Ich weiß nicht wie damit umgehen soll

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von gutentag. 10.09.08 - 11:15 Uhr

Hallo,

ich bin in der 11. SSW. Eine Freundin von mir war es bis Montag auch, sie hat leider ihr Baby verloren. Jetzt weiß ich nicht wie ich ihr gegenüber treten soll und wie ich mich verhalten soll. Es tut mir so leid für sie. Sie hat es mir auch nicht persönlich gesagt sondern ich abe es durch eine Freundin erfahren, offiziell weiß ich es ja noch gar nicht.

Kann mir jemand ein Tipp geben?
Ich denke es fällt ihr bestimmt schwer mich jetzt zu sehen und zu wissen das bei mir alles bestens ist.
Ich kann mir auch vorstellen das sie es mir noch nicht sagen will um mich einfach nicht zu beunruhigen. Aber... ich weiß auch nicht. Schwieriges Thema, wir haben uns beide so gefreut gleichzeitig schwanger zu sein und nun.
Sorry für das viele #bla.

Aber vielleicht habt ihr einen Rat für mich.
#danke
LG

Beitrag von elke77 10.09.08 - 11:19 Uhr

ich kenne das leider auch :-( Als ich damals mit meiner Großen schwanger war, verlor meine jüngere Schwester ihr Kügelchen :-( wir waren ca. 4 Wochen auseinander.
Ich stand dann auch ziemlich betröppelt da und wusste überhaupt nicht, wie ich reagieren soll.
Also habe ich erstmal nichts gemacht. Ich hab sie gedrückt und getröstet - aber kein Wort über meine eigene Schwangerschaft verloren. Es ging nur um sie und ihre Trauer.
Und es dauerte nicht lange, da kam sie von sich aus auf mich zu und fragte nach, wie es mir denn so ginge. Sie wollte haargenau alles wissen.
Und nicht lange Zeit später war sie dann wieder schwanger :-) und da ging dann auch alles gut.

Mein Tip: tröste sie. Aber halte dich mit überschwenglicher Freude über deine eigene Schwangerschaft zurück. Wenn sie von sich aus fragt, ok. Dann erzähle ihr alles. Aber generell geht es jetzt um sie und ihren Verlust.

LG, Elke

Beitrag von swety.k 10.09.08 - 11:20 Uhr

Hallo,

ich war bzw. bin genau in derselben Situation. Ich war auch zusammen mit einer Freundin schwanger und sie hat ebenfalls in der 11. Woche ihr Baby verloren. Anfangs war es sehr schwierig für uns beide. Sie wollte mich wochenlang nicht sehen oder sprechen. Das hat mir zwar wehgetan, aber natürlich konnte ich es auch verstehen und habe ihren Wunsch respektiert. Wir hatten gelegentlich Kontakt per Mail und ich habe ihr immer gesagt, daß ich für sie da bin und daß sie sich alle Zeit nehmen soll, die sie braucht. Inzwischen können wir wieder unbefangen miteinander umgehen und sie hat auch kein Problem mehr mit meinem Babybauch. Allerdings ist ihre Fehlgeburt nun schon fast vier Monate her und ich habe den Eindruck, daß sie damit klarkommt.

Also, halt Dich soweit wie möglich zurück und warte, bis sie auf Dich zukommt. Wenn sie reden will, dann hör zu. Und wenn sie immer wieder das gleiche erzählt, dann hör es Dir auch immer wieder an, das ist wichtig. Und versuch, nicht allzu viel von Dir zu erzählen, weil sie das bestimmt traurig macht. Wenn sie Dich fragt, gibt Antwort, aber erzähl nix von selbst. Das sind jedenfalls die Erfahrungen, die ich gemacht habe und ich bin froh, eine gute Freundin nicht verloren zu haben durch so einen Schicksalsschlag.

