MathematikstudentINNEN anwesend?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von knochenmaid 10.09.08 - 21:53 Uhr

Hallo!

Wenn mein Mann fertig ist mit seinem Abi, möchte ich gern studieren. Bis jetzt bin ich mir unschlüssig, was, tendiere aber immer mehr in Richtung Mathe.

Finde, dass ich ein typischer Mathematiker bin:
- ich muss alles GANZ GENAU wissen und machen
- ich denke oft "verquer" und komme anders auf Lösungswege, wie die meisten anderen
- ich LIEBE Mathe, wo es was zu rechnen gibt, bin ich dabei

Vom Charakter her finde ich mich oft in dem "propagierten Mathematikerbild" wieder.

Aber ich hab ein Problem:
Ich kann nichts "erfinden", sondern nur anwenden. Ich hab mir zwar in der Schule die Formel zur Flächenberechnung des Kreises selbst hergeleitet, aber wenn mir keiner gesagt hätte, dass man sich Formeln herleiten kann und dass es die Zahl Pi gibt, wäre das unmöglich gewesen.

Ist das für einen Mathematiker zwingend notwendig das zu können? Oder genügt es, wissen anwenden zu können?

Was sind eure Erfahrungen? Wie kommt ihr generell mit dem Studium zurecht? Gibt es unter euch welche, die ein Mathematikstudium abgebrochen haben? Was waren eure Gründe?
Und, ganz wichtig: was fangt ihr mit dem abgeschlossenen Studium an?

Ich hab jetzt schon an 2 Probevorlesungen für Abiturienten teilgenommen. Die eine Lesung war stinklangweilig und seeeehr trocken, die andere hat einen riesen Spaß gemacht.
Mein Schwager ist ein Matheass und wollte eigentlich auch Mathe studieren, ist dann aber auf Informatik
"umgestiegen", hab mich mit ihm auch schon unterhalten und er hat mir das Studium auch sehr schmackhaft gemacht... #freu

Ich hab halt nur die Angst, dass ich doch zu wenig flexibel für den Studiengang bin.
Ich möchte mich auch gern mit Frauen unterhalten, die diesen Studiengang gewählt haben, weil Männer bei dem Thema oft sehr arogant sind und mir das Gefühl vermitteln, dass der ganze Studiengang nur aus den Einsteins von morgen besteht.

LG
Kathrin

Beitrag von vw76 10.09.08 - 22:39 Uhr

Hi!

Von Tierarzthelferin zur Studentin...

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=28&id=1427936

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=28&id=1585299#10227915

Vergiss nicht, bei einem Studium muss man auch was tun... Das macht sich nicht von allein...

Verena

Beitrag von jupp43 11.09.08 - 12:31 Uhr

ich verstehe dein Problem nicht, es war ein aushilfsjob, und Tierarzthelferinnen werden doch ziemlich ausgebeutet, das ist allgemein bekannt.

Beitrag von sonne_1975 10.09.08 - 22:45 Uhr

Ich wollte dir gerade auch Informatik vorschlagen, aber dein Schwager hat es schon getan.;-)

Mein Lieblingsfach in der Schule war auch Mathe, trotzdem wäre es mir alles viel zu theoretisch. Da ist mir Informatik lieber, da kann man die Logik auch anwenden.

LG Alla

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 08:16 Uhr

Hallo Alla!

Danke für deine Antwort!

Informatik ist nichts für mich - da steig ich nicht durch...#kratz
Ich versteh einfach nicht, wie aus 0en und 1en bewegte Bilder und Rechenprogramme entstehen sollen. Für mich ist das absolut unlogisch ;-)

LG
Kathrin

Beitrag von cat_t 11.09.08 - 08:13 Uhr

Hallo Kathrin #blume

ich liebe auch Mathe, wollte ne zeitlang Mathe+Sportlehrer werden (habe es aus diversen Gründen nicht gemacht).

