An alle Eltergeldprofis

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von cruexshadow 10.09.08 - 10:39 Uhr

Ich hab da mal ne Frage:
Können der Vater und ich eigentlich gleichzeitig Elterzeit nehmen? Wir haben am 27.10.08 EET.
Danach möchte ich mir das Eltergeld auf 2 Jahre auszahlen lassen. Der Papa möchte im Dezember und Januar seine Vatermonate nehmen. Bekommen wir dann beide Elternged in der Zeit, oder nur ein Elternteil ?
Und wie ist das mit dem Mutterschaftsgeld, das bekomme ich ja noch 8 Wochen nach der Geburt. Beantrage ich das Elterngeldantrag also erst nach Ablauf des Mutterschutzes ?? Sozusagen das im Antrag angegeben wird vom 27.12.08- 27.12.10 ??
Das alles ist doch komplizierter, als ich dachte.... :-(
Vielen Dank für Eure Hilfe

Beitrag von casssiopaia 10.09.08 - 10:47 Uhr

Hallo!

Du bekommst bis 8 Wochen nach der Geburt Mutterschaftsgeld.

Anschließend dann 10 Monate Elterngeld, wenn Du es splittest, 20 Monate.

Den Antrag fürs Elterngeld kannst Du eigentlich schon gleich nach der Geburt abgeben, das Mutterschutz-Ende musst Du nicht abwarten.

Dein Mann kann seine 2 Monate Elternzeit innerhalb der ersten 14 Lebensmonate eures Kindes nehmen wann er will. Ob nun gleich die ersten beiden Monate oder einen Monat am Anfang und den zweiten Monat dann später, liegt völlig in eurer Hand.

In den zwei Monaten, in denen ihr beide Elterngeld bezieht, bekommt ihr beide jeweils 67 % von eurem Durchschnittsnettogehalt der letzten 12 Monate vorm Mutterschutz. Bzw. Du 33,5 %, wenn Du das Elterngeld splitten lässt.

VG
Claudia #sonne

Beitrag von jans_braut 10.09.08 - 10:47 Uhr

1. ihr könnt gemeinsam die zwei Monate zuhause bleiben
2. das Mutterschaftsgeld wird auf das Elterngeld angerechnet! (von wegen 12 Monate...)
3. es ist unlogisch, das Elterngeld zu strecken:
- Zinsverlust
- im zweite Jahr könntest du arbeiten wollen - dies wird dann wahrscheinlich angerechnet werden
- es gibt keine Vorteile

Alternative zu 3.: Überweise jeden Monat die Hälfte auf ein separates Konto (Tagesgeldkonto am besten)
Vorteile:
- Zinsen
- du kommst jederzeit an das Geld und bist flexibler
- ...

Beitrag von casssiopaia 10.09.08 - 10:50 Uhr

Hi,

ob Vorteile oder Nachteile, das Elterngeld zu splitten, muss jeder selbst wissen.

Ein Vorteil ist z.B., dass eine eventuelle Steuernachzahlung bei gesplittetem Elterngeld geringer ausfallen könnte.

Aber Dein einer Punkt bei 3. ist falsch. Wenn das Elterngeld gesplittet ausgezahlt wird, kannst Du im 2. Jahr soviel arbeiten wie Du willst, da wird nichts mehr mit dem Elterngeld verrechnet. Das gilt nur für den Bezugszeitraum des Elterngeldes und der ist immer ein Jahr, ob nun gesplittet oder nicht.

VG
Claudia

Beitrag von jans_braut 10.09.08 - 10:52 Uhr

Hi,

danke! Da ich mir nicht sicher war, stand ein "wahrscheinlich" im Satz...

Gut, der Steuervorteil könnte ein Grund für das Splitting sein - was aber gegen die Zinsen gerechnet und verglichen werden müsste.

Gruß

Angela

Beitrag von inesk 10.09.08 - 10:56 Uhr

Hallo,

ich blicke da auch nicht ganz durch. Soweit ich aber raus gefunden habe, kann eine Person max. 12 Monate Elterngeld beziehen. Wenn beide Elternteile Elterngeld möchten, können 14 Monate beliebig aufgeteilt werden. Das ginge z.B., wenn ihr gleichzeitig sieben Monate nehmen würdet, oder du beispielsweise 12 Monate und dein Partner 2 Monate. Ob ihr sie gleichzeitig oder nacheinander nehmen möchtet, könnt ihr selbst entscheiden. Du könntest z.B. auch erst arbeiten gehen, und deinen Teil der Zeit innerhalb der ersten 8 Lebensjahre deines Kindes nehmen.

Aber wie gesagt, die Gesetze haben ihr eigenes deutsch und ob ich das nun so richtig verstanden habe, weiß ich nicht.

LG, Ines

Beitrag von cruexshadow 10.09.08 - 11:06 Uhr

Vielen Dank, da habt ihr mir schon um einiges weitergeholfen.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag,
Cruex

Beitrag von whiteroses 10.09.08 - 11:27 Uhr

Hallöchen,

wenn ich es richtig verstanden habe, ist es folgendermaßen:

Du erhälst die ersten 8 Wochen Deinen ganz normalen Lohn vom Arbeitgeber. Dein Mann kann Elternzeit für die ersten beiden Monate beantragen und erhält dann die 67% seines Gehaltes.
Danach geht er wieder arbeiten und bekommt sein volles Gehalt und Du erhälst ab dem 3. Monat das Eltergeld für 10 Monate bzw. 22 Monate!

Liebe Grüße

Mandy