Schlägt immer wieder den Kopf auf den Boden!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nicki221 10.09.08 - 21:52 Uhr

Mal wieder eine Frage zum Anfang der Trotzphase. Also mein Sohn ist jetzt fast 20 Manate alt und fängt voll an zu trotzen. Ich weiß das man viele Sachen wie z.B auf dem Boden werfen und schreien einfach ignorieren soll. Das klappte bis jetzt auch immer sehr gut. Dann fing er vor ein paar Wochen an wenn er seinen Willen nicht bekam mit den Kopf auf den Boden,auf das Türblatt ect. zu hauen. Ich habe das am Anfang auch ignoriert, doch mir sorgen gemacht ob er sich da nicht irgendein schaden zuziehen kann. Andere Mamis im Bekanntenkreis sind aber der Meinung wenn ich ihm in dieser Situation meine Beachtung schenke und ihn dran hindere, das er ganau das Erreicht was er will. Ich denke auch das es so ist, doch wollte mich hier auch nochmal erkundigen ob einer von euchdas auch kennt und wie ihr dieses Problem im griff bekommen habt.
Achso: Natürlich sage ich ihm auch das er es sein lassen soll und habe auch schon mit schimpfen mein Glück versuch.doch da erreicht man ja nur das gegenteil.
Ich hoffe ich bekomme jetzt hier einige Tipps von euch. Ich habe nicht gepostet um hier wieder als schlechte Mutter und der gleichen hingestellt zu werden. (Meine damit die Mütter die in jéder fragenden Mutter eine schlechte, schreiende und prügelnde Mutter sehen)
Lieben Gruss und einen schönen Abend noch
Nicki

Beitrag von gnoemchen 10.09.08 - 21:55 Uhr

Hi weiß leider auch nicht so wirklich wie ich auf sowas reagiren soll. Lina ist fast 14 Monate alt und macht das auch schon manchmal wenn sie sich über etwas ärgert. Ich ignoriere es eigentlich auch aber wenn es zu schlimm wird halte ich sie fest, das kann ih dann nicht mit ansehen.
Bin gespannt auf weiter Antworten.
Grüße Anna

Beitrag von sevilgia27 10.09.08 - 22:03 Uhr

Hi Nicki,

meine Tochter hatte diese Phase auch. Am Anfang hatte ich immer einen Schreck bekommen und hatte Angst, dass sie irgendein Schaden bekommen könnte...

Aber danach sagte man mir auch, ich solle sie einfach ignorieren, wenn sie das macht, sonst erreicht sie das, was sie will..

Es fällt einem natürlich schwer, das zu ignorieren, aber du musst das tun.. Das ist eine von den schwierigen Phasen, aber das geht vorbei WIRKLICH.. :-) Glaub mir... #cool
Also ich wünsche dir VIEL VIEL VIEL Geduld und gute Nerven :-)

lg#blume
Sevilgia27 mit Aleyna 28Monate, die diese Phase auch hatte #augen und S. Can 7 Wochen

Beitrag von nityanandi 10.09.08 - 22:07 Uhr

hallo!

helene und ich waren bislang nicht in der situation, von daher hab ich keine erfahrungswerte. aber dieses ignorieren, was ja als wunderwaffe - als einzige - immer wieder angeraten wird, egibt für mich keinen sinn.
vielleicht erschließt sich mir der sinn nur auch nicht, kann ja alles sein, aber sonst ignoriert man sein kind doch auch nie nie nie, warum also ausgerechnet dann, wenn es selber gerade total desorientiert und am verzweifeln ist?

Beitrag von liasmama 11.09.08 - 10:41 Uhr

Ignorieren IST die Wunderwaffe. ;-)
Elias hat schon ziemlich lange immer wieder solche Phasen und wir haben wirklich alle Reaktionsmöglichkeiten durch. #schwitz

Unser persönliches Non-Plus-Ultra ist:
Ich lasse ihn, ich spreche ihn nicht an, sondern setze mich etwa zwei Meter entfernt (ganz wichtig bei ihm: Nicht zu nah, nicht zu weit!) auf den Boden, und zwar ihm HALB zugewandt.
Das ist für ihn wohl wie eine Einladung "Ich bin da aber ich bedränge dich nicht".
Bei richtig schlimmen Anfällen brüllt er noch bis zu zwei Minuten, spätestens dann ist es aber gut und ich höre sozusagen wie der Schalter umgelegt wird und er aus seiner Wut herauskommt. Braucht ein bisschen Übung aber irgendwann kennt man diesen Punkt.
Und entweder ich sage dann etwas wie "Möchtest du zu mir kommen?" woraufhin er dann kommt oder er kommt ganz von selbst.
Er lässt sich dann etwas trösten, aber man kann dann auch gut mit ihm reden, ihm in einfachen Worten erklären warum er was nicht darf oder wie auch immer.
Er hört dann nicht nur zu sondern nimmt es auch meist wirklich gut an.