Deine aufgeführten Gründe waren für mich aber kein Grund gewesen, es nicht zu machen.

Informier Dich doch am besten über die Studienfächer Mathe und Informatik und dann wirst Du sehen, was Dir am ehesten zusagt.

Informatik wäre nichts für mich, das wäre für mich ein Buch mit 7 Siegeln, aber bei Mathe wäre ich sofort dabei:-)

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 08:21 Uhr

Hallo Sanne!

Informiert hab ich mich ja schon. Das klingt auch alles seeehr verlockend
Aber Tierarzt klang vor 4 Jahren auch sehr verlockend und jetzt, da ich genügend in den Beruf reingeschnuppert habe, weiß ich, dass ich DAS auf keinen Fall studieren will.

Deswegen will ich halt mit Frauen reden, die sich da auskennen.

Trotzdem Danke für deine Antwort!

LG
Kathrin

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 08:29 Uhr

sorry, merk grad, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe:
Mein Schwager hat mir das Mathestudium schmackhaft gemacht, nicht das Informatikstudium - damit kann ich absolut gar nichts anfangen...

LG
Kathrin

Beitrag von rotihex 11.09.08 - 08:59 Uhr

Hallo,

ich hab vor 12 Jahren mal ein Mathestudium begonnen und im 1. Semester wieder abgebrochen.

Grund: Ein Mathematik Studium hat leider nichts mit "Rechnen" zu tun. Nur Sätze und Beweise ...

Ich will dich allerdings nicht entmutigen. Nur weil es mir nicht gelegen hat, heißt das ja nicht, daß es für dich auch nichts ist. Probiers halt aus.

LG
rotihex

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 09:10 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort!
Sätze und Beweise reizen mich halt sehr.
Das tolle an Mathe ist, dass es immer eine Lösung gibt - auch wenn du am Ende hinschreibst: "stimmt nicht! w.z.b.w." Aber du hast 100% beweisen dass es eben nicht stimmt!

Mal sehen.

LG
Kathrin

Beitrag von ivik 11.09.08 - 10:49 Uhr

Vorsicht!!!! Sätze und Beweise in der Schule sind wasvöllig anderes als Sätze und Beweise im Studium der Mathematik. Hier schrieb jemand, Informatik wäre zu theoretisch und Mathe würde ihn reizen. Ich habe die Informatik als viel anschaulicher empfunden als die Mathematik.
Setz dich doch mal in eine "normale" Vorlesung und nicht in eine "Werbevorlesung". Dann bekommst du vielleicht eher einen Eindruck davon, was dich erwartet.
Mein Mann und ich sind beide Mathematiker; ich allerdings als Lehrerin. Und beide sind wir da ganz ehrlich, wenn wir gefragt werden. Ein reines Mathematikstudium würden wir beide auf keinen Fall mehr machen, obwohl wir beide unser Abi in Mathe im Einserbereich gemacht haben.

Zu oben (nur zur Ergänzung): Es gibt nicht immer eine Lösung! Es gibt Behauptungen, da beißen sich Generationen von Mathematikern die Zähne aus und keiner kann es beweisen oder widerlegen.

lg IVonne

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 21:31 Uhr

ohjeh.. danke für deinen Hinweis...!

Ich werde mich wirklich mal 1-2 Wochen in so ne Vorlesung reinsetzen. Evtl werde ich auch mal ins Informatikstudium reinsetzen. Vll bekomme ich Zugang, wenn ich es mir genauer angucke. #kratz Ist ja alles in der "Nähe".

