! darauf kam von ihr: du bist ein ekelhafter despot! da hat mein mann aufgelegt...

bitte eure meinungen: haben die eltern die erziehung, oder hat meine sm recht, wenn sie sich da einmischt und ihre meinung einer 3-jährigen unterbreitet??

liebe grüße
suspatki

Beitrag von twokid83 10.09.08 - 09:44 Uhr

Huhu Suspatki,

also ihr seit der Meinung sie soll mit Jesus etc. nicht in Berühung kommen?

Mal eine Gegenfrage, wie erklärst du ihr Weihnachten und Ostern?
Wie willst du das im Kindergarten verhindern, wenn da Kirchenfeiertage gefeiert werden? Oder etwas über Ostern und Weihnachten erzählt wird?


Also ich finde es nicht schlimm, wenn die Kinder etwas über Jesus und die ganzen Geschichten hören, das hat ja nichts damit zu tun ob sie getauft ist oder nicht. Deswegen darf sie ja trotzdem die Geschichten hören.

Ob sie getauft wird oder nicht, dass ist eure Entscheidung, aber du wirst es nicht verhindern können, dass sie mit Jesus etc. in Berührung kommen wird.


Lg Jule

P.s. für mich hat das auch nichts mit Erziehung zu tun, wenn sie ihr nur die Geschichten erzählt und sie nicht zwingt daran zu glauben oder ihr einredet dass sie nun unbedingt getauft werden muss

Beitrag von suspatki 10.09.08 - 09:53 Uhr

hallo :-D

danke für deine antwort! lily ist bereits im kiga, es ist ein humanistischer, da werden sämtliche religionen aussen vor gelassen! und weihnachten und ostern werden bei uns selbstverständlich ganz normal gefeiert, eben ohne den christlichen hintergrund! wir erklären es ihr, bevor sie in die schule kommt, eher nicht...

lg, suspatki

Beitrag von darkmoon66 10.09.08 - 09:59 Uhr

Hallo

ich finde Du wiedersprichst Dir.

Weihnachten und Ostern basieren auf christl. Hintergrund.
Ohne kann man das eigentlich nicht feiern.
Ich denke entweder ganz oder gar nicht.

Beitrag von seehundandi 10.09.08 - 10:22 Uhr

Falsch.

Weihnachten ist der antike römische Feiertag des Sonnengottes Sol Invictus

und Ostern kommt aus dem keltischen Sonnenkult.

Beitrag von yvonnechen72 10.09.08 - 10:25 Uhr

Äh und was ist mit der Geburt Jesus und seine Kreuzigung?

Beitrag von tanjamatze 10.09.08 - 10:37 Uhr

Es ist nich bewiesen, dass die Geburt und der Tot Jesu mit den Festen in Zusammenhang stehen.

Diese alten Feste hat das Volk nun mal gefeiert, und da war es für die Kirhce praktisch, ihre eigenen Begebenheite damit "unter zu mischen". So wurde das Christentum ein bischen interessanter.

Beitrag von mathilde144 10.09.08 - 10:54 Uhr

Hallo,
...wenn ich mich mal einmischen darf:
Ostern und Weihnachten sind alte, germanisch-heidnische Feste (Frühlingsfest und Wintersonnenwende, es gibt natürlich auch andere Erklärungen). Da auch bei den Römern, Griechen und sonst überall solche Feiern gefeiert wurden, haben fast alle europäischen Kulturen irgendwelche Feiern zu der Jahreszeit gehabt.
Das Christentum hat sich dieser Feste bedient (paßt ja auch zum Thema: Geburt des Lichts) und sie entsprechend umgewandelt. Daß Jesus am 25.12. geboren wurde, ist unwahrscheinlich, aber um historische Wahrheit geht's ja auch nciht im Christentum, sondern um die Botschaft.

Man kann also Weihnachten (allein der Ausdruck ist germanischen Ursprungs) feiern, ohne gleich mit "Heiden" oder Christen in Streit zu geraten. Beide "Parteien" haben dem Fest, wie es heute ist, ihren Stempel aufgedrückt.
Ist doch nciht schlimm, oder?
M.

Beitrag von seehundandi 10.09.08 - 10:49 Uhr

Du weisst wann Jesus geboren wurde? Komiach das wissen nicht einmal die Kirchenoberen. Und Kreuzigung? Ostern ist eher das jüdische Pessachfest.