Kürzlich hatten wir zum Beispiel den Fall, dass er bei der Oma auf einen Glastisch getrommelt hat.
Ich habe ihm das verboten und erklärt, Glas könne kaputt gehen.
Hat er ignoriert und weiter gemacht. #augen
Als ich ihn dann von dem Tisch weggeholt habe hatte er so einen Selbstverstümmelungs-Brüll-Anfall, ich habe wie beschrieben reagiert und ihm im Anschluss nochmal ganz ruhig erklärt, dass der Tisch aus Glas ist und Glas leicht kaputt geht, und dass man deswegen damit vorsichtig umgehen muss weil man sich sonst weh tun kann.
Ein paar Tage später wieder bei Oma:
Elias zieht mich an der Hand zum Tisch, deutet gewichtig darauf und sagt "Da Las (=Glas) - vosistis (=Vorsichtig) deht putt (=geht kaputt)!"
Und vortan ging er bis heute nicht mehr gröber mit diesem Tisch um als es gut ist. :-) #pro

Ich denke, jede Mama muss für jedes Kind eine ganz eigene Methode finden, um mit solchen Situationen umzugehen.
Wird schon irgendwann besser werden und vielleicht hilft ja ausgerechnet unsere Methode ein bisschen weiter. ;-)

Lieben Gruß und nicht verzweifeln!
liasmama mit Elias (21 Monate)

Beitrag von nicki221 11.09.08 - 11:47 Uhr

Hallo Du,
mensch ich habe wirklich nur liebe Antworten bekommen. (Meine kleine Zeile am ende des Textes hat Wunder bewirkt)
Also, genauso werde ich das jetzt auch Handhaben. Und so in Etwa habe ich das auch gemacht. Nur haben mich die lieben Verwanten ein wenig verunsichert. Aber dann werden wir das jetzt wieder in Angriff nehmen. Ich habe sowas in der Art auch überall gelesen. Dann werden wir mal sehen. Bleibst Du auch so locker wenn Du woanders bist und das geschied? Ich meine bei allen Verwanten, die euch nicht so oft sehen, oder Freunde, im Cafe oder wo man sonst noch so ist??? Ich weiß nicht ob ich mich beim Aldi so ruhig verhalten kann oder doch fluchtartig den Laden verlasse.
Mensch, ist das ein schwiegiges Alter, und wenn man dann noch richtig handeln will damit das Kind nicht einen Knacks fürs Leben bekommt...
Danke schon mal für deinen langen liebevollen Text.
Lieben Gruss Nicki

Beitrag von liasmama 11.09.08 - 20:12 Uhr

Hi Nicki!

Naja, um deine lieben Verwandten zu beruhigen:
Du IGNORIERST ja!
Nur nicht dein Kind, sondern das, was es tut, du hälst es nicht ab und sagst nichts dazu, aber immerhin signalisierst du der Maus deine Bereitschaft zum Trösten und Versöhnen!
Für mich fühlt sich daran rein gar nichts falsch an. ;-)

In der Öffentlichkeit:
Hm ... Jein.
Ich seh so Situationen schon immer kommen, und zu Hause oder in gewohntem Umfeld wie bei der Oma z.B lass ich sie einfach kommen - Wut und Frustration gehören einfach zum Leben und ich finde es besser, wenn Elias das kennenlernt und es zu kompensieren weiß.
Wenn wir in Gesellschaft sind oder unterwegs versuche ich dann schon häufig verstärkter, das im Voraus abzuwenden, aber wenn's nicht klappt reagiere ich wie beschrieben.

Ach, ich find's ja auch nicht schön wenn er sich weh tut, aber je mehr ich versuche, ihn daran zu hindern, um so häufiger macht er das, und wenn ich weggehe und ihn wirklich allein lasse macht er es so, dass er sich WIRKLICH verletzt, also ist das einfach unsere Lösung, und unser Kind verzeiht uns echt viel (Urlaube, Ortswechsel, über die Schlafenszeit ziehen), aber Unbeständigkeit verzeiht er uns nicht. :-)
Nuja, so ist das. So wird das Schema auch am See, im Supermarkt und bei Freunden und Verwandten durchgezogen.

Ich wünsch dir viel Glück, vielleicht meldest dich mal nach ner Weile ob ihr so weiter kommt, würd mich interessieren. :-)

Liebe Grüße!

Beitrag von liasmama 11.09.08 - 20:14 Uhr

Ach, was ich noch sagen wollte:
Ich finde es wahnsinnig wichtig, meinem Kind zu zeigen, wenn ich etwas, das es getan hat, nicht gut finde, OHNE ihm zu suggerieren, dass ich DAS KIND SELBER nicht gut finde.
Deswegen lass ich Elias motzen und protestieren und den Kopf auf den Boden schlagen aber bin für ihn da wenn er das wieder möchte.