LG
Kathrin

Beitrag von ninepowe 11.09.08 - 09:00 Uhr

Hallo Kathrin,


bei mir ist es so, dass ich derzeit noch Informatik auf Diplom studiere. Nach dem Abschluss dieses Studium´s ist aber Mathematik noch ganz fest eingeplant, in Teilzeit und nebenher, und ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich sooo sehr gut dafür geeignet bin. Ehrlich gesagt, habe ich schon im Informatik-Studium mit den Mathekursen ein paar dezente Schwierigkeiten, es ist also nicht so, dass der Stoff sehr leicht verständlich wäre, sondern im Gegenteil: ich mache das Skript auf und verstehe erst einmal gar nichts, es schwirrt nur so von Formeln und unbekannten Zeichen. Dazu bin ich auch recht einfallslos wie Du eben. Wenn man mir etwas beibringt, kann ich es gut umsetzen und viel damit machen, aber man muss es mir eben beigebracht haben, sonst läuft nix... #hicks #augen

Wenn Du bereit bist, Dich hinzusetzen, nachzuschlagen, viel zu fragen und zu lernen, wird es sicher gut und schnell vorwärts gehen! Nur, man muss schon etwas dafür tun, gerade wir Frauen denke ich, weil wir doch oft in den Naturwissenschaften etwas weniger gefördert wurden als die Jungens. Ein Studium ist halt doch harte Arbeit und wenn es Dir nur um einen Uni-Abschluss geht, kannst Du das Ganze sicher leichter haben, indem Du Dir einfach einen anderen Studiengang aussuchst; andererseits ist das natürlich eigentlich nicht der Sinn der Sache und ich finde es schon toll, wen man sein Interesse zu seinem Beruf macht und nicht das nimmt, was zufällig gerne schnell mal angeboten wird... ;-)

Die Probevorlesungen hast Du ja schon besucht und kamst gut zurecht. Trockenen Stoff gibt es überall, da muss man eben durch, das ist also nicht das Problem... :-p Vielleicht kannst Du Dir ja noch ein Buch für Erstsemester ausleihen und darin stöbern, aber wenn Du auch damit keine Schwierigkeiten hast, würde ich es einfach wagen! Ich glaube übrigens, dass man in der IT-Branche später deutlich mehr verdient als als Mathematiker, falls das für Dich noch ein Argument für einen der beiden Studiengänge ist. Dazu habe ich noch gehört, dass Mathematiker, Physiker usw. wohl unbedingt promovieren sollten, um einen Job zu bekommen, aber ich kenne mich da nicht so aus, vielleicht erkundigst Du Dich auch danach noch. Wenn Frau sich später Kinder wünscht, kann das schon zu einem wichtigen Punkt werden, der geplant werden will!

Also wie gesagt, ich schreibe mich hoffentlich #schwitz auch bald, naja #schwitz, für Mathematik ein und freue mich schon sehr darauf; bin schon gespannt, was auf mich zukommt! Ein Mathematik-Studium wird übrigens auch von der FernUniversität in Hagen angeboten: falls es Dir, wie mir immerzu #hicks an Zeit tagsüber mangelt und Du leicht alleine arbeiten kannst! Der Abschluss ist der Gleiche, allerdings kannst Du halt nicht einfach den Finger heben und Fragen stellen, leider...

Meld´ Dich mal, wie Du Dich entschieden hast! Vielleicht können wir uns ja ein wenig austauschen! Von meinen Bekannten ist leider keiner so studienbegeistert wie ich und ich suche immer nach Kontakten zum Ratschen... #schein

Viel Glück Dir schonmal!!!


ninepowe

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 09:16 Uhr

Hallo!

Danke für deine Tipps!
Ich hab ja jetzt noch 4 Jahre zeit - das ist genügend um mich etwas intensiver mit dem Studium zu befassen.
Das mit dem Buch für Erstsemester ist eine prima Idee! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin #klatsch

Ich frag mich echt, wie die Doktorarbeit eines Mathematikers aussieht... #kratz

Nicht unherheblich ist wirklich die finanzielle Sache - ich hab schon einen Beruf, mit dem ich viel Arbeit und wenig Geld habe.

Fernstudium mache ich lieber nicht... Ich muss nachfrage können, wenn ich was unlogisch finde - und wenn es "nur" Komilitonen sind.