Beitrag von yvonnechen72 10.09.08 - 11:00 Uhr

Ich weiß nicht wann Jesus geboren wurde.Aber ich dachte immer wir feiern am 24.12. seine Geburt?
Im Grunde ist es mir auch ziemlich wurscht, da ich mit der Kirche eh nichts am Hut habe.Aber ich liebe Weihnachten!:-p

Beitrag von seehundandi 10.09.08 - 11:03 Uhr

Nein, den 24 Dezember als Geburtstag hat die katholische Kirche eingeführt damit die sogenannten heidnischen Bräuche ausgemerzt werden.

Beitrag von yvonnechen72 10.09.08 - 11:07 Uhr

Danke für die Aufklärung.
Wir feiern Weihnachten als Familienfest.
Ein schöner Baum mit vielen Kerzen, gutes Essen alle sind zusammen ja klar und ein paar Geschenke gibt es auch.

Beitrag von darkmoon66 10.09.08 - 10:33 Uhr

selber #contra

http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten

http://de.wikipedia.org/wiki/Ostern

Beitrag von colle 10.09.08 - 20:49 Uhr

#contra

lies doch alles..er hat recht

Beitrag von berry26 10.09.08 - 10:36 Uhr

So ein Blödsinn#klatsch

Beitrag von seehundandi 10.09.08 - 10:52 Uhr

Blödsinn? Glaubst du alles was in der Bibel steht? Dann viel Spass beim Opfern deiner Kinder.

Beitrag von jans_braut 10.09.08 - 11:05 Uhr

Es gibt viele keltische und andere Bräuche... - ja, natürlich.

Aber das Weihnachsfest und das Osterfest wird im Christentum gefeiert, mit dem Hintergrund von Jesus Geburt bzw. Kreuzigung. Viele Bräuche wurden von anderen Kulturen übernommen und für deren Zwecke umgedeutet.

Natürlich kann man Weihnachten auch einfach als Familienfest feiern. Aber wenn man den Anspruch hat, dass die Kinder selbst entscheiden können, muss man den Kindern ja auch die Möglichkeit geben, eine Religion auch kennenzulernen.

Beitrag von glu 10.09.08 - 12:01 Uhr

Ja, aber dann sollte man von allen Religionen erzählen, nicht nur von einer!

Und eben auch diese Feste gab es schon vor den Christen und auch schon in Gebieten die lange von Christen verschont blieben!

Und nur weil DU christliche Weihnachten feierst müssen andere ja nicht den selben Hintergrund haben!

Beitrag von berry26 10.09.08 - 12:18 Uhr

Wenn man Weihnachten feiert, dann feiert man aber das christliche Fest und nichts anderes. Ansonsten müsste man es ja auch beim tatsächlichen Namen nennen. Klar gibt es andere Feste um diese Zeit rum aber nur EIN Weihnachtsfest!!!

Beitrag von glu 10.09.08 - 12:21 Uhr

So ein arroganter, ignoranter Blödsinn!

Beitrag von berry26 10.09.08 - 12:31 Uhr

Blöde Frage!! Was genau feierst du dann bitte???

Beitrag von glu 10.09.08 - 12:47 Uhr

Julfest! (Wintersonnenwende)
http://de.wikipedia.org/wiki/Julfest

Auf deutsch würd ich es aber mit Weihnachten übersetzen!

Die Herkunft des Wortes ist nicht einwandfrei geklärt, siehe meinen anderen Post!

Beitrag von berry26 10.09.08 - 12:59 Uhr

Ok dann erklärst du deinem Kind aber sicher das es NICHT das gleiche Weihnachten ist wie die anderen Kinder feiern. Das ist es nämlich nicht! Woher das Wort kommt ist eigentlich egal. Ich feier Heiligabend und Weihnachten hängt halt mit dran.:-p

Beitrag von glu 10.09.08 - 13:03 Uhr

Natürlich erklär ich ihm das, genauso wie ich ihm erkläre das es noch viel mehr gibt als nur das Christentum!

Beitrag von berry26 10.09.08 - 13:21 Uhr

Na dann passt es doch, was anderes habe ich NIE gesagt! Weiß gar nicht was man mich da so angreifen muss. ;-)

Mal abgesehen davon gehören die Weltreligionen und deren Hintergrund sowieso zur Allgemeinbildung (meine Meinung!) Wenn man selbst an noch was anderes glaubt, dann das auch aber jeden Glauben wird man seinem Kind nicht mitgeben können.