Hund aus Spanien?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von wernerulli 10.09.08 - 12:13 Uhr

Hallo,
wollte gerne mal Eure Meinung zu der Aufnahme eines Hundes aus Spanien hören (lesen)!
Hier entbrannt ein Streitthema deswegen unter Bekannten. Die einen sagen, es wären Hunde die man schlecht bis gar nicht sozialisieren könnte, andere sagen es seien die treuesten Begleiter.
Wie ist eure Meinung, hat jemand Erfahrung?
Gruß
Ulli

Beitrag von risala 10.09.08 - 12:45 Uhr

Hi!

Ich würde es jederzeit wieder tun. Wir haben einen Dackel-Terrier-Mix-Rüden, kastriert, mittlerweile mind. 15,5 Jahre alt (eher älter).

Pancho hat in Mallorca jahrelang auf der Straße gelebt - bis er eingefangen und in eine Tötungsstation gebracht wurde. Ein TH dort hat ihn aufgenommen. Aufgrund seines Alters (damals mind. 10) konnte er dort über 6 Monate nicht vermittelt werden, kam nach D in "unser" Tierheim, saß da auch nochmal 6 Monate und dann kam ich ;-). Habe meinen Pancholino gesehen und geliebt. Er hat meinen Mann durch treuen Blick und einen Schleck über den Finger auch überzeugt... und lebt jetzt seit dem 1.5.2003 bei uns.

Pancho kam alsunser Sohn 5 Wochen alt war zu unserer Hündin. Er war anfangs nicht einfach, weil er kein Vertrauen zu uns hatte (schlief z.B. nur eng eingerollt mit Wand im Rücken, immer "auf dem Sprung", hat meine Mann 2x in den finger gebissen - aus Unsicherheit, etc.). Aber unseren Sohn liebte er von Anfang an. sobald er ihn am ersten Tag gesehen hat, war er IMMER in seiner Nähe (neben der Wippe, KiWa, Decke auf dem Boden, usw.) und meldet heute noch, wenn Fabian nachts weint und ich nicht sofort aufstehe mit einem ganz speziellen Bellen.

Mit jeder Woche die er bei uns war, wurde er vertrauensvoller, selbstsicherer (ob das immer sooo gtu ist ;-)) und verschmuster. Für mich und meinen Sohn tut er sprichwörtlich alles. Mein Mann hat sich seine Liebe, sein Vertrauen u. seinen Respekt erarbeiten.

Ma merkt ihm in vielen Situationen an, dass er sehr lange Zeit auf sich selbst aufpassen musste (er hasst z.B. weiße Schäferhunde - ohne dass in den Tierheimen od. bei uns twas vorgefallen wäre) und fpr sich selbst verantwortlich war. Er ist sehr eigenständig in seinen Entscheidungen - und zwingen kann man ihn nicht - nur überzeugen und bitten. Aber das kennen wir schon von unserer Spitzin.

Ich denke, je älter ein Hund ist, wenn er aus Sanien, Rumänien, Ungarn etc kommt, umso härter muss man u.U. um das Vertrauen "kämpfen" - ABER: es lohnt sich wirklich!

mittlerweile haben wir 3 Hunde - und alle sind verträglich mit anderen. antipathien gibt es auch hier - und besonders auf Pancho passen wir auf, weil er nicht mehr richtig sieht und deshalb nach dem Motto lebt: "kenn ich nicht - dann ist Angriff die beste Verteidigung". Das war früher aber anders.

Gruß
Kim



Beitrag von 3mm 10.09.08 - 13:08 Uhr

Quatsch - diese Hunde SIND sozialisiert!
Das einzige wovon sie Angst haben werden sind evtl Menschen (das heißt, sie brauchen eben gaaanz viel Geduld) und vor Haushaltsgeräuschen und evtl. vom autofahren. Mit anderen Tieren verstehen sie sich meistens einwandfrei, sie haben ihn bisheriges Leben ja mit ihnen verbracht.
Und die Stubenreinheit dauert meist etwas...aber auch das lernen sie.
Und wenn sie einmal vertrauen haben, sind sie sooo dankbar!

Beitrag von bs171175 10.09.08 - 13:19 Uhr

Hallo Ulli

Ich habe zwei Hunde einen Labby und einen Spanischen alles ineinander Mix.Den Labbi habe ich als Welpe bekommen und alleine erzogen die Spanisch Hündinn war schon ein halbes Jahr alt mit ihr musste ich Ánfangs mehr Gedult haben aber jetzt ist sie ein super Hund sie hört besser ls der Rüde und sozialisiert ist die super also ich würde es sofort wieder tun

LG BS#hund

Beitrag von champus 10.09.08 - 13:59 Uhr


HI,

meine Meinung ist: unsere Tierheime sind voll da braucht man nicht welche aus dem Ausland anschleppen.

LG Champus

Beitrag von teufelchen67 11.09.08 - 16:44 Uhr

#danke das sehe ich ganz genau wie du, hier versterben sie in den überfüllten Tierheimen reihenweise, und aus dem ausland werden sie angeschleppt.

lg Teufelchen

Beitrag von zauberfee1975 12.09.08 - 17:26 Uhr

Hi

im großen und ganzen gebe ich dir erst einmal recht- unsre Tierheime sind ( meistens) voll.
Aber die Leute hier in den TH sind mittlerweile sowas von arogant überheblich usw. Ein TH hier in der Ecke verlangt ein Polizeiliches Führungszeugnis wenn du Interesse für einen Hund zeigst..