LG
Kathrin

Beitrag von steffen-m. 11.09.08 - 21:49 Uhr

Hallo Kathrin,

wenn Du Dir Doktorarbeiten von Mathematikern anschauen möchtest, kannst Du entweder mal in einer Universitätsbibliothek stöbern oder einfach "Dissertation" und "Mathematik" in die Suchmaschine Deiner Wahl einwerfen. Da solltest Du etliche Arbeiten finden.

Ich habe zwar nicht Mathematik, sondern Informatik mit Physik als Anwendungsfach studiert. Im Grundstudium ist auch dort erwartungsgemäß der Mathematik-Anteil sehr hoch. Ich kann nur sagen: Rechnen, wie man es aus der Schule kennt, kann man eher weniger erwarten.

Wenn Du mal reinschnuppern möchtest, kannst Du Dich mal auf die Suche nach Skripten zur Linearen Algebra I und der Analysis I machen, so heißen meist die Vorlesungen im ersten Semester. Auch da sollte jede Menge online stehen. Viele Unis bieten Vorkurse an, mit deren Hilfe die meiner Erfahrung nach sehr großen Lücken zwischen Oberstufen-Mathematik und Uni etwas gefüllt werden. Die Kurse sind sehr gut besucht (jedenfalls sind an der Uni, an der ich arbeite, zur Zeit jede Menge zukünftiger Erstsemester-Studenten unterwegs, obwohl die Vorlesungen erst in etwa einem Monat beginnen). Auch zu solchen Vorkursen sollte man Materialien im Netz finden.

Viele Grüße,
Steffen

Beitrag von jsteinba 11.09.08 - 09:12 Uhr

Ich selber habe Informatik studiert mit Nebenfach Mathe. Allerdings sehr theoretisch orientiert, in Richtung Mathe. Ein Seminar mehr in Mathe und ich hätte auch mein Mathediplom haben können.

Mit RECHNEN hat Mathe rein gar nichts zu tun. es geht um Beweise, Beweise, Beweise... Nur Wissen anwenden reicht da in der Regel nicht. Allerdings lernt man das ja auch im Studium. Was waren das für Vorlesungen, die du gehört hast? Was war die tolle? Was die blöde?

Was Mathematiker nach dem Studium machen? Ein sehr großer Teil arbeitet in Richtung Informatik :)

Gruß Julia

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 09:26 Uhr

Hallo!

in der "blöden" vorlesung hat sich der Professor vor die Studenten gestellt und die ganze Stunde lang einen Beweis durchgeführt (unendlicher Bogen).
Er hat versucht viel mit Humor aufzulockern - aber selbst die besten Mathematikerwitze sind derart humorlos rüber gekommen, dass ich erst 2 Wochen danach drüber lachen konnte...
Der zweite Professor war sehr viel lockerer, hat im Prinzip das selbe gamacht (weiß aber nicht mehr, was), bloß, dass er uns mit einbezogen hat.
Es hat halt viel an den Professoren gelegen.

Das mit den Beweisen sagt mir sehr zu, weil man mit Mathematik sehr viel BEWEISEN kann, das ist nicht so was schwammiges, wie die meisten anderen Naurwissenschaften, wo man nur mit Indizien und vermutungen arbeiten kann.

Allerdings nimmst du mir auch ein bisschen den Mut, es ist wirklich das Beste, wenn ich, wie schon vorgeschalgen, mich in ein Buch für Erstsemester einlese.

LG
Kathrin

PS: was ich grad merke.. mir ist die "blöde" vorleseung wesentlich detailreicher in Erinnerung geblieben, als die "tolle". #kratz

Beitrag von jsteinba 11.09.08 - 09:29 Uhr

Ich glaube ich habe noch einen Teil meiner Erstsemesterbücher zu Hause liegen (Analysis, Lineare Algebra, Stochastik). Wenn du willst schenke ich sie dir gegen Porto. Ist allerdings einiges drin rumgeschmirrt.

