oh mann, brauche Meinungen zum Wiedereinstieg nach Elternzeit...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von biszummond 10.09.08 - 09:51 Uhr

Guten Morgen zusammen,

ich bin 33 und unser Sohn ist jetzt 9 Monate alt und meine beantragte Elternzeit geht bis 15. Januar 2009. Mein vorher ausgeübter Job war gut und auch recht gut bezahlt. Während meiner Elternzeit habe ich immer Kontakt zu den Kollegen und zu meinem Chef gehalten, dieser fragte letztens nach wie es denn bei mir aussieht, ich würde fehlen. Also, noch kennt man mich da.

Ich habe damals 1 Jahr Elternzeit beantragt da meine Firma vorhatte eine FirmenKita zu eröffnen, das passiert nun aber doch nicht. Eine andere Kita für einen 1-jährigen finde ich nicht bei uns. Bleibt noch die Tagesmutter Lösung, aber auch hier finde ich keine die mir wirklich zusagt,und soo anspruchsvoll bin ich wirklich nicht. Wenn mir eine gefällt hat die einen so doofen Haken dass ich mir ausrechnen kann dass ich mich jede 2. Woche um eine andere Betreuungsmöglichkeit kümmern muss.
Ich hatte immer vor mit 12 Stunden/Woche wieder anzufangen und wenn alles gut läuft aufzustocken. Das würde bedeuten dass ich nach Abzug Tagesmutterkosten noch ca. 430 € behalten könnte. (Lst.kl.5 und 4 €/std. für die Tamu) Noch nicht abgezogen ist das Spritgeld, das wird auch nicht unerheblich sein.

Jetzt überlegen wir ob ich als 400€ Kraft beim AG meines Mannes eingestellt werde und das Geld wird vom Lohn meines Mannes abgezogen. Der Vorteil für ihn wäre dann dass er auf jeden Fall sicher mehr vom Geld hätte. Im Endeffekt hätten wir dann quasi etwa gleich viel Knete als wenn ich arbeiten gehen würde. (Beratungsgespräch beim Steuerberater haben wir nächste Woche)
Das einzige was dagegen sprechen würde wäre eben mein Job. Und was ist dann wenn er 2 wird - dann käme er auf jeden Fall in den Kindergarten (das macht unsere Gemeinde zumindest mal...) und ich wieder arbeiten. AAAAber: ist das nicht die Zeit in der man für das nächste Kind "übt"? Auf der anderen Seite: für unseren Matti haben wir 3 Jahre gebraucht, wer weiss ob und wann es überhaupt mit Nr. 2 klappt.

Ach, bin so hin und her gerissen, würde am liebsten zu Hause bleiben wenn es geht und habe aber ein schlechtes Gewissen meinem AG gegenüber. Ich brauche dringend Meinungen von Euch!! Danke an jeden der sich das alles durchgelesen hat und noch mehr danke an die die zurück schreiben!!!!

LG Carina

Beitrag von zwergenkoenigin21w 10.09.08 - 09:56 Uhr

>Jetzt überlegen wir ob ich als 400€ Kraft beim AG meines Mannes eingestellt werde und das Geld wird vom Lohn meines Mannes abgezogen. Der Vorteil für ihn wäre dann dass er auf jeden Fall sicher mehr vom Geld hätte.<

Das raffe ich gerade nicht. Bitte um Aufklärung.

Wenn Du eh zu Hause bleiben willst, dann bleib doch.

>Das einzige was dagegen sprechen würde wäre eben mein Job. Und was ist dann wenn er 2 wird - dann käme er auf jeden Fall in den Kindergarten (das macht unsere Gemeinde zumindest mal...) und ich wieder arbeiten. AAAAber: ist das nicht die Zeit in der man für das nächste Kind "übt"?< Nicht bei allen. #kratz

Ich als AG würde mir ziemlich verarscht vorkommen.

