Labrador büxt beim Gassigehen aus!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von wasserlilie 10.09.08 - 19:01 Uhr

Hallo zusammen!

Unser Labrador Miro ist 18 Monate alt. Das Gassigehen ist meistens für mich inzwischen nicht mehr so toll. Wir wohnen sehr ländlich. Eigentlich konnte ich ihn bis vor ca 2 Monaten frei neben mir laufen lassen. Auf Abruf kam er auch wieder zu mir. Aber nun ist er nur noch auf Spurensuche! Die Nase ist nur noch auf dem Boden und das Gehirn ist ausgeschaltet! Es hilft kein Rufen, Pfeiffen, nichts mehr. Dann ist er manchmal bis zu 15 Minuten nicht mehr zu sehen! Wenn er wieder zurückkommt, ist Miro total aus der Puste. Ich bin in der Zeit natürlich in größter Sorge. Nun gehe ich nur noch mit Schleppleine spatzieren. Dementsprechend zieht er nun auch brutal an der Leine! Ich finde es so schade, da ich ihm einen größeren Auslauf gönnen würde. Meine Hundetrainerin sagte, ich müsse nun mindestens 6 Monate mit der Schleppleine gehen, wenn nicht 1 Jahr.

Auch beim Gassigehen mit der kurzen Leine ist er nur noch am Ziehen! Er wiegt immerhin 38 kg und da ist einiges geboten. Habe schon mit Richtungswechsel, stehen bleiben usw. probiert. Eine Bekannte meinte, ich soll ihm ein Kettenhalsband umlegen?!


Hat oder hatte jemand auch das Problem? Wie kann ich mit meinem Hund wieder entspannter spatzieren gehen?
Wird es wirklich mit dem Alter besser?

Bin für Tipps sehr, sehr dankbar!

Herzlichst

Eni





Beitrag von jumper 10.09.08 - 19:46 Uhr

Also mit 38 Kilo könnte er erstmal etwas abspecken ;-) ich glaube kaum dass er so ein koloss ist oder?


Du musst eine methode konsequent durchziehen und das immer!!

Welche genau das für euch ist kann ich nicht sagen.

Stehenbleiben und neben dich rufen (ui ich kenn Hunde die sind da ausgeflippt - hab ich selbst beim hund meines Vaters erlebt)

Richtungswechsel aber richtig Ruckartig

Stehenbleiben an sich finde ich naja.. Unser damaliger Hund hat damals einfach die Trainerin umgerissen, sie wollte uns aber weiß machen er lernt das noch.. hat ihn nullinger Interessiert

Wie wärs mit einer Hundeschule oder Clickern (Meine beiden interessiert der Clicker nicht).

Spricht er denn auf Leckerchen an oder auf Spielzeug als Belohnung?

Beitrag von wasserlilie 10.09.08 - 20:46 Uhr

Vielen Dank für eine Antwort!

Wir haben Welpenschule und Familienbegleithund mitgemacht. Bis vor kurzem machte ich noch mit ihm Agility. (Mußte aussetzen, da ich länger keine Fahrgelegenheit hatte) Möchte aber mit Agility weitermachen. Den Familienbegleithundekurs haben wir mit Clicker gemacht. Auf dem Hundeplatz ist er meistens sehr folgsam. Aber beim Gassigehen ist er nur am Spurensuchen und ich habe einen total anderen Hund.
Zum Gewicht, er ist wirklich ein Koloss. War nämlich mit ihm beim "Hundeorthopäden" beim Röntgen, wegen Agility und der meinte, wie auch mein Tierarzt, daß sein Gewicht normal ist. Seine Eltern waren noch kräftiger! Er stammt aus einer Finnischen Labrador Linie.

Beitrag von krokolady 10.09.08 - 22:34 Uhr

38 kg findest du viel für nen ausgewachsenen Labi??

Also ich hab nen Golden, 10 Monate alt, und 33 kg schwer..........und er ist ja noch nicht ausgewachsen....da kommt also noch einiges.....er wird sicher auch locker 38 kg dann haben.....bisher ist er jedenfalls nicht dick!

Und unsere ehemaligen Nachbarn hatten nen Labi-Rüden......super Papiere etc........und der hund glich eher einem Kalb und hatte um die 50 kg!

Beitrag von jumper 11.09.08 - 08:18 Uhr

Fast alle Labbis sind zu fett und bei normaler Größe sollten es ca 30 Kilo sein, was oft auch bei einem Kräftigeren Körperbau ausreicht und 34 Kilo sind meist das maximum. Labbis werden ja schon fett gezüchtet ;-) Ist jedenfalls hier so

Auch bei Golden sehe ich die Obergrenze bei 35 Kilo. Die meisten Hunde sind wirklich einfach zu fett. Der Golden meiner Tante ist "normal", ein Stück kleiner als meiner (meiner ist aber auch schlank) und hat glaube 8 Kilo mehr!!! Das ist definitiv viel zu dick.

Ich kann mir einen Labbi mit 50 Kilo bei Zuchtgröße nicht normal vorstellen.