Gruß Julia

Beitrag von dalia86 11.09.08 - 09:52 Uhr

Hallo Kathrin,

ich musste gerade schmunzeln, vor dem selben Problem stand ich vor ein paar Jahren auch... das Rechnen hat mir immer super Spass gemacht und war genau das, was ich machen wollte. Das "um die Ecke denken" und mit Zahlen jonglieren hat mir schon immer gefallen ;-)

ABER: jeder, mit dem ich zu Abi - Zeiten darüber geredet hab, hat mir abgeraten Mthe zu studieren! Meine früheren Mathe- und Physiklehrer haben mir dann geraten, es mal mit Physik zu probieren, weil das viel "mathematischer" im Sinne von Sachen ausrechnen sei als Mathe an sich. Und ich muss sagen, sie hatten Recht!

Das Mathestudium an sich hat (ich höre aus Interesse zusätzlich ein paar Mathevorlesungen nebenbei) überhaupt nichts mehr mit Rechnen zu tun, man führt nur irgendwelche abstrakten Beweise durch, die aber nichts mit Formeln, sondern mit sprachlichen Formulierungen zu tun haben und "sieht" nur sehr selten überhaupt eine Zahl. Ich wäre damit nicht zurecht gekommen. Leider geben die Probestudien oder Schülervorlesungen da nur sehr wenig vom tatsächlichen Studium wieder, weil das Niveau da sehr stark verringert wird.

Hast du schon mal über Statistik oder Finanzmathematik nachgedacht? Das ist wesentlich zahlenbezogener und man hat, vor allem in Finanzmathe, auch sehr gute Berufs- und Verdienstaussichten.

Ansonsten kann ich persönlich nur Physik empfehlen, 3/4 des Studiums bestehen aus Rechnen (hauptsächlich Integrale lösen) und im Grundstudium hat man im Prinzip nur Mathevorlesungen, in denen man genau diese Sachen sehr genau betrachtet. Die "abstrakte" Mathematik taucht dabei nur am Rand auf. Ich hatte zwar in der Schule nie viel mit Physik am Hut, aber heute weiß ich, dass es genau das Richtige war und das Studium (mittlerweile bin ich fast fertig #schock)macht auch immer noch wahnsinnig Spass und meine Berufsaussichten sind auch super :-p

vielleicht hilft dir meine Antwort ein bisschen weiter, du kannst dich gerne, wenn du Fragen hast, über VK bei mir melden :-D

Beitrag von ivik 11.09.08 - 14:56 Uhr

Das kommet wohl auf den Studienort an. Hier in Hannover hat man genau dieselben Mathevorlesungen besucht. Da waren alle drin, Mathestudenten, Physikstudenten, Informatiker, Meteorologen und Lehrämter.
Sonst hätte ich meinen Mann wohl nicht kennengelernt;-)

lg Ivonne

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 21:40 Uhr

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Deine Vorschläge werden notiert :-)

LG
Kathrin

Beitrag von malkin 11.09.08 - 12:52 Uhr

Hallo Kathrin,

die anderen haben es ja schon geschrieben: Mathe hat mit Rechnen nichts zu tun. Ich steig durch die verschiedenen Posts von dir nicht ganz durch: Im ersten klingt es so, als wäre es nicht dein Ding, was zu beweisen, später dann aber so, als wären Beweise doch was für dich. Davon hängt alles ab.