Beitrag von biszummond 10.09.08 - 10:07 Uhr

Der Lohn meines Mannes liegt steuerlich so ungeschickt dass - ob er jetzt monatlich 500 € mehr oder weniger brutto verdient - er es netto kaum merkt. Daher die Idee 400 € auf mich zu schieben, dann würden wir es ja auf jeden Fall merken. Jetzt klarer?

"Ich als AG würde mir ziemlich verarscht vorkommen. "
Wäre bei mir wahrscheinlich genau so, auf der anderen Seite - wer weiss ob es dann überhaupt so klappt oder wir wieder 2 Jahre brauchen, dann kommt sich der AG nicht verarscht vor.
Klar will ich zu Hause bleiben, aber 1. das liebe Geld und 2. meine Loyalität zum AG.

LG Carina

Beitrag von zwergenkoenigin21w 10.09.08 - 10:11 Uhr

Ja, jetzt ist es klarer.

Aber Du klingst Dir ja eh sicher wg. dem Geld und der Loyalität dem AG gegenüber.

Wo wohnt ihr denn, dass es so schwierig ist mit einer Kinderbetreuung? Eher ländlich? Was ist denn mit Verwandten? Ich habe keine Ahnung, wie es bei euch so aussieht, aber meine Tagesmutter wird übernommen. Vielleicht gäbe es für euch einen Zuschuss?

Beitrag von biszummond 10.09.08 - 10:27 Uhr

ja, wir wohnen ländlich. Wir haben zwar Oma und Opa (von meinem Mann) direkt neben an wohnen aber meine Schwiemu arbeitet selber noch. Davon abgesehen hätte ich es gerne dass unser Sohn mit anderen Kindern zusammen kommt. Zuschuss gibts nicht, dass hab ich auch schon gecheckt. Alles nicht so einfach.
Die Vorwürfe der anderen von wegen Steuerhinterziehung finde ich witzig, 1. sind das noch theoretische Überlegungen von uns, 2. arbeitet mein Mann oft mehr als 12 Stunden pro Tag und wird dann noch Nachts zu Problemen gerufen und ist somit ganz dankbar dass ich zur Zeit der ruhige Pol mit dem Kind hier bin. Vorher war ich selber viel unterwegs und habe lange gearbeitet. Und 3.: jeder ist sich selbst der nächste und wenn einer die Möglichkeit hat mehr aus seinem Geld zu machen dann versucht er es ja nun auch.

Beitrag von phoe-nix 10.09.08 - 12:19 Uhr

Ist doch völlig egal, wie lange Dein Mann täglich arbeitet und wer der ruhende Pol ist.

Eure Gedankengänge gehen einwandandfrei in Richtung Steuerhinterziehung und das habe ich angesprochen - mein gutes Recht als Steuerzahler, oder nicht?

Beitrag von biszummond 10.09.08 - 14:13 Uhr

*die Gedanken sihind frei*

la la laaa

Beitrag von phoe-nix 10.09.08 - 14:52 Uhr

Dann behalt Deine kriminellen Phantasien doch einfach für Dich.

Beitrag von phoe-nix 10.09.08 - 10:12 Uhr

Steuerhinterziehung sozusagen!

Immer zu - daran ist nun wahrlich nichts auszusetzen.


Beitrag von phoe-nix 10.09.08 - 10:11 Uhr

Hab ich das richtig verstanden, Du willst Dich pro Forma in der Firma einstellen, in der Dein Mann arbeitet und praktisch 400 Euro von seinem Gehalt bekommen???

Beitrag von marion2 10.09.08 - 10:17 Uhr

Hallo,

so eine Gehaltskürzung ist doch generell sehr merkwürdig.

Mal abgesehen von den Steuern - da war doch was, weswegen es noch nicht geht. #kratz

LG Marion

Beitrag von phoe-nix 10.09.08 - 10:20 Uhr

Na, ich hoff mal, dass das so einfach nicht geht.
Manche Ideen hier kotzen mich wirklich nur noch an, sorry.