Fröhliche Grüße von Swety mit #baby Jule SSW 27

Beitrag von shortcake 10.09.08 - 11:20 Uhr

hallo,

die erste frage ist jetzt, wie eng seid ihr befreundet??
ich kann da sehr gut aus eigener erfahrung sprechen!
im januar diesen jahres war ich gleichzeitig mit meiner sehr guten freundin schwanger! leider ist mein böhnchen auf die reise gegangen, ihres ist geblieben und kommt ín den nächsten 10 tagen auf die welt!
ich war sehr traurig, hab mich aber trotzdem weiterhin sehr für sie gefreut! bin dann bei jeder untersuchung mit zum fa und durfte auch immer wann ich wollte ihren bauch streicheln, so das ich alles mitbekommen habe... haben auch zusammen ihren bauch bemalt und gipsabdruck gemacht... bin immer für sie da gewesen, auch wenns schwer fiel!!! aber ich war froh das ich trotzdem alles miterleben durfte!!!
jetzt nach fast 9 monaten hab ich es auch endlich wieder geschafft!
lg ela 7 ssw

Beitrag von gutentag. 10.09.08 - 11:25 Uhr

Danke für eure Antworten!

Wir waren vor der Schwangerschaft nicht so eng befreundet, aber dadurch das wir beide gleich auf waren haben wir fast jede Woche telefoniert und uns ausgetauscht.

Habe gestern auch ihre Schwester getroffen und da habe ich mich auch zurückgehalten und nichts erzählt obwohl ich tolle Nachrichten hatte!

Ich werde jetzt erstmal abwarten, ob und wann sie auf mich zukommt!

Vielen Dank nochmal!

LG

Beitrag von memem 10.09.08 - 11:25 Uhr

Hallo,

meine beste Freundin versucht nun schon seit fast 3 Jahren schwanger zu werden. Und ich bin jetzt innerhalb von einem Jahr das zweite Mal schwanger.
Sie hatte bisher Gott sei Dank noch kein Kind verloren, aber schon allein die Tatsache das sie es ständig versucht, und ich nur an Sex denken muss....

Ich habe sie direkt darauf angesprochen. Ihr gesagt, daß ich nicht weiß wie ich mich jetzt verhalten soll. Ihr ständig über die tolle SS zu erzählen wäre ja eine Qual.
Sie ist nach aussen hin echt stark und lässt sich nichts anmerken. Aber ich kenne sie besser uns weiß das sie das nicht kalt lässt.
Also halte ich mich so gut es geht zurück mit meinen SS Geschichten...

Aber das ist wirklich schwer. Ich würde deine Freundin auch erstmal nur trösten und wenn du das Gefühl hast jetzt kann sie langsam darüber reden vielleicht auch ganz offen ansprechen wie du dich verhalten sollst usw....

LG Carmen

Beitrag von aggie69 10.09.08 - 11:36 Uhr

Als ich im Frühjahr mein Baby verloren habe, mußte mein Mann alle darüber infornieren. Ich wollte mit niemanden darüber reden und einfachin Ruhe gelassen werden.

Laß ihr Zeit! Du kannst sie anrufen, fragen wie es ihr geht und daß Du für sie da bist, wenn sie Dich braucht. Aber sprich sie nicht auf die Fehlgeburt an, wenn sie nichts von sich aus sagt.

Beitrag von culturette 10.09.08 - 11:37 Uhr

Hallo,

das gleiche ist mir auch passiert.
Meine Freundin erfuhr von ihrer Schwangerschaft (5. Woche), da war ich in der 10. Woche.
Wir haben uns oft getroffen und geschwärmt.
Eines Tages rief sie mich an, dass irgendwas nicht stimmt. Ihr Kleines würde nicht wachsen. Ende vom Lied war, dass sie einen Missed Abort in der 8. Woche hatte.

Ich habe mit ihr gelitten und versucht sie nach besten Möglichkeiten aufzumuntern, doch das fiel sehr schwer.
Ihre Stärke war letzlich das, was uns heute ganz unbefangen über meine Schwangerschaft reden lassen kann. Sie ist sehr distanziert was ihre eigenen Gefühle angeht, sie leidet noch darunter. Aber Interesse an meiner Schwangerschaft zeigt sie immer.