Auch die Fernuni ist schon angesprochen worden - ich tu's trotzdem nochmal: An der Fernuni kannst du als Akademiestudierende vorab schon Kurse belegen, die dir an der Uni ggf. später angerechnet werden. Das ist vielleicht besser zum Ausprobieren, als nur mal in ein Buch hineinzulesen. Ansprechpartner gibt's dort auch, beispielsweise in gut gepflegten Newsgroups und an Studientagen, sehr zu empfehlen sind aber auch die Tutorien, die es in den Studienzentren im ganzen Land gibt. Gerade zu Mathe sollte sich da was finden.
Außerdem musst du Übungen bearbeiten und einsenden, die dann korrigiert werden. Das zusammen könnte dir eine gute Idee davon vermitteln, wie ein Mathe-Studium so ist - und nachher kannst du dir die Kurse dann anrechnen lassen, wenn du irgendwo ein Präsenzstudium beginnen möchtest, und zwar auch dann, wenn du schließlich Mathe doch nur als Nebenfach oder als Bestandteil deines Wahlfachs studieren solltest.
Ich würde dir das ganz dringend empfehlen und es heute in deiner Situation selbst so machen, falls ich es nochmal mit Mathe aufnehmen würde - was ich aber sicherlich wieder nur als Nebenfach täte.

LG,
M.

Beitrag von knochenmaid 11.09.08 - 21:48 Uhr

Danke für deine Antwort!

Ja.. ich bin manchmal konfus in meinen Beiträgen.
Zum Festhalten:
Ich hab ein großes Problem mit Innovationen. Ich kann anwenden, aber nichts "neues" machen.
Ich denke, dass ich mit Beweisen weniger Probleme haben werde. Aber das muss sich erst zeigen.

Bin sehr unsicher, was meine Zukunft und die Wahl meines Studiums betrifft. Deswegen dieser Beitrag. Ich bin sehr dankbar für die vielen Tipps!
- Hatte übrigens gar nicht erwartet derart viele Antworten zu bekommen! #huepf

LG
Kathrin

Beitrag von malkin 13.09.08 - 18:40 Uhr

Ja, ich bin auch ganz erstaunt, dass dieser Thread so lang ist! Schön!

Also, Beweise sind irgendwie oft gefühlt etwas Innovatives, auch wenn du nur das Rad neu erfindest. Nach einer Weile versteht man dann auch, dass einiges doch eher "Nachweis" und nicht ein origineller "Beweis" ist, aber am Anfang hatte ich stets und auch später noch sehr oft das Gefühl, was tun zu sollen, was mir keiner erklärt hat.
Beispielsweise hat mich die Aufforderung "Beweisen Sie, dass es eine 0 gibt!" völlig überfordert, weil ich nicht verstanden habe, dass damit gemeint war: "Weisen Sie nach, dass es in diesem System hier ein Element gibt, das die Eigenschaften hat, die wir zuvor als Eigenschaften eines Nullelements definiert haben."

Ich habe mich sehr oft über mein Mathe-Studium geärgert, obwohl ich letztlich nie durch eine Klausur durchgefallen bin. Ich fand, dass es uns meist schwerer gemacht wurde als notwendig. Das war in Köln, andernorts scheint manches auch anders zul aufen. Also lohnt es sich auch, über das Wo nachzudenken.

LG;
M.

Beitrag von eingecko 11.09.08 - 21:43 Uhr

Hallo,

ich habe selbst Mathematik studiert und es ehrlich gesagt nie bereut. Zu den Inhalten des Studiums wurde ja schon genug gesagt. Nach dem Studium kannst Du in allen möglichen Bereichen anfangen - in Banken, in Versicherungen, bei Verkehrsunternehmen kannst Du optimale Fahrpläne bestimmen...
Außerdem stellen auch viele Unternehmen Mathematiker ein, wenn sie jemanden brauchen, der analytisch denken kann, so wie etwa Unternehmensberatungen. Die Chancen, als Mathematiker einen Job zu bekommen, sind außerdem sehr gut, weil nur relativ wenige diesen Studiengang wählen und dann auch beenden. Selbst die Studenten, die es nur mit Ach und Krach durchs Studium geschafft haben, haben sehr schnell einen Job gefunden.

Viele Grüße,
ein Gecko

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