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Beitrag von babybauchnr2 10.09.08 - 22:07 Uhr

Hallo,

vor 12 Wochen kam unser kleiner Schatz auf die Welt, im KH habe ich eine Frau kennengelernt, sie hat ein paar Tage später entbunden und wie es der Zufall will haben wir uns im Internet "wieder gefunden".

Waren ein paar Mal spazieren und sie erzählt ziemlich viel von zu Hause. Das Problem:
Ihr Mann ist 12 Jahre älter, hat 2 große Mädchen (13+15 Jahre), die mit ihnen in einem Mietshaus leben. Der Kleinste hat kein eigenes Zimmer, sie ist arbeitslos, die Mädels mehr als zickig und schlimmer, als andere in der Pupertät. Sie nehmen keine Rücksicht auf den Kleinen, auch der Vater nimmt ihn nur hoch, wenn er lieb ist. Sie selbst ist grad mal 27 und mit der ganzen Situation mega überfordert. Sie kommt mit den 2 Großen nicht klar und will nur das Beste für ihr Baby. Noch dazu kauft ihr Mann immer mehr Dinge auf Raten, das Geld ist schon lange weg, aber verstehen tut er das nicht :-[ Und der Vermieter hat mittlerweile auch gekündigt :-(
Das weitere Problem: Der Kleine kappiert wohl auch schon, dass da in dem Haus was nicht stimmt und schreit IMMER wenn sie nach Hause kommen. Wenn wir spazieren gehen, ist er lieb, wenn sie unterwegs ist, ist er auch lieb, aber sobald sie das Haus betritt geht das Gebrülle los und er lässt sich dann auch nicht beruhigen.

Kennt jemand von euch so eine Situation? Ich würde ihr so gerne helfen, aber ich weiß nicht wie. Hab sie morgen schon mal zum Kinderarzt geschickt um zu hören, was er dazu sagt. Man, sie tut mir echt leid!

Kennt ihr irgendwelche Stellen, an die sie sich wenden könnte? Meint ihr, eine Familienhebamme kann ihr da weiter helfen?

LG

Beitrag von supergirli1985 10.09.08 - 22:14 Uhr

HI!

Deine Freundin kann sich ans Jugendamt wenden, von dort aus können sie dann eine Familienhilfe beantragen, die regelmäßig kommt und die familiäre Situation bespricht, bzw. mit den Familienmitgliedern redet.

Lg

Beitrag von bine3002 10.09.08 - 22:16 Uhr

Also die Situation ist natürlich alles andere als schön und es ist ehrenwert, dass Du helfen möchtest.

Ich möchte dir aber trotzdem zu bedenken geben, dass solche Art von Hilfe oftmals nicht gewünscht wird und oft genug auch nach hinten losgeht. Am Ende versöhnt sich die Familie und Du bist der Bumann (oder die Buhfrau). Muss nicht sein, ist mir selbst aber schon oft passiert.

Wenn Du trotzdem helfen möchtest, dann würde ich das nur in sehr enger Zusammenarbeit mit der Mutter machen. Wenn es um Geld geht, hilft eine Schuldnerberatung. Wenn es um Eheprobleme geht, hilft die Eheberatung. Und wenn es um familiäre Probleme geht, hilft die Familienberatung. Da würde ich mal beim Jugendamt nachfragen. Ich würde der Mutter diese Hilfe vorschlagen, ihr vielleicht auch gleich Telefonnummern an die Hand geben und den Vorschlag machen, sie zu begleiten.

Und dann noch etwas zu dem Baby: Es ist natürlich möglich, dass der Kleine merkt, dass etwas nicht Ok ist zu Hause und dass er deswegen viel weint. Es ist allerdings auch möglich, dass er aufgrund von Reizüberflutung weint und zu Hause einfach die Sicherheit hat, seinen gefühlen freien Lauf zu lassen. Meine Tochter hat auch fast nur zu Hause viel geweint und hier ist wirklich alles im grünen Bereich. Wir hatten keine wirklichen Sorgen und unsere Ehe sowie die Beziehung zum Papa ist auch super. Trotzdem war sie hier zu Hause sehr lange immer unzufrieden.