Ich habe mich anfangs zurückgehalten. Habe ihr die Zeit gegeben die sie brauchte und gewartet bis sie sich meldet. Ich wollte sie nicht unter Druck setzen und habe ihr stattdessen meine Wünsche und Grüße über ihre Mutter zukommen lassen mit der Aussage sie solle sich jederzeit melden wenn es ihr wieder besser ginge.
Und so kam es wieder ins Rollen.
Aber da ist auch jede Frau unterschiedlich und man kann nicht sagen ob es bei deiner Freundin genauso laufen könnte.

LG
Nadia
36. Woche

Beitrag von chrissi1970 10.09.08 - 13:26 Uhr

ich war vor genau einem jahr sozusagen deine freundin, denn ich habe in der 14.woche erfahren, dass mein baby in mir gestorben ist. und eine freundin und kollegin von mir war eine woche vor beginn des mutterschutzes. ich habe es ihr auch nicht persönlich sagen können, weil sie auch sehr kämpfen musste, dass ihr kleiner bleibt. ja und irgendwann musste(wollte) ich meinen krankenschein in die schule bringen und habe mich ihr gestellt. wir haben uns gedrückt und sie hat mir gesagt, wie leid es ihr tut. ich war gant froh, dass ich sie dann erst wieder gesehen habe, als der kleine kerl einen tag alt war. aber eines kann ich dir sagen, deine freundin weiß, dass du nix dafür kannst. gibt ihr seit, auf dich zuzugehen, aber schreibe ihr ruhig eine nachricht, dass es dir sehr leid tut und du für sie da bist. aber zeige auch verständnis, wenn sie vielleicht manchmal etwas gemein, also vielleicht neidisch reagiert. es ist ganz normal. ich war auch immer neidisch auf meine freundin,aber als ich den kleinen das erste mal im arm hatte (und der gang war sehr schwer), war mir klar, es ist nicht mein kind. eines darfst du nicht machen, sie versuchen von deiner schwangerschaft fernzuhalten. wenn sie es zulässt, beziehe sie ein, rede ganz normal, auch über ihr verlorenes kind. aber nimm es dir nicht zu sehr zu herzen und denke an dein baby im bauch. denn deine freundin würde nie wollen,dass es dir schlecht geht, weil sie ihr baby gehen lassen musste. und empfehle ihr, wenn ihr sehr gut befreundet seit, darüber viel zu reden. ich habe es gemacht und mache es auch heute noch. dieser schicksalsschlag gehört zu meinem leben dazu. und der kleine meiner freundin ist heute anch fast einem jahr mein kleiner liebling und ich sehe ihn jede woche. ja vielleicht auch ein wenig ersatz ;-)

glg chrissi

Beitrag von inajk 10.09.08 - 15:10 Uhr

Ich wuerde sagen: Lass sie entscheiden. Erklaer ihr, wie du dich fuehlst, genau wie du es uns erklaert hast. Du kannst nicht wissen, wie es sich fuer sie anfuehlt. Manche Frauen haben nach einer FG tatsaechlich einen Hass auf alle SS, und wollen davon echt nix hoeren, das musst du respektieren. Aber vielleicht ist es auch genau andersrum. Ich hatte selbst 3 FG und war mehrmals in der Situation, dass parallel Frauen in meiner Umgebung erfolgreich ss waren. Bei mir hing es immer von der Beziehung ab. Bei Frauen, zu denen ich eine enge Beziehung hatte, fuer die konnte ich mich auch weiterhin freuen und das schoen finden. Bei anderen die ich nicht so leiden konnte, hatte ich auch so miese Gedanken, warum die und ich nicht, bis hin zu agressiven Gedanken. Aber jede Frau regiert anders auf eine FG. Nur sie kann dir sagen, was sie jetzt will und braucht. Also frag sie.
LG
Ina