Beitrag von krokolady 11.09.08 - 17:12 Uhr

dieser LAbi unserer ehemaligen Nachbarn war echt nen Koloss..........allerdings hatte der auch sehr kräftige Eltern, aber alles Tiere die im VDH sind.......also eindeutig reine Labis

Naja, man muss immer sehen wir groß ein hund ausgewachsen ist, erst dann kann man sagen ob er zu dick ist.

Unser Mercy ist als Welpe irre schnell gewachsen und hat dementsprechend zugelegt.
Hab auch immer gesagt ich find ihn zu dick, aber Ausbilderin und auch Züchterin sagten er ist absolut normal.

Sein Veter ist aber auch ein sehr kräftiger Rüde.
Die Schwester unseres Mercy ist ne ganze Ecke kleiner

Beitrag von jumper 11.09.08 - 20:53 Uhr

Du solltest beim streicheln die Rippen fühlen ohne aufdrücken zu müssen, dann ist er richtig :-)

Beitrag von krokolady 12.09.08 - 08:57 Uhr

bei dem vielen Fell nicht möglich :-D

Aber man sieht und merkt die Rippen auf jeden Fall bei Mercy........besonders wenn er nass ist sieht man das es eigentlich sein Fell ist der ihn kräftig aussehen lässt.

Beitrag von jumper 12.09.08 - 14:10 Uhr

Mensch das ist schön das er sich so entwickelt hat - freut mich immer wieder ! Wie gehts der Kleinen... Macht Mercy seinen "Job" gut :-)

Beitrag von krokolady 12.09.08 - 22:09 Uhr

Mercy ist arbeitslos *lach*

Irgendwie glaub ich doch bald an Wunder, denn Kimy ist seit 4 Monaten ohne wirklich großen Anfall - nur "Kleinigkeiten" täglich

Allerdings hatten wir 2 Momente wo Mercy wie blöd an ihr rumleckte ( er leckt sonst nie)
und wir vermuten das da ein anfall im kommen war was er spürte....entweder wurd der Anfall durch die Medis unterdrückt, oder er hat ihn weggeleckt.

Den unterm anfall hatte er sie auch immer geleckt - und sie drauf reagiert

Beitrag von jumper 13.09.08 - 11:09 Uhr

Boar Mensch das ist ja toll, hoffe es geht weiter so!! Alles gute! Wann kommt rtl wieder? :-)

Beitrag von aussiegirl600 10.09.08 - 20:24 Uhr

Nein, kein Kettenhalsband, weil das euer Problem nicht LÖST und das ist ein Problem des Gehorsams. Eure Trainerin hat völlig recht, ihr müsst konsequent SChleppleinentraining machen! Meine Mutter hat eine BRacke, also eine Rasse die durchschnittlich mehr Jagdtrieb hat als ein Labbi, sie hat laaaange gebraucht mit der Schlepp, aber er ist zu 90% abrufbar (nicht 100%, deswegen ist er auch nur frei wenn das Gelände übersichtlich ist).

Mit dem Alter wird es nicht zwingend besser, zumindest nicht in den nächsten Jahren, sondern erst wenn der HUnd zu alt zum zerren ist.

Vielleicht solltet ihr dem HUnd auch die Möglichkeit geben sich geistig auszupowern, zB mit Obedience?

Beitrag von wasserlilie 10.09.08 - 21:05 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort!

Wegen dem Kettenhalsband dachte ich genau das Gleiche! Es ist bestimmt eine Sache des Gehorsams. Ich machte bis vor kurzem mit ihm Agility. Möchte ich demnächst auch wieder weitermachen. Vorher waren wir im Familienhundebegleitkurs. Auf dem Hundeplatz verhielt er sich erst auch in den ersten Minuten total aufgeregt und drehte etwas am Rad. Ich denke, das ist auch völlig normal, machen die anderen Hunde ja auch. Aber, wenn ich dann mit ihm gearbeitet habe, war er aufmerksam und auch recht folgsam. Da haben oft die anderen Teilnehmer mit ihren Hunden mehr zu tun gehabt als ich mit meinem. Aber auf der Wiese beim Spatzierengehen ist er wie ausgewechselt. Die vielen Wildgerüche und womöglich sind noch andere Hunde da langgelaufen, puschen ihn so auf, daß er nicht mehr zu bremsen ist.
Ich hoffe, wir bekommen das bald in den Griff!

Beitrag von risala 11.09.08 - 09:54 Uhr

Hi!

Bitte bedenke bei Deinem Labrador auch, dass er ein Jagdhund ist. Normalerweise wird er zum apportieren eingesetzt. Vielleicht kannst Du ihn durch Dummy-Training in dieser Richtung auslasten. Agilitxy halte ich für einen Labrador für die falsche Beschäftigung, da sie dafür einfach nicht gebaut sind (auch wg. dem Gewicht). Hast Du das mal mit dem TA besprochen?

Ansonsten hilft wirklich nur konsequentes Training. Und frei laufen lassen geht halt nicht. Wir haben auch einen Hund mit extremem Jagdtrieb (Dackel-malinois-Mix). Spike kann auch nur an der Leine raus.

Gruß
Kim