Werde gleich mal durchrechnen, wieviele 400Euro-Jobs ich aus meinem habe und ob die nicht berufstätigen Familienmitglieder als Strohmänner genügen.

Gerade Familien, die gerade in den Genuss kostenloser KV, Mutterschutzgeld, Elterngeld usw. gekommen sind, sollten doch ansatzweise drüber nachdenken, wie sich all das finanziert.

LG

Beitrag von susaheld 10.09.08 - 10:45 Uhr

Hallo,

wenn Ihr es Euch leisten könnt, dann würd ich mit dem AG sprechen, dass Du Deine Elternzeit verlängern kannst. Da Du nur 1 Jahr beantragt hast, muss er der Verlängerung zustimmen. Dann kannst ja mal schauen, ob Du für abends z.B. einen Minijob findest. Dass muss aber der AG auch genehmigen.
Auf der anderen Seite finde ich das lustig:
"Ich hatte immer vor mit 12 Stunden/Woche wieder anzufangen und wenn alles gut läuft aufzustocken."
Hast Du das denn schon mit dem AG erörtert?? Oder wie sollte das statt finden? Nach der Elternzeit greift Dein Arbeitsvertrag wieder, der wahrscheinlich Vollzeit lautet. Wenn der AG so was nicht möchte, muss er das nicht machen. Ansonsten musst Du einen Antrag auf Teilzeit stellen (normale Arbeitsverkürzung, nicht mit der in Elternzeit verwechseln), der dann bindend ist.

LG
Susanne

Beitrag von biszummond 10.09.08 - 10:49 Uhr

Hallo Susanne,
mein AG ist recht gross, daher denke ich dass die Bitte um Verlängerung keine Freudensprünge (bei meinem direkten Chef) auslösen aber auch keine Probleme. Der Wiedereinstieg als Teilzeitkraft war bereits in der SS besprochen worden, mein Chef sagte derzeit dass er mich auf jeden Fall wieder haben will, egal wie ich zurück kommen möchte.

LG Carina

Beitrag von susaheld 10.09.08 - 13:44 Uhr

Dann überleg doch, ob eine Verlängerung um ein Jahr eine Option wäre. Dann hättest da einen Betreuungsplatz sicher. Und dann schau doch, ob man nicht die Stundenzahl erhöhen könnte (z.B. 15 h = 2 Tage), denn ob Du nun 6 oder 8 Stunden ausm Haus bist, ist egal, aber Du hättest etwas mehr Geld, was sich dann viell. auch an den Fahrtkosten rechnen würde. Und die Idee mit den Betreuungskosten über den AG ist nicht schlecht. Vielleicht kann das auch der AG Deines Mannes machen.

Susanne

Beitrag von maufie 10.09.08 - 12:33 Uhr

Hallo Carina,

bzgl. des Geldes wäre es noch eine Idee, dass dein AG die Betreuungskosten (oder einen Teil) übernimmt. Schau mal hier:
http://www.laufstall.de/index.php?arg=dGlwcHM=⊂=dGlwcHNfZWx0ZXJu&sub2=dGlwcHNfZWx0ZXJuX2RldGFpbA==&id=92

LG
Karina

Beitrag von biszummond 10.09.08 - 14:20 Uhr

Hallo,

mein AG übernimmt einen Teil der Betreuungskosten, die habe ich jetzt bei meiner Aufstellung im 1. post bereits abgezogen um es nicht noch komplizierter zu machen. Die eigentliche Frage ist aber ob ich Herz (zu Hause bleiben) oder Kopf (arbeiten gehen) nachgeben soll.

LG Carina

Beitrag von drachenengel 10.09.08 - 16:43 Uhr

Will der AG Deines Mannes DAS wahrhaft machen????

Dann pieselt der sich ja selbst ins Bein...

Viel Spass beim Tricksen...

da zahl ich doch lieber dann von meinem Gehalt die volle Kinderbetreuung und besch*** nix,.. auch wenn ich mit 0 Euro "Gewinn" somit eigentlich arbeite...

Jesses..