Wir haben sämtliche TH im Umkreis von knapp 100km von Köln abgeklappert. In den meisten TH sitzen überwiegend sogenannte Kampfhunde und diese möchte ich - obwohl ich nichts gegen diese Rasse habe nicht bei mir zu Hause haben da wir einen kleinen Sohn haben.
Immerwieder wurden wir wg dem Kind ( der mit seinen knapp 3 Jahren sehr Vernünftig ist) abgewiesen.
So kam auf Umwegen an eine Tierschutzorga die Hunde aus Griechenland vermittelt. "Unser" Hund war knapp 1 Jahr alt, und davon über 6 Monate in Deutschland auf einer Pflegestelle wg seines kaputten Beines.
Seit Mai lebt Bob bei uns und ist der beste Hund der Welt.

Manchmal hatte ich in den TH den Eindruck, dass sie die Tiere gar nicht los werden wollen, den sie dürfen eine gewisse " Hundeanzahl" nicht unterschreiten sonst werden Fördermittel gestrichen. Diese Vermutung wurde mir auch von einer ehemaligen Mitarbeiterin- die nun meine Hundetrainerin ist bestätigt.

VOn daher wäre ich etwas vorsichtig mit der Aussage: Die TH sind voll- warum einen Hund aus dem Ausland..

:-)

LG

Beitrag von jumper 10.09.08 - 14:08 Uhr

Beides.
Es gibt welches die genießen einfach die zeit hier, andere kommen gar nicht klar.

ich würde kein tier aus Spanien nehmen.
A. Sind die tierheime hier voll genug ebenso die Tageszeitungsannoncen

B. Kann er Krankheiten haben die dann auch hier noch mehr verbreitet werden können. nein, ansteckend ist es nicht direkt, aber über Zwischenwirte.

Beitrag von cloud07 10.09.08 - 15:30 Uhr

Hi ich kann mich nur positiv aussprechen.

Ich finde nicht das man, wenn es um den Schutz von Lebewesen geht bei Nationalen Grenzen aufhören sollte, es gibt viele Hund die dort drüben keine Chance habe und hier reißend Abnehmner finden würden (kleine weibliche und Welpen z.B.).
Warum sollte man diese nicht hier her holen.
Ich bin klar dagegen Hunde von dobiosen "Hundezüchtern" zu kaufen, geschweige enn von Leute die gerne mal "Niedliche Welpen großziehen" wollten und das als Hobby machen. Dazu ist Hundezucht zu ernst!

Ich bin aber auch ganz klar gegen das Selbstständige herholen.
Die schon angesprochenen Krankheiten sind nicht ohne (unser Hund hatte Babesios obwohl er nie im Süden war- wohl von irgendwem eingeschleppt) und vorher eine ausführliche Untersuchung stattfinden sollte.
Über bekannte, ordentliche Organisationen finde ich es ok.

Du musst halt schauen wo der Hund her ist, das du möchglichst viele Infos vorher schon bekommst.
Meist sind sie mit anderen Tieren sehr verträglich aber z.B. Menschen gegenüber erst mal misstrauisch.
Kennen Alltagssituatione nicht, den "normalen Alltag" eines Hundes nicht, oder kennen es nicht auf den Menschen angewiesen zu sein und sind sehr selbstständig.
Das sind Dinge wo ihr gefragt seit und ihr euch fragen müsst "wie weit kann ich damit umgehen ohne dem Hund und mir zu schaden".

Vieles könnt ihr aber auch bei einem Hund von hier haben.

Beitrag von kamelefant 10.09.08 - 18:21 Uhr

Ich kenn bislang nur Hunde aus Teneriffa direkt und die waren bzw. sind super sozialisiert. Obwohl sie oft schlecht behandelt wurden, sind sie Menschen gegenüber total freundlich. Und auch mit anderen Hunden gibts da so gut wie nie Probleme.

Beitrag von 3mm 10.09.08 - 22:29 Uhr

Also von den Sätzen 'Ich würde nie ein Tier aus dem Ausland holen, die deutschen TH sein voll' halte ich nichts.
Den Tieren in deutschen TH geht es wesentlich(!) besser, als denen im Ausland.
Die Tiere aus deutschen TH kommen raus, werden geschmust, es wird gespielt, sie haben ein Körbchen und sie bekommen zu fressen, sie haben tierärtzliche Betreuung.
In Spanien ist das nicht so, die Tiere leben meistens auf der Straße oder in einer Tötungsstation, wo sie nur auf den Tod warten. Sie werden gejagt, geschlagen und misshandelt. Sie kämpfen um ihr Futter und sehen den Tierarzt nie.

Und dennoch haben diese Tiere einen guten Platz verdient, den sie dort eben kaum finden.

Es sind zumeist klasse Tiere, die schnell lernen, eine klasse sozialisierung und sind unglaublich dankbar.

Beitrag von jumper 11.09.08 - 09:12 Uhr

Ich spende lieber Geld um das Problem dort unten wirklich in den Griff zu bekommen, also dieses sinnlose Hundehergeschleppe. Und nur weil es die tiere hier etwas besser haben, haben sie kein recht auf ein zu hause... wenn du die deutschen tierheime so toll findest überschätzt du das ganze maßlos

Beitrag von wernerulli 11.09.08 - 10:02 Uhr

Hallo,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Die meisten haben ja positiv gepostet einen spanischen Hund aufzunehmen. Ich habe jetzt Kontakt zu einer Dame, die gerade diese Hunde vermittelt und sehe das ganze erst einmal positiv.
LG
Ulli

Beitrag von 3mm 11.09.08 - 22:50 Uhr

ich finde die deutschen Tierheime nicht 'sooo toll' - aber besser als die in spanien.